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Kommentare zu:
Thomas Gottschalks Kampf gegen die eigene Homophobie


#1 RuferInDerWüsteAnonym
  • 02.09.2019, 09:45h
  • ""Wenn sie sich küssen, will ich denken 'Warum nicht?' und komme nur zu 'Warum?'"

    Tja, warum wollen sich wohl Menschen, die einander lieben, küssen? Da braucht man schon extrem akrobatische geistige Verrenkungen, lieber Herr Gottschalk, um das nachvollziehen zu können. Scheint Ihnen ja leider selbst im hohen Alter nicht zu gelingen.

    Aber damit befinden Sie sich ja in "allerbester" Gesellschaft: schließlich finden 40% der Deutschen Homo-Küsse "ekelhaft".

    www.queer.de/detail.php?article_id=26358

    Dann doch lieber queere Menschen unsichtbar machen (Herrschaftstechnik Nr. 1) oder uns Schuld und Scham auftragen (Nr. 5). Die Scham verinnerlichen wir dann schön, und viele von uns ersparen Ihnen dann diesen "ekelhaften" Anblick:

    "Insgesamt 89 Prozent der Befragten [...] verzichteten etwa im öffentlichen Raum auf Gesten gleichgeschlechtlicher Zuneigung wie Händchenhalten oder Küssen"

    www.queer.de/detail.php?article_id=34221

    "Es ist die Scham, die uns zu duldsamen Opfern und unfreiwilligen Mittäter*innen gleichzeitig macht. Es ist die Scham, die uns Ungerechtigkeiten mit gesenktem Blick ertragen lässt. Es ist die Scham, die uns lähmt, uns verstummen lässt und uns einsam macht."

    derzaunfink.wordpress.com/2016/01/17/schwulescham/
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#2 JohannbAnonym
#3 FliegenAnonym
#4 Carsten ACAnonym
  • 02.09.2019, 11:52h
  • Ein alternder Moderator, der mal der größte deutsche TV-Star war, aber seinen Zenit längst überschritten hat, der nicht aufhören kann und jetzt seinen legendären Ruf mit albernen RTL-Shows zugrunde richtet, versucht es jetzt also mit einer Autobiographie.

    Und lässt darin seine Leser daran teilhaben, dass er immer noch Probleme habe, wenn sich zwei Männer küssen, auch wenn er gerne anders denken würde.

    Ganz einfach Herr Gottschalk:
    Solange Heteros sich in der Öffentlichkeit küssen und niemand Probleme damit hat, gibt es keinen Grund, warum Nicht-Heterosexuelle das nicht tun sollten.

    Wir müssen ja auch, wenn wir die Zeitung aufschlagen oder den Fernseher einschalten, von ihrem Ehebruch erfahren, ob uns das interessiert oder nicht.

    Sie waren mal einer der Helden meiner Jugend. Hätten Sie doch nur bei Zeiten aufgehört und ihr Geld (von dem Sie ohne Zweifel mehr als genug besitzen) genossen.
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#5 FaktencheckAnonym
  • 02.09.2019, 12:23h
  • "Wer nur alt wird, aber nicht klüger, ist schön blöd"

    Damit ist doch eigentlich alles gesagt.
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#6 Sukram712Anonym
  • 02.09.2019, 12:27h
  • Antwort auf #4 von Carsten AC
  • Er schreibt ja nur, was er fühlt. Das kann man nur bedingt beeinflussen. Er wurde so erzogen. Ich finde auch nicht immer alles schön, was ich so sehe. Das ist normal.

    Er spricht offen über seine "spießigen Reflexe" und kämpft dagegen an. Er spricht gelassen über sein Leben. Ich finde das ehrlich und sympathisch.

    Ansonsten macht er halt, was im Spaß macht. Er jammert auch nicht herum, weil er kein so großer Star mehr ist oder sein Millionenanwesen in Malibu abgebrannt ist.

    Bei Spiegel Plus gibt es ein ganzes Interview mitbdem. So cool (und reich) will ich mit 70 auch mal sein. :)
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#7 Alexander_FAnonym
  • 02.09.2019, 12:28h
  • Herrn Gottschalks Aussagen sind vielleicht nicht die gelungensten, aber ich denke doch, dass man ihn für diese Offenheit einfach mal loben muss. Ich finde es ehrlich gesagt besser, wenn jemand zugibt, von Ressentiments nicht frei zu sein, als wenn er oder sie, ganz nach dem in Johannes Kramers Werken dargestellten Schema, einen Schutzschild aus vorgeblichen schwulen Freunden und einer inhärent nicht homophoben Identität vor seine schalen Witzchen und Vorurteile stellt. Gottschalk geht hier zumindest den ersten Schritt, und er zeigt damit, dass er tatsächlich durchaus lernfähig ist.
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#8 abGEZocktAnonym
#9 Ana NymAnonym
  • 02.09.2019, 15:36h
  • Antwort auf #7 von Alexander_F
  • Ich sehe das so ähnlich.
    Auch wenn es uns komisch anmutet, dass jemand mit Nicht-Heteroküssen Probleme hat. Es war ja, noch nicht so lange her!!, für manche widerlich und unmoralisch, wenn sich Menschen öffentlich küssten. Die 68er haben sehr mutig eine Bresche geschlagen (für Heteros) von der heute noch Teile akzeptiert sind, doch viele sind es leider nicht mehr. Freie Liebe! Das war mal deutlich "radikaler" gemeint als es heute akzeptiert wird. Das ist wieder Prüderie wo keine mehr sein sollte.
    Ich hoffe, Herr Gottschalk kann mit seiner "alte weiße Mann" - Bibliografie auch andere zu "Warum nicht?" mitnehmen, oder aber wegen "Von spießigen Reflexen bin ich immer noch nicht ganz frei und werde es wohl auch nie sein." nicht, denn so ist es halt.
    Vielleicht hilft dem Alten weißen Mann einfach mehr Lockerheit und Jugendlichkeit im Kopf.
    Hier ist ein Versuch:
    "Zum Glück bin ich ein Alter Mann"...

