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Kommentare zu:
Expertenbericht: Nur ein Jahr Haft für Homo- und Trans-"Heiler"


#1 FinnAnonym
  • 09.09.2019, 20:09h
  • "Die Hirschfeld-Stiftung empfiehlt"

    Aha, und das soll eine Stiftung sein, die sich um LGBTI-Belange kümmert?

    Für gefährliche Gehirnwäsche, die schwerste psychische Schäden und lebenslanges Leiden verursachen kann und sogar zum Tod führen kann, gibt es gerade mal ein Jahr. Dass dann wohl auch noch zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

    Lächerlich.

    Magnus Hirschfeld würde sich im Grab umdrehen, was unter seinem Namen veranstaltet wird.
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#2 FinnAnonym
  • 09.09.2019, 20:12h
  • "Das Auftragsgutachten für den CDU-Gesundheitsminister weicht die Pläne der SPD auf."

    Nein.

    Die SPD wollte zwar Maximalstrafen bis zu fünf Jahren, die aber nur für Gehirnwäsche an Jugendlichen gelten sollte und auch da kein Automatismus war, sondern nur in schweren Fällen.

    Wenn es jetzt automatisch 1 Jahr Freiheitsstrafe geben sollte, dann ist das zwar lächerlich, aber immer noch mehr als von der SPD gefordert, weil man bei den Plänen der SPD auch ganz ohne Freiheitsstrafe davon kommen konnte.

    Die Frage ist jetzt, ob es wirklich automatisch 1 Jahr als Regelstrafe gibt.
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#3 Patroklos
  • 09.09.2019, 20:13h
  • "Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld schlägt vor, Anbieter von sogenannten Konversionstherapien mit einem Jahr Haft zu bestrafen."

    Das ist doch wohl ein schlecher Witz!? Ein Jahr Haft ist lächerlich! Was bildet sich die Stiftung denn ein? Man hätte dem Vorschlag von Karl-Heinz Brunner, queerpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, folgen sollen. Der hatte fünf Jahre Haft gefordert! Zudem fordere ich ein lebenslanges Berufsverbot für solche Konversionstherapeuten!
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#4 TheDadProfil
  • 09.09.2019, 21:37hHannover
  • Schöne Grüße von Herrn Kauder..

    Die "Kirchen" haben alles im Griff..

    Ein "Strafgesetz" welches nicht im StGB steht..
    Absurder geht es nicht..
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#5 nurmalsoAnonym
  • 09.09.2019, 21:49h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • de.wikipedia.org/wiki/Nebenstrafrecht

    Passende Beispiele

    Gesetz über das Apothekenwesen (Apothekengesetz - ApoG)
    § 23
    Wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne die erforderliche Erlaubnis oder Genehmigung eine Apotheke, Krankenhausapotheke oder Zweigapotheke betreibt oder verwaltet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen bestraft.

    Bundesärzteordnung
    § 13 VII Straf- und Bußgeldvorschriften
    Wer die Heilkunde ausübt, solange durch vollziehbare Verfügung das Ruhen der Approbation angeordnet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

    ...
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#6 TheDadProfil
  • 09.09.2019, 22:10hHannover
  • Antwort auf #5 von nurmalso
  • Ist mir durchaus bekannt..

    Ich finde es nur einfach absurd "Homo-Heiler" damit auf die Stufe einer eigenen "Berufs-Ordnung" zu heben, und vergleichbar mit studierten Apothekern oder gar Rechtsanwälten außerhalb des StGB mit Strafen zu drohen..

    Analog zum gestrichenem § 175 gehören diese Leute ins StGB, um zu begreifen was sie dort eigentlich tun, und warum man ihnen deshalb mit Strafe droht..
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#7 Anonyma
  • 10.09.2019, 01:46h
  • Wiebitte? Man empfiehlt, "den Strafrahmen bei einer geplanten Haftstrafe nicht zu hoch anzusetzen"? Maximal 1 Jahr Haft? Eine Verortung im "Nebenstrafrecht"? Womöglich sogar eine Klassifizierung als "Ordnungswidrigkeit"? Was für eine unglaubliche Bagatellisierung einer als Menschenrechtsverletzung einzustufenden Tat ist das denn bitte??? Will man hier wirklich die Botschaft in die Gesellschaft senden, dass Konversionstherapien ethisch und moralisch in etwa so verwerflich sind wie "Fahren ohne Fahrerlaubnis"??? Ich bin einfach nur fassungslos...
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#8 AlexAnonym
  • 10.09.2019, 03:31h
  • Nur weil ein Gesetz in einem anderen Buch steht, macht es das nicht weniger wert oder verringert die Pflicht es zu befolgen in irgendeiner Weise.

