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USA

Mike Pence: Homosexualität ist "erlerntes Verhalten"

Der erzkonservative US-Vizepräsident steht wegen eines Auftrittes bei der Galaveranstaltung einer Hassgruppe und wegen alter Zitate erneut in der Kritik.


US-Vizepräsident Mike Pence gilt als so homophob, dass Präsident Trump sogar Scherze macht, dass Pence alle Homosexuellen töten wolle (Bild: Gage Skidmore / flickr)

US-Vizepräsident Mike Pence hat mit einem Auftritt bei der homophoben Gruppe "Concerned Women for America" (CWA) erneut seine Ablehnung von LGBTI-Rechten gezeigt. Der 60-jährige Republikaner war am Donnerstagabend Stargast bei einer Washingtoner Galaveranstaltung der Gruppe, die wegen ihrer homo- und transfeindlichen Rhetorik von der Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center als "Hate Group" (Hassgruppe) aufgeführt wird.

Die CWA organisiert insbesondere Boykotte gegen LGBTI-freundliche Unternehmen oder beschuldigt Firmen, Kinder zu sexualisieren – so behauptete die Gruppe etwa, dass Barbie Kinder schwul mache (queer.de berichtete). Die gegenwärtige CWA-Chefin Penny Nance behauptete zudem mehrfach, Homosexualität sei unnatürlich.

In seiner Rede bei der Gala ging Pence nicht direkt auf LGBTI-Rechte ein. Er erwähnte jedoch, dass die Trump-Regierung die "Religionsfreiheit für Ärzte und Krankenpfleger" schütze. Damit umschrieb er euphemistisch, dass Mitarbeiter im Gesundheitswesen vom Weißen Haus das Recht erhalten haben, aus religiösen Gründen Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Transpersonen offen zu diskriminieren (queer.de berichtete).

Twitter / VP | Auf Twitter bedankte sich Mike Pence bei der Hassgruppe CWA

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Pence: Homosexuelle suchen sich sexuelle Orientierung selbst aus

Zusätzlich zeigen neu aufgetauchte Zitate von Pence aus den Neunzigerjahren, wie offen homophob der Republikaner während seiner gesamten politischen Laufbahn war. Laut CNN erklärte der heutige Vizepräsident damals etwa, dass er es ablehne, Homosexuelle als Minderheit anzuerkennen, weil ihnen sonst laut der US-Verfassung Diskriminierungsschutz zustünde. Anders als Afro-Amerikaner, die sich ihre Hautfarbe nicht aussuchen könnten, würden sich Homosexuelle aus freien Stücken dafür entscheiden, homosexuell zu sein – "es ist höchstens erlerntes Verhalten", behauptete Pence damals.

Bereits seit Jahren ist bekannt, dass Pence beim Kongresswahlkampf 2000 für die "Heilung" von Homosexuellen geworben hatte, obwohl er dies heute als Vizepräsident dementiert. Als Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses und später als Gouverneur von Indiana setzte er sich dafür ein, die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten einzuschränken. So trieb Pence als Landeschef das Gesetz "zur Wiederherstellung der Religionsfreiheit" voran, dessen einziges Ziel es war, die religiös begründete Diskriminierung im Bereich sexueller und geschlechtlicher Minderheiten zu erlauben (queer.de berichtete).

Pence hatte in den letzten Monaten versucht, sein homophobes Image ein wenig zu relativieren. Ein Sprecher erklärte etwa kürzlich nach einem Irland-Besuch von Pence, der Vizepräsident könne gar nicht homophob sein, weil er sich mit dem schwulen Premierminister Leo Varadkar und dessen Lebenspartner getroffen habe (queer.de berichtete). (dk)



#1 AFD-WatchAnonym
  • 16.09.2019, 18:05h
  • "Damit umschrieb er euphemistisch, dass Mitarbeiter im Gesundheitswesen vom Weißen Haus das Recht erhalten haben, aus religiösen Gründen Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Transpersonen offen zu diskriminieren"

    Na, dann gönnen wir ihm mal, dass ihm nach einem Unfall die Behandlung verweigert wird, weil der Arzt aus religiösen Gründen keine Arschlöcher behandeln darf.
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#2 djf19Anonym
  • 16.09.2019, 18:19h
  • Selbst wenn es sich jemand aussucht homosexuell zu leben , darf er das, denn Homosexualität ist legal und er darf seine ausgesuchte Homosexualität auch in Freiheit ohne diskriminiert zu werden und ohne stigmatisiert zu werden ausleben.

    Aber Nein .Homosexualität ist nicht anerzogen oder
    erlernt:

    t1p.de/zyzk

    t1p.de/cycw
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#3 marbellaAnonym
  • 16.09.2019, 18:32h
  • also für mich war homosexualität kein erlerntes Verhalten, da mich schon vor der Pupertät die Genitalien des anderen Geschlechtes abgestoßen haben. im Gegenzug waren die Geschlechtsmerkmale des gleichen Geschlechtes extrem faszinierend für mich. Auch war ich lange schon vor der Einschulung in meinem Verhalten eher so wie vom gegenteiligen Geschlecht, was mein Vater mit erfolglosen Umerziehungsmaßnahmen zu korrigieren versuchte.
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#4 wrap7Profil
  • 16.09.2019, 19:10hFrankfurt
  • Geschenkt.
    Angenommen es ist erlerntes Verhalten.
    Angenommen es ist erlernt dass Linkshänder Linkshänder sind.

    Und?
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#5 erlerntAnonym
  • 16.09.2019, 21:45h
  • Vielleicht ist eher das Republikanertum erlernt, bzw. die ewige Diffamierung gegenüber LSBTTIQ!

    ©BuntesUndSchönes
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#6 NutzerEhemaliges Profil
  • 16.09.2019, 22:26h
  • Ich halte nichts von dem was Politiker*innen von sich geben. Oft (so meine Meinung) ist es reine Show.

    Natürlich kann man jetzt lang und länger über diese Aüßerungen diskutieren und käme nie wirklich auf einen grünen Zweig. Was die Welt bräuchte wäre schlicht eine humane Politik. Ob es die wirklich gibt bzw. jemals geben wird halte ich für ein Traum.
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#7 AnonymAnonym
#8 TimonAnonym
  • 17.09.2019, 09:58h
  • Man braucht gar nicht erst die Wissenschaft zu konsultieren, um zu erkennen, dass das Blödsinn ist, sondern das sagt einem der gesunde Menschenverstand:

    Wie sollte es dann zu Zeiten, wo Homosexualität absolut tabuisiert war, "erlernte" Homosexualität gegeben haben?!

    Aber mit Fakten, Logik und Wissenschaft haben solche Leute es nicht.
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#9 SarkastikerAnonym
#10 TomDarkProfil
  • 17.09.2019, 10:51hHamburg
  • Natürlich weiß er, dass es falsch ist, was er behauptet.

    Er ist einfach nur ein gefühlskalter, verlogener Opportunist, dem es nur um seinen Posten geht.

    Würde der Wind sich drehen und sein Ansehen davon abhängen, würde er wieder anders argumentieren.
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