    www.songtexte.com/songtext/knorkator/alter-mann-6bdccee6.htm
    l


    Der Song dazu ist auch gut: Doch da youtube einen nur noch mit Werbung nervt, teile ich da keinen Link.
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#10 dellbronx51069Anonym
  • 02.09.2019, 18:31h
  • Ich meine wir sollten nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen .Man kann ja stehen zu ihm wie man will , aber er gelobt Besserung und zeigt Einsichtsfähigkeit . Gerade die Älteren unter uns wissen doch nur zu gut was es bedeutet hat in dem unsäglichen braunen Mief aufgewachsen zu sein mit all den Schuldkomplexen die man in uns reingeprügelt hat.
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#11 IngoAnonym
  • 02.09.2019, 19:17h
  • Ich bin echt entsetzt über einige der Kommentare hier. Es wird da reflexartig viel hereingehört oder hereingelesen was nicht gesagt oder geschrieben wurde. Entsprechend heftig ist dann der Beißreflex.
    Herr Gottschalk will doch nicht queeren Menschen das öffentliche Küssen verbieten oder dergleichen. Er beschreibt sehr ehrlich, selbstkritisch und auch selbstironisch sein unentspanntes Wahrnehmen, seine emotionalen Probleme, seine Ressentiments. Das ist doch viel wert, wenn jemand so klar auf sich selbst schaut und das auch öffentlich macht. Für mich ist das ein Ausdruck davon, dass der Mensch (mit dem ich persönlich nie etwas anfangen konnte) an sich arbeitet. Und das ist allemal besser als selektives, oberflächliches Hinhören und Bissigkeit.
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#12 Fromm und FrommsAnonym
  • 02.09.2019, 19:31h
  • Ich kann Gottschalk gut verstehen, geht mir ganz ähnlich: Wenn ich Katholen in ihre Kirchen wackeln sehe, will ich denken "Warum nicht?" und komme letzlich dann doch zu "Warum nicht verbieten?".
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#13 globoProfil
#14 FredericAnonym
#15 IronikerEhemaliges Profil
  • 02.09.2019, 22:55h
  • SO viel Sympathie mit der Kategorie alter homophober Spießer... solange er nur zugibt, dass er das ist, ist offenbar alles perfekt.

    Aber ich bin hier schon noch auf QUEER.de?
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#16 IngoAnonym
#17 lucdfProfil
  • 02.09.2019, 23:40hköln
  • Ich bin selber schwul und kann mich daran erinnern, dass ich das erste Mal als ich 2 Lesben gesehen habe, die sich geküsst haben, total geschockt war. Von Verstand her war ich natürlich offen, emotional war ich doch ein bisschen , wie soll ich das nennen....reduziert? Nach dem 2. oder 3. Mal war der Schock endgültig vorbei. Unsere Erziehung hat uns stark geformt aber, man kann sich schon sehr schnell davon frei machen. Was man nicht kennt, ist irritierend, deshalb ist es wichtig, den Kontakt zu heterosexuell genormte Menschen zu suchen, um ihnen zu zeigen, dass wir im Grunde genommen banal sind. (Ojeee...Diese Bezeichnung banal wird nicht jedem gefallen). ;-)
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#18 Homonklin44Profil
  • 02.09.2019, 23:47hTauroa Point
  • Okay, Hingucken, wenn sich Heteros küssen, ist auch nicht so meins, aber mehr, weil ich mir voyeuristisch vorkomme, als anderes.

    Ich gestatte es mir aber gern, im Vorbeigehen "Love is in the air" zu pfeifen oder zu summen.

    Lieber Herr Gottschalk, Radiomoderator zu meinen Teenzeiten, das wäre eine Alternative zum "Warum..." und beantwortet dieses eventuell gar treffend.

    youtu.be/NNC0kIzM1Fo
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#19 TheDadProfil
  • 03.09.2019, 04:45hHannover
  • Antwort auf #6 von Sukram712
  • ""Er schreibt ja nur, was er fühlt. Das kann man nur bedingt beeinflussen. Er wurde so erzogen.""..

    Mit annähernd 70 Jahren kann man die Defizite einer "katholischen Sozialisation" längst überwunden haben !

    Man kann nicht NICHT lernen !

