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Kommentare zu:
Gregor Gysi rät SPD zum Koalitionsbruch – auch wegen LGBTI-Rechten


#1 Carsten ACAnonym
  • 15.09.2019, 12:46h
  • Man sollte zwar immer vorsichtig sein, wenn Politiker anderer Parteien einer Partei Ratschläge geben, aber in dem Fall muss ich Gregor Gysi recht geben.

    Schon die vorige Groko war ein großer Fehler, aber dann nochmal eine Groko einzugehen, obwohl man hoch und heilig versprochen hatte, das nicht zu tun, war der endgültige Untergang der SPD.

    Die Wähler erwarten, dass Politiker nach der Wahl das tun, was sie vorher gesagt haben. Ansonsten kann man keine Wahlentscheidung fällen und man kann das Wählen gleich sein lassen.

    Wenn die SPD es wenigstens geschafft hätte, in einer erneuten Groko viel aus ihrem Programm umzusetzen, hätte man ihr diesen Wortbruch der erneuten Groko vielleicht noch verziehen.

    Und da die Union damals nach Absage der FDP verzweifelt war, weil sie sonst eine Minderheitsregierung hätte starten müssen und auch noch kein Nachfolger für Merkel aufgebaut war, hätte die SPD auch die Chance dazu gehabt, richtig viel rauszuholen.

    Aber stattdessen hat die SPD wieder mal in 99% der Fälle klein beigegeben und sich zum wiederholten male von der Union vorführen lassen.

    Und das rächt sich dann eben.

    Wenn die SPD überhaupt noch eine Chance auf Regenerierung haben will, muss sie die Groko schnellstmöglich beenden. Denn mit jedem weiteren Tag verliert sie mehr Vertrauen. Und Vertrauen ist die Basiswährung der Demokratie und einmal zerstörtes Vertrauen ist (wenn überhaupt) nur sehr schwer und sehr langwierig wieder aufzubauen.

    Und die SPD muss endlich wieder eine sozialdemokratische Partei werden, was sie spätestens seit Gerhard Schröder, Wolfgang Clement und Peer Steinbrück nicht mehr ist. Denn eigentlich bräuchte Deutschland eine sozialdemokratische Partei, nur dass die SPD das eben längst nicht mehr ist.
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#2 TimonAnonym
  • 15.09.2019, 13:40h
  • Was Union und SPD so alles machen (oder auch nicht machen) ist schon schlimm genug.

    Was ich aber Union und SPD niemals verzeihen werde, ist, dass sie die AFD endgültig im Bundestag und in den Landtagen etabliert haben.

    Denn nach der Euro- und Griechenland-Krise war die AFD weg vom Fenster. Die lagen in allen Umfragen unter 5 Prozent. Aber Union und SPD haben sie dann mit ihren Grokos wieder richtig stark gemacht. Zum einen mit ihrer weitestgehenden Untätigkeit, weil sie nur mit sich selbst beschäftigt sind und zum anderen mit ihren immer neuen Wortbrüchen.

    Laut aktueller Umfragen wählt die Mehrheit der AFD-Wähler diese Partei nicht wegen ihrer Positionen, sondern nur als Protest wegen Frust über die anderen Parteien. Und wenn dann zB die SPD ständig das Gegenteil von dem tut, was sie versprochen hatte, ist das der beste Nährboden für Populisten.

    Denn das zeigt den Wählern: egal was wir machen, "die da oben" tun eh was sie wollen.

    Das hat die AFD stark gemacht und ihr geholfen, sich endgültig in den Parlamenten fest zu setzen.

    Und das werde ich (neben allen politischen Entscheidungen) Union und SPD niemals verzeihen. NIEMALS.
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#3 AnonymAnonym
  • 15.09.2019, 15:33h
  • Der Genosse Gysi. Enteignet, zwangsproletarisiert, zersetzt und verheiratet.

    Diese Hardcore-DDR-Bonzen sind genauso unglaubwürdig wie der Teil der Linken, der gerade - back to the roots - in Massen zur AfD überläuft.
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#4 TimonAnonym
  • 15.09.2019, 16:34h
  • Antwort auf #3 von Anonym
  • Wo, außer in Deiner Phantasie, laufen denn Linke zur AFD über?

    Es gibt, wie bei allen Parteien, Wählerwanderungen von und zur Linkspartei. Und ein Teil der Wähler, die beim letzten Mal die Linke gewählt haben und dies dieses Mal nicht getan haben, hat die AFD gewählt.

