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"Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie"

Berlin startet Kampagne für Pflegeeltern mit Hetero- und Homo-Paaren

Eine neue Kampagne der Berliner Familiensenatorin wirbt gezielt auch um Homo-Paare und Singles.


Mit diesen Bildern wirbt Berlin für Pflegeeltern (Bild: pflegekinder-berlin.de)

Mit einer berlinweiten Plakatkampagne will Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD) neue Pflegefamilien für Kinder gewinnen. Die Kampagne spricht unter anderem auch gezielt gleichgeschlechtliche Paare an. Das Motto lautet: "Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie". "Im vergangenen Jahr konnten in Berlin mehr als 500 Kinder in Pflegefamilien vermittelt werden. Wir brauchen aber noch mehr Pflegeeltern", sagte die Senatorin laut Mitteilung vom Montag.

In Frage kommen demnach verheiratete und unverheiratete Paare, verschieden- und gleichgeschlechtliche Paare, Paare mit leiblichen Kindern oder ohne, Singles, alleinstehende und alleinerziehende Mütter und Väter, Patchwork-Familien und Familien mit oder ohne Migrationshintergrund. "Ich möchte alle, die sich dafür interessieren, ermutigen, sich näher zu informieren", sagte die Senatorin. Ansprechpartner ist die Familien für Kinder gGmbH. Sie betreibt unter anderem die Landesberatungsstelle Vollzeitpflege Berlin.

Ende 2018 lebten laut Senatsverwaltung für Familie rund 2.400 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Der Bedarf ist aber größer. Weil die Zahl der Pflegefamilien nicht ausreicht, müssen auch Säuglinge mitunter schon in Heimen untergebracht werden.


(Bild: pflegekinder-berlin.de)

Jugendämter suchen deutschlandweit nach Pflegeeltern

Nicht nur in Berlin, im gesamten Bundesgebiet suchen Jugendämter schon seit Jahrzehnten händeringend nach Pflegefamilien für Kinder, deren leibliche Eltern sich nicht um sie kümmern können oder wollen. Daher wenden sich einige Behörden direkt an gleichgeschlechtliche Paare. So sprach die Hamburger Familienbehörde 2016 anlässlich der Pride Week Schwule und Lesben mit einer Informations- und Diskussionsveranstaltung an, Pflegekinder aufzunehmen (queer.de berichtete).

Vergangenes Jahr suchte auch die evangelische Diakonie in Düsseldorf auf Plakaten auch nach homosexuellen Pflegeeltern (queer.de berichtete). (dpa/dk)



#1 TimonAnonym
#2 StadtLandFlussAnonym
#3 heteraquerProfil
  • 02.09.2019, 20:05hIm Wald
  • Schön , dass die da so offen sind. Ich muss aber auch schmunzeln "....das manchmal schon Babys ins Heim müssen..." Das ist natürlich ein Lockvogel, denn ein Baby hätten die Pflegeeltern natürlich besonders gern. Wenn diese Eltern dann angebissen haben , werden sie merken , dass ihre Wünsche und Vorlieben nicht von Interesse sind. Ist auch richtig, nur die Bedürfnisse des Kindes zählen. Der Job von Pflegeeltern ist nicht zu unterschätzen. Ich kenne auch welche , die gescheitert sind , weil sie nicht mehr "konnten". Man muss sich auch der Nerverei mit Jugendamt stellen und darf viele Entscheidungen nicht alleine treffen ( Schulwahl). Dann kann es sein , dass das Kind eines Tages zurück in seine Kernfamilie darf. Auch sehen die Kinder nicht so gesund und glücklich aus wie auf den Werbeplakaten. Das Erlebte hat so tiefe spuren hinterlassen dass die Pflegeeltern oft einen Kampf bis ins Erwachsenenalter haben. Pflegekinder können sehr ich-bezogen sein und wenig mitfühlend mit anderen. Das frustriert , wenn sich daran nach Jahren noch nichts geändert hat...
    Da werden die Eltern hart geprüft im Vorfeld, damit das Kind nicht nochmal eine zusammen brechende Familie erlebt.
    Pflegeeltern brauchen das volle Herzblut- alle Achtung !
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