    Und genau deshalb kann man solche "erziehungsergebnisse" dann auch sehr leicht überwinden..
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#20 ZenkimausAnonym
  • 03.09.2019, 04:54h
  • Mein Papa ist 70 und am Anfang sagte er zu mir, bitte nicht Händchen haltend durch das Dorf Laufen. Heute fragt er, habt ihr euch gestritten? Wenn wir das nicht machen. Wir haben Freunde die lieber mal kurz wegschauen wenn wir uns küssen. Wir haben Freunde die sich freuen uns zu sehen. Wir haben Freunde die unterschiedlich in ihrer Sozialisation sind. In den meisten Familien ( 95%) wird über Homosexualität nicht gesprochen. Die Familie muß sich erst damit auseinander setzen wenn in der Familie sich jemand dazu bekennt. Verdammt nur weil Herr Gottschalk öffentlich dazu steht das er küssende Männer seltsam findet, ist er nicht homophob sondern einfach ehrlich. Mir persönlich sind Menschen lieber die mir sagen das sie mit dem oder das Probleme haben lieber, als diese scheinliberalen. Allein das er dazu steht zeigt doch das er darüber nachdenkt und sich in Frage stellt bei diesem Thema.
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#21 RuferInDerWüsteAnonym
  • 03.09.2019, 06:16h
  • Antwort auf #20 von Zenkimaus
  • Hier wird in bester Biedermann-(und-die-Brandstifter-)Manier argumentiert.

    "nur weil Herr Gottschalk öffentlich dazu steht das er küssende Männer seltsam findet, ist er nicht homophob"

    Doch. Er ist es und sagt es auch noch. UND er sagt auch noch, dass er daran wohl bis an sein Lebensende auch nichts mehr ändern wird.

    Wie sehr muss ich da an Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter" denken. Die Brandstifter kommen ins Haus, haben sich im Dachstuhl breit gemacht, rumpeln und zündeln bereits mit den Brennstoffen herum. Sie sagen Herrn Biedermann auch ins Gesicht, dass sie sein Haus anzünden werden.

    Herr Biedermann verschließt aber lieber die Augen und bleibt bei seiner verbohrten Einstellung, das könne ja wohl gar nicht sein.

    NOCH eine Analogie: die AfD ist plötzlich seit den letzten Nach-Wahl-Interviews öffentlich-rechtlich sanktioniert "bürgerlich".

    Da werden Dinge offen ausgesprochen (Ich komme nicht klar damit, wenn sich zwei Schwule küssen - ich werde Ihr Haus anzünden - wir wollen die Demokratie abschaffen), und es gibt mehr und mehr Apologet_innen, die sagen "Neinnein, so ist es doch gar nicht, so wird es doch gar nicht kommen..."

    Tja. Es ist schon schmerzhaft, das gleißende Licht der Wahrheit wahrzunehmen - da behält man lieber die tief-dunkelrosarote Brille auf und lässt sich auf einlullendes Gesäusel ein oder wendet sich gar offen gegen offensichtliche Argumentation, nur weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Dabei IST es schon längst.
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#22 ZenkimausAnonym
#23 FilipAnonym
  • 03.09.2019, 10:33h
  • Antwort auf #22 von Zenkimaus
  • Ich stimme Dir hier zu!

    Irgendwie scheinen einige Kommentatoren den Text nicht gelesen zu haben?

    "Ich bin einen langen Weg gegangen, bis es mir gelang, schwules Verhalten als normal zu betrachten"

    Das ist doch eine Entwicklung! Und was daran ist homophob? Er reflektiert auch, dass seine Ansicht, küssende Männer sind komisch, für ungerechtfertigt hält.

    Aber es ist leider auch so, dass ich selbst hier in Hamburg nur wenig händchenhaltende Männer sehe, geschweige denn sich küssende. Viele gehen einfach nur nebeneinander. Obwohl zum Teil sogar miteinander verheiratet.
    So werden mein Freund und ich häufig "angeglotzt" wie Außerirdische, da händchenhaltend. Aber blöde Sprüche müssen wir bislang trotzdem nicht hören. Gibt es mehr von uns, wird das auch irgendwann als normal angesehen.
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#24 Alexander_FAnonym
  • 03.09.2019, 11:10h
  • Antwort auf #21 von RuferInDerWüste
  • Mich dünkt, mit Verlaub, dass bei dir angesichts des Wahlsieges der AfD im Osten etwas die Sicherungen herausgesprungen sind. Ein Grund zu ernsthafter Besorgnis ist dieses Ereignis auf jeden Fall, und ich kann deine Wut darüber auch verstehen.

    Es ist aber eben kein Grund, einem älter werdenden Promi, der nach langen Lebensjahren einmal etwas Selbstreflexion zeigt, solche Absichten zu unterstellen, wie du das hier tust, und erst recht kein Grund, ihn mit Wählern oder Angehörigen der AfD über einen Kamm zu scheren.
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#25 ZenkimausAnonym
  • 03.09.2019, 11:26h
  • Antwort auf #23 von Filip
  • Dankeschön das du das so siehst. Auch bei uns ist es so.. Wir laufen gern Händchen halten durch die Stadt und geben uns einen Kuss wenn wir wollen. Seltsame Blicke ja aber keine blöden Sprüche und das alles in Dresden. Übrigens dann noch schöne Grüsse zu unserer Partnerstadt Hamburg
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#26 Still_IthEhemaliges Profil
  • 03.09.2019, 12:03h
  • Antwort auf #24 von Alexander_F
  • "kein Grund, ihn mit Wählern oder Angehörigen der AfD über einen Kamm zu scheren"

    Wieso denn eigentlich nicht, wenn man mal fragen darf?

