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Event-Blog

Singende Soldaten, verbotene Liebe und Punk zum Abschluss

Am letzten Tag zeigt das queerfilmfestival ein komplett in Afrikaans gedrehtes Musical, eine lesbische Liebe im Schottland der Fünfzigerjahre und ein queeres Coming-of-Age-Drama, das im Mexico City der Achtziger spielt.


Vom 28. August bis 1. September 2019 findet in den drei deutschen Städten Berlin, München und Stuttgart erstmals das queerfilmfestival statt. Hauptveranstalter ist die Edition Salzgeber, die "die besten queeren Filme des Jahres" verspricht.

"Queere Filme sind unser Leben – und diese Leidenschaft ist seit über 30 Jahren Kern unserer Arbeit bei Salzgeber", heißt es zum Event auf der Festival-Homepage. "In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das nicht-heterosexuelle Kino immer weiter aufgefächert, ist vielstimmiger und internationaler geworden. Um die vorhandene Vielfalt an starken queeren Filmen abzubilden und zu feiern, bedarf es neuer Räume, die wir mit dem queerfimfestival in Berlin, München und Stuttgart schaffen."

queer.de begleitet das queerfilmfestival mit einem täglichen Event-Blog. (mize)


Live-Ticker (abgeschlossen)

01.09., 09:32h

Singende Soldaten, verbotene Liebe und Punk zum Abschluss

Am letzten Tag zeigt das queerfimfestival am Sonntag ein komplett in Afrikaans gedrehtes Musical, die Romanverfilmung einer lesbischen Liebesgeschichte im Schottland der Fünfzigerjahre und ein queeres Coming-of-Age-Drama, das im Mexico City der Achtzigerjahre spielt.

Johan Niemand, der 18-jährige Protagonist aus "Kanarie" von Christiaan Olwagen, liebt die Musik von Boy George und Depeche Mode. Als er für seinen Wehrdienst beim Soldatenchor "Canaries" aufgenommen wird, kommt ihm das wie seine Rettung vor dem gefürchteten Drill vor. Auf einer Tournee verliebt er sich in einen seiner singenden Kameraden und beginnt, das repressive Ordnungssystem um sich herum in Frage zu stellen.



Vor dem historischen Hintergrund des Apartheid-Regimes zeigt Christiaan Olwagen die Verwundungen, die Nationalismus und Religion jungen Menschen antun können – und wie man mit anderen Außenseiter*innen fliegen lernt. "Kanarie" läuft heute jeweils um 19.30 Uhr im Berliner delphi LUX und in den Münchener City Kinos sowie um 20.30 Uhr im Stuttgarter Delphi Arthaus Kino.

Jeweils um 13 Uhr in Berlin und München sowie um 14 Uhr in Stuttgart läuft zudem die im Schottland der Fünfzigerjahre angesiedelte lesbische Liebesgeschichte "Der Honiggarten – Das Geheimnis der Bienen" von Annabel Jankel, basierend auf dem Weltbestseller von Fiona Shaw. Darin lernen sich die junge Ärztin und Bienenzüchterin Jean und die alleinerziehende Mutter und Fabrikarbeiterin Lydia kennen und lieben – gegen alle Widerstände. In den Hauptrollen sind Oscar-Preisträgerin Anna Paquin ("Das Piano", "True Blood") und Holliday Grainger ("Die Borgias") zu sehen.

Das musikdurchflutete Coming-of-Age-Film "This Is Not Berlin" von Hari Sima wartet derweil mit Sex, Drugs und Punkrock im Mexico City des Jahres 1986 auf. Während alle der Fußball-WM entgegenfiebern, entdeckt der 17-jährige Carlos mit seinem besten Freund Gera den sagenumwobenen Underground-Club "Azteca". Dort eröffnet sich den beiden Jungs eine unbekannte Welt aus wilden Partys, Drogenrausch und sexueller Freiheit.



