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Simbabwes Ex-Diktator

Robert Mugabe ist tot

Der vielleicht homophobste Staatschef der letzten Jahrzehnte ist im Alter von 95 Jahren gestorben.


Robert Mugabe bei einem Treffen der Afrikanischen Union im Jahr 2009 (Bild: U.S. Navy / Jesse B. Awalt)

Simbabwes langjähriger Machthaber Robert Mugabe ist tot. Der wegen seiner Homophobie berüchtigte frühere Präsident starb im Alter von 95 Jahren in seinem Exil in Singapur. Entsprechende Berichte bestätigte der simbabwische Präsident Emmerson Mnangagwa via Twitter.

Mugabe hatte das Land seit Erlangung der Unabhängigkeit 1980 bis zu seiner Absetzung durch das Militär im Jahr 2017 mit harter Hand regiert. Zunächst war er wegen seines Einsatzes für den Befreiungskampf gegen die britische Kolonialmacht gefeiert worden, entwickelte sich dann aber zu einem machthungrigen Autokraten. Ihm wurde vorgeworfen, die ehemalige Kornkammer Afrikas wirtschaftlich ruiniert und verantwortlich für Hungersnöte zu sein, während er selbst in Luxus residierte.

Mnangagwa erwähnte nicht die negativen Seiten seinen Vorgängers und lobte Mugabe als "Unabhängigkeitsikone" und als "Panafrikaner", der sein Leben der Befreiung seines Volkes gewidmet habe. "Sein Beitrag zur Geschichte unseres Landes und unseres Kontinents wird niemals vergessen werden", fügte der Präsident hinzu. "Möge seine Seele in Frieden ruhen."

Twitter / edmnangagwa

Homosexuelle "schlimmer als Hunde und Schweine"

Mugabe hatte während seiner Amtszeit immer wieder mit homophoben Äußerungen für Empörung gesorgt – und auch den "Unzuchts"-Paragrafen in seinem Land genutzt, um politische Gegner hinter Gitter zu bringen. 1996 ließ er etwa seinen Vorgänger im Präsidentenamt, Canaan Banana, wegen angeblicher Homosexualität verhaften und verurteilen.

Danach fiel er immer wieder durch Tiraden gegen LGBTI auf: So bezeichnete er Homosexualität als "schmutzige Krankheit" oder drohte Schwulen gar mit der Enthauptung. Sein bekanntester Satz lautete, dass Homosexuelle "schlimmer als Hunde und Schweine" seien. 2015 erklärte er in der UN-Vollversammlung: "Wir lehnen auch Versuche ab, uns 'neue Rechte' zu verschreiben, die unseren Werten, Normen, Traditionen und unserem Glauben widersprechen. Wir sind keine Schwulen!" (queer.de berichtete).

In Simbabwe stehen auf Sex zwischen Männern langjährige Haftstrafen – das Gesetz war dem Land Ende des 19. Jahrhunderts von den britischen Kolonialherren aufgezwungen worden. Seit 2006 kann auf Betreiben Mugabes auch homosexuelles "Verhalten" in der Öffentlichkeit – beispielsweise eine Umarmung – als "sexuelle Abweichung" zu einer Gefängnisstrafe führen. Seit seiner Absetzung sind die homophoben Gesetze des Landes nicht geändert worden. (dk)



#1 alter schwedeAnonym
#2 DramaQueen24Profil
  • 06.09.2019, 10:43hBerlin
  • Der Wichser hat sich am eigenen Volk bereichert, hat, um von der Armut im Land abzulenken, Homosexuelle zu Sündenböcken stilisiert. So einem weine ich keine Träne nach!
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#3 goldsteinerProfil
#4 Sven100Anonym
  • 06.09.2019, 11:07h
  • Das Problem Robert Mugabe hat sich -endlich- biologisch gelöst.

    Zimbabwe, das frühere Rhodesien, war früher ein blühendes Land. Mugabe hatte es geschafft, dieses schöne Land herunter zu wirtschaften, so daß immer wieder Hungersnöte auftraten und die Menschen Blätter und Gras essen musste.
    Gleichzeitig lebten Mugabe und seine Frau in Saus und Braus. So gab Mugabe für die Party zu seinem 93 Geburtstag, also für 1 Tag, mehr als 1 Million Dollar aus.

    www.faz.net/aktuell/politik/zimbabwe-robert-mugabes-pompoese
    -geburtstagsparty-14895494.html
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#5 Homonklin44Profil
  • 06.09.2019, 11:45hTauroa Point
  • Damit wäre dem Egomanen auch mal der Arsch zugeschnappt!

    Ob sich das in seinem Land je ändern wird, hängt in großem Maße mit der Werttschätzung und Abhängigkeit von der Religion zusammen. Damit haben die Kolonialisten und deren Knilche die Einwohner wohl tiefgreifgend vollgetrichtert.
    Man sieht es immer wieder:
    Wo die Religion den Finger drüber hat, und die Macht sich in ihr suhlt, hat Freiheit kaum eine Chance.

    Tränen für die LGBTIQ* in Simbabwe. Für den Typ R. Mugabe sicher keine einzige!
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#6 FredericAnonym
  • 06.09.2019, 12:40h
  • Eine gute Nachricht für die Welt, auch wenn sich die Situation für GLBT in Uganda durch den Tod nicht ändert, aber er hat seine Strafe bekommen, leider viel zu spät.
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#7 FredericAnonym
#8 HyenadykeProfil
  • 06.09.2019, 13:06hKöln
  • Nihil nisi mortem ...
    aber bei einigen macht deren Verlust die Welt doch tatsächlich ein kleines Bisschen besser.
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#9 VIICAnonym
#10 Hohle-Phrasen-WatchAnonym
  • 06.09.2019, 14:16h
  • Antwort auf #6 von Frederic
  • Was denn für eine "Strafe"? Dass er bis ins gerade für Afrika ungewöhnlich hohe Alter von 95 Menschen knechten und kriminell in Saus und Braus leben konnte?

    Und von wem sollte diese "Strafe" kommen? Vom geknechteten Volk wohl nicht.

    Denkst du überhaupt nach, bevor du was schreibst? Offenbar nicht.
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