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Ankündigung
"RuPaul's Drag Race" jetzt auch in Australien
Während Deutschland mit Heidi Klums Drag-Realityshow "Queen of Drags" vorliebnehmen muss, kommt eine Lizenzversion der Kultshow mit RuPaul Charles nach Down Under.

RuPaul rief die Show vor über zehn Jahren ins Leben – inzwischen können sich viele Schwule ein Leben ohne "Drag Race" nicht mehr vorstellen (Bild: VH-1)
- 27. August 2019, 11:16h 2 Min.
Nach Thailand, Kanada und Großbritannien wird auch Australien seine eigene Version von "RuPaul's Drag Race" erhalten. Die TV-Produktionsfirma ITV Studios Australia hat am Montag bekanntgegeben, dass man sich die Rechte an "wohl einem der größten globalen TV-Formate der Gegenwart" gesichert habe, wie Studiochef David Mott gegenüber "TV Tonight" erklärte. Die Sendung soll im kommenden Jahr ausgestrahlt werden.
Mott erklärte, dass die Realityshow die "Fantasie von allen Menschen" anrege, egal wie alt sie sind oder welches Geschlecht sie haben. "Das wird eines der meist diskutierten und lautesten Formate nächstes Jahr", kündigte der Manager an. Man sei derzeit mit Fernsehsendern und Streamingportalen im Gespräch darüber, wer die Sendung zeigen wird. Wer die Moderation übernimmt und in der Jury sitzt, darüber machte er noch keine Angaben.
Erst vergangene Woche wurden die zehn teilnehmenden Queens der britischen Version vorgestellt (queer.de berichtete). Die Show soll ab September auf einer Digitalplattform der öffentlich-rechtlichen BBC gezeigt werden. RuPaul wird auch die britische Version moderieren.
"Drag Race" als Massenphänomen
"RuPaul's Drag Race" startete 2009 in den USA als Castingshow für Dragqueens (queer.de berichtete). Zunächst wurde die Reihe in einem kleinen LGBTI-Spartensender ausgestrahlt und wenig beachtet. In den letzten Jahren wurde sie allerdings zu einem mit TV-Preisen überschütteten Massenphänomen mit vielen prominenten Fans. Inzwischen läuft die Sendung im ehemaligen Musiksender VH-1. In Deutschland können die ersten zehn Staffeln der US-Version auf Netflix gestreamt werden – am Sonntag kommt die aktuelle elfte Staffel hinzu.
Ein offizieller Ableger läuft bereits seit 2018 in Thailand (queer.de berichtete). In Kanada startete der LGBTI-Sender OutTV vergangenen Monat das Casting für eine eigene Version.
Auch in Deutschland ist für den Jahreswechsel eine ähnliche Dragqueen-Realityshow geplant, die allerdings kein offizieller Ableger von "Drag Race" ist. Die Show "Queen of Drags" soll auf Pro Sieben ausgestrahlt und von Heidi Klum, Bill Kaulitz und Conchita Wurst präsentiert werden (queer.de berichtete). Insbesondere die Personalie Klum ist allerdings unter deutschen Dragqueens umstritten, weil ihr Umgang mit Kandidatinnen in "Germany's Next Topmodel" oft als fragwürdig angesehen wurde. Daher starteten einige Queens eine Online-Petition gegen die Show, die bislang von mehr als 26.000 Menschen unterschrieben worden ist (queer.de berichtete). (dk)
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England und Australien haben den Vorteil, dass sie englischsprachig sind und RuPaul (zumindest in der UK Version) selbst die Moderation übernehmen wird.
Die Deutschen machen mit ihrem Heidi Klum-Zweitaufguss leider das, was deutsche Medien meistens machen: Abkupfern und dann leider noch nicht einmal die Originallizenzen einkaufen, sondern einfach nur "etwas ähnliches" kreieren, was leider qualitativ nicht dasselbe ist. Schade.
Wenn es wirklich mit Klum und Kaulitz umgesetzt wird, dann ist es leider für mich von vorne herein nichts. Ich werde es dann nicht gucken. Hätten sie lieber mal das Original übernommen, d.h. nehmen World of Wonder, zahlen Lizenzen, lassen sich von denen beraten und lassen das ganze in Deutschland von Olivia Jones moderieren. Das würde eventuell klappen.
Das ist zumindest meine bescheidene Meinung.