"Ein bahnbrechendes Porträt der Gegenkultur im Mexiko der Achtzigerjahre", lobte der "Hollywood Reporter" nach der Uraufführung auf dem diesjährigen Sundance Film Festival. In Berlin und München ist der Film jeweils um 15 Uhr zu sehen. Am morgigen Montag wird "This Is Not Berlin" noch einmal als "Bye-Bye"-Screening in beiden Städten zu sehen sein: um 21.15 Uhr in München (City Kinos) und um 22 Uhr in Berlin (Kino International).

Das gesamte Festivalprogramm kann man auf der Homepage nachlesen.

31.08., 08:56h

Ein absoluter Brainfuck

Am vierten Tag des queerfilmfestivals steht Gregor Schmidingers "Nevrland" auf dem Programm. Weitere Highlights sind eine Doku über eine trans Soldatin und ein lesbisches Roadmovie.

Im Berliner delphi LUX beginnt der Festivaltag heute zunächst um 16.30 Uhr mit "Ich bin Anastasia" von Thomas Ladenburger. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Oberstleutnant Anastasia Biefang – der ersten trans Person in der Bundeswehr auf dem Posten einer Bataillonskommandeurin.



Bei ihrer Geburt wurde ihr das Geschlecht "männlich" zugewiesen; auf dem Höhepunkt ihrer Karriere bei der Bundeswehr entscheidet sie sich, zukünftig in ihrem gefühlten weiblichen Geschlecht zu leben. Erstaunlicherweise gibt es nach ihrem Coming-out keine Karriereeinbußen für sie. Ladenburger, Protagonistin Anastasia sowie weitere Mitglieder von Cast und Crew werden als Gäste erwartet.

Im romantischen Roadmovie "Bonnie & Bonnie" von Ali Hakim, das heute um 19 Uhr in Berlin läuft, stehen zwei junge Frauen im Zentrum, die wie ihre filmhistorischen Vorbilder Bonnie und Clyde ins Weite aufbrechen müssen, damit ihre Liebe eine Chance hat. Yara lebt mit ihrem albanischen Vater und den drei Geschwistern in Hamburg-Wilhelmsburg und schmeißt neben ihrem Job im Supermarkt den Familienhaushalt, bis sie eines Tages auf der Straße dem toughen Heimkind Kiki begegnet.



Von der entstehenden Beziehung darf niemand wissen, vor allem nicht Yaras konservativer Vater, der schon einen Ehemann für sie ausgesucht hat. "Bonnie & Bonnie" startet am 24.10. bundesweit in den Kinos und wird zuvor in der queerfilmnacht zu sehen sein. Zu der Berlin-Premiere wird Regisseur Ali Hakim erwartet.

In "Nevrland", der heute jeweils um 21 Uhr in Berlin und im Stuttgarter Delphi Arthaus Kino zu sehen ist, erzählt der Österreicher Gregor Schmidinger von dem 17-jährigen Jakob, der als Aushilfskraft in einem Schlachthof jobbt und mit einer lähmenden Angststörung kämpft. Als er in einem Sex-Cam-Chat den neun Jahre älteren Kristjan kennenlernt, beginnt für ihn eine transpersonale Reise zu den Wunden seiner Seele. Der Prozess des sexuellen Erwachens und der Selbstfindung wird bildgewaltig und atmosphärisch dicht als existentieller Trip umgesetzt.



Mit Simon Frühwirth präsentiert der tiefenpsychologisch fundierte Coming-of-Age-Film einen Newcomer, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Max Ophüls Preis für den Besten Schauspielnachwuchs. Am 17. Oktober startet "Nevrland" in den deutschen Kinos und ist zuvor schon in der queerfilmnacht zu sehen. Bei der Berliner Premiere auf dem queerfilmfestival werden sowohl der Regisseur als auch der Hauptdarsteller als Gäste erwartet.

Das komplette Programm gibt es hier.

30.08., 08:18h

Die Welt schwuler Pornos und das Chaos der Gefühle

Das queerfimfestival wartet heute am dritten Tag mit einem Dokumentarfilm über Jonathan Agassi auf – in Berlin wird der Pornostar als Gast erwartet. Außerdem gibt es zwei Max-Ophüls-Preisträger und einen außergewöhnliche Coming-of-Age-Film.