    Du tust ja gerade so, als seien AfD-Wähler irgendeine seltsame, fremde Spezies von einem unbekannten Planeten, die hier einfach noch niemand so richtig verstanden hat, und mit denen niemand jemals irgendwie was gemeinsam haben könnte.

    Der "Protest" der Protestwähler besteht gar nicht selten darin, zu finden, dass man zur eigenen Homophobie stehen können soll, ohne dafür "gleich" schief angeschaut und verurteilt zu werden. Richtet sich gegen eine "Lügenpresse", die es wagt, vorerst noch zumindest, es kritisch darzustellen, wenn jemand solche Aussagen trifft, auch bezogen auf Ausländer/Menschen mit Migrationshintergrund (beachtenswert dabei: Wie es den Leuten geht, die über sich lesen müssen, dass es eben einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist, sie normal und okay zu finden, danach wird in der Regel an der Stelle lieber nicht gefragt). Gegen eine Gesellschaft, die einen sozialen Druck aufbaut hin zu Toleranz und Akzeptanz, von denen viele finden, das sei, "viel verlangt", oder wie Gottschalk es darstellt, so viel verlangt und so unmöglich zu verinnerlichen, dass sein Alter von mehr als 60 Jahren nicht dazu gereicht hat, das wirklich zu schaffen.

    Das gibt den Homophoben schon recht, die finden, die Toleranz sei unmöglich zu erreichen, oder? Oder sowas wie Akzeptanz gar.
    Die Aussage bleibt doch: So sehr er sich bemüht, und er bittet um Mitleid und Anerkennung für die Mühen, die es ihn kostet beides, wie man hier nachlesen kann, kommt ihm durchaus zu - es ist einfach unmöglich!

    Tja, und wenn es einem alten, weisen Mann, als der er sich da darstellt, schon so unmöglich ist, wer könnte es da noch einem "einfachen", weniger weisen, jüngeren Menschen verdenken?

    Ich möchte bei der Gelegenheit mal daran erinnern, was zumindest auf Leute wie mich zutrifft, deren Großeltern und Urgroßeltern den Ariernachweis bekommen haben: Ein ganz großer Teil von uns Deutschen 3.-5. Generation lebt deswegen noch, weil unsere Vorfahren aus gerade diesen Generationen sehr gut fähig waren, wegzuschauen. Wenn sie nicht noch schön die Hände aufgehalten haben bei dem, was nach dem Verschwinden der Nachbarn zu Spottpreisen "umverteilt" wurde.

    Tut nicht immer so, als seien AfD-Politiker und ihre Wähler irgendwelche Aliens von einem fremden Stern, und als sei offener Rechtsextremismus etwas, das es in der Breite hier nie wieder geben könne. Toeranz für Menschenverachtung haben wir in der Presse momentan schon genug. Die Be-Fremdung, die Nicht-Bereitschaft, Menschlichkeit gegenüber gewissen Leuten, und dafür die übermäßige Empathie mit denen, die sich offen zur Intoleranz bekennen (für die sie NATÜRLICH gar nichts können!), ist auch nur EIN Schritt in der Normalisierung der bewussten und offenen Abkehr vom Gedanken der Gleichwertigkeit von Menschen.

    Mir persönlich war Gottschalk immer recht sympathisch. Aber bei aller Sympathie für prominente Menschen, die man so richtig nicht kennt, als das Gegenüber auf der anderen Seite des Bildschirms: Dieter Nuhr war mir auch mal sympathisch. Inzwischen hat Letzterer sich so komfortabel eingerichtet mit seinen Witzen über nicht-binäre Geschlechtlichkeit und seiner Misogynie, dass er mir regelrecht eklig geworden ist.

    Statt also Empathie mit dem armen Menschen zu zeigen, dem das "Warum?", vermutlich auch ins Gesicht geschrieben stehen dürfte, kann man ja vielleicht mal Empathie mit denjenigen aufbringen, die diesen Ausdruck ertragen müssen, diesen Blick und diese Abscheu, die darin liegen, falls Herr Gottschalk (bei allem Bemühen!) auch das nicht rechtzeitig unter Kontrolle bekommen sollte.

    "Sorry, aber geht halt nicht besser" kann in Bezug auf einige Dinge einfach nicht genug sein. Vor allem nicht, wenn's im nächsten Augenblick dann in gewohnter Täter-Opfer-Umkehr darauf hinausläuft, dass das schwule Pärchen, das sich küsst, nicht bloß den "Warum?"-Ausdruck ertragen muss, sondern dann auch noch als boshaft-bösartiger Angreifer eingestuft wird, wenn es damit nicht einverstanden ist, bzw. sich damit nicht zufriedengibt. Und/Oder das evtl. sogar noch zum Ausdruck bringt.
    Nicht, dass irgendwer es sich leisten könnte, das zu tun, wenn das Gegenüber sehr viel prominenter und einflussreicher ist als man selbst.

    Wobei ich ja sagen muss, dass mich ein wenig wundert, wie wenig Schulterschluss ich hier erlebe. Immerhin sind im Artikel doch die Worte "alter, weißer Mann" fallengelassen. Wenn er nun geschrieben hätte, dass er es bis heute seltsam findet, wenn eine Frau etwas anderes tut, beruflich, als entweder hinterm Herd zu stehen oder als Popstar Sexsymbol zu sein, hätte er sicherlich mehr Sympathien abgrasen können.