    Wichtig ist doch, dass solche "Therapien" nicht nur an homosexuellen, sondern auch an trans und inter überhaupt verboten und mit Strafe belegt werden. Geldstrafen sind da auch wesentlich schmerzhafter für die Täter, anstatt die dann auf Staatskosten im Gefängnis durchzufüttern. In schweren Fällen (und das dürfte die Regel sein, bei den gruseligen Methoden) kommen dann ja noch Strafen für Delikte in Tateinheit (z.B. Körperverletzung, Nötigung) hinzu, die vom normalen StGB bereits abgedeckt sind.

    Zum Vergleich:
    Das Herbeiführen einer nuklearen Explosion wird auch nur mit 1 Jahr Gefängnis bestraft, was erstmal lächerlich klingt, aber eben von Rechtswegen als Baustein zur Gesamtstrafe gedacht ist.

    Man hat den Eindruck, manche Kommentatoren hier wären beim Strafmaß auch mit Hinrichtung noch nicht zufrieden.
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#9 DramaQueen24Profil
  • 10.09.2019, 06:13hBerlin
  • Diese "Empfehlung" ist ein Witz, wenn man bedenkt, welches Leid solche Therapien" verursachen. Warum macht man es nicht wie in einigen Staaten der USA: Strafen nach Staffelung.
    Zuerst einen Schuss vor dem Bug, sagen wir mal als Mindeststrafe zwei Jahre ohne Bewährung, Aussetzung der Approbation für drei Jahre. Hält er sich nicht daran, praktiziert weiter, mindestens fünf Jahre, und Aberkennung der Approbation. Und, ist er immer noch nicht einsichtig, eine höhere Strafe, die sich ziemlich nah an der Strafe für Totschlag oder Mord orientiert, denn das, was er praktiziert, ist gefährliche Körperverletzung und Totschlag, weil viele sich nach der Behandlung umbringen oder psychisch so geschädigt sind.
    Man muss diesen "Therapeuten" deutlich machen, dass ihre "Therapien" nur schaden.
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#10 DramaQueen24Profil
  • 10.09.2019, 06:17hBerlin
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Einer der Gründe, warum ich für das "amerikanische Modell" plädiere, wo Strafen gestaffelt sind. Beim ersten Mal gibt es eine empfindliche Strafe, beim zweiten Mal eine höhere Strafe, und beim dritten Mal ist Ende, und er kommt (in den USA, hier nicht durchsetzbar) lebenslang in den Knast.
    Da werden die Knastologen ihn wohl "heilen".
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#11 DramaQueen24Profil
  • 10.09.2019, 06:25hBerlin
  • Antwort auf #8 von Alex
  • Solche "Therapien" sind mit gefährlicher Körperverletzung, eventuell sogar mit Totschlag oder Mord vergleichbar, gehören also ins Strafgesetzbuch. Übrigens, hier die Strafen für diese Verbrechen:

    Gefährl. Körperverletzung: 6 Monate bis 10 Jahre
    Totschlag: 5-15 Jahre, in besonders schweren Fällen lebenslänglich
    Mord: Lebenslang, bei mildernden Umständen auch weniger.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#12 zundermxeAnonym
  • 10.09.2019, 09:59h
  • Ein Strafmaß sollte in Relation zur Tat stehen und auch auf potentielle Täter*innen eine abschreckende Wirkung haben.

    Ein Verbot solcher sogenannter Therapieangebote ist nicht nur richtig und längst überfällig, es ist auch von hoher symbolischer Bedeutung.
    Es würde dem Schutz des Lebens dienen und bisherige Opfer zumindest ein Stück weit rehabilitieren können.

