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Kommentare zu:
Äthiopien: Kirche sagt Homosexuellen den Kampf an


#1 stromboliProfil
  • 08.09.2019, 22:44hberlin
  • ""Wir erleben Ausländer, die durch Politik, Technologie und (Entwicklungs-)Hilfe versuchen, Homosexualität zu verbreiten""

    ""Infiltrierung und Rekolonisierung""

    Mit dieser mischung aus tatsache- wirtschaftlicher abhängigkeit - und ideologischen missbrauch, wird denen eine wirksam hochgefährliche waffe in die hand gelegt.
    Gerade jene staaten wie äthiopien , mali, sudan, in denen wir stellvertretungskriege unterstützten/ stützen, empfinden ihre wirtschaftliche abhängigkeit vom "westlichen wirtschafts & "wertesystem" als bedrohung ihrer identitäten.
    Das die stammesidentitäten aufgelöst wurden um stämme in gegenseitige wirtschaftliche konkurenz zu treiben ist dabei ein grund für die innerwirtschaftlichen erosionen dort.

    Das dabei homosexualität verbreitet werde, ist natürlich billiger primitiver populismus.

    Aber eben weil einen reliogiösen nerv treffend, um so wirksamer.
    Nach den wirtschaftliche ausbeutungen fragt da niemand mehr, allen voran die religionen..
    Die brauchen diesen innergesellschaftlichen widerspruch, um überhaupt anhänger zu sammeln.
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#2 Wombat07Anonym
#3 stromboliProfil
  • 08.09.2019, 22:56hberlin
  • Antwort auf #1 von stromboli
  • "Das dabei homosexualität verbreitet werde, ist natürlich billiger primitiver populismus."

    Ich würde hier hinzufügen, dass sich der prediger sogar seine eigene these von der infiltration und rekolonisierung mit bravour aneignet:
    Christliche verkündung ist eine westlich verbreitete infiltration und kolonisierung über vor ort ansässige religionen.
    Aber das sieht denn keiner.

    Dortige zukünftige befreiungskämpfe dürften also nicht nur vom kampf gegen unser wirtschaftsdiktat ausgehen, sondern auch westliche religion mit einbeziehen.
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#5 Homonklin44Profil
  • 09.09.2019, 01:00hTauroa Point
  • ""Wir erleben Ausländer, die durch Politik, Technologie und (Entwicklungs-)Hilfe versuchen, Homosexualität zu verbreiten""

    Ah ja, aber das Geld, was die Entwicklungshilfe ins Land bringt, das nehmen die gerne.

    Und das Christentum bzw. den Islam wo das so ist, nahmen sie auch gern.

    Wo sind nochmal die Stammestraditionen geblieben?

    Die Verbreitung von Homosexualität kann er unter dem Umstand, dass sie als Straftat gesehen wird, nicht mal erheben.
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#6 hh_aAnonym
  • 09.09.2019, 01:13h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • "Christliche verkündung ist eine westlich verbreitete infiltration und kolonisierung über vor ort ansässige religionen."

    Das stimmt für viele andere Länder, aber nicht für Äthiopien. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist eine der ältesten der Welt und hat nichts mit westlicher Kolonisierung zu tun. Äthiopien ist auch, anders als die meisten anderen afrikanischen Länder, nie Kolonie gewesen. Was die homophoben Hetztiraden geistlicher "Würdenträger" selbstverständlich weder harmlos noch weniger widerlich macht.
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#7 DramaQueen24Profil
  • 09.09.2019, 01:47hBerlin
  • Religionen maßen sich zu viel Macht an, bzw. ihnen wird diese Macht von Staats wegen gegeben (Klüngeleien zwischen Kirche und Staat gab es schon vor Adolf Hitler in Deutschland und anderswo). Und jedes Mal war es zum Nachteil bestimmter Gruppen. Wird Zeit, dass die Welt, dass Äthiopien, daraus lernt.
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#8 TimonAnonym
#9 AnonymAnonym
#10 Carsten ACAnonym
  • 09.09.2019, 08:36h
  • Solche Staaten hetzen immer gegen angeblich "westliche Werte" (obwohl Menschenrechte nicht "westlich" oder sonstwas sind, sondern universell gelten sollten).

    Aber unsere Entwicklungshilfe- und sonstigen Gelder nehmen die immer gerne. Auch die Steuergelder von westlichen Schwulen und Lesben nehmen die gerne. Darauf sind die nie fies.
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#11 goddamn liberalAnonym
  • 09.09.2019, 09:53h
  • Antwort auf #6 von hh_a
  • Stimmt, Äthiopien war nie Kolonie, ist aber vom Hitler-Verbündeten Mussolini aus Bella Italia in einen geradezu völkermörderischen Kolonialkrieg hineingezogen worden.

