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Superbia Credit Union

USA: Erste queere Bank geht 2020 an den Start

Wegen anhaltender Diskriminierung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten in den Vereinigten Staaten soll im kommenden Jahr eine queere Genossenschaftsbank eröffnen.


Die "Superbia Credit Union" will eine Art queere Volksbank werden

In den USA werden Kunden wohl bereits ab 2020 bei einer queeren Online-Bank ihre Geldgeschäfte verrichten können. Die Banken-Regulierungsbehörden des US-Bundesstaates Michigan haben laut "Bloomberg" bereits ihr vorläufiges Okay für den Start der Superbia Credit Union im kommenden Jahr gegeben (Credit Union bedeutet Genossenschaftsbank).

Bankengründer Myles Meyers begründet die Notwendigkeit einer queeren Bank mit der nach wie vor offensichtlichen Ungleichbehandlung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans Personen. "Ich kann in eine Bank gehen und einen Kredit oder ein Sparbuch beantragen – alles kein Problem. Aber wenn ich mit meinem Ehemann komme, kann man unterschiedliche Antworten kriegen", erklärte Meyers. Er höre auch immer wieder von Problemen von trans Personen, die erfolglos einen Kredit für ihre Geschlechtsanpassung beantragten oder denen eine Änderung ihres Vornamens verweigert werde. Gleichzeitig betonte Meyers, dass natürlich auch hetero- und cissexuelle Unterstützer der LGBTI-Community Konten bei der Superbia Credit Union eröffnen könnten.

Diskriminierung von LGBTI beim Zugang zu Kreditinstituten legal

Rein rechtlich dürfen Banken in den meisten US-Bundesstaaten sexuelle und geschlechtliche Minderheiten diskriminieren. In weniger als der Hälfte der Staaten gibt es Antidiskriminierungsgesetze, die LGBT beim Zugang zu Dienstleistungen schützen. Das führe laut Meyers dazu, dass queere Menschen im Durchschnitt geringere Chancen etwa auf Kredite hätten. Der Bankengründer berichtete davon, dass einer von vier Mitgliedern der LGBTI-Community bereits Diskriminierung in diesem Bereich erfahren habe. Und er verwies darauf, dass das gegenwärtige politische Klima in den Vereinigten Staaten eher darauf hindeute, dass sich die Lage noch verschärfen wird.

Dabei würden LGBT einen großen Markt ausmachen: Laut einer Studie von Witeck Communications habe die LGBT-Kaufkraft 2017 in den USA 987 Milliarden Dollar (897 Milliarden Euro) betragen. In einer Genossenschaftsbank, in der Kunden gleichzeitig Anteile am Institut besitzen, bleibe das Geld innerhalb der Community, argumentierte Meyers. (dk)



#1 FredericAnonym
#2 kommt_darauf_anAnonym
#3 Harmloser BoyAnonym
  • 13.09.2019, 03:05h
  • Ich bin auch kein Fan von Banken ...

    Aber imgrunde ist doch jeder Versuch, etwas für schwule Belange voranzubringen, etwas Gutes.
    Eben auch eine explizit schwule Bank.

    Und ich bin schwul, und ich bin sehr stolz auf meine schwule Identität!
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