    Aber mal schauen, ob Feddersen nicht demnächst seine eigenen Rezension zu dem Buch veröffentlicht. Und ob ihm die Männerkumpanei dann nicht vielleicht wichtiger ist als die Frage nach Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Alte, weiße Männer entscheiden schließlich selbst, ob und wie weit die "Queergida" ihnen falsche Toleranz abverlangen darf.
    Muss ja auch sein, in einer Welt, in der ihre Stimme einfach keinen Wert mehr hat, und sie von niemandem gehört werden.
    Wie's eben so aussieht: Eigentlich müsste mann in einer solchen Welt zusammenhalten. Ob mit Bekenntnis zu Queermisia oder eben ohne.

    Am Ende werden's sonst schließlich noch die Falschen, nach denen man sich richtet. Und das wäre doch dann wirklich... bedauerlich.
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#27 Homonklin44Profil
  • 03.09.2019, 13:47hTauroa Point
  • Antwort auf #19 von TheDad
  • ""Man kann nicht NICHT lernen !""

    Ach, mit katholisch oder andersideologisch eingedroschener oder erworbener Verbarrikadierung/Introjektion geht das ganz gut. Und mit Sturheit, oder dem Unwillen dazu, althergebrachte Ansichten über den Haufen zu werfen. Grade die Katholischen können das richtig gut.

    Wieso soll sich ein Mensch fragen "warum..."(sich Männer küssen ?), der seine Frau aus Liebe küssen kann? Logik ist da enorm lahm irgendwie.

    ""Und genau deshalb kann man solche "erziehungsergebnisse" dann auch sehr leicht überwinden..""
    Vorausgesetzt, das Streben nach Überkommen und dem Denkfortschritt ist da, und die Introjekte verhindern/blockieren nicht den Drang danach.
    Ansonsten tun sich viele dieser religiös Erzogenen echt schwer damit, überhaupt mal eine Perspektive einzunehmen, in der ihr Glaubensgrundsatz keine (anleitende) Rolle spielt.

    Nun verseucht T.G. das anscheinend seit längerer Zeit, also wäre es denkbar, der Geist ist willig, aber die Erziehung blockiert da was.
    (Obwohl man bei dem denken müsste, so weit, wie der rumgekommen ist und in wie vielen Weltanteilen er unterwegs war, es müsste schneller vor sich gegangen sein, zu lernen.)
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#28 Alexander_FAnonym
  • 03.09.2019, 14:52h
  • Antwort auf #26 von Ith_
  • Quod erat demonstrandum. Der paranoide Rundumschlag gegen die Tätergeneration, Dieter Nuhr, Jan Feddersen, und überhaupt den "alten, weißen Mann", das ultimative "Argument".

    Niemand bestreitet, dass AfD-Angehörige Menschen wie wir auch sind. Du bist es hier aber eher, den diese banale Erkenntnis so derartig paranoid macht, dass du überall nur noch rot bzw. blau siehst. Anstatt nämlich den Schluss daraus zu ziehen, dass diese Leute schlicht und einfach nur bescheuerte Meinungen haben, diese aber eben nur Meinungen sind, die man ändern kann, führst du das auf das grundlegende Erbübel zurück, dass jedem weißem Mann mit Vorfahren aus der Tätergeneration innewohne, und woran er auch ganz offenbar nichts ändern könne. Wenn er es nämlich versuche, wie Gottschalk, so doch nur, um letzten Endes doch AfD zu wählen.
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#29 RuferInDerWüsteAnonym
  • 03.09.2019, 17:26h
  • "Von spießigen Reflexen bin ich immer noch nicht ganz frei UND WERDE ES WOHL AUCH NIE SEIN."

    Das demonstriert seine Bereitschaft, die tief sitzende Homophobie zu überwinden, nochmal WIE GENAU?
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#30 GayofcultureAnonym
  • 03.09.2019, 19:35h
  • Ich bin entsetzt und wütend, hielt ich ihn doch lange für einen Vertreter eines anderen, besseren Deutschlands, der locker und flockig fast jeden dutzte, auch über ernste Themen wie dem Holocaust galant sprechen konnte und alle- ob Künstler oder Saalkandidaten- gleich behandelte! Viele schwule Künstler traten als Sänger bei ihm auf, ich kann mich noch an Sir Elton John und die Pet Shop Boys erinnern. Auch auf der Couch saßen durchaus einige, an Lagerfeld kann ich mich gut erinnern. War das alles nur Show, nur Heuchelei für die Marke Wetten dass...? Es wäre fatal und sehr, sehr traurig. Gottschalk hat damit viel der Ehr bei mir verloren. Als viellesender Mensch tue ich mir diese Biographien nicht an. Ein Armutszeugnis und eine große Enttäuschung...
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#31 ursus
  • 03.09.2019, 21:11h
  • Auch mir sind Menschen, die sich eigener Ressentiments bewusst werden und mit ihnen nach innen und außen ehrlich und selbstkritisch umgehen, lieber als solche, die die Verachtung bestimmter Menschengruppen für ganz normal halten. Oder solche, die voller Ressentiments stecken, das aber niemals zugeben würden.