    Ich wüßte aber nicht, dass Mussolini für Homo-Rechte stand.

    Im Gegenteil.
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#12 New hereticAnonym
  • 09.09.2019, 12:19h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Im Falle Äthiopien hinkt dein Argument arg.
    Tatsächlich exisitiert in Äthiopien eine der ältesten christlichen Kirchen überhaupt. Macht deren verbale Ergüsse nicht weniger Panne, aber mit der westliche Einflussnahme ist es da eben schwierig. Deren geistiges Gift sickert auch ohne den Westen munter seit bald zweitausend Jahren in die Köpfe der Menschen.
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#13 goddamn liberalAnonym
  • 09.09.2019, 14:21h
  • Antwort auf #12 von New heretic
  • Die Homophobie ist ein allgemeines Erbe der drei monotheistischen Hauptreligionen, das nur durch den Säkularismus, den Humanismus und die Aufklärung überwunden werden kann.

    Wie stark sie ist, zeigt sich z. B. im Koran, der explizit gar keine Strafen für Homosexualität vorsieht.

    Die altislamische Rechtstraditon hat also die Todesstrafe gegen den Koran etabliert, anknüpfend an die beiden Vorgängerreligionen.
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#14 FliegenAnonym
#15 panzernashorn
#16 TheDadProfil
  • 09.09.2019, 21:08hHannover
  • Antwort auf #13 von goddamn liberal
  • ""Die altislamische Rechtstraditon hat also die Todesstrafe gegen den Koran etabliert,""..

    Du hast neulich schon so einen Unfug geschrieben..
    Der wird durch wiederholen auch nicht besser..

    Es gab keinen "islam" vor dem Islam !

    Und die Rechtstraditionen die Du hier anführst, sind Alt-Persisch, und bahnen sich ihren Weg als Sharia in die islamische Welt..

    Und da sie Alt-Persisch sind, kann man schon von Glück reden, daß sie nicht schon von Alexander dem Großen in die Welt verschleppt wurden, spätestens als er neben Alexandria auch Konstantinopel gründete, in dem dann 700 Jahre später Rest-Rom unterging..

    Neben den "alten Kirchen" gab es in Äthiopien auch eine recht große jüdische Gruppe, die Israel dann in 3 "Luftbrücken" evakuieren half, weil sich die Christen gebahren, wie sie es überall tun, wenn sie einen Sündenbock suchen :
    Sie provozieren Progrome..

    Der "Katholische Einfluß" führte dann sogar einmal zum "Rücktritt" eines Kaisers zugunsten seines Sohnes, und mit diesem Kampf gegen die Katholiken, die die Jesuiten dann für 3 Jahrhunderte aus dem Land fern hielten, ging ein ebenso erfolgreicher Kampf gegen die Islamisierung des Landes einher..

    Dennoch ist der erhobene Einwand gegen diese Hass-Prediger damit ja nicht Gegenstandslos, denn ob die "Re-Kolonialisierung" aus dem Westen daherschwappt, oder sich über den Orient breit macht, macht keine echten Unterschied..

    Wobei man hier nicht vergessen darf : Evangelikale haben mit der "alten äthiopischen kirche" so viel zu tun wie der Papst mit Rock'n Roll..
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#17 goddamn liberalAnonym
  • 09.09.2019, 22:06h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Nach islamischer Tradition sind die Schriftbesitzer vor dem Propheten quasi Proto-Muslime.

    Deswegen geht die Todesstrafe für Homosexualität auch auf abrahimische bzw. konkret mosaische Traditionen zurück.

    Die alten Perser spielen da keine Rolle.

    Die Abschaffung der Todesstrafe wiederum ist ein Produkt der Aufklärung und der Franz. Revolution.

    Auch in der islamischen Welt. Sie die Strafrechtsreformen im Osmanischen Reich und v.a. Atatürks.
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#18 TheDadProfil
  • 09.09.2019, 22:26hHannover
  • Antwort auf #17 von goddamn liberal
  • ""Nach islamischer Tradition sind die Schriftbesitzer vor dem Propheten quasi Proto-Muslime.""..

    Jetzt wirds lächerlich..

    ""Ein Muslim oder Moslem (arabisch muslim) ist ein Angehöriger des Islam oder Kind muslimischer Eltern und wird auch als Mohammedaner[1] (eigentlich ein Anhänger der Lehren Mohammeds) bezeichnet. Bei dem Wort Muslim handelt es sich um das Partizip Aktiv zum IV. Stamm von salima wohlbehalten sein, unversehrt sein aslama sich hingeben, sich ergeben, sich unterwerfen: Der sich (Gott) ergebende.[2] Das im IV. Stamm ausgedrückte sich unterwerfen ist nicht im Sinne einer weltlichen Kapitulation zu verstehen, die mit dem X. Stamm ausgedrückt wird: istaslama kapitulieren mustaslim der kapitulierende""..

    de.wikipedia.org/wiki/Muslim

    Der Islam ist die Übersetzung der Thora, also der 5 Bücher Mose, ins arabische..

