Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34451

Polen

Morddrohung gegen Kölner Bürgermeister beim CSD Kattowitz

Beim CSD in der polnischen Großstadt nahmen auch ein Bürgermeister und LGBTI-Aktivisten aus der deutschen Partnerstadt Köln teil. Dabei kam es offenbar zu wütenden Reaktionen von Gleichstellungsgegnern.


Bürgermeister Andreas Wolter (im roten Hemd) und die Kölner Delegation in Kattowitz (Bild: Facebook / Andreas Wolter)

Der offen schwule Kölner Bürgermeister Andreas Wolter (Grüne) hat nach einer Morddrohung wegen seines Auftritts beim CSD in der schlesischen Großstadt Kattowitz am Sonntag Anzeige bei der polnischen Kriminalpolizei erstattet. "Ich habe mich entschieden, das nicht auf sich beruhen zu lassen. Im übrigen ist es ziemlich starker Tobak. Das mache ich deshalb auch hiermit öffentlich", so Wolter auf Facebook. In der betreffenden Mail habe es geheißen: "Dafür wirst du mit deinem Leben bezahlen."

… und dafür wirst du mit deinem Leben bezahlen. Statt einem entspannten Vormittag habe ich dann heute die Zeit bei…

Gepostet von Andreas Wolter am Sonntag, 8. September 2019
Facebook / Andreas Wolter

Wolter hatte anlässlich der Pride-Demo in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) gemeinsam mit sechs Ehrenamtlichen die Kölner Partnerstadt Kattowitz besucht (queer.de berichtete). Damit habe man nach der Gewalt gegen den CSD im ostpolnischen Bialystok ein Zeichen setzen wollen, erklärte die Kölner Stadtverwaltung im Vorfeld in einer Pressemitteilung. In Kattowitz blieb es letztlich unter großem Polizeischutz trotz Gegendemonstranten friedlich (queer.de berichtete).

"Wir lassen uns nicht unterkriegen!"

In einem weiteren Facebook-Eintrag veröffentlichte Wolter ein Bild, das ihn mit dem Bürgermeister von Kattowitz zeigt. Ihn hätten außerdem viele Zuschriften von Kattowitzer Bürgern erreicht, die sich empört über Hassmails gegen seine Person gezeigt hätten. "Ich danke allen, die mir Mut gemacht haben und freue mich sie bald wieder in Katowice oder in Köln zu treffen. Weniger Hass, mehr Liebe!", so Wolter. Der Grünenpolitiker versprach: Wir lassen uns nicht unterkriegen!"

Today I have reached many dear messages in different ways. Officially, like here from the town hall by the city…

Gepostet von Andreas Wolter am Montag, 9. September 2019
Facebook / Andreas Wolter

Gegenwärtig machen die rechtspopulistische Regierung und die katholische Kirche in Polen vermehrt Stimmung gegen CSDs und LGBTI-Rechte. Hintergrund sind die Parlamentswahlen am 13. Oktober. Jaroslaw Kaczynski, der Chef der regierenden Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) und heimlicher Herrscher Polens, hat etwa offen erklärt, dass er Pride-Veranstaltungen am liebsten wieder verbieten würde (queer.de berichtete). Führende Kirchenvertreter leisten unterdessen mit Verweis auf die vermeintlich "kranke LGBT-Ideologie" indirekt Hilfe zur Wiederwahl der Rechtspopulisten. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 11.09.2019, 11:55h
  • Und die meinen wahrscheinlich auch noch, sie seien ach so gute Christen...

    Dabei sind sie in Wirklichkeit nur Verbrecher, die selbst vor Morddrohungen nicht zurückschrecken.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Alexander_FAnonym
  • 11.09.2019, 13:12h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Sind sie doch. Sie haben ihre Schwarte gründlich gelesen. Sieh selbst:

    Lev 18,22: Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.

    Lev 20,13: Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.

    1 Kor 6,910: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben.

    Röm 1,26f: Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

    1 Tim 1,10: Das Gesetz ist nicht für den Gerechten bestimmt, sondern für Gesetzlose und Ungehorsame, für Gottlose und Sünder, für Menschen ohne Glauben und Ehrfurcht, für solche, die Vater oder Mutter töten, für Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, für Leute, die lügen und Meineide schwören und all das tun, was gegen die gesunde Lehre verstößt.

    Dass, das, was sie sagen und tun, absolut abscheulich ist, steht auf einem anderen Blatte.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PetterAnonym
  • 11.09.2019, 16:26h
  • Antwort auf #2 von Alexander_F
  • Dann sollen sie aber auch so strikt dem Rest ihres Buchs folgen und

    - keine Schalentiere essen,
    - keine gemischtfasrigen Stoffe tragen,
    - kein Leder berühren,
    - ihre Haare und Bärte nicht schneiden,
    - nicht verschiedene Samen auf dem Feld austragen,
    - keinen Kontakt zu Frauen während ihrer Menstruation haben,
    - ihre Töchter in die Sklaverei verkaufen,
    - etc. etc. etc.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Alexander_FAnonym
  • 11.09.2019, 17:00h
  • Antwort auf #3 von Petter
  • Und Heuchler sind sie auch noch, was ebenfalls wenig überraschend ist.

    Natürlich könnte man die ganzen levitischen Gebote einhalten, das ist ja das, was die Schwarzkittel in New York und Jerusalem machen. Einfacher ist es aber immer noch, es mit diesem Tinnef ganz sein zu lassen.
    Es gibt keinen Gott, und daher auch keine richtigen oder falschen Christen, Juden oder Zoroastrier. Nur Deppen, die ihre imaginären Freunde zum Vorwand nehmen, um nicht im eigenen Namen Tinnef zu reden.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DramaQueen24Profil