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USA

Für Grindr-Dates: Katholischer Priester veruntreut Kirchengelder

Fast 100.000 Dollar hat ein Priester aus dem Osten der USA von seiner Gemeinde gestohlen – einen Teil des Geldes gab er für Sexdates aus.


Joseph M. machte sich mit dem Geld seiner Gemeinde ein schönes Leben (Bild: Chester County District Attorney's Office)

Der 56-jährige Priester Joseph M. ist vergangene Woche im US-Bundesstaat Pennsylvania festgenommen worden, weil er Geld aus der Kasse seiner Kirchengemeinde gestohlen haben soll – unter anderem um das Geld Männern zu geben, die er über die schwule Datingplattform Grindr getroffen hat.

Laut Staatsanwaltschaft soll er zwischen seinem Amtsantritt 2011 und 2018 von der St. Joseph's Church im 8.000 Einwohner zählenden Dorf Downington im Südosten Pennsylvanias 98.400 Dollar (88.800 Euro) entwendet haben. Das Geld habe er auf ein Privatkonto überwiesen, das er kurz nach seinem Amtsantritt eröffnet hatte. Außerdem soll der Priester einen Teil der Kollekte oder andere Spenden an die Gemeinde einbehalten haben.

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Sexdates, Reisen, Strandhaus, Restaurantbesuche

M. gab laut Staatsanwaltschaft zu, dass er die Gelder für "persönliche Beziehungen" mit anderen Männern verwendet habe. So habe er mehrere Männer mit Onlinebezahldiensten für sexuelle Gefälligkeiten bezahlt, darunter 1.200 Dollar mit einem Bezahldienst für Strafgefangene, die er an einen Insassen im Bundesstaat New York überwiesen hatte. Der inhaftierte Mann sagte aus, er habe den Priester bei einem Sexdate in New York City kennengelernt. Weitere 1.720 Dollar gab der Priester nach Informationen der Staatsanwaltschaft für 17 weitere Zahlungen an andere Männer aus. Ein Teil des Geldes soll auch für Reisen, ein Strandhaus und Restaurantbesuche oder die Abbezahlung seiner Kreditkarte verwendet worden sein.

Die Erzdiözese Philadelphia hatte 2018 herausgefunden, dass ihr Priester Geld auf ein geheimes Bankkonto abzweigte. Darauf wurde er suspendiert und die Polizei eingeschaltet.

Die katholische Kirche in den USA hat in den letzten Jahren immer wieder Front gemacht gegen Rechte für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten – und auch Politiker bedroht, die sich für gleiche Rechte einsetzten. Erst in diesem Monat drohte Raymond Leo Kardinal Burke, dass katholische Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, die Abtreibung und die Ehe für alle unterstützten, kein Abendmahl mehr erhalten dürften (queer.de berichtete). Das katholische Fußvolk gilt indes als LGBTI-freundlich: Laut Umfragen befürworten etwa weit mehr Katholiken die 2015 USA-weit vollzogene Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben als Protestanten. (cw)



#1 daVinci6667
  • 28.08.2019, 10:07h
  • Hahaha!

    Nun ja, ich erwarte von katholischen Priestern nichts anderes als solches Verhalten. Solange das Zölibat nicht abgeschafft ist, wird sich in dieser Kirche am krankhaften Umgang mit Sexualität nichts ändern. Wenigstens wurden diesmal keine Kinder geschändet. Von daher könnte einem dieses Priesterchen fast schon sympathisch sein.
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#2 TimonAnonym
  • 28.08.2019, 10:24h
  • Selbst schuld, wer in solchen Sekten noch Mitglied ist und brav bezahlt.

    www.kirchenaustritt.de
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#3 PetterAnonym
  • 28.08.2019, 11:28h
  • Wie immer:
    wer am lautesten quietscht, will geölt werden.

    Diejenigen, die am meisten gegen andere hetzen, wollen damit nur von ihren eigenen Verbrechen ablenken.
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#4 FliegenAnonym
#5 Homonklin44Profil
  • 28.08.2019, 20:45hTauroa Point
  • *LOL*

    So mancher Gott auf Grindr scheint jedem Gewähnten vorzuziehen. Man kann sich ja einer gewissen Schadenfreude nicht erwehren.

    Wie der "Herr" so das Gescherr, oder wie ging dies Sprichwort noch?

    Der ganze Verein ist doch verlogen und scheinheilig vom Scheitel bis zur Sohle über die ganze Schnute. Und die gläubigen Schafe schweigen und zahlen sich dusselig.
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