    Die "Vor-Besitzer" dieses "Glaubens" waren also judaischen Glaubens, und die Araber sind als Semiten einer der Stämme, die von Abraham ausgehend, über deren Söhne gegründet wurden..

    Geht man Deiner "Erklärung" nach, dann sind die jüdischen Gläubigen nichts weiter als Muslime, und anders herum..

    Das ist ja nicht ganz falsch, aber nicht wirklich hilfreich um zu erklären woher die Sharia stammt, die zu großen teilen ebenso alt ist wie die Thora..

    ""Die alten Perser spielen da keine Rolle.""..

    Wenn man den Ursprung der Sharia ignorieren will, die eine eigene Rolle in der Verfolgung von "Homosexuellen" spielt, dann natürlich nicht..

    Der Koran selbst enthält exakt den gleichen Unsinn wie ihn die 5 Bücher Mose enthalten, und damit neben der Schöpfungsgeschichte auch das "Familien-Epos" über Sodom&Gomorrha, die damit verbundene Ächtung der Fleischeslust, des Alkohols und des Inzest, der ja im Falle Lot auch nur eine "Notfall" war..

    de.wikipedia.org/wiki/Lot_(Bibel_und_Koran)
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#19 goddamn liberalAnonym
  • 09.09.2019, 22:47h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • Fazit: Der Islam versteht sich als Korrektur und Fortführung von Christen- und Judentum:

    Siehe, diejenigen, die glauben, die sich zum Judentum bekennen, die Christen und die Sabier wer an Gott glaubt und an den Jüngsten Tag und rechtschaffen handelt, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie brauchen keine Furcht zu haben und sollen auch nicht traurig sein! (2 Sure)

    Sowohl die äthiopischen Christen als auch die dortigen Muslime können sich auf die mosaische Tradition als Grund für ihre Homophobie berufen.

    Der 'böse Westen' muss da gar nicht dazwischenfunken.
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#20 queergayProfil
  • 10.09.2019, 01:30hNürnberg
  • Dann müssen eben alle nicht-heterosexuellen Menschen den Kirchenpredigern und anderen (Un)heilsverkündern entschieden den Kampf ansagen und deren niederträchtiges, bigottes, inhumanes Weltbild an den Pranger stellen.
    Reißt ihnen ihre verlogene Maske vom Gesicht.
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#21 TheDadProfil
  • 10.09.2019, 22:22hHannover
  • Antwort auf #19 von goddamn liberal
  • ""Fazit: Der Islam versteht sich als Korrektur und Fortführung von Christen- und Judentum:""..

    Wenn man den Islam falsch verstehen will, kommt man wohl zu dieser Auffassung..
    Das "Christentum" spielte für de Propheten keine wirkliche Rolle, denn die "Religion" kannte er nur über die Kontakte zu den jüdischen Gläubigen, denen er als Kaufmann begegnete..

    Der zitierte Satz
    "ich schenke euch ein buch zur erneuerung der religion"
    hat dann aber auch nicht wirklich etwas mit "besser sein" zu tun, sondern mit "besser verstehen", denn obwohl man im Handel (mohammed war erbe eines reichen heandleshauses seiner tante) durchaus neben arabischen Sprachen auch Hebräisch nutzte, las man nicht die Thora, und die Übersetzung sollte es den Interessierten ermöglichen die Inhalte in arabisch zu lesen, und auch zu erfassen..
    "Christen und Juden" sind nach der Auffassung des Koran "Mit-Gläubige" und sämtliche Hassprediger die den Unsinn des Antisemitismus verbreiten und den "Dschihad" gegen "Christen", versündigen sich an ihrem "Gott", denn sie "lästern seinen Willen"..

    Hier "Unterschiede" herbeizusuchen die bei Licht besehen gar nicht bestehen trägt dann auch nicht dazu bei die kopmlizierten Beziehungen zwischen diesen 3 großen "Religionen" zu verstehen..

    So wie die Menschen und allen voran die "Bürger Rom's" keine "vor-christen" waren, sind die arabsichen Stämme keine "vor-islamischen Muslime", und die Sharia, von denen es mehrere gibt, mit sehr unterschiedlichen Auslegungen, hat mit dem Koran so viel zu tun wie die "Schöpfungsgeschichte" mit dem Gilgamesch-Epos..
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