    Das sind aber keine Linken und vermutlich auch keine Rechten, sondern Enttäuschte, Frustrierte und Verzweifelte, die vorher aus Protest die Linken gewählt haben und jetzt aus Protest rechts wählen.

    Das ist alles schlimm genug und ein Stück weit auch Schuld der Parteien, die immer wieder ihre Versprechen brechen. Aber das heißt noch lange nicht, dass Linke in Scharen zur AFD abwandern. Denn das würden echte Linke nie tun.

    Und auch wenn ich kein Fan der Linkspartei bin, so muss soviel Ehrlichkeit und Fairness schon sein.
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#5 GerritAnonym
  • 15.09.2019, 17:01h
  • Antwort auf #1 von Carsten AC
  • >>>>> Und da die Union damals nach Absage der FDP verzweifelt war, weil sie sonst eine Minderheitsregierung hätte starten müssen und auch noch kein Nachfolger für Merkel aufgebaut war, hätte die SPD auch die Chance dazu gehabt, richtig viel rauszuholen. <<<<<

    Ja, dass die SPD sich da so leicht hat über den Tisch ziehen lassen, obwohl alle Trümpfe in ihrer Hand waren, war ein Kardinalsfehler, zeigt aber auch, wie unfähig die gesamte Führungsriege der SPD ist.

    Dass Merkel und die Union panische Angst vor einer Minderheitsregierung hatten (und immer noch haben) ist klar. Dann müssten sie für jedes einzelne Vorhaben genug Abgeordnete überzeugen, entsprechende Kompromisse eingehen, etc. So was wie die Schoßhündchen der SPD, die sich von der Union bereitwillig am Nasenring durch die Manege ziehen lassen und der Union brav für alles die Mehrheiten verschaffen, findet man so schnell nicht nochmal.

    Wenn es nach mir persönlich ginge, gäbe es nur Minderheitenregierungen, also ein Verbot von Koalitionen. Die Gründe:

    1. Wie gesagt müsste die regierende Partei dann für jedes ihrer Vorhaben immer wieder neu für jedes Vorhaben werben, eine Mehrheit im Parlament finden, Kompromisse eingehen, etc.

    Das wäre wahrhaft repräsentative Demokratie und würde den Wählerwillen und die Zusammensetzung des Parlaments viel stärker repräsentieren.

    2. Dann könnte man auch nicht einfach durchregieren und den Koalitionspartner (den es ja dann gar nicht mehr gäbe) immer nur mit Koalitionsdisziplin erpressen. (Was eigentlich eh ein Verstoß gegen Art. 3 GG ist, aber dennoch so gemacht wird.)

    3. Dann würde auch dieses Gemauschel bei Koalitionsverhandlungen aufhören und diese faulen Kompromisse in Koalitionsverträgen aufhören. So nach dem Motto "Ich geb' Dir das und dafür gibst Du mir das." Dann wäre auch der Koalitionspartner nicht gezwungen, einfach aus Koalitionsdisziplin etwas mitzutragen, was man gar nicht mittragen will. Sondern dann würde bei jedem Vorhaben das gesamte Parlament abstimmen, ohne dass man irgendwie gebunden wäre.

    4. Das würde auch die Opposition enorm aufwerten. Denn jetzt zieht die Regierung einfach ihr Ding durch und die Opposition kann nur beobachten und kritisieren, aber nicht selbst gestalten. Bei einer Minderheitsregierung wäre die Opposition viel stärker und jede einzelne Partei könnte Gesetzesvorhaben unterstützen, verhindern, Änderungen durchsetzen, etc.

    5. Dann wären selbst Parlamente mit vielen Parteien (wie z.B. in den Niederlanden, wo teilweise 10 und mehr Parteien im Parlament sitzen) kein Problem und Populisten könnten auch nicht die Koalitionsfindung erschweren. Denn dann bräuchte man keine Partei zu finden, wo man genug Übereinstimmung hat (was in Dreierkoalitionen noch schwieriger ist als in Zweierbündnissen), sondern man könnte bei jedem einzelnen Vorhaben andere Mehrheiten finden.

    Fazit:

    Einige gewichtige Vorteile...

    Und es gibt noch einige weitere Argumente für dieses System, was in anderen Staaten auch sehr gut funktioniert und auch in Deutschland schon funktioniert hat.

