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Brasilien

Mutter bringt Kinder für ihren schwulen Sohn auf die Welt

Das ist echte Mutterliebe: Eine Frau aus Brasilien agierte als Leihmutter für ihren eigenen Sohn – und gebar Zwillinge.


Großmutter Valdira wurde für ihren schwulen Sohn Marcelo schwanger (Bild: Instagram / paiproducaoindependente)

Valdira das Neves hat am vergangenen Dienstag im brasilianischen Bundesstaat São Paulo ihre eigenen Enkelkinder auf die Welt gebracht. Die 45-jährige Lehrerin aus der Stadt Serrana erfüllte mit dem Mädchen Maria Flor und dem Jungen Noah den Kinderwunsch ihres 24-jährigen schwulen Sohnes Marcelo mit Hilfe von künstlicher Befruchtung.

Die 45-Jährige hatte vor vier Jahren eine Fehlgeburt erlitten und schaute sich seitdem nach Alternativmöglichkeiten für eine Schwangerschaft um – also einem Spender-Ei. Ihr Sohn habe ihr dann gesagt, dass er gerne ein Kind großziehen würde. Da sie "schon immer" gewusst habe, dass Marcelo schwul sei und nicht mit einer Ehefrau ein Kind haben könne, hätten beide zusammen die Idee gefasst, dass die Mutter dem Sohn beim Nachwuchs tatkräftig helfen wird. Ihr wurde daraufhin ein Spender-Ei einer jüngeren Frau eingesetzt, das mit dem Sperma von Marcelo befruchtet worden war.

Dabei handelte es sich um kein einfaches Verfahren: Der Versuch einer Befruchtung scheiterte drei Mal – erst beim vierten Mal konnte sich das befruchtete Ei in die Gebärmutter einnisten. Jetzt zeigten sich Vater und Großmutter überglücklich: "Wir leben einen Traum, das Gefühl ist wunderbar", erklärte Marcelo gegenüber brasilianischen Medien.

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Einer der Zwillinge hatte Atemprobleme

Die beiden Kinder waren neun Tage zu früh auf die Welt gekommen. Maria Flor wog 2.250 Gramm, ihr Bruder Noah war mit 2.190 Gramm nur unwesentlich leichter. Noah habe allerdings gleich nach der Geburt wegen Atemproblemen auf die Intensivstation gebracht werden müssen. Inzwischen gehe es ihm wieder gut, erklärte der Vater.

Zwar gilt es als recht selten, dass eine Mutter für den schwulen Sohn Kinder zur Welt bringt. 2015 gab es allerdings einen ähnlichen Fall aus Großbritannien: Eine zum Geurtszeitpunkt 46-jährige Frau brachte das Kind ihres damals 27-jährigen Sohnes auf die Welt (queer.de berichtete). (dk)



#1 Homonklin44Profil
  • 09.09.2019, 15:52hTauroa Point
  • Fortpflanzungsmedizin und alternative Wege zum Kind sind eine tolle Entwicklung!
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#2 Ironiker
#3 DominikAnonym
  • 10.09.2019, 08:18h
  • Die eigene Mutter als Leihmutter?? Das ist ethisch schon arg fragwürdig, medizinisch mit einem hohen Risiko an Erbgut-Schädigungen beim Säugling verbunden und mit Recht auch bei uns gesetzlich nicht erlaubt.
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#4 lukaAnonym
  • 10.09.2019, 09:27h
  • Warum sollte es da zu Erbgutschädigungen kommen? Bitte informier dich wie eine Leihmutterschaft funktioniert! Die Eizelle ist niemals von der Mutter, die das Kind austrägt, sondern von einer anderen Spenderin!
    Man kann das Verfahren kritisieren und drüber diskutieren, ja. Aber nicht mit diesen falschen Fakten, dass es dabei zu Erbgutschädigungen kommen könnte.
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#5 FilipProfil
  • 10.09.2019, 10:01hHamburg
  • Antwort auf #2 von Ironiker
  • "Heute wollen plötzlich alle Schwulen Kinder.
    Oder zumindest sollen alle Kinder wollen."

    Das lese ich jetzt so nicht in dem Artikel.
    Deine Aussage ist irgendwie doch sehr verallgemeinernd!

    Es wollen doch garnicht alle. Und die, die es wollen, die sollen es können.

    Ich meine zwar, zu verstehen, worauf Du hinauswillst, wie Dein Link zu dem Zeitungsartikel unterstellt. Für viele Heten ist ein Zusammenleben gleichgeschlechtlich Liebender wohl nur als Pendant zur monogamen Heten-Ehe vorstellbar? Deshalb skizzieren Zeitungen wohl vorrangig solche Lebensentwürfe. Vielleicht ändert sich ja auch das noch in Zukunft?
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#6 userer
  • 10.09.2019, 13:06h
  • Antwort auf #2 von Ironiker
  • Wieso "plötzlich"? Woher willst du wissen, wie es zu deiner Zeit noch war, denn damals durften Schwule Kinder nicht adoptieren oder aufziehen.

    Woher dein Neid? Wenn andere es dürfen und wollen, warum gönnst du es ihnen nicht?

    Wieso muss man mit Kind sofort zum Spießer werden? Kennst du keine nicht-spießigen Heteros? Dann gibt dir Mühe, welche kennzulernen. Modernität findest du leicht weiter außerhalb von Stuttgart.
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#7 Homonklin44Profil
  • 11.09.2019, 04:47hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Dominik
  • Wie kommst Du auf die Idee? Die Möglichkeiten für Erbgutschäden erhöhen sich dadurch nicht, dass eine befruchtete Spender-Eizelle in die Plazenta der Mutter eingepflanzt wird.

    Auch nicht in den Fällen, wo der Zellkern ausgetauscht wurde. Das hängt immer davon ab, welche problematischen Marker das Erbgut der/des Spenders evtl. enthält, und selbst das kann man heute teils schon beeinflussen oder selektieren. So können auch Menschen mit wenig komplexen Erb-Problemen gesunde Kinder bekommen, etwa wenn der betroffene Erbfaktor im mitochondrischen Bereich vorkommt.
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#8 Ironiker
  • 11.09.2019, 13:25h
  • Antwort auf #6 von userer
  • "Woher willst du wissen, wie es zu deiner Zeit noch war"

    Mit Verlaub, das ist eine der einfältigsten Fragen, die ich hier je gelesen habe.

    "Woher dein Neid?"

    Nirgendwoher. Bitte meinen ursprünglichen Kommentar einfach nochmal lesen und ggf. sogar verstehen.
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#9 userer
#10 Ironiker