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Kommentare zu:
Troye Sivan wehrt sich gegen intime Interviewfrage


#1 indermitteAnonym
  • 02.09.2019, 15:25h
  • Die Top oder Bottom Frage geht immer so in die gleiche Richtung wie: "Wer ist bei euch die Frau (Bottom) und wer der Mann (Top). Latent homophob sowas!
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#2 Ralph
  • 02.09.2019, 19:49h
  • Antwort auf #1 von indermitte
  • Es soll ja Leute geben, die beides sind. - Aber im Ernst: Die Frage nach der sexuellen Orientierung halte ich für zulässig, wenn sie in der Öffentlichkeit unklar ist und/oder widersprüchliche Aussagen im Raum stehen. Aber konkrete Sexfragen zeigen bestenfalls die mangelnde Seriosität des Interviewers.
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#3 Still_Ith
  • 02.09.2019, 21:52h
  • Die Frage wär irgendwie sehr viel eher okay, oder ihr nicht-okay-sein evtl. für einige offensichtlicher, wenn man sie Heten mit annähernd derselben Selbstverständlichkeit stellen würde.

    Ich hatte ja so'n paar Pseudo-Hetero-Geschichten, mit mir als Pseudo-Weib und männlichen Hetero-Partnern. Mit dem einen davon, der Top gewesen wäre, hat sich das erwartungsgemäß innerhalb des ersten RL-Dates erledigt. Und von den Bottoms hat auch nur einer irgendwie ein ganz klein wenig gender-nonkonform ausgesehen, so dass man bei ihm vielleicht nachgefragt hätte.

    Keine Ahnung, was das soll, queere Menschen sowas zu fragen und andere nicht. Mal abgesehen von den Leuten, die stumpf nachkochen, was die Gesellschaft ihnen an Rolle vorschreibt (und solche Menschen sind mir sowieso zu unreflektiert), kann man vom Äußerlichen nie automatisch darauf schließen, woran man ist.
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#4 goldsteinerProfil
  • 02.09.2019, 22:39hNeusäß
  • Wurde ich aber auch schon öfter gefragt. Naja, erstens geht das die "an Scheißdreck" an und zweitens hege ich in diesem Falle den Verdacht, dass der Reporter wenig vom journalistischen Kodex versteht... besser, die schicken das nächste mal einen professionellen...
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#5 Homonklin44Profil
  • 02.09.2019, 23:31hTauroa Point
  • Für Romantiker ist die Frage schwierig - ist der Top, der eher küsst, und der Bottom, der sich eher küssen läst...der eher streichelt, streicheln lässt...yo na ja.

    Aber zu sagen, no comment, ist voll okay. Es muss ja keiner zu jeder Frage antworten. Ich hätte da etwa ganz schnell auf meine Musik zurückgeführt, und das immer wieder, bis der dümmste Journalist auch mal schnallt, dass es um Musik geht. Wenn er das vorher nicht wusste...
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#6 KommentarlosAnonym
  • 03.09.2019, 08:40h
  • Antwort auf #1 von indermitte
  • Natürlich: Homophob! Man darf mit gern erklären, was daran Homophob ist, wenn man sich dafür interessiert, wer mit wem in welcher Stellung sex hat. Es mag unangemessen sein, unpassend, dreist, distanzlos, überflüssig.... und ja, möglicherweise greift es auf ein überholtes Rollenverständnis zurück, das viele nicht teilen wollen...
    Aber es wertet sexualität nicht ab.
    Der inflationäre Gebrauch des Wortes Homophobie fühlt im schlimmsten Fall dazu, dass am Ende 95 % der Bevölkerung homophob sein müssten. Und jeder, der damit nicht einverstanden ist, sollte sich überlegen, wo er seine Verbündeten herholt, wenn er quasi allen zuvor unterstellt hat, gegen ihn zu sein. Zuletzt: es ist an absurdität zudem nicht zu überbieten, dass man dem Interviewer Homophobie unterstellt, wo er doch selbst homosexuell ist, und zwar offen lebend und anscheinend sogar stolz drauf...
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#7 Still_Ith
  • 03.09.2019, 10:49h
  • Antwort auf #6 von Kommentarlos
  • "Und jeder, der damit nicht einverstanden ist, sollte sich überlegen, wo er seine Verbündeten herholt, wenn er quasi allen zuvor unterstellt hat, gegen ihn zu sein."

