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Kommentare zu:
PrEP jetzt reguläre Kassenleistung


#1 FinnAnonym
  • 02.09.2019, 09:07h
  • Ich verstehe nicht die Einschränkungen:
    mein Hausarzt war, bevor er die Praxis übernommen hat, Chefarzt an einem Krankenhaus. Aber er ist halt keine HIV-Schwerpunktpraxis. Wieso darf so ein kompetenter Mediziner keine Prep verschreiben?

    Und was muss man machen, um nachzuweisen, dass man ein erhöhtes Risiko hat? Muss man da angeben, mit wievielen Partnern man im Monat Sex hat oder was?

    Aber trotz dieser Unklarheiten und Schwächen danke ich dennoch Herrn Spahn, dass er das auf den Weg gebracht und durchgesetzt hat.

    Das hat keinen Gesundheitsminister vor ihm interessiert und er hat das gegen Widerstände in der eigenen Partei und auch in Teilen der SPD durchgesetzt.

    Danke Jens Spahn. Fürs Worthalten und fürs Engagement. Die Union bleibt zwar dennoch für mich unwählbar (alleine schon, weil sie den Kohleausstieg bis 2030 ablehnt), aber zumindest Herr Spahn hat zumindest in diesem Punkt Wort gehalten.
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#2 MarthaAnonym
  • 02.09.2019, 10:18h
  • Die Lösung: Die Gesundheitsämter springen kurzfristig vorrübergehend ein. Wird gerade in Baden-Württemberg diskutiert.

    Die Schwerpunktpraxen sind meist in den Großstädten. Bis die Ärzteschaft im ländlichen Raum soweit ist, dauert es noch in 2-3 Jahren....
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#3 Mad_lenAnonym
  • 02.09.2019, 10:36h
  • Die Qualifikationshürden für Ärzt*innen sind in einigen Ländern ein wirkliches Problem. Da wird leider nix einfacher, sondern eher komplizierter. Schade eigentlich.
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#4 Carsten ACAnonym
  • 02.09.2019, 11:45h
  • Antwort auf #3 von Mad_len
  • Aber zumindest ist es jetzt schon mal Kassenleistung, was wir nur Jens Spahn zu verdanken haben.

    Dass anfangs noch nicht alles reibungslos verlaufen wird, ist zu erwarten. Aber das kann und wird sich hoffentlich bald geben. Aber zumindest ist es jetzt Kassenleistung, was Jens Spahn quasi im Alleingang initiiert und durchgesetzt hat. Auch wenn die CDU nicht meine Partei ist, aber dafür gebührt im Respekt. Ehre wem Ehre gebührt.

    Endlich mal ein Politiker, der nicht nur rumlabert, was man alles tun müsste, aber dann doch wieder aufgibt, sondern der wirklich hart arbeitet und dann auch seine Versprechen umsetzt.
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#5 BewegungsschwesterAnonym
  • 02.09.2019, 13:34h
  • Es sollte für einen Allgemeinmediziner, der mit HIV bisher nichts am Hut hatte, möglich sein, ein 16-stündiges "Praktikum" beim Schwerpunktarzt zu leisten, um dann auch die PrEP verschreiben zu dürfen.
    Andere Berufsgruppen müssen sich auch für bestimmte Tätigkeiten fortbilden. Warum sollte man das von Ärzten nicht erwarten dürfen?

    Ich weiß, ich weiß! Das ist vermutlich einfacher gesagt, als getan. Aber wenn man sich als Arzt dafür interessiert und für seine Stadt so ein Angebot machen will, dann sind das keine unüberwindbaren Hürden, die einen megagroßen Aufwand verursachen würden.
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#6 TimonAnonym
  • 02.09.2019, 17:22h
  • Gut, dass das endlich Kassenleistung ist und dass Jens Spahn das geschafft hat, was alle seine Amtsvorgänger abgelehnt haben oder nicht interessiert hat.

    Das ist richtig, denn diese Möglichkeit nicht zu bieten würde die Kassen letztlich noch viel mehr Geld kosten.
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#7 TimonAnonym
#8 UeberraschtAnonym
  • 02.09.2019, 19:10h
  • wie obrigkeitsgläubig hier viele Herrn Spahn höchstpersönlich danken. Glaubt ihr im Ernst, er hätte das befürwortet, ohne dass jahrelang hoch motivierte PrEP-Aktivisten das Vorfeld bereitet hätten? Da haben unglaublich viele Menschen im Hintergrund intensiv daran gearbeitet. Wenn überhaupt, ist das also hauptsächlich ein Erfolg dieses Teils der Community. Keineswegs jedoch ein persönlicher Erfolg Spahns, der andernorts stets lieber seine Unsensibilität gegenüber Minderprivilegierten heraushängen lässt.
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#9 KörmetAnonym
  • 02.09.2019, 22:24h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • "Und was muss man machen, um nachzuweisen, dass man ein erhöhtes Risiko hat? Muss man da angeben, mit wievielen Partnern man im Monat Sex hat oder was?"

    Ich war hier im Universitätsklinikum, wo es eine "HPSTD"-Ambulanz gibt und wo man sich für die PrEP melden kann.
    Du musst nicht beweisen, wie oft Du die Partner wechselst. Ich habe z.B. auf die abnehmende Akzeptanz von Kondomen in "Herrensaunen" hingewiesen. Ich drückte mich dezent aus, denn ich war bei einer Ärztin. Das reichte aus!