Der israelische Regisseur Tomer Heymann widmet sich in "Jonathan Agassi Saved My Life" dem jungen Yonatan aus Tel Aviv, der unter dem Künstlernamen Jonathan Agassi dank seiner Auftritte in Dutzenden schwulen Hardcore-Pornos Fans auf der ganzen Welt hat. Zwischen den Drehs ist Agassi in seinem zwischenzeitlichen Zuhause Berlin in Live-Sex-Shows zu sehen und bei seiner Arbeit als Escort.



Heymann, der seinen Protagonisten über einen Zeitraum von acht Jahren mit der Kamera begleitet hat, gilt als einer der wichtigsten Dokumentarfilm-Regisseure Israels. Er drehte u.a. "Paper Dolls" (2006) und "Mr. Gaga" (2015). Sein neuer Film wurde auf dem Jerusalem Film Festival gleich mehrfach ausgezeichnet. "Jonathan Agassi Saved My Life" wird heute um 21.30 Uhr im Berliner delphi LUX und um 21 Uhr im Stuttgarter Delphi Arthaus Kino in Kooperation mit dem Pornfilmfestival Berlin gezeigt. In Berlin wird Jonathan Agassi als Gast erwartet.

In Berlin und in den Münchener City Kinos stehen heute zudem jeweils um 16.30 Uhr die mittellangen Filme "Bester Mann" von Florian Forsch und "Label Me" von Kai Kreuser auf dem Festivalprogramm – beide wurden mit dem renommierten Max Ophüls Preis (2018 bzw. 2019) ausgezeichnet.



"Bester Mann" schildert eine Geschichte über Missbrauch, über die Verletzlichkeit von Jugend und darüber, wie gut sich Verbrechen hinter einer einfachen Ideologie verbergen lassen.

"Label Me" erzählt von dem Verhältnis zwischen einem geflüchteten Syrer und einem deutschen Freier.



Die Wirrungen des (queeren) Heranwachsens werden in Keith Behrmans "Giant Little Ones" behandelt, der heute um 19 Uhr in Berlin läuft. Darin geht es um die Freundschaft der Highschool-Schüler Franky und Ballas. Als sich die zwei beliebten Stars des Schwimm-Teams im betrunkenen Zustand sexuell näherkommen, ist plötzlich alles anders: Ballas will mit Franky nichts mehr zu tun haben und die Gerüchteküche in der Schule brodelt.



Der kanadische Film bietet einen mitreißenden Soundtrack, leuchtende Bilder, talentierte Schauspiel-Newcomer sowie die Stars Kyle MacLachlan ("Twin Peaks") und Maria Bello ("Coyote Ugly") in Nebenrollen. Bei seiner Premiere auf dem Filmfestival Toronto wurde "Giant Little Ones" von Presse und Publikum gefeiert und seitdem auf zahlreichen Festivals gezeigt und ausgezeichnet, u.a. mit dem Publikumspreis auf dem Filmfestival Göteborg.

29.08., 08:55h

Liebe und Mode am Donnerstag

Das queerfimfestival geht heute in den zweiten Tag – mit Yves Saint Laurent, Emily Dickinson und zwei "flat-mates with benefits".

In Berlin und München läuft heute der Dokumentarfilm "Celebration" von Olivier Meyrou über den berühmten Modeschöpfer Yves Saint Laurent (1936-2008) und dessen Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé (1930-2017). Der Film zeigt Saint Laurent im Jahr 2001, wie er, bereits schwer von Krankheiten gezeichnet, die Entwürfe für seine letzte Kollektion in Paris skizziert. Unterdessen richtet Bergé eine Serie von Feiern aus, um das kolossale Werk des Modedesigners zu würdigen. Meyrou Film wirft ein Licht auf die komplexe Beziehung zwischen Saint Laurent und Bergé.