    Das wäre echte repräsentative Demokratie.
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#6 NutzerEhemaliges Profil
  • 16.09.2019, 09:39h
  • Politik - ach was wurde da schon alles gesagt und versprochen - und gebrochen. Ich gebe nicht viel auf die Politik zumal Politik entsteht im Volk und wenn ich so schaue das mit vielen Stimmen braune Parteien mehr und mehr an die Macht kommen dann ist Politik längst entgleist.

    Aber nun zu Herrn Gysi.

    Heute so und morgen anders. Genau so ist Politik. Zwar hat sich die Lage Andersdenkender verbessert aber schauen wir zurück zum EuGH der sagte das Deutschland schwerwiegend Grund und Menschenrecht verletzt hat. Niemand weder Ärzte Juristen Politiker mussten für diese Verfehlungen gegen Andersdenkende zur Verantwortung stehen. Nein sie stehen heute noch in Amt und Würden und treiben womöglich gegen andere Leute ihr absurdes Spiel.

    Wo ist da der Herr Gysi?

    Warum erstattet er gegen die Täter*innen von einst keine Anzeige? Nur Worte im Bundestag? Ach wie fein. Aber so ist Politik und so lieb und nett Herr Gsyi auch in Erscheinung tritt ich habe kein Vertrauen.

    Verstehbar?
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#7 Dont_talk_aboutProfil
  • 16.09.2019, 21:19hFrankfurt
  • Verantwortlich für die sehr späte Einführung der "Ehe für alle" in Deutschland war, dass linke Mehrheiten im Parlament nicht zu linken Regierungen führten, wie dies in anderen Ländern der Fall war.

    Man kann darüber streiten, wer es nun hauptsächlich verbockt hat, dass rot-rot-grün nicht zu Stande kam. Es ist aber doch völlig naiv anzunehmen, dass die Verhinderer nur in EINER der Parteien sitzen. Die Linkspartei hat sich halt in der Opposition bessere Wahlergebnisse versprochen und deshalb ihre Maximalforderungen gestellt.
    Ein sinnvolles Geschäftsmodell, aber eben auf Kosten der "Ehe für alle".

    Dass Gysi ausgerechnet hier so gefeiert wird für sein Verhindern, ist schon extrem seltsam.

    Seine aktuellen Ratschläge zur Groko sind zudem völlig unnützt. Durch die AfD ist für RRG sowieso keine Mehrheit mehr in Sicht und die GroKo ist absolut alternativlos. Nächste Legislatur wird es auch wieder eine GroKo geben, nur halt mit den Grünen statt der SPD.
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#8 Dont_talk_aboutProfil
  • 16.09.2019, 22:01hFrankfurt
  • Antwort auf #5 von Gerrit
  • Ich halte nichts von "wechselnden Mehrheiten". Jede Partei stimmt dann nur zu, wenn es populär ist und wenn nicht, lässt man die anderen vor.

    Zudem könnte man wohl kaum ausschließen, dass auch mal eine Mehrheit durch die AfD zustande kommt und diese dann praktisch mitregiert. Man kann ja einen Gesetzesbeschluss nicht wieder zurücknehmen, nur weil sich nach der Abstimmung herausstellt, dass es ohne die AfD-Stimmen doch nicht gereicht hätte (etwa weil sich die freien Abgeordneten der anderen Parteien doch anders verhalten haben).
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#9 TheDadProfil
  • 17.09.2019, 11:04hHannover
  • Antwort auf #7 von Dont_talk_about
  • ""Seine aktuellen Ratschläge zur Groko sind zudem völlig unnützt. Durch die AfD ist für RRG sowieso keine Mehrheit mehr in Sicht und die GroKo ist absolut alternativlos.""..

    Dazu würde ich dann gerne mal die passenden Rechenmodelle sehen..

    Denn RRG wird nicht durch die "AFD" verhindert, sondern derzeit durch die SPD, und vor allem durch die UNION, die sich immer noch anmaßt von einem "Regierungsauftrag" daher zu schwafeln, den sie angeblich durch das Wahlergebnis hätte..

    Demokratie ist aber eben nicht die "Herrschaft der Masse" wo dann die Partei, die die meisten Stimmen erhalten hat, automatisch die Regierung bildet, und die Kanzlerschaft übernimmt, sondern in der die Parteien die eine tragfähige Koalition schmieden können eine solche Regierung bilden..

