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Kommentare zu:
Warum die EU am Sonntag auf den Sarajevo Pride schaut


#1 LedErich
  • 07.09.2019, 08:40h
  • Das ist schon krass. Ich gehe in Deutschland seit 1988 auf CSD-Demos und musste nie mit so heftigen Gegenreaktionen rechnen. Meines Wissens nach gilt das auch für die Zeit davor. Woher kommt nur all der Hass und diese enorme Gewaltbereitschaft von Menschen, die gar nicht bedroht werden und denen man nichts von Ihren persönlichen Rechten streitig machen will?
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#2 stephan
  • 07.09.2019, 09:39h
  • Die Aufnahme weiterer Staaten in die EU erscheint mir erst dann als sinnvoll, wenn diese Staaten in der allgemeinen Bevölkerung eine positive Haltung gegenüber LGBTIs verzeichnen können! Haben wir denn immer noch nichts aus den Fällen "Polen" und "Ungarn" gelernt?
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#3 DramaQueen24Profil
  • 07.09.2019, 10:55hBerlin
  • Das Problem ist ein grundlegendes Problem auf dem Balkan. Die dortigen Menschen (vor allem Männer), sind fest in ihren patriarchal-archaischen Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechtsrollen verhaftet, dass sie alles, was diesem Männer- und Frauenbild widerspricht, als Bedrohung der "natürlichen" Ordnung ansehen, und, wie dort üblich, oft mit Gewalt reagieren.
    Im Balkan muss man umdenken, muss man mehr "europäischer" darüber denken. Und die orthodoxe Kirche ist dabei eher Hindernis als Hilfe.
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#4 DramaQueen24Profil
#5 DramaQueen24Profil
#6 Ralph
  • 07.09.2019, 11:05h
  • Antwort auf #1 von LedErich
  • Woher der Hass kommt? Das ist einfach zu beantworten: aus der Religion. Judentum, Christentum und Islam sind Systeme, die die Menschheit in zwei Gruppen einteilen: die eigenen Leute und alle anderen. Wer sich der eigenen, aus altorientalischer Mythologie und wirren Romanen sogenannter Propheten gespeister Ideologie unterwirft, ist gut, wer das nicht tut, ist böse und wird für unwert erklärt, wenn nicht gar mit Gewalt bekämpft. Nicht umsonst ist in Europa der Fortschritt bei der Anerkennung der Rechte von Schwulen und Lesben dort am frühesten in Gang gekommen und dort am weitesten gediehen, wo die Religion nur noch geringe Macht besitzt, weichgespült ist oder infolge von Missbrauchs- und Kindesentziehungsskandalen oder jahrzehntelanger Unterstützung faschistischer Regime diskrediert ist. Wo die Religion noch immer stark ist, sind die Verhältnisse am schlimmsten. Auf der einen Seite stehen die nordeuropäischen Länder, Benelux, Frankreich, Spanien, Portugal und Irland, am anderen Ende Staaten wie Polen, Rumänien und der ehemals osmanische Raum.
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 TimonAnonym
  • 07.09.2019, 15:12h
  • "Die Polizei sagt, sie könne den CSD nicht vor den Gegendemonstranten schützen. "

    Genau das ist aber deren Job.

    Wenn sie nicht die öffentliche Ordnung wahren und Grundrechte schützen können, beweisen sie damit, dass dieses Land nicht in die EU gehört. Dann kann man die Beitrittsverhandlungen gleich abbrechen.
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#9 FredericAnonym
  • 07.09.2019, 18:50h
  • Antwort auf #8 von Timon
  • Es gibt den Film "Parada", über den 1. CSD in Belgrad. Zwar eine Komödie, allerdings mit Todesopfer unter den Pride-Demonstranten; der Film zeigt auch die korrupte Polizei, die mit den Gegendemonstranten/Schlägern zusammenarbeitet. Die Argumente der Polizei im Film sind ident mit denen hier hervorbrachten. Man nimmt Todesopfer in Kauf und Kirche sowie Moscheen hetzen fleissig weiter
    ...
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#10 oelofenAnonym
  • 07.09.2019, 20:17h
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • Religion ist ein Rauschmittel:
    In Maßen genossen macht sie Leid erträglicher, schafft Freude und Zusammenhalt. Zuviel davon bewirkt jedoch das Gegenteil.

    Gewiss ist nicht erfreulich, was "da unten" abläuft, doch man muss klarstellen, dass dort eine andere Kultur herrscht und diese Unterschiede akzeptieren und respektieren, auch wenn es - insbesondere der "alle-sind-gleich"-Fraktion - schwerfällt.

    Eine Reformation, Modernisierung oder wie auch immer man es nennt, hat in kleinen Schritten zu erfolgen und bedarf vor allem Zeit und Fingerspitzengefühl! Mit Brechstange und "Ich will alles auf einmal und sofort"-Attitüde erntet man nur Ablehnung und Gegenwehr.

    Schließlich ist auch bei uns die Bewegung (und mit ihr die Größe der CSDs) erst langsam gewachsen. Das dürfen wir nicht vergessen.
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#11 Ralph
#12 goddamn liberalAnonym
#13 TheDadProfil
  • 08.09.2019, 15:17hHannover
  • Antwort auf #10 von oelofen
  • ""Religion ist ein Rauschmittel:
    In Maßen genossen macht sie Leid erträglicher, schafft Freude und Zusammenhalt. Zuviel davon bewirkt jedoch das Gegenteil.""..

    Einfacher Unfug..

    ""Gewiss ist nicht erfreulich, was "da unten" abläuft, doch man muss klarstellen, dass dort eine andere Kultur herrscht und diese Unterschiede akzeptieren und respektieren, auch wenn es - insbesondere der "alle-sind-gleich"-Fraktion - schwerfällt.""..

    Grober Unfug..

    ""Eine Reformation, Modernisierung oder wie auch immer man es nennt, hat in kleinen Schritten zu erfolgen und bedarf vor allem Zeit und Fingerspitzengefühl! Mit Brechstange und "Ich will alles auf einmal und sofort"-Attitüde erntet man nur Ablehnung und Gegenwehr.""..

    Spezieller Unfug..
    kann wahlweise nach der devise gelesen werden :
    die Menschen brauchen Zeit sich an die Freiheiten einer Gesellschaft zu gewöhnen..
    oder auch :
    die Religioten brauchen Zeit ihren Machtverlust zu arrangieren, und bestenfalls neue Strategien zu entwickeln, wie man dem Herr wird..

    Für all den Schwachsinn gibt es ein einfaches Mittel :

    www.kirchenaustritt.de/

    ""Schließlich ist auch bei uns die Bewegung (und mit ihr die Größe der CSDs) erst langsam gewachsen.""..

    Ach ?
    Und weil nicht ALLE gleich und sofort ihre menschenrechte eingefordert haben, kann man di auch in kleine Grüppchen aufgeteilt Häppchenweise zuteilen ?

    Aus welchem Erloch bist Du denn entschlüpft, Du Murmeltier ?
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