Nach der Uraufführung von "Celebration" auf der Berlinale 2007 ließ Pierre Bergé die weitere Veröffentlichung des Films verbieten. Erst Ende 2018 konnte Meyrou eine leicht veränderte Schnittfassung in die französischen Kinos bringen – und wurde dafür von der Presse gefeiert. "Von unschätzbarem Wert, wenn wir Yves Saint Laurent als Menschen und Mythos verstehen wollen", urteilte die Variety. Im Berliner delphi LUX und in den Münchener City Kinos läuft er heute um 17 Uhr. Meyrou wird als Gast in Berlin erwartet. Am 26. September wird der Film dann bundesweit in den Kinos starten.

Direktlink | Trailer zu "Celebration"

Zudem wird heute in Berlin um 19 Uhr ein Film gezeigt, der das Potential hat, unseren Blick auf Emily Dickinson (1830-1886) für immer zu verändern: Madeleine Olneks "Wild Nights with Emily" mit Molly Shannon ("Ungeküsst") in der Titelrolle. Dass die weltberühmte Dichterin, die über Jahrzehnte sehr zurückgezogen lebte, eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit ihrer Jugendfreundin und späteren Schwägerin Susan Gilbert führte, wusste zu ihren Lebzeiten kaum jemand. Auch nach Dickinsons Tod wurde die Beziehung streng geheim gehalten – vor allem von ihrer Verlegerin Mabel Loomis Todd, die sogar die postum veröffentlichten Gedichte manipulierte und die feurigen Liebesbriefe der Autorin für ihre Geliebte an Männer umadressierte.



Die lustvolle Komödie zeigt beispielhaft, wie eine lesbische Lebensgeschichte bewusst umgeschrieben wurde, um in ein heteronormatives Narrativ zu passen. Am Samstag wird "Wild Nights with Emily" auch in Stuttgart (17 Uhr) und in München (19 Uhr) laufen.

Darüber hinaus gibt es heute u.a. in allen drei Städten um 21 Uhr "Der Blonde" von Marco Berger zu sehen. Darin ziehen zwei "Heteros" in Buenos Aires erst zusammen – und sich dann gegenseitig aus. Doch als aus den Mitbewohnern ein richtiges Liebespaar werden könnte, gerät einer der beiden in einen Identitätskonflikt.



Das Liebesdrama, das die erotische Spannung zwischen seinen beiden Hauptfiguren schrittweise hochschaltet, ist bereits der sechste Langfilm des argentinischen Regisseurs Berger, der vielen durch seinen Debütfilm "Plan B" (2009), den Teddy-Preisträger "Ausente" (2011) oder seinen letzten Film "Taekwondo" (2016) bekannt sein dürfte.

28.08., 04:06h

Ein Tanz zur Eröffnung auf dem queerfimfestival



Heute feiert das queerfimfestival mit dem georgischen Liebes- und Tanzdrama "Als wir tanzten" seine Eröffnung in Berlin, München und Stuttgart.

Der mitreißende Eröffnungsfilm, der als Deutschlandpremiere läuft, erzählt von Merab, der als Student an der Akademie des Georgischen Nationalballetts in Tiflis seinen großen Traum verfolgt, professioneller Tänzer zu werden. Als Irakli neu in die Klasse kommt, nimmt Merab ihn zunächst als Rivalen auf den ersehnten Platz im festen Ensemble wahr. Doch aus der Konkurrenz wird bald ein immer stärkeres Begehren. Im homophoben Umfeld der Schule, in der konservative Vorstellungen von Männlichkeit hochgehalten werden, wird von den beiden aber erwartet, dass sie ihre Liebe geheim halten.

"Als wir tanzten" ist eine Feier der Liebe, des Lebens und des Widerstandes – und wurde im Mai bereits in Cannes bejubelt. Der Film stammt von dem in Südschweden geborenen Filmemacher Levan Akin, der erstmals in georgischer Sprache – der Muttersprache seiner Eltern – gedreht hat. Er musste den Film im Guerrilla-Stil realisieren, da er von Seiten der konservativen georgischen Regierung keine Unterstützung erhielt. "Auf einigen georgischen Social-Media-Kanälen werde ich Satan genannt. Ich muss also etwas richtig gemacht haben", berichtet Akin in einem Interview. In Berlin wird Akin als Festivalgast erwartet.