    Gegen die UNION und die "AFD" ist damit jede Regierungsbildung möglich die das beherzigt..
    Ob die dann aus RRG, oder sogar aus RRG plus FDP besteht, oder sich als eine Minderheitsregierung bildet, ist dabei unerheblich..

    Auch eine Minderheitsregierung ist dann nicht davon abhängig ob sie gegenüber der "AFD" bestehen könnte, sondern davon, ob sich die anderen Parteien darin einig sind eine Regierung OHNE und vor allem GEGEN die "AFD" zu bilden, und diese nicht unter Beihilfe der "AFD" in den Ruin zu treiben..

    Völlig unabhängig von den Wahlergebnissen ist dann auch der "Wille" der SPD zu betrachten, an der Situation einer GroKo festzuhalten, denn wenn dieser "Wille" dann einst wieder in der Schublade verschwindet, und man den Willen zur Bildung einer Regierung ohne die UNION herausholt, dann sind auch andere Regierungsbildungen möglich..
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#10 TheDadProfil
  • 17.09.2019, 11:24hHannover
  • Antwort auf #8 von Dont_talk_about
  • ""Ich halte nichts von "wechselnden Mehrheiten". Jede Partei stimmt dann nur zu, wenn es populär ist und wenn nicht, lässt man die anderen vor.""..

    Das ist bestenfalls "politische Naivität"..

    Denn die Zustimmung von Abgeordneten* außerhalb der Parteien die die Minderheitsregierung bilden hängt NICHT davon ab, ob sie es gerade "populär" fänden zuzustimmen, sondern davon, ob der Gesetzentwurf der Gesellschaft insgesamt dient..

    Vor diesem Hintergrund betrachtet wäre nämlich das vom Bundesverkehrsministerium unter Dobrindt eingebrachte und in der Folge von den Europäischen Gerichten gestoppte "Maut-Gesetz" niemals durch das Parlament gegangen..
    Welches die SPD dann aus "Koalitions-Disziplin" unterstützt hat, dem sie aber in der Opposition niemals zugestimmt hätte, und das aus den gleichen Gründen die auch die Linken und die Grünen ins Feld geführt haben..

    Gesetzesvorschläge werden dann auch nicht NUR von der Regierung, respektive den Minister*innen eingebracht und beschlossen, sondern auch von einer Gruppe von Abgeordneten* heraus, zum Teil aus der Opposition, und vor allem über den Bundesrat eingebracht..

    Dann auf so genannte "wechselnde Mehrheiten" zu verzichten, egal ob es sich dabei um einen Gesetzesvorschlag einer Minderheitsregierung, einer Fraktionsübergreifenden Gruppe von Abgeordneten*, oder einer Oppositionspartei handelt, ist damit nichts weiter als die
    "Simulation von Demokratie",
    denn bei Licht betrachtet ist die fast ausschließliche Gesetzgebung allein durch die Regierung dann immer die
    "Herrschaft der Masse",
    was originär dazu führt Teile der Gesellschaft zu missachten, und dabei dann auch "abzuhängen"..

    ""Zudem könnte man wohl kaum ausschließen, dass auch mal eine Mehrheit durch die AfD zustande kommt und diese dann praktisch mitregiert.""..

    Das ist einfacher Unfug..
    Denn die "AFD" kann auch schon jetzt einem Gesetzesvorschlag der Regierung zustimmen..
    Daran DARF und kann sie Niemand hindern !

    Denn es ist die Aufgabe eines Parlamentes Gesetzes zu beraten und zu beschließen, und damit auch die Aufgabe der Abgeordneten* der "AFD"..

    Nun könnte man auf den Unfug verfallen, und Gesetzesvorschläge gleich so formulieren, daß sie unter keinen Umständen die Zustimmung der "AFD" erhielten..
    Dabei muß man sich dann aber die Frage stellen, ob das "demokratisches Handeln" wäre, und ob die Gesetze dann noch so ausgestaltet sind, daß die den Bürger*innen gerecht werden ?
    Das darf dann schon im Ansatz bezweifelt werden..
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#11 SoSoAnonym
  • 17.09.2019, 11:32h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • "Ob die dann aus RRG, oder sogar aus RRG plus FDP besteht, oder sich als eine Minderheitsregierung bildet, ist dabei unerheblich."