    Jedoch würde eine derart geringe Strafandrohung dem klar entgegen wirken. Die Aussage eines solchen Subgesetzes mit, wenn überhaupt, niedrigen Strafen läuft dem Zweck entgegen und ermuntert die Täter*innen von gestern und heute immer wieder die Grenzen zu testen und im Zweifel wieder, zumindest praktisch, zu verschieben.
    Scheint es sich hier also für die Beteiligten um ein Kavaliersdelikt zu handeln, dass in der Praxis zu Verfahrenseinstellungen wegen Geringfügigkeit führen kann oder gar soll?
    Ist ja alles halb so wild, wenn wider besseren Wissens die nachhaltige Schädigung oder extrem sogar die Zerstörung von Menschen aus persönlichen Überzeugungen zumindest in Kauf genommen wird weil die ideologisch-religiösen Absichten doch so selbstlos und gut seien?

    Auswirkungen, Schäden und Horror für die Opfer sind hinreichend belegt und bekannt.
    Wer ein Strafmaß im niedrigen fünfstelligen Bereich oder klar im Bewährungsbereich von maximal einem Jahr Haftstrafe für angemessen hält, hat den Schutz von Gesundheit und Leben mit Sicherheit nicht im Fokus. Ein derartiges Strafmaß wertet dieses Gesetz vorab auf die wirkungslose Ebene einer Mietpreisbremse ab und dient ggf. allen Beteiligten, nur eben nicht den Opfern.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 PetterAnonym
  • 10.09.2019, 11:01h
  • -----------------------------
    Die Hirschfeld-Stiftung empfiehlt, Anbieter von gefährlichen "Umpolungs"-Verfahren nicht allzu hart zu bestrafen.
    [...]
    Die Stiftung will das Homo-"Heiler"-Verbot nicht prominent ins Strafgesetzbuch schreiben lassen. Dies sehe man "nicht als zwingend notwendig an". Stattdessen soll das Verbot in einem einfachen Gesetz des Ministeriums versteckt werden.
    ----------------------------

    Pfui Magnus-Hirschfeld-Stiftung.

    Aufgabe der Stiftung ist es u.a., Diskriminierung und Hass zu bekämpfen und dann wollen die so wachsweiche Reaktionen auf brandgefährliche Maßnahmen von Fanatikern, die die Gesundheit ruinieren oder gar zum Tod führen können.

    Und wieso soll das nicht ins StGB? Wenn das eine Straftat ist, gehört das auch ins StGB. Das ist doch keine kleine Ordnungswidrigekeit oder sowas...

    -------------------------------
    Auch die Bewerbung und die Vermittlung entsprechender Angebote "an Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen" sollen bestraft werden
    --------------------------

    Und was ist mit "älteren Erwachsenen"? Und wo soll man überhaupt die Grenze ziehen?

    Im übirgen ist die Schädlichkeit und Gefährlichkeit für ALLE Altersklassen wissenschaftlich bewiesen!!

    ------------------------------
    Selbsthilfegruppen von Betroffenen sollen zudem staatliche finanzielle Förderung bekommen.
    -----------------------------

    Besser wäre es, das so zu verbieten und mit so hohen Strafen zu belegen, dass es gar keine Opfer mehr gibt und man deshalb auch keine Selbsthilfegruppen mehr braucht.

    Jetzt soll also der Steuerzahler auch noch dafür bezahlen, dass irgendwelche Fanatiker weiterhin Menschnversuche machen können.

    ------------------------------
    Da der Bericht aber erst drei Monate nach dem letzten Treffen der Kommission veröffentlicht wurde, spricht einiges dafür, dass die Handlungsempfehlungen darin eng mit dem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums abgestimmt wurden.
    -----------------------------

    Die Stiftung ist aber nicht Sprachrohr des Gesundheitsministeriums oder der Union. Sondern sie sollte eigentlich unabhängig sein und das fordern, was richtig ist.

    So wie das jetzt läuft, kann man diese Stiftung gerne auflösen. Denn sie hat nichts mit den eigentlichen Zielen zu tun, sondern dient offenbar nur dazu, verdiente Parteikollegen mit Pöstchen zu versorgen und Entscheidungen der Regierung den Anstrich zu geben, als würden sie die Expertenforderungen umsetzen.