In allen drei Städten beginnt die Premiere um 20 Uhr – im Berliner delphi LUX, in den Münchener City Kinos beziehungsweise im Stuttgarter Delphi Arthaus Kino. In Stuttgart läuft zudem um 18 Uhr schon der Dokumentarfilm "Celebration" von Olivier Meyrou über Yves Saint Laurent und dessen Partner Pierre Bergé.

Direktlink | Musikclip zum Film, in dem die Hauptdarsteller und Teile der Crew zusammen feiern

27.08., 14:48h

Begeisterung beim Warm-up des queerfilmfestivals



In Frankreich lockte der Film "Die glitzernden Garnelen" des Regie- und Drehbuchduos Cédric Le Gallo und Maxime Gebare eine halbe Million Zuschauer*innen in die Kinos. Ganz so viele waren es gestern im Berliner Kino International und in den Münchner City Kinos noch nicht – aber die freudige Erregung war dennoch groß und beide Vorstellungen sehr gut besucht.

Mit der Komödie über eine schwule Wasserballmannschaft und deren Teilnahme an den Gay Games wurde der Auftakt des queerfimfestivals gefeiert, das ab morgen und bis zum Sonntag, den 1. September die Vielfalt des queeren Kinos nach Berlin, München und Stuttgart bringen wird.

Auch "Die glitzernden Garnelen" werden am Wochenende noch einmal gezeigt: am Donnerstag, 29.8., in Stuttgart (19.00 Uhr) und am Sonntag, 1.9., in München (17.00 Uhr) sowie Berlin (20.30 Uhr). Am Sonntag in Berlin wird Co-Regisseur Cédric Le Gallo den Film persönlich vorstellen.

In Berlin wurde gestern Abend dem gespannten Publikum auch das gesamte Programm vorgestellt, sodass die Vorfreude auf die 18 Filme des Festivals und die erwarteten Gäste befeuert wurde.

26.08., 05:50h

"Die glitzernden Garnelen" als Warm-up


Bild: Edition Salzgeber

Ehe das queerfilmfestival am Mittwoch offiziell beginnt, wird heute im Berliner Kino International um 22 Uhr sowie in den Münchener City Kinos um 21.15 Uhr als Warm-up die französische Komödie "Die glitzernden Garnelen" des Regie- und Drehbuchduos Cédric Le Gallo und Maxime Govare gezeigt.

Darin geht es um eine schwule Wasserballmannschaft und deren Teilnahme an den Gay Games. Der Vize-Schwimmweltmeister Matthias Le Goff wird nach einer homophoben Interviewaussage von seinem Verband dazu verdonnert, die titelgebende Mannschaft zu trainieren und wettbewerbsfit zu machen. Dem Team geht es allerdings weniger um den Sieg, sondern vielmehr darum, gemeinsam eine schillernde Zeit zu haben – und nebenbei noch die heißesten queeren Athleten der Welt kennenzulernen.

In Frankreich avancierte die glamouröse Sport-Komödie zum Überraschungshit und konnte dort bereits über eine halbe Million Leute begeistern. Sie wird während des Festivals jeweils noch einmal gezeigt – am Donnerstag, den 29. August in Stuttgart (19 Uhr) und am Sonntag, den 1. September in München (17 Uhr) und Berlin (20.30 Uhr). Am Sonntag in Berlin wird Co-Regisseur Cédric Le Gallo den Film persönlich vorstellen.

05:49h

Das Programm und der Trailer

Auf dem Programm des queerfilmfestivals stehen insgesamt 18 Filme, die alle in der Hauptstadt gezeigt werden. In München laufen immerhin 16 und in Stuttgart 13 Filme – jeweils als Stadt-Premieren und teilweise sogar als Deutschland-Premieren.

