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Reeperbahn Festival

Homophober Songtext: Protest gegen Auftritt von Deutschrapper Bausa

Bei einem Clubfestival in St. Pauli soll mit Bausa ausgerechnet ein Künstler auftreten, der sein Geld auch mit homophoben und sexistischen Inhalten verdient.


Das Video zum Song "Vagabund" enthält viele sexistische Sequenzen (Bild: Warner Music)

Nach dem Ausfall der englischen Rock-Band Foals wurde der Rapper Bausa kurzfristig als einer der Headliner für das derzeit laufende Reeperbahn Festival in Hamburg-St. Pauli gebucht. Dies führt zu scharfer Kritik von den Organisatoren des CSD in Hamburg, weil der Musiker aus dem schwäbischen Bietigheim-Bissingen auch frauenverachtende und homophobe Inhalte verbreitet.

In einem Lied prahlt der 30-Jährige etwa, dass seine Männlichkeit weibliche Homosexuelle zu Heterosexuellen bekehren könne: "Ich lass' keine Hurentochter ungefickt / alle wollen meinen Dick / sogar Lesben werden umgedreht." Kritisiert werden auch sexistische Inhalte in Videos. In "Vagabund" inszeniere er beispielsweise mit geschultertem Gewehr Frauen als Objekte sexueller Fantasien, so die CSD-Organisatoren.

"Es gibt nicht nur ein bisschen Homophobie"

"Es gilt die Freiheit der Kunst. Aber wer seine Kunst für sexistische oder homophobe Botschaften nutzt, missbraucht diese Freiheit – und seien es nur drei Zeilen in einem Song-Ausschnitt", erklärte Stefan Mielchen, der Chef des Hamburger CSD-Vereins. "Es gibt nicht nur ein bisschen Homophobie oder ein bisschen Sexismus. Wer so textet, offenbart eine Haltung, die nicht akzeptabel ist." Die Festivalleitung forderte Mielchen auf, "klare Kante zeigen" und deutlich machen, dass Homophobie und Sexismus in der Rainbow City Hamburg keinen Platz hätten, "schon gar nicht auf einer derart prominenten und breit vermarkteten Veranstaltung".

Cosmo, das internationale und interkulturelle Hörfunkprogramm von WDR, Radio Bremen und RBB, hatte Bausa im Juli von seiner Playlist genommen. "Das Reeperbahn Festival hingegen rollt ihm den Teppich aus", kritisierte Mielchen. "Lesbenfeindlichkeit und Frauenverachtung kehrt man offenbar lieber darunter, um es sich mit Warner Music nicht zu verscherzen."

Das Reeperbahn Festival wird seit 2006 veranstaltet und bietet über 900 Einzelveranstaltungen in vier Tagen. Es wird vom Bundessstaatsministerium für Kultur und Medien unterstüzt. Bausa soll am Freitagabend um 23.15 Uhr auf der Bühne des Docks in Hamburg auftreten. (dk)



#1 TechnikerAnonym
  • 20.09.2019, 11:19h
  • Herrlich!

    Der "Künstler" lacht sich in seine Wichsgriffel... Kostenlose Werbung und jede Menge Aufregung wegen eines blöden Machospruchs.

    Derlei Geschmacklosigkeiten gehören bei "Rappern" zum schlechten Ton... Der notorische "Arschficksong" von Sido und Bushido ist da ja wohl nur prominentestes Negativbeispiel...

    Ich warte auf geballte Hetero-Empörung, wenn ein schwuler Rapper dereinst sowas in der Art reimt:

    'Wenn ich den Kerls die Schwänze lutsche werden sie verrückt, so gut hat die noch nie 'ne Frau gekickt.'

    Das törnt die Kerle ganz besonders an
    und dann woll'n sie's nur noch mit 'nem Mann.'

    Hach - wenn sich der Verband Christlicher Landfrauen über derart albernes Gepose ernsthaft so aufregte, wie es hier ein paar Bewegungsschwestern wegen eines Mackerspruchs tun, wäre der Lacherfolg gewiß...
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#2 NutzerEhemaliges Profil
  • 20.09.2019, 12:11h
  • Jetzt mal ernsthaft...

    Ein Typ Sonnenbrille Pump Gun eine womöglich Frau über der Schulter den Hintern entgegen gestreckt.

    Ich würde sowas als schlechte Lachnummer bezeichnen.Also mal ganz persönlich gesagt ich habe Gegner die mir doch etwas gefährlicher erscheinen und was die so verbal (mit und ohne Gesang) von sich geben ist wahrlich etwas gefährlicher als so ein Möchtegern Künstler nebst entgleiste Gesangestexte.

    Natürlich mag es Songs geben deren Inhalt stark zu bezweifeln sein darf aber wohl sind die meisten Künstler*innen die auf der Schiene laufen selbst etwas entgleist wollen auf strake MAnn machen um so ins Rampenlicht zu kommen. Armseelig würde ich das eher bezeichnen.
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#3 alter schwedeAnonym
  • 20.09.2019, 13:15h
  • Früher sind solche Typen immer Opel Manta gefahren und waren in Friseusen verliebt.

    Heutzutage beutzen Friseusen seinen Dick vermutlich höchstens nur noch als Pürierstab für Heidelbeersmoothies und stellen ihn nach Gebrauch zurück in den Küchenschrank.

    Das dürfte der tiefer liegende Grund für seine künstlerischen Gehversuche sein.
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#4 AFD-WatchAnonym
#5 Ralph
  • 20.09.2019, 15:17h
  • Mir genügt schon die Zeile "Ich lass keine Hurentochter ungefickt", um beurteilen zu können, dass der Typ kein Künstler ist, sondern ein ... (Wort von mir selbst zensiert)..., der sich daran aufgeilt, die eigenen menschenverachtenden Phantasien herauszubrüllen. Dass solche Ekelpakete in unserm Land auftreten dürfen, hat nichts mit Kunstfreiheit zu tun, sondern mit mangelndem Rückgrat des Staates. Dazu passt das gestrige Urteil des Landgerichts Berlin, das ähnliche Schmutzbekübelung gegen Frau Künast zum Ausdruck der Meinungsfreiheit geadelt hat. Die Obrigkeit heuchelt Empörung über die Verrohung der Sprache - und tut nichts dagegen.
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#6 qwertzuiopüAnonym
  • 21.09.2019, 14:20h
  • gottchen. irgendwie muss man wohl sein gangsterimage aufpolieren, wenn man hiphop macht, aber leider nunmal aus bietigheim-bissingen kommt.
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