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Nach SWR, NDR, WDR und ZDF

MDR tritt "Charta der Vielfalt" bei

Der Mitteldeutsche Rundfunk verpflichtet sich, Vielfalt innerhalb der Landesrundfunkanstalt zu fördern und niemanden wegen geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung oder anderer Merkmale zu diskriminieren.


Intendantin Karola Wille setzt ihre Unterschrift unter die "Charta der Vielfalt" (Bild: obs / Mitteldeutscher Rundfunk / Daniela Höhn)

MDR-Intendantin Karola Wille hat am Mittwoch in Leipzig die Beitrittsurkunde zur "Charta der Vielfalt" unterzeichnet. Damit bekennt sich die nach der Anzahl der Beschäftigten fünftgrößte ARD-Anstalt als Arbeitgeber zu einer vielfältigen Unternehmenskultur und Einstellungspolitik.

"Als öffentlich-rechtlicher Sender ist es unser Anspruch, Angebote für die ganze Gesellschaft zu schaffen und damit möglichst viele Menschen anzusprechen. Weil die Gesellschaft immer vielfältiger wird, wollen wir darauf reagieren, und zwar nicht nur als Medienhaus mit unserem Programm, sondern auch als Arbeitgeber mit einem klaren Bekenntnis zur Vielfalt", begründet MDR-Intendantin Karola Wille den Beitritt zur Charta.

Um diesen Anspruch realistisch umsetzen zu können, solle sich die Vielfalt der Gesellschaft auch in der Belegschaft der Rundfunkanstalt widerspiegeln, unter den Menschen, die täglich Informationen für die Öffentlichkeit zusammenstellen und präsentieren. Begleitend zum Beitritt zur Charta gründet der Sender ein eigenes "Netzwerk für mehr Vielfalt im MDR", um konkrete Ideen für den Berufsalltag zu entwickeln und aktiv zu fördern.

Der MDR ist die Landesrundfunkanstalt für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Sender betreibt das deutschlandweit nach Einschaltquoten beliebteste Dritte Fernsehprogramm sowie ein Dutzend Radiosender.

Die "Charta der Vielfalt" ist eine 2006 ins Leben gerufene Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Ziele sind ein von Vorurteilen freies Arbeitsumfeld und Wertschätzung der Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Bisher haben zirka 3.000 deutsche Unternehmen und Organisationen unterschrieben, darunter auch der SWR, WDR und NDR und das ZDF sowie zahlreiche Produktionsfirmen aus dem Bereich Film. Auch der Deutsche Fußballbund und die Bundeswehr sind bereits vor Jahren der Charta beigetreten. (pm/cw)



#1 lange_HaareAnonym
  • 29.08.2019, 19:27h
  • Der SWR.
    Auch der SWR in Baden-Württemberg? Ich frag halt mal.
    Dann müssen die Moderatoren nur noch entsprechend "sensibilisiert" werden, damit dann auch die LSBTTIQ-Hörer*innen keinen retro-Schock bekommen, falls jemand durch's Mikro dampft, Lesben hätten ja angeblich alle kurze Haare und könnten mit Joe Cocker nichts anfangen.
    HAHAHAHAHAHA :'-D Späßle g'macht, von wegen!
    Nun hoffe ich aber mal, dass nach dieser Charta der Vielfalt auch LSBTTIQ in den Radiosendern eingestellt werden, anstatt nur ne Unterschrift zu geben und zu meinen, nun sei man gegen Unterstellung der Diskriminierung immun.
    Ne, so wäre das alles andere als überzeugend.
    Wer da ne Unterschrift setzt, muss auch beweisen können, dass das ernst gemeint ist, und dass durch das Radio tatsächlich diese Vielfalt zu hören ist - aber nicht bloß durch queere Themen, sondern durch Moderatoren/Moderatorinnen, die selbst zur LSBTTIQ gehören.

    Tja, wer den ersten Schritt macht, steht vor dem zweiten!
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