Das komplette und detaillierte Programm gibt es auf der Homepage, erste Eindrücke von den Filmen gibt der offizielle Trailer:



#1 CelebrationAnonym
  • 29.08.2019, 10:32h
  • Den Film über Yves Saint Laurent kann ich empfehlen - wirklich klasse gefilmt und produziert.

    Was nervt: dass in queer-Filme mindestens eine Person im Kino sitzt, der/die seine/ihre Abneigung durch den Saal verstreuen muss. An diese Personen gerichtet: "Dann doch einfach zuhause bleiben und die Zuschauer im Kino zum Kuckuck in Ruhe lassen."

    ©BuntesUndSchönes
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#2 EmilyAnonym
  • 31.08.2019, 09:38h
  • "Wild Nights with Emily"

    Eine Komödie.
    Ich hätte mir da eine schöne Liebesgeschichte gewünscht, inklusive Dramatik über die damals prüde Zeit und dass sie viel ertragen musste, zum Beispiel ihre Isolation.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 TheDadProfil
  • 31.08.2019, 11:04hHannover
  • Antwort auf #2 von Emily
  • ""Eine Komödie.
    Ich hätte mir da eine schöne Liebesgeschichte gewünscht, inklusive Dramatik über die damals prüde Zeit und dass sie viel ertragen musste, zum Beispiel ihre Isolation.""..

    Wenn Menschen in ein Kino gehen um eine Geschichte serviert zu bekommen
    "die sie erwartet haben",
    dann befinden sie sich im falschem Film im falschem Kino !
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#4 EmilyAnonym
  • 31.08.2019, 13:40h
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Diesen Film schaute ich gar nicht im Kino an, sondern sah hier den Trailer :-P
    Und ich schrieb nicht, dass ich etwas erwartet habe, sondern was ich mir zur Geschichte gewünscht hätte, denn ich denke nicht, dass diese Liebe der beiden sie selbst als Komödie empfanden.

    Über diesen Film kann man unterschiedlicher Ansicht sein, aber falsch ist meine Sichtweise nicht. Sie entspricht nur nicht deiner.

    ©BuntesUndSchönes
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#5 TheDadProfil
  • 31.08.2019, 21:31hHannover
  • Antwort auf #4 von Emily
  • ""sondern was ich mir zur Geschichte gewünscht hätte""..

    Mal abgesehen von der Unsitte "Wünsche" immer als Konjunktiv zu formulieren..

    Das war nicht die Geschichte die erzählt werden mußte, denn sie war nicht Deine Geschichte, so wie Du sie dir vorgestellt hast..

    Es ist die Geschichte von Jemandem anderem..

    Darüber seine Erwartungen zu stülpen, und diese mit einem "ich hätte mir gewünscht" zu versehen ist so überflüssig wie es nur geht..
    Und auch noch respektlos gegenüber der Geschichte..
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#6 EmilyAnonym
  • 31.08.2019, 21:48h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • "... von jemandem anderen"

    Von zwei LESBISCHEN Frauen, die ineinander verliebt waren in einer Zeit, in der Homosexualität alles andere als Komödie war.

    Alles andere, was du schreibst, ist eher respektlos mir gegenüber. Möchtest du mich mundtot machen, oder was soll das jetzt?

    Ich schreibe hier ein Feedback über diesen Film. Kritiken sind bekanntlich erlaubt.
    Wenn du das nicht ertragen kannst, dann wechsele doch einfach zu einem anderen Artikel - schon anscheinend deine Nerven.

    ©BuntesUndSchönes
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#7 TheDadProfil
  • 31.08.2019, 22:55hHannover
  • Antwort auf #6 von Emily
  • ""Von zwei LESBISCHEN Frauen, die ineinander verliebt waren in einer Zeit, in der Homosexualität alles andere als Komödie war.""..

    Uuuuuh..
    Man kann das Grauen schon fast greifen, so Bedeutungsschwer schwirrt es durch die Luft..

    Offensichtlich ist das Leben dieser beiden Frauen auch in so "schweren Zeiten" nicht nur damit angefüllt gewesen wie Trauerklöße vor der Suppenschüssel zu hocken, und das hat genügt daraus einen Komödie zu entwickeln..