    RRG hat keine Mehrheit.
    Die Lindner-Truppe wird weder in eine solche Koalition eintreten noch eine Minderheitsregierung einer solchen Koalition supporten.
    Das dürfte doch wohl kaum jemand glauben.

    Bei Neuwahlen könnte die Sache anders aussehen, aber zur Zeit eher nicht:
    RRG --- 7+16+21=44 lt. Emnid > Reicht nicht!
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#12 SoSoAnonym
  • 17.09.2019, 11:45h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • "Denn die "AFD" kann auch schon jetzt einem Gesetzesvorschlag der Regierung zustimmen..
    Daran DARF und kann sie Niemand hindern "

    Das ist richtig.
    Die Frage ist nur wie verhält man sich als Einbringer einer Gesetzesvorlage, die nur unter Zuhilfenahme von AfD-Stimmen angenommen würde, weil sich in den Reihen der anderen (akzeptablen) Parteien für die Vorlage keine ausreichenden Mehrheit gefunden hat.
    Zurückziehen wenn sich schon in erster Lesung eine solche Konstellation andeutet?
    Eine Wahl nicht annehmen, wenn ein Amt ( z.B. die Wahl zum Bundeskanzler ) nur unter solchen Voraussetzungen erreicht wurde?
    Ich denke schon, dass dann die anderen Parteien respektive deren Gewählte in Verantwortung stehen, das nicht zuzulassen.
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#13 TheDadProfil
  • 17.09.2019, 12:32hHannover
  • Antwort auf #12 von SoSo
  • ""Die Frage ist nur wie verhält man sich als Einbringer einer Gesetzesvorlage, die nur unter Zuhilfenahme von AfD-Stimmen angenommen würde, weil sich in den Reihen der anderen (akzeptablen) Parteien für die Vorlage keine ausreichenden Mehrheit gefunden hat.""..

    Das ist beschrieben :

    ""Nun könnte man auf den Unfug verfallen, und Gesetzesvorschläge gleich so formulieren, daß sie unter keinen Umständen die Zustimmung der "AFD" erhielten..
    Dabei muß man sich dann aber die Frage stellen, ob das "demokratisches Handeln" wäre, und ob die Gesetze dann noch so ausgestaltet sind, daß die den Bürger*innen gerecht werden ?
    Das darf dann schon im Ansatz bezweifelt werden..""..

    Man muß sich hier der Tatsache stellen das die "AFD" Abgeordnete* im Bundestag in Fraktionsstärke entsendet hat..

    Sich jetzt in seiner eigenen Politik so zu verbiegen das eigene Gesetzesvorlagen auf gar keinen Fall die Zustimmung dieser Abgeordneten finden, ist garantiert keine Lösung..

    Deine Frage ist damit dann aber auch beantwortet, denn die Formulierung eines Gesetzesvorschlages z.B der UNION, welche dann NUR mit der Zustimmung der "AFD"-Fraktion Gesetz werden könnte, offenbart dann die politische Haltung dieser UNION, und entlarvt sie als Demokratie-Feinde..

    Mal davon abgesehen davon, daß "AFD" und UNION zusammen mindestens 51 Prozent der Stimmen des Bundestages auf sich vereinigen müßten, um einen solchen "Fall" zu ermöglichen..

    ""RRG hat keine Mehrheit.""..

    Ich finde es schwierig auf eine Utopie mit den derzeitigen Wahlergebnissen zu antworten..
    Heute herrscht eine andere Situation als noch 2013, als RRG noch eine satte Mehrheit von 20 Stimmen hatte..
    Wie das 2021 aussieht, oder vielleicht auch schon früher bei vorzeitigen Neuwahlen, das wird das Ergebnis der Wahl zeigen müssen..

    ""Die Lindner-Truppe wird weder in eine solche Koalition eintreten noch eine Minderheitsregierung einer solchen Koalition supporten.""..

    Das ist vermutlich so..
    Zeigt dann aber auch auf um welche politische Gruppierung es sich mit der FDP handelt..
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#14 Dont_talk_aboutProfil
  • 17.09.2019, 13:05hFrankfurt
  • Antwort auf #13 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Ein großer Teil der (früheren) Linksparteiwähler (vor allem im Osten) sind sog. "Protestwäher", die nun von der AfD eingefangen wurden. Diese Wähler fehlen dann für RRG. Gerade beim Thema Klimaschutz stehen diese Wähler auch gegen grüne Politik, so dass von einer Vision für RRG keine Rede sein kann. Außer die Linkspartei gibt diese Wähler vollends auf, aber dann entfernt man sich noch weiter von einer Mehrheit.