    Was ich an Gottschalks Äußerungen dennoch problematisch finde, ist, was hier schon Einige angemerkt haben: Er bleibt einfach bei der Feststellung stehen, dass er "nicht anders kann". Da fehlt nicht nur die Entschlossenheit, noch ein paar Schritte weiterzugehen, da ist sogar ein gewisses Kokettieren mit einer Haltung von "so ein bisschen Rest-Homophobie muss uns Normalen aber verdammt noch mal auch erlaubt bleiben, wo kämen wir denn sonst hin?".

    In Kombination mit dem lächerlichen "keiner schützt uns weiße alte Hetero-Männer"-Mimimi macht das sicher immer noch keinen Nazi, aber beide Haltungen sind, wenn man Gottschalks ironischen Tonfall abzieht, durchaus AfD-kompatibel.

    So sinnvoll es ist, wirklich faschistisches und antidemokratisches Gedankengut der AFD als solches zu bezeichnen und es von demokratisch akzeptablen Haltungen klar abzugrenzen, so wichtig finde ich es gleichzeitig, zu erkennen, wo bestimmte Haltungen und Aussagen die sogenannte gesellschaftliche "Mitte" von der AfD eigentlich nur im Tonfall unterscheiden.

    Die AfD arbeitet eben nicht nur mit lupenreinem Faschismus. Sie arbeitet auch mit dem ganz normalen autoritaristischen, queerfeindlichen, antifeministischen, rassistischen Grundbrummen der Gesellschaft. Und mit Menschen, denen diese ganze Toleranz langsam aber sicher einfach zu anstrengend wird.

    Den Vergleich mit Biedermann und den Brandstiftern finde ich hier gar nicht so deplaziert.
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#32 spiessAnonym
  • 04.09.2019, 00:06h
  • Antwort auf #29 von RuferInDerWüste
  • ""Von spießigen Reflexen bin ich immer noch nicht ganz frei UND WERDE ES WOHL AUCH NIE SEIN."

    Das demonstriert seine Bereitschaft, die tief sitzende Homophobie zu überwinden, nochmal WIE GENAU?"

    Er gibt damit offen zu, dass diese Reflexe sich in ihm befinden; dass heisst aber NICHT, dass er ihnen 1. nachgibt bzw. nachgeben will; und 2. heisst es genausowenig, dass er nicht gewillt ist diese Reflexe abzulegen!
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#33 Homonklin44Profil
#34 bodo liefeldtAnonym
  • 04.09.2019, 09:30h
  • ist bei vielen schlesiern so , asexuell katholisch dressiert, wo "jesu" nicht als sex. mensch gesehen wird, sonsern als gespenst und zauberer. ich empfehle rudolf bultmann (+1976)
    wp.me/p5HDP-1Vf
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#35 Still_IthEhemaliges Profil
  • 04.09.2019, 11:02h
  • Antwort auf #28 von Alexander_F
  • "das grundlegende Erbübel zurück, dass jedem weißem Mann mit Vorfahren aus der Tätergeneration innewohne"

    Bitte was?

    Nicht ich hab hier irgendwas als unabänderlich dargestellt.

    Gottschalk tut das, tat das, in diesem Buch.

    Ich bin der Ansicht, dass Reflektion nötig ist. Gründlich nötig. Um nicht auf dieselben stumpfsinnigen, Fremdauslöschungs-Untergang-Volksherde-Fantasien hereinzufallen, mit der schon die NSDAP einen von Hindenburg und co auf die Idee bringen konnte, sicherlich "zähmbar" genug zu sein.
    Wenn man ihr bloß Regierungsverantwortung übertragen würde.

    Ist ja dann auch so passiert, damals. Hat, wie wir alle in Geschichtsbüchern nachlesen können, wunderbar funktioniert.

    Ne, ich denke natürlich nicht, dass alte, weiße Cis-Männer automatisch dazu verdammt sind, Nazis zu werden.
    Ich stelle fest, dass der männliche Drang danach, sich der Hierarchie einer Herde zu unterwerfen, spätestens dann das Engagement und den Einsatz für Freiheit übertrumpft, an dem die Freiheit der anderen auch zu einem Teilen der Macht führen müsste, die sie nicht abgeben wollen.

    Die Entscheidung "lieber einen Nazi ins CC setzen, als die eigene Lesbenfeindlichkeit und Misogynie kritisiert zu sehen" wurde jüngst erst wieder getroffen.

    Sowas sind bewusste ENTSCHEIDUNGEN, die da getroffen werden.

    Und ich würd mir so wünschen, so verdammt wünschen, ich könnte das anders sehen, und es wär tatsächlich ein unvermeidlicher Erbguteffekt.

    Unsere Generation wird sich nicht damit herausreden können, nicht gewusst zu haben, wo man nicht hätte wegsehen dürfen.
    Ich sag nicht, dass Gottschalk irgendein Obernazi sei oder sowas.

    Ich sage einfach: Die Selbstverständlichkeit, mit der man findet, seine Homophobie nicht kritisieren zu dürfen, bloß weil ER SELBST sie als unausweichlich und unvermeidbar darstellt, als etwas, das gar nicht überwindbar sei, ist ein gewaltiges Problem.
    Und ja: Natürlich gerade angesichts der politischen Situation, in der wir uns in Deutschland zunehmend befinden.

