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Erzbistum Bamberg

Suspendierter Pfarrer erhält 16 Monate nach Outing neue Stelle

Obwohl der Erzbischof von Bamberg als äußerst schwulenfeindlich gilt, holte er einen Priester in den kirchlichen Dienst zurück, der von einem italienischen Callboy geoutet worden war.


Dieses Sujetbild stammt aus dem nur Erwachsenen zugänglichen Erotikfilm "Penance", der sich mit den lüsternen Sünden von Pfarrern beschäftigt (Bild: Bulldog Studios)

  • 28. August 2019, 13:54h 18 2 Min.

Die kirchliche Karriere eines katholischen Priesters aus Oberfranken geht trotz des Outings durch einen Callboy weiter. Der heute 52-jährige Geistliche hatte im April letzten Jahres seine Stelle als Pfarrer der Bamberger Kirchengemeinde St. Martin verloren, nachdem Callboy Francesco Mangiacapra ihn als Kunden identifiziert hatte (queer.de berichtete). Das Erzbistum sprach damals von "schweren Verfehlungen" durch den Geistlichen.

Mangiacapra hatte sieben Jahre als Sexarbeiter in Rom gearbeitet. Er begründete sein Outing Dutzender Priester in einem Buch und Dossier damit, dass er die Heuchelei innerhalb der katholischen Kirche bloßstellen wolle (queer.de berichtete).


Callboy Francesco Mangiacapra outete den Bamberger Priester als einen seiner Kunden

Der frühere Bamberger Kunde Mangiacapra soll ab Herbst einen neuen Posten in der 17.000 Einwohner zählenden Kreisstadt Kronach erhalten, berichteten mehrere lokale Medien. Er soll dort als Pfarrvikar antreten – also ein Art Hilfspfarrer, der nicht den offiziellen Rechtsstatus eines Pfarrers inne hat, aber praktisch die gleichen Aufgaben erfüllt. Dies bestätigte eine Pressesprecherin des Erzbistums. Gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur erklärte sie, dass der Geistliche "nach den bekannt gewordenen Vorgängen eine ausgiebige Supervision wahrgenommen" habe und "therapeutisch begleitet" worden sei. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Erzbischof sprach sich kategorisch gegen homosexuelle Priester aus

Dem Erzbistum Bamberg steht seit 2002 Ludwig Schick als Erzbischof vor. Der 69-Jährige gilt als erbitterter Gegner von LGBTI-Rechten. So forderte er die Bundesregierung nach der Einführung der Ehe für alle auf, das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben erneut zu installieren (queer.de berichtete). Vergangenen Oktober sagte er außerdem, dass er keine Homosexuellen zum Priesteramt zulassen werde (queer.de berichtete).

Laut der offiziellen Position des Vatikans gilt innerhalb der katholischen Kirche eigentlich ein strenges Verbot für Homosexuelle und Männer, die Homo- und Bisexuellen gegenüber positiv eingestellt sind: Das geht aus einem Ende 2016 veröffentlichte Papier des Heiligen Stuhles hervor, wonach diejenigen nicht für das Priesteramt zugelassen werden dürften, "die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine sogenannte 'homosexuelle Kultur' unterstützen" (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 GeorgB
  • 28.08.2019, 16:11h
  • "Er soll dort als Pfarrvikar antreten also ein Art Hilfspfarrer", "... eine ausgiebige Supervision wahrgenommen" habe und "therapeutisch begleitet" worden sei."

    Wie tief kann man sinken?
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#2 FliegenAnonym
  • 28.08.2019, 17:40h
  • ...ALLE RAUS AUS DIESEM VEREIN EGAL OB KATHOLISCH / EVANGELISCH ODER SONSTIGES !!!
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#3 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 28.08.2019, 19:31h
  • "... dass der Geistliche "nach den bekannt gewordenen Vorgängen eine ausgiebige Supervision wahrgenommen" habe und "therapeutisch begleitet" worden sei. "

    Im Klartext: Ihm wurde gesagt, dass er alles verliert, wenn er nicht offiziell heterosexuell und zölibatär ist und lebt. Er soll die Heuchelei und Doppelmoral n der RKK also unterstützen, um seinen Job zu behalten.
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