    Menschen, die sich gewisse Dreistigkeiten bei queeren Menschen erlauben, die sie bei anderen unterlassen, nehmen eine Wertung und ggf. Ab-Wertung vor.

    Die Idee, sich möglichst viel gefallen zu lassen, um es sich mit den Leuten bloß nicht zu verscherzen, ist nicht konstruktiv. Denn die Leute, die sich nichtmal Kritik an ihrer eigenen subtilen Queermisia gefallenlassen, sind ohnehin die Letzten, die ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, wenn die AfD in Koalition mit der CDU Homosexualität über die Russlandmasche "Homopropaganda" verbieten lässt.

    Im Gegenteil. Die werden in einer Reihe stehen mit den übrigen Homo-Hassern, und einfach ein klein wenig vorsichtiger formulieren: Man muss es ja auch sooo deutlich bitte nicht zeigen. Oder, wie der Tagesspiegel sehr kürzlich titelte: "Geht es nicht etwas unauffälliger?"

    Leute, die Queerness im Subtilen kleinhalten wollen, sind im Zweifelsfalle nie bereit, zu kämpfen. Als Trans*-Person erleb ich ein ganz anderes Maß davon, in Deutschland, auch heute noch, als Schwule es sich momentan gefallen lassen müssen. Sowas sind Erfahrungswerte. Die Leute, deren Wohlwollen man sich deiner Auffassung nach verdienen muss, sind die Ersten, die eine_n hängenlassen.
    Und wenn nur, weil's praktisch erlebte Ungerechtigkeit in ihrer eigenen Welt eine so geringere Rolle spielt, und sie das Kämpfen für das eigene Existieren-Dürfen gar nicht gewöhnt sind, dass der Reflex darin besteht, einfach sehr schnell wegzugucken.
    Der Moment, in dem sie begreifen, dass einmal nett gucken und "Licht und Liebe" sagen nicht reicht, ist auch der Moment, in dem sie beschließen, dass das hier jetzt über das hinausgeht, wofür sie zuständig sind.

    Begreift mal, dass es Leute gibt, die sich nur nach außen als "auf eurer Seite" geben und präsentieren, weil das innerhalb einer Herde, die alles andere unzivilisiert fände, gerade opportun und am leichtesten ist, wo es das denn ist. Echte Verbündete sind das mitnichten.

    Also klar. Homophobe und queerfeindliche Gewohnheiten gehören immer kritisiert. Es steckt immer auch der Gedanke dahinter, wer sich schon entschieden habe, ein Freak zu sein, und dann auch noch sichtbar damit, habe damit gewisse Rechte auf Privatsphäre und ein gewisses Maß an Würde ohnehin bereits verwirkt, denn Würde und Anstand hätten natürlich darin bestanden, besser NICHT queer zu sein, oder zumindest den Anstand zu haben, das niemals nicht zu kommunizieren.

    Und natürlich steckt da eine Abwertung dahinter, bei der man das Recht haben sollte, sich dagegen zu wehren. Auch wenn's in dem Fall hier wahrscheinlich eher sonne subtile Übergriffigkeit der Marke "als Insider darf ich das" sein sollte.

    Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, in Verhältnis zu den regelmäßigen intimen Grenzüberschreitungen, die Trans*-Personen erwarten, war das ja verhältnismäßig noch harmlos, und wäre mit einem "Ne, du, in die Kiste wollte ich dann vorerst nicht mit dir" auch gut zu canceln gewesen. Wenn ich was von "intimen Fragen" lese, geh ich natürlicherweise davon aus, dass mal wieder jemand gefragt wurde, in welchem operiert- oder nicht-operiert-Status sich der eigenen Genitalbereich gerade befinde, mit der ganzen Schiene der Validität des eigenen Geschlechts, die sich danach über eine_n ergießt. Gemessen an dieser Art von Übergriffigkeit, bei der praktisch jeder Cis-Mensch glaubt, ein absolutes und dringliches RECHT darauf zu haben, am besten auch darauf, gleich mal selbst nachzugucken, ist ja das hier noch verhältnismäßig harmlos.