    Dass jetzt RRG+FDP vorgeschlagen wird, um die ach so schlimme Groko zu ersetzen, ist nur noch lachhaft.
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#15 SoSoAnonym
#16 TheDadProfil
  • 18.09.2019, 09:53hHannover
  • Antwort auf #14 von Dont_talk_about
  • ""Ein großer Teil der (früheren) Linksparteiwähler (vor allem im Osten) sind sog. "Protestwäher", die nun von der AfD eingefangen wurden.""..

    Das ist ein Gerücht welches irgendwelche Umfragen ergeben haben sollen..
    Denn so viel Wähler wie sie die "AFD" in Sachsen gewählt haben, hatte die Linke dort nie..

    Dagegen korrespondieren die Wahl-Ergebnisse der "AFD" erstaunlich mit den Verlusten der dortigen CDU..

    Ich finde es erstaunlich (oder bei einigen leuten dann halt auch nicht) das aus einem Umfrage-Ergebnis aus dem heraus hervorgeht das aus ALLEN anderen Parteien so genannte "Protest-Wählende" zur "AFD" gewandert sind, immer nur die Wählenden herausgepickt werden, die von der Linken abgewandert sind..

    Ich finde es darüber hinaus besorgniserregend daß diese Leute dann die Wählerwanderungen von der Linken zur "AFD" als "Ursache" anführen, während sie die Wählerwanderungen von der UNION und der SPD hin zur "AFD" dann selbst NICHT besorgniserregend finden, und mit keinem Wort erwähnen..

    Was man dann übrigens einfach Populismus nennt, ein Instrument welchem sich die "AFD" gerne bedient, um Sachen unter Weglassung von weiteren Informationen als "Fakten" in den Raum zu stellen..

    Und das ist einfach nicht hilfreich..

    ""Diese Wähler fehlen dann für RRG.""..

    Aha..
    Die anderen Wählenden die von der UNION, der SPD, den Grünen und der FDP zur "AFD" gewandert sind, fehlen dort dann also nicht ?

    Kleine Info..
    Es fehlen dann dort auch die Wählerstimmen, die an die anderen kleinen Splitterparteien gehen..
    Das wird nur nicht wahrgenommen..
    Und nicht ebenso als "Problem" identifiziert..
    Nun besteht Demokratie ja nicht aus nur 3 oder 4 Parteien..
    Daher muß man sich mit der Tatsache abfinden, daß es einen Teil Wählender gibt, die sich nicht mit den Ideen der vorgeblichen "Volksparteien" abfinden können, und deshalb andere Parteien wählen..
    Und so ganz nebenbei füllt dann die "AFD" auch diesen unsäglichen Begriff "Volkspartei" mit einem neuem Inhalt auf, der dann auch zum Begriff paßt..

    ""Gerade beim Thema Klimaschutz stehen diese Wähler auch gegen grüne Politik, so dass von einer Vision für RRG keine Rede sein kann.""..

    Du lenkst dann gerne mal ab..
    Was "Klimaschutz" wirklich ausmacht haben die meisten Wählenden noch nicht wirklich begriffen, wie man an ihrem "ökologischem Fußabdruck" erkennen kann, denn es bedarf mehr Anstrengungen als nur einmal die Woche im Bio-Markt einzukaufen und sich ein Smartphone zu leisten, welches sich auch mal per "Stromsparmodus" einfach abschaltet..

    Nee..
    Man rennt in den Elektronikmarkt, und kauft Kartonweise Glühlampen der alten Stromfresser, weil es die mit 100 Watt und mehr ja bald nicht mehr gibt, denn diese neuen LED's "sind ja nicht so schön"..
    Gewohnheiten verhindern Innovation..
    Die LED ist ein Erfindung die schon beinahe 100 Jahre alt ist..
    Elektro-Fahrräder gibt es seit 150 Jahren..
    Elektro-Autos seit 120 Jahren, und das erste Auto welches die 100 Km/h-Grenze geknckt hat, war ein Elektro-Auto..