    Hier werden nur Deine ERWARTUNGEN nicht erfüllt..

    Gewöhn Dich doch einfach mal dran..

    ""Möchtest du mich mundtot machen""..

    Das wird kaum gelingen..
    ZWEI Kommentare zu einem Artikel mit ZWEI unterschiedlichen Nicks spielt hier ja schon so einen "Anfall von Vielfalt" vor, den es bei Licht besehen gar nicht gibt..

    Wie wäre es also, Du überlegst was Du gelesen hast, überlegst dann, ob die Gedanken die dazu durch Deinen Kopf schwirren es wert sind gelesen zu werden, oder es sich nicht um einen Anflug von Naivität handelt, den man sich dann auch sparen kann ?

    Oder Du überlegst mal ob Komödien nicht auch dazu dienen die Geschichten von Menschen zu transportieren, weil es Erfahrungen gibt, die einfach "schwer verdaulich" sind, und die Leut aus dem Kino treiben, während die Komödie Fixpunkte setzt, die noch in späteren Jahren dazu dienen die Geschichte im Kopf zu behalten ?

    ""Ich schreibe hier ein Feedback über diesen Film.""..

    Zur Erinnerung :

    ""Diesen Film schaute ich gar nicht im Kino an, sondern sah hier den Trailer :-P""..

    Wie könnte man eine "Kritik" zu einem Film schreiben, den man noch gar nicht gesehen hat ?

    Ach ja..
    "ich wünschte mir, es wäre anders gewesen"..

    Du wünscht Dir einen anderen Film..
    Dann geh in einen anderen Film..
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#8 EmilyAnonym
#9 EmilyAnonym
  • 01.09.2019, 11:43h
  • Dieser Film ist leider nicht gelungen.
    Der Titel lautet: "Wild Nights With Emily."
    Da Emily feurige Texte über ihre Liebe schrieb, passt der Titel gut. Allerdings wird der Film durch die Komödie zur Lachnummer und wird dadurch dem Titel nicht mehr gerecht und den geschriebenen Texte von Emily auch nicht mehr.
    Emily Dickinson hatte in ihrem Leben das Glück, ihrer großen Liebe zu begegnen. Für die damalige Zeit ist es besonders, dass sie darüber ganz offen geschrieben hatte.

    Anstatt also diese Tatsachen zu würdigen und mit dem Film zur Akzeptanz beizutragen, werden ihre Texte erneut nicht ernstgenommen. Stattdessen sollen die Zuschauer darüber lachen.
    Und sogar im Trailer wird geäußert: "Sie macht keinen guten Eindruck."
    Wow - im Jahr 2019 hätte man das wahrlich besser machen können!

    Die Texte von Emily zeugen von einer großen Liebe, feurig und erotisch. Klar und deutlich an ihre Partnerin gerichtet.
    Daraus hätte man, zu Ehren von Emily Dickinson, eine Liebesgeschichte drehen können inklusive Dramatik über die damalige Zeit. Das wäre ihr nach so langer Zeit endlich gerecht geworden, aber nein, jetzt macht man eine Lachnummer daraus. Das kommt nicht bei allen gut an.
    Als ob die damalige Zensur (an eine männliche Figur gerichtet), nicht schon entwürdigend genug war.

    Ob das Emily Dickinson so gewollt hätte, da habe ich Zweifel. Wer möchte schon seine große Liebe als Komödie verfilmt sehen, vor allem wenn die damalige Zeit schon schwierig genug war??

    Eine Ehrung ist dieser Film jedenfalls nicht.

    ©BuntesUndSchönes
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#10 EmilyAnonym
  • 01.09.2019, 12:39h
  • Jetzt ist auch klar, weshalb ich diesen Film im Kino nicht sehen möchte. Ich als lesbische Frau möchte doch nicht darüber lachen, wenn zwei verliebte Frauen miteinander eine große Liebe teilen.
    Dafür zahle ich keine 9 Euro, sorry.

    ©BuntesUndSchönes
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