    Und nein, natürlich kennen die Leute, die Trans*-Personen nach dem genauen Aussehen und der Funktion ihrer Geschlechtsorgane be- und ausfragen, für gewöhnlich jetzt auch nicht besser, als irgendein Journalist einen Musiker.
    Aber gut, dass sowas hier natürlich nie passieren würde, weil wir uns ja alle einig sind, dass sowas eindeutig was mit Privatsphäre zu tun hat.
    lol.
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#8 PiakAnonym
  • 03.09.2019, 11:40h
  • Aufgrund der Person des Interviewers ist die Frage wohl weniger als homophob, sondern als eine einigermaßen milde Form der sexuellen Belästigung aufzufassen. So wäre es jedenfalls auch, wenn ein Heterosexueller eine Frau interviewt hätte.
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#9 KommentarlosAnonym
#10 remixbeb
  • 03.09.2019, 20:53h
  • "Warum denken immer alle, dass es okay ist, einen queeren Künstler nach intimen Detail zu fragen"

    Weil leider in der Gay Szene Anstand nicht immer wirklich viel zählt. Im Gegenteil.. Es gehört ja zum guten Ton, schlüpfrige Kommentare und Fragen abzulassen.

    Mir hat erst vor ein paar Tagen ein Typ ungefragt und völlig aus dem Nichts mitgeteilt, dass er mit mir ja nichts anfangen würde. Lol. As if.. Keine Ahnung, wie der darauf kam oder was das sollte. Ist mir aber aus der Szene nicht ganz unbekannt.
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#11 Patroklos
#12 TheDadProfil
  • 03.09.2019, 22:51hHannover
  • Antwort auf #6 von Kommentarlos
  • ""Der inflationäre Gebrauch des Wortes Homophobie fühlt im schlimmsten Fall dazu, dass am Ende 95 % der Bevölkerung homophob sein müssten.""..

    Oder man auch einfach erkennen muß, das bei 95 Prozent der Gesellschaft irgendetwas nicht stimmt..

    Was dann aufzeigen könnte, wo die Defizite liegen, an denen sich etwas ändern muß..

    ""Aber es wertet sexualität nicht ab.""..

    Äh ?
    Man kann natürlich auch den gesamten Feminismus ad absurdum führen wollen, und zu erklären suchen das Machtgefälle so wie sie SEIN SOLLEN wenn es nach der Heteronormativität ginge, "völlig normal" wären..

    Oder einfach erkennen das nicht der Sex abgewertet wird, sondern der Mensch dem über die Heteronormativität eine bestimmte Rolle zugewiesen wurde..

    ""Zuletzt: es ist an absurdität zudem nicht zu überbieten, dass man dem Interviewer Homophobie unterstellt, wo er doch selbst homosexuell ist""..

    Aha..
    Es gibt also keine "homophoben Schwulen" ?
    Keine "homophoben Lesben" ?

    Dann gibt es ja bestimmt auch keine Rassisten unter Nicht -Weißen, oder ?
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#13 Homonklin44Profil
  • 04.09.2019, 06:06hTauroa Point
  • Antwort auf #10 von remixbeb
  • Das kenne ich leider auch zur Genüge. Es ist ein stetes Taxieren und taxiert werden danach, ob man für Beziehungsartiges oder Sexuelles in Frage steht oder nicht. Daher die Fragerei. Es verhindert wohl zu einem nicht unbeachtlichen Anteil, dass überhaupt mal länger andauernde Bekanntschaften entstehen, wie man die bei Heteros ect. als üblich kennt.
    Anstand? Kann man ziemlich knicken, und wenn man ihn selber wahrt ,wird man als antiquiert angesehen.
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#14 remixbeb
#15 FilipAnonym
  • 04.09.2019, 10:22h
  • Antwort auf #13 von Homonklin44
  • "Es verhindert wohl zu einem nicht unbeachtlichen Anteil, dass überhaupt mal länger andauernde Bekanntschaften entstehen, wie man die bei Heteros ect. als üblich kennt."