    Auch eine Möglichkeit, die Bürger zu verarschen:
    zuerst überlegt man (mit Beteiligung der Kirchen) was man machen will und dann lässt man eine Stiftung genau das fordern, was eh schon beschlossene Sache ist, nur um dann sagen zu können, man hätte die Forderungen "unabhängiger Experten", die aber in Wahrheit nur Büttel der Regierung sind, umgesetzt.

    Das ist wieder mal Verarsche hoch zehn!
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#14 PetterAnonym
  • 10.09.2019, 11:06h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Ja, das zeigt wieder mal, dass es in Deutschland keine echte Trennung von Staat und Kirche gibt, dass Deutschland also auch keine echte Demokratie und kein echter Rechtsstaat ist.

    Die Kirche diktiert der Politik, was sie machen darf und was nicht und wie weit sie mit den Verboten gehen darf oder nicht.

    Ich könnte kotzen.
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#15 PetterAnonym
  • 10.09.2019, 11:09h
  • Antwort auf #8 von Alex
  • Es gibt keinen Grund, sachlich vorgebrachte Kritik ins Lächerliche zu ziehen oder die Kritiker als Fanatiker hinzustellen, die selbst mit Hinrichtung von solchen "Therapeuten" nicht zufrieden wären.

    Niemand hier will irgendwen hinrichten. Wir wollen nur Schutz der Opfer, die unter den Taten lebenslang zu leiden haben oder sogar daran sterben.

    Und diesen Schutz kann dieser Vorschlag nicht bieten. Denn einjährige Strafen kann man problemlos zur Bewährung aussetzen. Und ob jetzt auch Erwachsene geschützt sind oder nicht ist auch nicht klar.
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#16 LorenProfil
  • 10.09.2019, 12:08hGreifswald
  • Antwort auf #15 von Petter
  • "10 Schwerpunktsetzungen der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.
    Sowohl Behandlungen gegen die sexuelle Orientierung als auch gegen die Ge-schlechtsidentität (Trans*, Inter*, geschlechtliche Inkongruenz) sowie das Werben für und die Vermittlung zu heilkundlichen sog. Konversionstherapien an Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollte verboten werden."
    (S. 264)

    So steht es in diesem Abschlussbericht, wobei mir nicht klar ist, welchen Altersrahmen man bei "jungen Erwachsenen" anlegt (18-21 J.?).

    Link zum Abschlussbericht mit den Empfehlungen der Hirschfeld-Stiftung ab S. 262ff:

    mh-stiftung.de/wp-content/uploads/2019-08_30_Abschlussberich
    t_BMH.pdf


    Eine Höchststrafe von 1 Jahr Haft erscheint mir vor dem Hintergrund der im Bericht dargelegten negativen Folgen solcher "Behandlungen" als sehr milde angedrohte Konsequenz.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 Anonyma
  • 10.09.2019, 13:03h
  • Antwort auf #16 von Loren
  • Danke für den Hinweis, dass sich das Verbot laut den "Empfehlungen" der "Bundesstiftung Magnus Hirschfeld" nur auf "junge" Erwachsene erstrecken soll. Das hatte ich gestern zu später Stunde glatt überlesen... Damit disqualifiziert sich die "Bundesstiftung Magnus Hirschfeld" als Institution, die sich für unsere Belange einsetzen soll, dann endgültig. Wer bei seinen "Empfehlungen" von vorneherein so viele Zugeständnisse an die "Gegener" macht, taugt für eine solche Aufgabe nicht. "Vorauseilender Gehorsam" ist alles, was mir zu diesen "Empfehlungen" noch einfällt...

    "Junge Erwachsene" bedeutet in der deutschen Rechtsprechung übrigens in der Regel ein Alter zwischen 18 und 27 Jahren.
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#18 Petra Weitzel dgtiAnonym
  • 10.09.2019, 13:21h
  • Die Kritiker des Strafmaßes haben einiges zu bedenken: Würde eine härtere Bestrafung vor dem BVerfG bestehen ? Für sexuellen Missbrauch durch einen Arzt gab es (VG Oldenburg) auch nur ein Jahr, leider. Die Gesetzgebung muss sich an vergleichbaren Normen orientieren. Spannender ist die Frage, was einem Arzt mehr weht tut, eine Bewährungsstrafe oder der vorübergehende oder dauerhaften Verlust der Approbation und/oder der Kassenzulastung. Das kommt faktisch einem Berufsverbot gleich und ist eine reale Gefahr für den Arzt. Die Approbation kann schon vor einem Urteil temporär entzogen werden. Das ist ein scharfes Schwert und bei einer vorliegenden Anzeige, können die Gerichte die Approbation entziehen.
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#19 Anonyma
  • 10.09.2019, 14:06h
  • Antwort auf #18 von Petra Weitzel dgti
  • "Für sexuellen Missbrauch durch einen Arzt gab es (VG Oldenburg) auch nur ein Jahr, leider."

