Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34421

Thüringen

Gera: Regenbogenfahne vom Rathausturm geklaut

Unbekannte entfernten die zu den CSD-Aktionswochen am Montag von der Stadt gehisste Pride-Flagge und ersetzen sie durch eine Deutschlandfahne – das Rathaus ließ diese jedoch wieder abnehmen.


In Thüringen ist die Regenbogenfahne nicht überall willkommen (Bild: Ted Eytan / flickr)

In der thüringischen Stadt Gera gibt es Widerstand gegen die von der Stadt am Montag am Rathausturm angebrachte Regenbogenfahne. Wie der CSD Gera am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite mitteilte, wurde die anlässlich der CSD-Aktionswochen angebrachte, acht Meter breite Flagge von Unbekannten enfernt und durch eine Deutschlandfahne ersetzt. Auch in der Einwohnerfragestunde vor der Stadtratssitzung habe es Kritik an dem Bekenntnis der Stadt zu Vielfalt gegeben, berichtete die "Ostthüringer Zeitung".

Die Pride-Veranstalter hingen noch am Donnerstagabend eine neue Regenbogenflagge neben die Deutschlandfahne. "Wir sind sehr bestürzt, da die Entfernung für uns ein deutliches Statement ist", schrieben sie auf Facebook. "Versteht uns nicht falsch, wir haben nichts gegen die Deutschlandfahne – ganz im Gegenteil – wir werben dafür, dass wir gemeinsam in unserem Land zusammenhalten und jedem Menschen mit dem nötigen Respekt entgegengetreten."

Leider mussten wir heute feststellen, dass Unbekannte unsere Regenbogenflagge vom Rathausturm entfernt und Sie gegen…

Gepostet von CSD Gera am Donnerstag, 5. September 2019
Facebook / CSD Gera

Die Stadt selbst zeigte sich weniger kompromisslos und nahm am Freitag die Deutschlandfahne wieder ab. Das Austauschen der Flaggen sei ohne Kenntnis und Erlaubnis der Verwaltung erfolgt, hieß es zur Begründung aus dem Rathaus.

Die CSD-Aktionswochen in Gera haben am 2. September begonnen. Höhepunkt ist das Straßenfest und die Parade am Samstag, den 14. September. Eröffnung ist um 14 Uhr auf Geras Neuer Mitte, die Demo startet gegen 15 Uhr. (cw)



#1 DramaQueen24Profil
  • 07.09.2019, 05:03hBerlin
  • Die Rechten (ob Religioten oder Faschisten ist momentan egal), die das vermutlich getan haben, trauen sich das, weil "ihre" Partei, die AfD, so stark ist. Das lässt viel befürchten, sollten die mal an die Macht kommen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Homonklin44Profil
  • 07.09.2019, 09:47hTauroa Point
  • Man könnte die Deutschland-Fahne als Rechteck in die Regenbogenfahne integrieren oder umgekehrt, dann wären doch alle zufrieden ;o)
  • Antworten » | Direktlink »
#3 stephan
  • 07.09.2019, 10:25h
  • Im Osten fällt es offenbar dem rückständigen Bevölkerungsviertel sehr schwer, die gleichen Bürger- und Menschenrechte für LGBTIs zu akzeptieren! Wie kann man diese Leute bloß resozialisieren und sie zu empathischen Menschen machen, die auch die Rechte von Minderheiten akzeptieren!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TheDadProfil
  • 07.09.2019, 12:56hHannover
  • Antwort auf #3 von stephan
  • ""Wie kann man diese Leute bloß resozialisieren und sie zu empathischen Menschen machen, die auch die Rechte von Minderheiten akzeptieren!""..

    Streiche "re" vor dem Sozialisieren, dann macht die Frage mehr Sinn..