    Häh? Also ich kenne schon einige schwule Freunde, die sind länger zusammen als einige meiner Hetero-Freunde. Du "romantisierst" hier. Und da ich früher auch als "Hete" unterwegs war, nur soviel: diese sind ziemlich verklemmt und unterhalten sich aus lauter Prüderie über bestimmte Themen nicht. Trotzdem war die Frage des Journalisten hier "übergriffig".

    "Anstand? Kann man ziemlich knicken, und wenn man ihn selber wahrt ,wird man als antiquiert angesehen."

    Irgendwie habe ich den Eindruck, Du bist von der "schwulen Welt" irgendwie enttäuscht?
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#16 Still_Ith
  • 04.09.2019, 11:28h
  • Antwort auf #15 von Filip
  • "Und da ich früher auch als "Hete" unterwegs war, nur soviel: diese sind ziemlich verklemmt und unterhalten sich aus lauter Prüderie über bestimmte Themen nicht."

    Klingt ein bisschen, als wärst du nie in der Hetero-BDSM-Szene gewesen. An der Frage, auf welches Geschlecht man jetzt stehe, macht sich das nun wirklich nicht fest.

    Die Problematik ist vllt eher die, dass man sich eine "Anstands"-Grenzziehung gewissermaßen neu erfinden muss.

    Eine solche Grenze überschreitet man ja, immer noch, ins "Unanständige", indem man sich outet. Oder, ums mal christlich auszudrücken, "mit dem Teufel im Bunde" ist man eh, "in die Hölle" kommt man eh.
    Wieso und welche Grenzen noch beachten, wenn man sowieso zu den Verdammten zählt?

    Eine Wahl, die da getroffen wird, besteht dann indes darin, sich möglichst vielen anderen Regeln des Anstands zu unterwerfen, zu heiraten, "brav" monogam zu leben, überhaupt möglichst bürgerlich, um davon zu überzeugen, dass diese Outing-Sache aber nur der eine, Ausnahme-Verstoß gegen den Anstand war, bei dem man nicht anders konnte.

    Wenn du bi bist, hast du die Ausrede aber nur so halb, denn dann "könntest" du ja schließlich auch MIT Anstand glücklich werden. Weswegen es sehr, sehr wichtig, ist, entweder 100% straight oder 100% nicht-straight zu sein.

    Hängt insofern ein ganzer Rattenschwanz an Moralentscheidungen dran. Und letztlich diese feine Differenz zwischen Dingen, die ethisch, und solchen, die moralisch problematisch sind.

    Wer in einer monotheistisch (also jüdisch-muslimisch-christlichen)-bürgerlichen Welt aufgewachsen ist, der_die begeht mit dem Queersein doch sowieso eine Sünde, die ggf. schlimmer ist, als sich aus Hunger z.B. mal ein Brot zu stehlen. Wenn die eigene Ehre sowieso nicht zu retten ist, man mit der Abstrafung und Be-Schämung sowieso leben muss, wieso dann bei anderen Feinheiten auf einmal doch wieder drauf achten?
    Und wieso auf einmal Rücksicht zeigen, wenn man selbst so selten welche erfährt? Was letztlich auch etwas zu tun haben kann mit Abstumpfung.

    Sich moralische Grenzen zu setzen, wenn man sich sowieso außerhalb dessen bewegt, was gesamtgesellschaftlich akzeptabel ist, ist halt unterm Strich gar nicht so einfach.
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#17 Homonklin44Profil
  • 04.09.2019, 15:45hTauroa Point
  • Antwort auf #15 von Filip
  • ""Häh? Also ich kenne schon einige schwule Freunde, die sind länger zusammen als einige meiner Hetero-Freunde. Du "romantisierst" hier. ""

    Ich weiß nicht, kann vielleicht an zu viel Eigenerfahrungsinhalt liegen, oder am Handicap. Habe es nie erreicht, Schwule länger als wenige Monate maximal interessieren oder begeistern zu können. Die Interessen und Lebensinhalte unterscheiden sich anscheinend zu sehr oder so etwas.