    Was nichts an der Tatsache ändert, dass die Höchststrafe für eine solche Tat nach §174c StGB bei 5 Jahren liegt... (Und nebenbei: Es war das Landgericht Oldenburg, nicht das Verwaltungsgericht)

    "Die Gesetzgebung muss sich an vergleichbaren Normen orientieren."

    Was im vorliegenden Fall ganz offensichtlich nicht gegeben ist, denn die Höchststrafe bei "Sexuellem Mißbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses" liegt - wie bereits erwähnt - bei 5 - in Worten FÜNF - Jahren.

    Die Relativierung dieser völlig unangemessenen "Empfehlungen" der "Bundesstiftung Magnus Hirschfeld", die Du hier zu betreiben versuchst, ist einfach nur gruselig. Wie gesagt: vorauseilender Gerhorsam...
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#20 LorenProfil
#21 GerritAnonym
  • 10.09.2019, 15:45h
  • Antwort auf #13 von Petter
  • >>>>> Besser wäre es, das so zu verbieten und mit so hohen Strafen zu belegen, dass es gar keine Opfer mehr gibt und man deshalb auch keine Selbsthilfegruppen mehr braucht.

    Jetzt soll also der Steuerzahler auch noch dafür bezahlen, dass irgendwelche Fanatiker weiterhin Menschnversuche machen können. <<<<<

    Und nicht nur, dass der Steuerzahler für die Selbsthilfegruppen aufkommen soll, sondern auch für Infomaterial, dass vor der Gefährlichkeit dieser Psycho-Maßnahmen warnen soll. (Und dass die potentiellen Opfer eh nicht erreichen wird.)

    Deshalb kann ich mich nur anschließen:
    wenn man doch weiß, wie gefährlich das ist, sollte man es so rigoros verbieten, dass es einfach nicht mehr stattfindet. Dann braucht man auch keine Warnbroschüren und Selbsthilfegruppen mehr, wenn es das schlichtweg nicht mehr gibt.
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#22 gerritAnonym
  • 10.09.2019, 16:01h
  • Antwort auf #18 von Petra Weitzel dgti
  • 1. Wenn sexueller Missbrauch teilweise auch nur mit 1 Jahr bestraft wird, ist das kein Argument bei solchen Gehirnwäsche-Therapien auch nur 1 Jahr anzusetzen. Das sollte einen eher mal nachdenken lassen, ob nicht auch bei Sexualdelikten die Strafen viel zu gering sind.

    2. Wie oft wird wohl die Approbation oder Kassenzulassung entzogen werden? Zumal das ja kein Automatismus ist. Und wir alle kennen die deutsche Justiz, die dann gerne mal nur ermahnt.

    3 Da solche "Exorzismen" auch von Leuten durchgeführt werden, die weder Approbation noch Kassenzulassung haben und die das nur aus purem Hass gratis machen, um sich daran aufzugeilen, wirkt dieses Instrument nur teilweise.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#23 GerritAnonym
  • 10.09.2019, 16:04h
  • Antwort auf #12 von zundermxe
  • Ja, angesichts der Schwere der Taten ist das Strafmaß ein Witz. Und zwar ein schlechter Witz.

    Jetzt ist die SPD gefordert, endlich mal klare Kante zu zeigen und nicht schon wieder vor der Union einzuknicken. Jetzt muss die SPD zeigen, wie ernst es ihnen ist und auf ein höheres Strafmaß bestehen.

    Also nicht mal nett nachfragen und wenn die Union nein sagt, sich umdrehen und sagen "Okay, dann eben nicht." Sondern wirklich mal darauf bestehen.

    Wenigstens dieses eine mal, weil es hier um Menschenleben geht!!