    Dass es nämlich Bestrebungen hin zu Emanzipation gegeben hat, für Homosexualität, Transsexualität UND auch Frauen, hatten wir in Deutschland tatsächlich auch schonmal. Vor ziemlich genau hundert Jahren. Und dann kamen die Nazis.
    Wie kann man so geschichtsvergessen sein. Ich versteh's nicht.

    Aber wenn ich mir die elende Männerkumpanei ansehe, nach der da schon was dran sein und das schon in Ordnung sein wird, solange er drauf pocht, ein weißer alter Cis-Mann zu sein, bin ich manchmal auch verdammt froh, nicht cis zu sein. Scheint ja verdammt schwer zu sein, gegen diese Art von privilegienverteidigendem Herdentrieb anzukommen, wenn man mit der Rolle erstmal aufgewachsen ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#36 Still_IthEhemaliges Profil
  • 04.09.2019, 11:16h
  • Antwort auf #31 von ursus
  • Jo, danke.

    Und jetzt möchte ich bitte von irgendeinem Feddersen-Fan eine ausführliche Darlegung, inwiefern er hierzu:
    "Und mit Menschen, denen diese ganze Toleranz langsam aber sicher einfach zu anstrengend wird."

    bitte wohl nicht zähle.

    Das Grundproblem ist nicht "irgendwo da draußen". Und auch nicht "ganz weit weg".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#37 niccinicciAnonym
  • 04.09.2019, 11:38h
  • der typ ist witzig, ehrlich, ein kind seiner zeit und vielleicht das schwerste laster: ein franke. aber wer ist schon perfekt? dann herr gottschalk für viele jahre super entertainment!
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#38 Andi AndiAnonym
  • 04.09.2019, 11:44h
  • Nur Mal so sag...

    Ich gehe stark auf die 60 zu, lebe schon ewig in einer Lebenspartnerschaft, bin schon immer Gay, Schwul, wieder, usw und trotzdem wenn 2 Männer sich küssen denke ich muss das sein, ein Kuss ist okay, aber in der Öffentlichkeit sich aufessen,...
    Finde ich bei Heten,"normalen" usw auch nicht toll
    Jeder soll so leben und Denken wie er will, wenn er damit keinen Schaden zufügt, denken ist doch erlaubt, aber wie man handelt ist doch wichtiger.
    Wir verlangen immer das andere tollerant sind und viele, manche von uns , sind auch nicht besser als andere und hetzen eben nur anders, ist aber genauso schlimmen, schmerzhaft.

    Jeder hat innen drin im Herzen, Seele etwas was nicht okay ist, solange man den nicht nachgibt, versucht es besser zu machen ist es okay.

    Mal ehrlich man sollte die Kirche im Dorf lassen, oh darf man das noch sagen, oder....

    Mann, oh, Mann,....
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#39 RuferInDerWüsteAnonym
  • 04.09.2019, 12:38h
  • Antwort auf #35 von Ith_
  • "Die Selbstverständlichkeit, mit der man findet, seine Homophobie nicht kritisieren zu dürfen, bloß weil ER SELBST sie als unausweichlich und unvermeidbar darstellt, als etwas, das gar nicht überwindbar sei, ist ein gewaltiges Problem.
    Und ja: Natürlich gerade angesichts der politischen Situation, in der wir uns in Deutschland zunehmend befinden."

    Ich möchte das unterstreichen.
    Dankeschön.
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#40 RuferInDerWüsteAnonym
#41 saltgay_nlProfil
  • 04.09.2019, 16:36hZutphen
  • Wen interessiert eigentlich Thomas Gottschalk? Der Kerl ist ein Fuzzi im Showgeschäft, verfügt über viel Geld und hat nur ein Problem: die Selbstdarstellung. Damit steht er durchaus psychologisch gesehen auf der Stufe einer Kreischtucke. Das war es dann aber auch schon.

    Ich werden diesen Vogel nie zu Gesicht bekommen, also kann es mir doch völlig kotgleich sein, was und wie der über Schwule denkt.

    Aber die Deutschen brauchen ja immer solche Vorbilder, an denen sie sich hochranken und festhalten wollen, wie der Efeu. Gerade zurück von der Ordensburg Vogelsang ist mir noch das feiste Gesicht des Reichstrunkenboldes Dr. Robert Ley in Erinnerung. Wie alle Nazi-Größen zeigte er sich gern volksnah und der Pöbel raste. Mit den heutigen Showstars im Fernsehen ist das kein Deut anders. Ganz zu schweigen von den peinlichen Youtube-Influencern.

    Mir ist es wichtiger, dass man den kleinen, miesen Rassisten und Schwulenhassern aus der Nachbarschaft das Maul stopft. Jenen AfD-Untertanen, die überall zu kurz gekommen sein wollen, und nun in ihrem Selbstmitleid andere "unnormale" Zeitgenossen dafür einen Kopf kürzer machen wollen. Gegen dieses Gesochs kann Jeder etwas tun.

