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Hollywood

Joel Schumacher: Ich hatte Sex mit 10.000 bis 20.000 Männern

Der 80-jährige Regisseur von Blockbustern wie "Flatliners" oder "Falling Down" zieht Bilanz – und klärt auf, ob Batman und Robin in seinem 1997er Film schwul waren.


Joel Schumacher wurde 1939 in New York City geboren

Der Hollywood-Regisseur Joel Schumacher hat in einem Interview mit "Vulture" erklärt, dass er mit 10.000 bis 20.000 Männern sexuelle Kontakte gehabt habe. In dem ausführlichen Gespräch über eine Reihe von Themen war der 80-Jährige direkt auf die Zahl seiner Sexualpartner angesprochen worden. Sie sei aber für einen schwulen Mann nicht außergewöhnlich, so Schumacher weiter: "Die meisten schwulen Männer haben viele Partner, weil dies keine 'Nein'-Kultur ist. Ich habe mit neun angefangen zu trinken, mit zehn zu rauchen und habe sexuell mit anderen rumgemacht, als ich elf Jahre alt war."

Die Frage, ob er auch mit Prominenten sexuelle Beziehungen hatte, bejahte Schumacher: "Ich hatte Sex mit prominenten Leuten, ich hatten Sex mit verheirateten Leuten – aber das werde ich mit ins Grab nehmen. Ich habe nie pikante Details ausgeplaudert über jemanden, der so nett war, mit mir ein Bett zu teilen."

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Als er im New York der Fünfzigerjahre aufgewachsen sei, habe er nicht direkt gewusst, dass gleichgeschlechtlicher Sex damals illegal war (New York schaffte das Sex-Verbot für Schwule erst 1980 ab, USA-weit wurde das "Sodomy Law" erst 2003 für verfassungswidrig erklärt). "Ich wusste damals nur, dass man nicht darüber redet", erinnerte er sich heute. "Aber ich hatte drei Freundinnen, mit denen ich Sex hatte, ebenso mit einigen Jungs in meinem Baseballteam und ein paar Jungs in meiner Highschool. Meine erste Liebesbeziehung hatte ich, als ich 15 bis 17 war, er war 17 bis 19." Er und sein Lover hätten damals Freundinnen gehabt.

Schumacher erklärte auch, dass er oft Sex mit Älteren hatte. Der Interviewer sprach ihn angesichts der #MeToo-Debatte auch darauf an, ob er sich je misshandelt gefühlt hatte – der Regisseur verneinte das.

Batman und Robin nicht schwul

In dem Interview ging Schumacher auch auf das beliebte Thema ein, ob er die Hauptfiguren aus "Batman & Robin", seinem 1997 erschienen zweiten Film über den Fledermausmann, bewusst "schwul" gemacht habe. In der Produktion mit George Clooney und Chris O'Donnell, die äußerst schlechte Kritiken erhielt, wurde den beiden Hauptfiguren wegen der überpointierten Art des Films und der extravaganten Kostüme gegenseitige sexuelle Zuneigung nachgesagt. Auch dass das Batmobil phallischer wurde als im Vorgängerfilm und Bruce Wayne sich nicht als "ehelichen" Typen bezeichnete, galt als Anzeichen für eine schwule Beziehung. Dies sei nicht beabsichtigt gewesen, so Schumacher.


Die von George Clooney und Chris O'Donnell gespielten Figuren wurden – auch wegen ihres Outfits – von vielen für ein Paar gehalten (Bild: Warner Bros. Pictures)

"Das hat alles lange vor mir angefangen", erklärte der Regisseur weiter. Bereits 1954 habe der Psychiater Fredric Wertham geschrieben, dass Comichefte junge Menschen korrumpierten; als Beispiel sei aufgeführt worden, dass Batman und Robin "den Wunschtraum von zwei zusammenlebenden Homosexuellen" lebten.

Joel Schumacher führte Regie bei Kassenschlagern insbesondere aus den Achtzigern und Neunzigern, die heute als Klassiker gelten, darunter etwa "St. Elmo's Fire – Die Leidenschaft brennt tief" mit Judd Nelson, Emilio Estevez, Ally Sheedy und Rob Lowe, "The Lost Boys" mit Kiefer Sutherland, Cory Haim und Cory Feldman, "Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben" mit Julia Roberts, Kevin Bacon und William Baldwin oder das Rassismus-Drama "Die Jury" mit Matthew McConaughey, Samuel L. Jackson und Kevin Spacey. 1999 kam auch sein Film "Makellos" heraus, in dem ein Ex-Polizist (dargestellt von Robert De Niro) lernt, seine transsexuelle Nachbarin (dargestellt von Philip Seymour Hoffman) zu akzeptieren. Seine eigene Homosexualität hatte Schumacher während seiner aktiven Karriere nie verheimlicht. (dk)



#1 Sven100Anonym
#2 Ehrliche HautAnonym
#3 PiakAnonym
#4 HossaAnonym
  • 02.09.2019, 15:56h
  • "Ich hatte Sex mit 10.000 bis 20.000 Männern" Er hatte also jeden zweiten Tag Sex mit einem anderen Mann? Das hört sich stressig und "ein ganz klein wenig" oberflächlich an, leidet da nicht auch die Qualität enorm?
    Na ja, wers braucht.
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#5 MandalorianAnonym
  • 02.09.2019, 16:06h
  • biedere Verklemmtheit scheint wieder angesagt zu sein, zumindest unter einigen Kommentatoren
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#6 PiakAnonym
#7 MandalorianAnonym
  • 02.09.2019, 16:51h
  • Antwort auf #6 von Piak
  • Von Saufen war ja gar nicht die Rede. Und Experimente machen sie alle, da brauch man sich keinen falschen Illusionen hingeben. Diese sind auch wichtig im Prozess des Heranreifends.

    Und mit nem Kerl zu bumsen ist ja kein Betrügen im eigentlichen Sinne ; P
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#8 JarJarProfil
  • 02.09.2019, 16:55hKiel
  • Sorry, aber Joel Schumacher hat in den 90ern die Batmanfilmreihe getötet, das werde ich ihm ewig ankreiden!
    Er hatte die Figur ganz einfach nicht verstanden, warum sollte Batman, der superreich ist nicht als Playboy leben und Spaß haben? Immer nur seine toten Eltern rächen ist ja langweilig. Nimmt man der Figur diese Motivation hat sie keinen Grund mehr als Batman durch die Stadt zu hüpfen. Dann hätte er lieber in der Zeit mit weiteren 1000 Typen pennen sollen als Batman zu vergewaltigen!
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#9 Ehrliche HautAnonym
#10 Sven100Anonym
  • 02.09.2019, 17:45h
  • Antwort auf #3 von Piak
  • Ja, natürlich war das ironisch gemeint. -

    Ein gesundes Sexualleben ist eine gute Sache, aber 20.000 Sexpartner zu haben zeugt von Sexsucht.
    Ein solcher Mensch ist nur noch zu bedauern.

    Oder gibt es hier jemanden, der diesen Mann bewundert?
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