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"HIV im Dialog"

Aids-Aktivisten wollen HIV-Stigma beenden

Zum 20. Mal findet in Berlin der Kongress "HIV im Dialog" statt – dieses Mal ist die Stigmatisierung von Positiven das Hauptthema.


Am Freitag und Samstag findet im Berliner Rathaus der Kongress "HIV im Dialog" statt

"HIV grenzt dich nicht aus – Unwissen schon." Das ist das Motto des 20. Kongresses "HIV im Dialog", der am Freitag und Samstag im Roten Rathaus in Berlin stattfinden wird. In mehreren Veranstaltungen (siehe Programm) können sich Interessierte informieren. Hauptsächlich soll es darum gehen, wie die Stigmatisierung von HIV-Positiven beendet werden kann. Es gibt aber auch Veranstaltungen über weitere Themen, etwa über die HIV-Versorgung in Brandenburg, die neue PrEP-Pille oder neue Ansätze für Therapie. Der Eintritt zum Kongress ist frei.

Laut der Veranstalter verhindere die Stigmatisierung HIV-Positiver einen "breiteren rationalen Diskurs über die Möglichkeiten eines effektiven Schutzes vor der Infektion". Ferner wird vor einem Rechtsruck gewarnt, der die HIV-Zahlen wieder in die Höhe schießen lassen könne: "Die Bestrebungen der Rechten und konservativer Kräfte, bereits errungene sexuelle Freiheiten zurückzudrängen, Migrant*Innen zu bekämpfen und Menschen mit einem erweiterten Begriff von Genderidentität zu diffamieren, birgt die Gefahr eines Rückschlages auch in der HIV-Bekämpfung."

Als problematisch wird von Aids-Aktivisten auch die Stigmatisierung schwuler Männer eingeschätzt, an der Teile der Obrigkeit noch immer festhalten. Ein Beispiel ist etwa, dass Deutschland weiterhin das Blutspendeverbot für schwule Männer aufrecht erhält, sofern diese in den letzten zwölf Monaten Sex hatten – dabei ist der Bundesärztekammer egal, ob der Geschlechtsverkehr mit dem monogamen Ehemann oder einer Zufallsbegegnung im Darkroom stattgefunden hat. Bei heterosexuellen Männern wird dagegen ausdrücklich das Sexualverhalten berücksichtigt.

"Ein Drittel der Neudiagnosen zu spät gestellt"

"Allein in Berlin werden leider immer noch ein Drittel der Neudiagnosen zu spät bei Menschen mit einer fortgeschrittenen HIV-Erkrankung gestellt. Obwohl diese Menschen mitten unter uns leben, finden sie keinen Zugang zu entsprechenden Gesundheitsangeboten", beklagte der SPD-Politiker Michael Müller, der Regierende Bürgermeister von Berlin, in seinem Grußwort zu "HIV im Dialog". Deshalb seien derartige Veranstaltungen weiterhin wichtig. (cw)

HIV im Dialog

Freitag, 30. August (11.00 bis 18.30 Uhr) und Samstag, 31. August (9.30 bis 16.30 Uhr) im Roten Rathaus (Rathausstraße 15, Berlin). Eintritt frei, um vorherige Anmeldung wird bis zum 29. August gebeten auf der Website oder per Mail an info@hiv-im-dialog.de


#1 Mat-AwiAnonym
  • 29.08.2019, 09:52h
  • meine Empfehlungen aus dem Programm:

    Drugchecking Berlin ein weiterer Baustein der Prävention in Sicht
    Fr. 16:45 18:15 Uhr Louise-Schroeder-Saal

    Unver-Schämter schwuler Sex!
    Sa. 10:00 11:30 Uhr Louise-Schroeder-Saal

    und leider in derselben Zeitschiene:

    (K)ein Geschlecht oder viele: Nicht-binäre Identitäten
    Sa. 10:00 11:30 Uhr Herrmann-Waesemann-Saal

    Man kann natürlich auch nur zu ausgewählten Veranstaltungen gehen und eine Anmeldung ist auch nicht zwingend notwendig. See you!
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