    Aber man hat sich an die Spritfressenden Karren gewöhnt, und hält es für eine "Freiheit" die Möglichkeit zu besitzen 50 Kilometer am Stück fahren zu können, was man aber zu über 90 Prozent der Strecken die man pro Tag zurücklegt, gar nicht nutzt, denn die durchschnittliche Tagesstrecke ALLER PKW in der BRD beträgt weniger als 30 Kilometer..
    Aber ein E-Auto mit einer Reichweite von 100 KM kommt dafür natürlich nicht in Frage, denn der Einmal im Jahr auftretende Bedarf einer Urlaubsfahrt in die Eifel bestimmt den Kauf einer Spritschleuder..

    Ökologie ist nicht das Problem der Grünen, sie ist das Problem der Bevölkerung..
    Und wenn man die neuesten Forderungen der UNION nach "Erhöhung des Spritpreises wegen der CO²-Belastung" hört, eine sehr alte Forderung der Grünen aus dem Jahr 1984, als die einen Spritpreis von 5 MARK gefordert haben, dann wird einem Angst und Bange..

    ""Dass jetzt RRG+FDP vorgeschlagen wird, um die ach so schlimme Groko zu ersetzen, ist nur noch lachhaft.""..

    Äh ?
    Das ist keine Forderung die wirklich "neu" wäre, denn die stand schon nach der Wahl 2017 im Raum..
    Das wollte nur Niemand wahrnehmen..
    Und da die Wahlergebnisse nichts anderes zulassen werden, ist eine solche Regierungsbildung die EINZIGE Möglichkeit eine Bundesregierung OHNE die Union zu bilden..
    Damit wirst auch Du dich abfinden müssen..
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#17 Dont_talk_aboutProfil
  • 18.09.2019, 10:56hFrankfurt
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Schon richtig, dass RRG+FDP die einzige Möglichkeit ist, eine Koalition ohne die Union zu bilden.

    Da diese Koalition völliger Quatsch ist, schließe ich, dass ohne die Union in absehbarer Zeit keine Regierung zu bilden ist.

    Herr Gysi hätte man mal kritisch fragen können, warum RRG damals nicht geklappt hat. Das hätte unserer Community sehr geholfen. Und wenn dann immer nur die anderen Schuld waren, dann kann sich der Leser seinen Teil denken.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#18 SoSoAnonym
  • 18.09.2019, 11:04h
  • Antwort auf #16 von TheDad
  • Und da die Wahlergebnisse nichts anderes zulassen werden, ist eine solche Regierungsbildung die EINZIGE Möglichkeit eine Bundesregierung OHNE die Union zu bilden..
    Damit wirst auch Du dich abfinden müssen.."

    Dem ist so, aber leider wird es diese Koalition dank der FDP, bei denen einige Vertreter der AfD näher stehen als der Allgemeinheit bekannt und lieb ist, wohl niemals geben.
    Aber das hatten wir ja gestern schon...
    Ich warne ausdrücklich davor, die FDP in ihrer rechtslastigen Tradition zu unterschätzen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#19 Dont_talk_aboutProfil
#20 TheDadProfil
  • 19.09.2019, 10:31hHannover
  • Antwort auf #17 von Dont_talk_about
  • ""Da diese Koalition völliger Quatsch ist, schließe ich, dass ohne die Union in absehbarer Zeit keine Regierung zu bilden ist.""..

    Ich halte ja "Quatsch" für keinen Fakt der eine Argumentation stützen könnte..
    Vor allem dann nicht, wenn es darum geht Politische Möglichkeiten auszuloten, um eine andere gesellschaftlich wertvolle Politik zu ermöglichen..

    ""Herr Gysi hätte man mal kritisch fragen können, warum RRG damals nicht geklappt hat""..

    Äh ?
    Es handelt sich hier um ein Interview in dem Herr Gysi gefragt wurde..
    Also hätten dann doch die Fragenden fragen können ?

    Zumal das bekannt ist, warum und woran RRG 2013 gescheiter ist, und auch bekannt ist, woran Jamaika im Bund 2017 gescheiter ist..

    Ist Dir das etwa immer noch unbekannt ?

    Nachtrag :
    ""Aber man hat sich an die Spritfressenden Karren gewöhnt, und hält es für eine "Freiheit" die Möglichkeit zu besitzen 50 Kilometer am Stück fahren zu können""..

    An dieser Stelle muß es dann natürlich 500 Kilometer heißen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »

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