    Dann noch ein paar Untersuchugen und fertig!
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#10 AlternativlosAnonym
  • 03.09.2019, 07:17h
  • Antwort auf #9 von Körmet
  • Ich drückte mich dezent aus, denn ich war bei einer Ärztin...
    Gott sei dank wurde die Nachricht ich bin schwul und hab viel Sex! dezent verschlüsselt - Frauen sollte man mit derartigen Wahrheiten nicht belasten, gell?!
    Darüber hinaus: wie traurig, dass man sich aufgrund der abnehmenden Kondomakzeptanz ANDERER mit Medizin vollstopft, also über deren hingehaltene Stöckchen springt
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#11 FilipAnonym
  • 03.09.2019, 10:16h
  • Antwort auf #10 von Alternativlos
  • "Darüber hinaus: wie traurig, dass man sich aufgrund der abnehmenden Kondomakzeptanz ANDERER mit Medizin vollstopft, also über deren hingehaltene Stöckchen springt"

    ...immer dieselbe Laier: Benutze doch einfach weiter Kondom und gut ist. Oder spielt da Neid eine Rolle?

    Und denke mal über Deine Toleranzgrenze nach!

    Weiterhin gab es zum Thema Prep hier schon zig Artikel. Informiere Dich bevor Du obige Sätze raushaust !
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#12 BewegungsschwesterAnonym
#13 PiakAnonym
  • 05.09.2019, 06:44h
  • Antwort auf #12 von Bewegungsschwester
  • Na ja, das Argument ist doch, dass PrEP gerade die Ursache für die sinkende Kondomakzeptanz ist. Insofern ist diese Begründung unlauter.

    Davon abgesehen sollten alle unter utilitaristischen Gesichtspunkten hoffen, dass der Nutzen die Kosten übersteigen wird und damit die mit der Kassenleistung verbundenen Gerechtigkeits- und Anreizfehlsteuerungsgesichtspunkte in den Hintergrund drängt.
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#14 BewegungsschwesterAnonym
  • 05.09.2019, 08:43h
  • Antwort auf #13 von Piak
  • Die PrEP ist gerade mal seit fünf Tagen als Kassenleistung zugänglich, wird aber schon jetzt für sinkende Kondomakzeptanz verantwortlich gemacht. Alles klar!

    Es gibt bereits Studien zum Kosten-Nutzenverhältnis, es gibt Studien dazu, wieviele Neuinfektionen sich durch die PrEP verhindern lassen - all das ist im Ergebnis sehr deutlich und spricht für die PrEP.

    Der Punkt ist, dass die Gegner der PrEP das leider aus moralischen Gründen nicht wahrhaben wollen und an ihrer länsgt widerlegten Argumentation festhalten. Das alles wurde auch schon 10.000 mal in diesem Forum diskutiert.
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#15 FilipAnonym
  • 05.09.2019, 10:06h
  • Antwort auf #13 von Piak
  • Weniger Kondombenutzungen gibt es schon mehrere Jahre unabhängig von der Zulassung der Prep.

    HIV hatte auf Grund der inzwischen guten Behandlungsmöglichkeiten sich in der westlichen Welt von einer tödlichen Erkrankung zu einer chronischen gewandelt und damit für viele den Schrecken genommen. Zudem sind die Mehrzahl HIV-Erkrankter in Therapie und damit nicht mehr ansteckend, was nochmal Neuansteckungen minimierte. Kosten im Krankensystem hat das also bereits die letzten 20 Jahre verursacht.

    Und einige nutzten die Prep im Übrigen schon vor dem 1. September, mussten dann halt monatlich 40 + Behandlungskosten zahlen.

    Und bevor Du die Laier mit den anderen bösen STI's bringst. Die meisten kannst Du auch mit Kondom ziemlich flott bekommen (bitte mal informieren!).

    Leute mit Prep (das ist Vorschrift) werden alle 3 Monat gecheckt und ggf. behandelt. Einige Leute, die nur mit Kondom vögeln, fühlen sich manchmal nicht nur bei HIV auf der sicheren Seite und lassen sich kaum so oft checken.
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#16 SchlüssigAnonym
  • 05.09.2019, 11:38h
  • Antwort auf #15 von Filip
  • Korrekt, danke.
    Aber das Alles habe ich hier als sich im Fachbereich Befindender schon gefühlte 100 Mal ausführlich dargelegt, aber es scheint gewisse Personenkreise hier entweder schlicht nicht zu interessieren, es ist ihnen nicht begreiflich zu machen, oder sie argumentieren aus unlauteren Gründen absichtlich gegen die Akzeptanz der PrEP.
    Möglicherweise geschieht das auch aus moralischer Überheblichkeit, ich vermag es einfach nicht zu erklären.
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#17 PrEPsterAnonym
  • 09.09.2019, 09:00h
  • Gute Nachricht für Hessen.

    Die erste Ärztin Hessens, die außerhalb der Unikliniken für die GKV-PrEP zugelassen ist, hat mich um Weitergabe dieser Information gebeten, "an alle betroffenen, damit alle davon profitieren können." Das tue ich hiermit sehr gern. Ihre Anschrift lautet:

    Dr. Ulrike Kretschmann
    Bahnhofstrasse 18
    35037 Marburg
    Phone : 06421-32225

    Sie ist übrigens eine der Pionier_innen der PrEP-Versorgung in Hessen überhaupt und in dieser Thematik persönlich besonders engagiert.

    Einziger "Haken" an der Geschichte ist, dass man für den Praxisbesuch incl. Wartezeit meist mehrere Stunden veranschlagen muss.

    Für nähere Infos wendet Euch bitte ggf. telefonisch an die Praxis direkt.
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