    ""Und da ich früher auch als "Hete" unterwegs war, nur soviel: diese sind ziemlich verklemmt und unterhalten sich aus lauter Prüderie über bestimmte Themen nicht."" Es ist eher Anstand oder die Achtung des Privaten untereinander - was aber auch mit der Art von Umfeld zusammen hängt, in dem man sich als Clique bewegt - da gibt es auch andere Szenen. Man muss sich über Themen nicht unterhalten, die einen nix angehen. Das reicht, wenn das die unmittelbar Beteiligten tun.

    ""Trotzdem war die Frage des Journalisten hier "übergriffig"."" Und irgendwie klischeehaft dämlich. Als müsse jeder Mensch in dieses Schema fallen, nur, weil er nicht Hetero ist

    ""Irgendwie habe ich den Eindruck, Du bist von der "schwulen Welt" irgendwie enttäuscht?""

    Enttäuscht vielleicht ein wenig, ja. Aber eher noch schockiert. Von gewissen Bereichen auch fortgeschreckt.
    Geht mir in der Heterowelt aber so ähnlich, nicht alles ist woah super toll.
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#18 FilipAnonym
  • 04.09.2019, 17:10h
  • Antwort auf #17 von Homonklin44
  • "".... und unterhalten sich aus lauter Prüderie über bestimmte Themen nicht."" Es ist eher Anstand oder die Achtung des Privaten untereinander - was aber auch mit der Art von Umfeld zusammen hängt, in dem man sich als Clique bewegt - da gibt es auch andere Szenen."

    Privates sollte unter Freunden schon besprochen werden dürfen, ob nun hetero oder queer, finde ich. Bettgeschichten natürlich nur, wenn man es mitteilen möchte. Aber ich finde es häufig ermüdend, wenn permanent über die ach so tolle Arbeit und wie wichtig man dort ist, gesprochen wird und persönliche zwischenmenschliche Sachen ausbleiben. Leider erlebe ich das eher bei EINIGEN meiner Heten-Freunde. Je älter ich werde, um so mehr schätze ich das SEIN mehr als den SCHEIN.

    "Und irgendwie klischeehaft dämlich. Als müsse jeder Mensch in dieses Schema fallen, nur, weil er nicht Hetero ist." => Da gebe ich Dir Recht!!! Zumal es sich hier um KEIN Privattreffen unter Freunden sondern um ein Interview handelte.
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#19 KommentarlosAnonym
  • 04.09.2019, 17:20h
  • Antwort auf #15 von Filip
  • Wer für sich das Recht in Anspruch nimmt, nicht generalisiert in eine Schublade gesteckt zu werden, sollte sich folgende Äußerungen besser einfach sparen: diese (Heten, sic!) sind ziemlich verklemmt und unterhalten sich aus lauter Prüderie über bestimmte Themen nicht

    Ich möchte nicht, dass über meine Freunde - denn diese sind tatsächlich zu fast 100 % heterosexuell - derart gesprochen wird. Und es wird viele andere geben, die mir hier voll und ganz zustimmen.
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#20 daVinci6667
  • 04.09.2019, 17:42h
  • Man darf die Frage stellen, muss sich jedoch nicht wundern wenn sie nicht beantwortet wird. I

    Ich hätte klipp und klar geantwortet dass ihn dies nichts angeht.

    In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Frage einer älteren Nachbarin als mein Mann und ich damals in unsere erste gemeinsame Wohnung einzogen. Sie bemerkte dass wir ein schwules Paar sind getraute aber nicht zu Fragen wer wen fickt.