    Wenn die SPD auch diesmal wieder den Bettvorleger der Union spielt, sind die endgültig für mich gestorben und dann haben sie auch das weitere Absacken in die Bedeutungslosigkeit verdient.
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#24 TheDadProfil
  • 10.09.2019, 22:42hHannover
  • Antwort auf #22 von gerrit
  • ""2. Wie oft wird wohl die Approbation oder Kassenzulassung entzogen werden? Zumal das ja kein Automatismus ist.""..

    In der Regel wahrscheinlich gar nicht, denn bei Haftstrafen bis zu einem Jahr wird kein Berufsverbot ausgesprochen..

    Beamte werden dabei nicht einmal aus dem Staatsdienst entlassen, weil solche Strafen ja "regelmäßig" zur Bewährung ausgesprochen werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 Homonklin44Profil
  • 11.09.2019, 03:26hTauroa Point
  • Finde ich schon enttäuschend, dass diese Kommission die Opfer solcher Versuche abwatscht und deren erlittenen Schaden so schon wieder zu relativieren sucht, praktisch gesehen noch den Tätern in diesen Fällen entgegen kommt, wenn die davon alle mit Bewährungsstrafen heraus gehen.
    als Opfer ist man dann lebenslang bestraft, aber ist ja nicht wichtig?

    Man kann sich schon fragen, mit welcher Distanzierung und Ugnoranz da wieder herangegangen wurde.

    Gedenkzeit hinter Gittern, die auch tatsächlich abgesessen werden muss, hätte da so Manchem gut getan. Geldstrafen in 6-stelliger Höhe wären empfindlich und könnten für gemeinnützige Verwendung herangezogen werden. Wenige 10 000 sind für viele der Positionen, die solchen Therapiemurks veranstalten, kein großer Verlust oder Ansporn zum Überdenken ihres Menschenbilds.

    Man hätte von einer Srtiftung, die sich für queere Schicksale verwendet, andere Ideen erwartet, darf aber nicht vergessen, dass wir in Deutschland leben. Auch der SPD-Gesetzentwurf enthält wieder Schlupflöcher für Anbieter von Konversionsbehandlungen, solange diese das privat unternehmen,

    Man fragt sich, ob dieses Entgegenkommen an die Täter eine Art Deutschländer Stockholm-Syndrom oder ewiges Bücken vor dem meist klerikal originierten Hintergrundrauschen ist.

    Nur richtig finde ich den Einbezug von Trans* und Intergeschlechtlichkeit in den Schutzauftrag, denn auch ein unsinniges Herumoperieren nach medizinästhetischen Gutdünken an Babies sollte nicht mehr möglich sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#26 stromboliProfil
  • 11.09.2019, 07:42hberlin
  • Antwort auf #7 von Anonyma
  • mehr noch: "Ebenso solle eine anonyme Beratungsstelle bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder beim Bundesfamilienministerium eingerichtet werden. Dort könnten sich dann Eltern, Vertreter der Heilberufe, Fachstellen und Verbände sowie in der Seelsorge Verantwortliche in den Religions- und Glaubensgemeinschaften melden..."
    hier werden vorsorglich schon die hintertürchen eingebaut durch die dann die mischpoke eilen wird.

    Über was will "beratungsstelle beraten?
    Über etwas grundsätzlich zu schützendes?
    Dazu braucht es keine beratungsstellen sondern klare gesetzliche vorstellungen!

    Sind die anonyme suchtabhängige ?
    Gestörte persönlichkeiten, denen es hilfe bedarf? Oder stehen wir vor einer gruppe von ihrer eigenschaft und deutungsmächtigkeit weiterhin überzeugten gesellschaftsgruppe, die sie ins reaktionär/ faschistische einordnen lässt.
    Was ist "junger erwachsener".. eine altersbegrenzung fürs manipulieren?
    So nach der devise: bis 21 dürfen die sich mal austoben...

    Meine befürchtungen bestätigen sich aufs schlimmste.
    Wir bestätigen denen auch noch deren heten- identität.
    Damit aber auch deren heilungsmissionen.
    Ab 21 darf dann umgepolt werden.
    Wen wundert da noch die alltägliche hassnummer gegen alles abweichende!

    "unsere" vertreter betreiben heute die politik der damals vor den 70zigern mit der politik und klerus mauschelnden.
    Widerwärtige pappnasen!
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