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Berlin

Wieder Schmierereien auf Mahnmal für homosexuelle Opfer der Nazis

Erneut beschädigten Unbekannte offenbar aus Homophobie die Gedenkstätte für gleichgeschlechtlich liebende Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.


Das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird inzwischen regelmäßig beschmiert (Bild: Sabine Hauke)

Unbekannte haben laut Angaben der Berliner Polizei am Sonntagabend das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Tiergarten mit schwarzer Farbe beschmiert. Ein Security-Mitarbeiter bemerkte gegen 22.30 Uhr die Sachbeschädigung an der Gedenkstätte an der Ebertstraße und verständigte die Behörden.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dies ist bei Fällen von vermuteter Hass-Kriminalität in der Bundeshauptstadt üblich.

In den letzten Monaten wurde das Mahnmal bereits mehrfach von Unbekannten beschmiert, zuletzt vor drei Wochen (queer.de berichtete). Wenige Tage zuvor waren auch die Gedenktafeln am Magnus-Hirschfeld-Ufer beschädigt worden, die an die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung erinnern – ebenfalls nicht zum ersten Mal (queer.de berichtete).

Debatte um Video-Überwachung

Wegen des anhaltenden Vandalismus wird bereits seit längerem darüber diskutiert, Berliner Denkmäler, die an sexuelle und geschlechtliche Minderheiten erinnern, mit Videokameras zu überwachen, um dem Vandalismus Einhalt zu gebieten. Vergangenes Jahr sprachen sich etwa drei Viertel der Mitglieder des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg dafür aus, an derartigen Gedenk- und Erinnerungsorten Sicherheitskameras anzubringen (queer.de berichtete).

Das Mahnmal zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen war auf Beschluss des Deutschen Bundestages nach einem Entwurf des Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset errichtet und vor über elf Jahren eingeweiht worden. Damit wolle man den homosexuellen Opfern der Nazis eine Ehre erweisen und zugleich "ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen". Zum zehnten Jahrestag der Einweihung hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) das Denkmal vor 15 Monaten besucht und eine viel gelobte Rede gehalten (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Das Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird immer wieder beschmiert. Was tun?
    Ergebnis der Umfrage vom 09.09.2019 bis 16.09.2019


#1 Sven100Anonym
  • 09.09.2019, 12:14h
  • "wird bereits seit längerem darüber diskutiert, "

    Wie lange will man noch diskutieren? Gibt es PolitikerInnen, die etwas gegen Videokameras an solchen Orten haben.
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#2 Homonklin44Profil
  • 09.09.2019, 13:16hTauroa Point
  • Groundhog-Phänomen meets Drehtür-Episode. :o/

    Legt doch mal ThorSteinar-Mode mit Peilempfänger oder Alphabomberjacken mit Spezialkleber eingestrichen aus, vielleicht latschen die nächstes Mal ja rein. ( Achtung, ist unernst gemeint)
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#3 AlexAnonym
  • 09.09.2019, 13:34h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Es ist fraglich, ob die Maßnahme überhaupt etwas bringt, denn damit identifiziert man höchstens sehr dumme Verbrecher.

    Weitaus mehr würde es bringen, das Denkmal an einen belebteren Ort zu verlegen.
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#4 mesonightAnonym
  • 09.09.2019, 15:47h
  • Ich kann es auch nicht nachvollziehen wie oft das Denkmal noch geschändet werden muss bis eine Videoüberwachung stattindet, wo liegt denn hier wieder das Problem?
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#5 FliegenAnonym
  • 09.09.2019, 16:54h
  • ...jetzt ist es wirklich an der Zeit den Betonblock zu versetzen !!! Am besten zwischen US Botschaft und Stehlenmahnmahl !!!
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#6 PetterAnonym
  • 09.09.2019, 16:55h
  • Da müssen endlich Überwachungskameras hin.

    Traurig, dass das nötig ist, aber offenbar geht es nicht anders.

    Und wenn dann in Zukunft solche Schmierfinken erwischt werden, sollten die für die Beseitigung des Schadens vollkommen aufkommen: Materialkosten und Arbeitslohn. Plus einem Aufschlag, der dann an LGBTI-Projekte geht.

    Dann würden die sich das in Zukunft zweimal überlegen.
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#7 Sven100Anonym
#8 BedenkenAnonym
  • 09.09.2019, 17:46h
  • 1. Eine Kombination aus Kapuzenpulli und Nacht und schon dürfte das Videomaterial keinen Vorteil bringen

    2. Eine Videokamera könnte - bei diesem sensiblen Thema - Besucher abschrecken

    Ich mutmaße, dass es sich zumindest in den letzten Monaten um den gleichen Täter handelt. Etwas mehr Kontrollen, und er könnte vielleicht doch mal erwischt werden (auch mit Farbe in der Nähe). Im übrigen findet eventuell schon eine Überprüfung von Kameras in der Nähe statt.
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#9 von_wegenAnonym
  • 09.09.2019, 18:52h
  • Antwort auf #7 von Sven100
  • An den Grünen und den LINKEN, sagst du?
    Aha, und wer sitzt am längeren Hebel? Die Bundesmutti oder die Landesregierung in Berlin?
    Bei der CDU würde gar nicht darüber gesprochen werden, höchstens gesagt: "Wir sehen keinen Bedarf."

    Und ob das Versetzen in einen belebteren Bereich das Beschmieren verhindert, ist auch fraglich. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Schmiererei nur noch verstärkt würde. Es gibt schließlich unverschämte Leute, denen es piepegal ist, ob jemand sie dabei sieht oder nicht.

    Überwachungskameras fände ich ebenfalls eher hilfreich, da man ihnen hierbei ein passendes Bußgeld verhängen kann - was in diesen Fällen tatsächlich sinnvoll wäre.
    Aber bitte mit guten Kameras, die entsprechend eingestellt werden, damit was erkennbar sein wird.

    ©BuntesUndSchönes
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#10 AltoAnonym
  • 09.09.2019, 19:23h
  • Antwort auf #9 von von_wegen
  • Linke und Grüne wollen immer weniger für die Polizei und die Polizisten ausgeben. Das ist mit ein Grund, dass die Zahl der Straftaten steigt, weil es weniger Polizisten gibt.

    Überwachungskameras bringen gar nichts, weil die Schmierfinken eh vermummt sind, immer nachts kommen und in ca. 5 Minuten wieder weg sind.

    Vielleicht sollte man das Denkmal umzäunen. Oder einen speziellen anti-Grafiti Lack auftragen. Oder nachts mit Flutlichtern bestrahlen. Da gibt es viel bessere Möglichkeiten
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