    Die Fernsehstars sind ja eh' nur noch visuelle und auditive Schnuller für die Generation Corega-Tabs mit Alzheimer.
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#42 FilipAnonym
#43 heteraquerEhemaliges Profil
  • 05.09.2019, 09:33h
  • Fehlendes Mitgefühl mit dem Unvertrautem ist die Ursache allen gesellschaftlichen Leids. Das betrifft jeden, denn davon ist niemand ganz frei- auch nicht diejenigen, welche direkt betroffen sind- weil es gleichzeitig auch eine ursprüngliche "Überlebensstrategie" ist.
    Es reicht hier nicht, etwas nur über Verstand zu wollen. Es muss auch Selbstverständlichkeit her. Ich teile Gottschalks Empfindungen überhaupt nicht , aber ich kann ihm nachempfinden. Man sieht homosexuelle Küsse einfach nie ! Deshalb ist das sichtbar machen in Schule , Werbung , TV und Öffentlichkeit so wichtig. Aber auch das reicht nicht. Man muss den anderen auch als Mensch "erkennen", damit man sich mit ihm identivizieren kann. Dafür sind persönliche Kontakte ( Freunde) natürlich am besten , aber auch Filme , wie "Philadelphia" mit Tom Hanks oder " Über kurz oder lang" mit Alan Rickman oder " Phantastische Tierwesen" mit einem ganz unaufgeregt , nebensächlich und damit selbstverständlich schwulen Dumbledore.( Ob J.K.Rowling das von Anfang an geplant hatte- oder nicht- wir lernten Dumbledore als Mensch kennen und lieben ....und jetzt müssen wir ihn mit seiner Homosexualität lieben. - Das ist GENIAL !!! )
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#44 RübenzagelAnonym
  • 05.09.2019, 10:13h
  • Antwort auf #41 von saltgay_nl
  • >>Ich werden diesen Vogel nie zu Gesicht bekommen, also kann es mir doch völlig kotgleich sein, was und wie der über Schwule denkt.

    Das mag für dich in der gelderländischen Provinz so scheinen, aber in Deutschland lebende Schwule sind durch seine Aussage direkt betroffen, weil seine Ansichten bei vielen, gerade Älteren, Gewicht haben und die sich in ihrem Ekel durch einen "Prominenten" bestätigt sehen.

    Ansonsten: Ich bin überaus Deusch-Kritisch, aber deinen stumpf verallgemeindernden "die Deutschen"-Rassismus kannst du dir sonstwohin stecken.
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#45 Homonklin44Profil
  • 05.09.2019, 10:23hTauroa Point
  • Antwort auf #41 von saltgay_nl
  • ""Jenen AfD-Untertanen, die überall zu kurz gekommen sein wollen, und nun in ihrem Selbstmitleid andere "unnormale" Zeitgenossen dafür einen Kopf kürzer machen wollen. Gegen dieses Gesochs kann Jeder etwas tun.""

    Schön wärs. Die zeigen sich leider schon ähnlich bildungsresistent, wie es die Hardliner der Religioten sind. Einmal mit Gedankenmüll vollgetrichtert, scheint das permanent zu werden. Man kommt sich zunehmend vor wie Don Quixote im Kampf gegen Windmühlen.

    Welche Methoden wendest Du an?

    Gottschalk erwarte ich auch nicht hinterm Sky am Container. Hat mir nie nen Kaffee ausgegeben, aber die Radiomoderatorenzeit mit Jauch zusammen war nett.
    Hochziehen? Lieber an der Stange, mit Muskelkraft, die Muskeln schafft.
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#46 FilipAnonym
  • 05.09.2019, 10:42h
  • Antwort auf #44 von Rübenzagel
  • Entspanne Dich!

    Überspitzte Formulierungen(saltgay_nl) bringen es manchmal besser auf den Punkt!

    Und deine Sorge, die Älteren lesen genau Gottschalks Problem mit küssenden Männern aus seinem Buch raus, kann ich nicht teilen. Wer weiß, wie gering die Auflage ist? Jeder lebt in seiner Blase und liest tendenziell das aus Nachrichten, was seine Meinungen "unterfüttert". Einen Homphoben, einen Antisemiten, einen Rassisten usw. werden unsere Kommentare hier kaum erreichen.

    Und saltgay_nl schreibt auch "Jenen AfD-Untertanen, die überall zu kurz gekommen sein wollen, und nun in ihrem Selbstmitleid andere "unnormale" Zeitgenossen dafür einen Kopf kürzer machen wollen."

    Das ist die Gefahr! Und leider gibt es auch einige wenige ältere Schwule in meinem Bekanntenkreis, die kein Problem mit der AFD haben und faktenresistent sind. Damit gehören sie vielleicht zu 15-20% der deutschen Bevölkerung? Das führt bei mir zu Kopfschütteln.
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#47 CologneRainbow
  • 06.09.2019, 15:39h
  • Gottschalk gehörte doch eh zu den eher konservativen Vertretern der Fernsehunterhaltung und daher verwundert eine mehr oder weniger latente homophobe Einstellung nicht. Probleme mit küssenden Menschen - noch dazu Schwule und Lesben - haben nicht wenige. Er gibt es ja zu. Ich dagegen finde es wunderbar wenn Menschen (egal welcher Sexualität) sich küssen. Liebe ist das schönste auf der Welt und das sollte geschätzt werden.
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#48 heteraquerEhemaliges Profil
#49 CologneRainbow
#50 heteraquerEhemaliges Profil
#51 MariposaAnonym

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