    Sie fragte dann einfach nach, wer bei uns der Müll raustrage...
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#21 Och MannAnonym
#22 FilipAnonym
  • 04.09.2019, 20:15h
  • Antwort auf #19 von Kommentarlos
  • Du hast natürlich Recht mit "generalisierend bezogen auf Heten"! Ich kann ja nur von meinem persönlichen Spektrum reden.

    Allerdings bezog es sich auf eine sehr verallgemeinernde Aussage zu angeblich länger haltenden Beziehungen bei heterosexuellen Paaren.

    Zur Prüderie bei Heten kam ja auch schon der Hinweis zur BDSM-Szene. Da kenne ich persönlich wissentlich niemanden. Von daher verbessere ich mich hiermit auf nur "meinen Hetero-Bekanntenkreis" (glücklicherweise nicht zu 100 Prozent meines Freundeskreises, denn ich schätze meine schwulen Bekannten).
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#23 TheDadProfil
  • 04.09.2019, 22:47hHannover
  • Antwort auf #20 von daVinci6667
  • ""In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Frage einer älteren Nachbarin als mein Mann und ich damals in unsere erste gemeinsame Wohnung einzogen. Sie bemerkte dass wir ein schwules Paar sind getraute aber nicht zu Fragen wer wen fickt.

    Sie fragte dann einfach nach, wer bei uns der Müll raustrage...""..

    Meine Antwort auf solche "Umgehungsfragen" :
    "Männer können das nicht, aber sie haben doch sicher ab und an Zeit dazu, oder ?"
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#24 Homonklin44Profil
  • 05.09.2019, 09:47hTauroa Point
  • Antwort auf #18 von Filip
  • Nun ja, das Private mit anderen als beteiligten Leuten zu teilen, entflieht dann dem Begriff des Privaten. Denn das bedeutet, dass es etwas ist, dass die Beteiligten unter sich besprechen.
    Gerade eben Bettgeschichten ect. - ich will das nicht mal wissen, wenn Jemand das erzählen wollen würde. Die Hetero-Freunde wissen das und halten es, soweit ich davon was mitbekäme, auch untereinander so.
    Ich muss dazu sagen, dass mein Kreis da allerdings auch überwiegend mit einem breiten Horizont an Interessen punkten kann, die weit über das Umfeld Arbeit, Fußball & Gossip ect. hinaus reichen. Von A-Z quasi, von Anthropolgie bis Zoologie, wenn man so will.

    Ein journalistisches Interview ist dann wirklich das Gegenteil von privat, da für die Öffentlichkeit gefragt wird. Da sollte man private Fragen tunlichst meiden. Es gehört sich nicht. Es fällt auf das Image des Journalisten zurück, dass er sich als unprofessionell ansehen lassen darf.
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#25 Homonklin44Profil
  • 05.09.2019, 09:59hTauroa Point
  • Antwort auf #19 von Kommentarlos
  • Sehe das auch nicht gern, wenn man ihnen bestimmte Haltungen unterstellt, weil man sie nicht kennt. Also von wegen prüde - dann bin ich das grade ebenso. Aber vielleicht bin ich es da dann eben auch, weil man sich dem Umfeld entsprechend zurücknehmen oder ausgeben kann.

    Unter Veganern würde ich nicht viel übers Schlachten und Blutwurst herstellen reden, unter Pazifisten kaum neueste Kampfstrategien erläutern, und anders herum den Veteranen kaum was über gewaltfreies Kumbayah in Afghanistan erzählen.
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#26 Homonklin44Profil
#27 Homonklin44Profil
  • 05.09.2019, 10:13hTauroa Point
  • Antwort auf #22 von Filip
  • Meiner ist auch nicht 100% Hetero - es gibt mindestens 2 Asexuelle und einige pure Fetischisten oder Autochorissexuelle drunter. Längerzeitig single Lebende, da weiß man's nicht immer gleich. Bisher haben sich die immer als mindestens Hetero-interessiert gegeben. Erkennbare Versuche, bei VertreterInnen des anderen Geschlechts zu landen. :o)
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#28 daVinci6667

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