    Ich möchte dann auch gar keine "Empathie" von Menschen, die man dazu erst "um-erziehen" müßte..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 KommentarlosAnonym
  • 08.09.2019, 15:39h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • Das permanente Bashing von menschen mit einem religiösen Hintergrund ist unangemessen. Vor allem dann unangemessen, wenn dieses Bashing betrieben wird an einer Person, die nach eigenen Aussagen Jahre lang in einer christlichen Sekte aktiv war!

    Nun aber zu den Fakten: knapp 60 % der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland hat einen christlichen Hintergrund, sei es katholisch, evangelisch, frei kirchlich oder orthodox...
    Die AfD liegt im Bundesdurchschnitt bei zwölf oder 13 %...
    Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR sind maximal 15- 20 % der Menschen christlich, mit Ausnahme von Thüringen: da sind es 30 %.
    Allein aus diesen Zahlen ergibt sich, dass selbst wenn jeder Christ in der ehemaligen DDR AfD Wähler wäre, die Zahl der Christen niemals ausreichen würde um die AfD auf die Stimmenanteile zu bringen, die sie tatsächlich dort erhalten hat.

    Wenn man sich schon zu den Gründen für den Diebstahl einer Fahne äußert, dann sollten die Aussagen meiner Meinung nach ein bisschen substanzieller sein. Vor allem sollte jeder in der Lage sein, seine persönlichen Erfahrungen mit Religion nicht zur Basis seine Beurteilungen zu machen
  • Antworten » | Direktlink »
#6 6oProzentAnonym
#7 KommentarlosAnonym
  • 08.09.2019, 15:59h
  • Antwort auf #1 von DramaQueen24
  • PS: wenn man religiöse Menschen und Faschisten in einen Topf zu werfen gedenkt, dann sollte man auf der anderen Seite auch einmal darüber nachdenken, wieso dann zum Beispiel auf dem evangelischen Kirchentag die AfD nicht auftreten darf... wo diese Gruppen doch angeblich so eng zusammengehörig sind ????!!!!

    Darüber hinaus vermisse ich die Kritik an aus falsch verstandener Religiosität begangenen Taten in all den Fällen, in denen es nicht um Christen geht. Da wird seltsamer Weise oftmals ein anderes Maß angelegt, da soll man Verständnis haben für Herkunft, Sozialisation und Erfahrungen, die diese Leute erst einmal noch machen dürfen sollen...
    Ich habe selbst lange in Kreuzberg gelebt, ich kann mich nicht daran erinnern jemals von christlichen Fanatikern aufgrund meiner Homosexualität angegriffen oder angemacht worden zu sein. Ich kann mich aber sehr wohl erinnern, wann ich die Straßenseite gewechselt habe... Das war nicht bei den Zeugen Jehovas!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 KommentarlosAnonym
#9 60 ProzentAnonym
  • 08.09.2019, 16:36h
  • Antwort auf #8 von Kommentarlos
  • Klar doch. Deshalb sind die Kirchen außer im Osten auch so brechend voll, weil sie jeden Sonntag von 60 Prozent der Bevölkerung besucht werden und die 60 Prozent nicht nur auf dem Taufschein, sondern in der Praxis existieren. *Augenroll*
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Carsten ACAnonym
  • 08.09.2019, 19:52h
  • Gegen solche Arten von Vandalismus hilft nur eines:
    die Flagge immer wieder neu aufhängen und noch viel länger hängen lassen als ursprünglich geplant.

    Und dafür sorgen, dass sowas nicht nochmal passiert (indem man den Zutritt zum Turm einschränkt, besser überwacht, o.ä.).

    Jede homophobe oder transphobe Tat muss dazu führen, dass man sagt "Jetzt erst recht" und es danach noch intensiviert,

    Also z.B.: wenn eine Regenbogenflagge gestohlen wird, hängen danach 2 da. Oder rund um den ganzen Turm. Oder noch viel größere Flaggen...

    Man muss solchen Faschos zeigen, dass sie nicht siegen und niemals siegen werden.
  • Antworten » | Direktlink »