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Frankreich
Erneut Fußballspiele nach homophoben Sprechchören unterbrochen
In Frankreich mussten Schiedsrichter am Wochenende zwei Fußballspiele wegen schwulenfeindlichem Geschrei der Fans unterbrechen – ein Novum für die erste Liga.
- 26. August 2019, 11:01h 2 Min.
Am Wochenende mussten im französischen Profifußball zwei Spiele unterbrochen werden, weil die Fans homophobe Gesänge angestimmt hatten. Beim Erstligaspiel zwischen dem Aufsteiger Stade Brest aus der Bretagne und Gegner Stade Reims aus der Champagne kam es am Samstag Anfang der zweiten Halbzeit zu schwulenfeindlichen Sprechchöre von den Fans der Heimmannschaft. Schiedsrichter Hakim Ben El Hadj unterbrach die Partie als Reaktion in der 53. Spielminute.
In einer Lautsprecherdurchsage forderte daraufhin der Stadionsprecher die Fans auf, derartige Gesänge zu unterlassen. Ansonsten müsse das Spiel abgebrochen werden. Nach den Wiederanpfiff konnte das Spiel ohne weitere Zwischenfälle beendet werden – Brest gewann 1:0.
Jean-Pierre Caillot, der Präsident von Stade Brest, erklärte nach dem Spiel, er hoffe, dass die Fans nach diesem Vorfall gelernt hätten, auf "solche Dinge" zu verzichten. Er gab zu, dass er "schon immer" diese Art von Beleidigungen im Fußball gehört habe.
/ StadeDeReims53' Moment de flottement au Stade Francis-Le Blé. Le délégué prend le micro pour préciser que si certains chants persistaient en tribunes, alors le match pourrait être arrêté. Finalement, le jeu reprend #SB29SDR (0-0)
Stade de Reims (@StadeDeReims) August 24, 2019
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Am Sonntag gab es einen erneuten Zwischenfall im Spiel zwischen dem AS Monaco und Olympique Nîmes. In der 23. Minute unterbrach Amaury Delerue wegen homophober Fangesänge ebenfalls das Spiel und der Stadionsprecher forderte die Zuschauer auf, derartige Beleidigungen zu unterlassen, was laut Medienberichten zu Pfiffen im Publikum führte. Das Spiel endete 2:2.
/ ColinDelpratMoment surréaliste, Ripart demande à ses supporters de stopper les chants "LFP, on t'en…" Les supporters monégasques prennent le relais ! #ASMNO pic.twitter.com/j3f6YL5T9U
Colin Delprat (@ColinDelprat) August 25, 2019
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Bereits vergangene Woche wurde ein Zweitligaspiel zwischen AS Nancy und FC Le Mans ebenfalls vom Schiedsrichter wegen homophober Fangesänge unterbrochen (queer.de berichtete). Die Unterbrechung wegen Homophobie bedeutete damals eine Premiere im französischen Profifußball. In der Vorsaison waren zwar Spiele bereits mehrfach wegen diskriminierender Sprechchöre unterbrochen worden – allerdings damals immer wegen rassistischen Äußerungen. Vor Beginn dieser Saison wurden die Schiedsrichter angewiesen, auch bei homophoben Fangesängen Spiele zu unterbrechen. (dk)
















Diese Konsequenz bei der Bekämpfung von Homohass, Transhass, Rassismus und jeder anderen Form von Faschismus würde ich mir auch in Deutschland wünschen.
Aber der deutsche Fußball ist auf dem rechten Auge blind. Das wird langfristig das Image des Fußball ruinieren.