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Deutsche Aidshilfe zufrieden

Bilanz nach einem Jahr: 30.000 HIV-Selbsttests verkauft

Ein Jahr nach ihrer Einführung wurden HIV-Heimtests positiv von den Verbrauchern angenommen.


Zehntausende HIV-Heimtests sind inzwischen verkauft worden: Sie enthalten eine Nadel, mit der man sich in den Finger piekst. Dann wird das Blut sofort getestet (Bild: Ratiopharm Deutschland)

  • 23. September 2019, 13:19h, noch kein Kommentar

Die Deutsche Aidshilfe wertet die Legalisierung des Verkaufs von HIV-Selbsttests in Deutschland als Erfolg. "Grob geschätzt sind in diesem Zeitraum etwa 30.000 Selbsttests gemacht worden", sagte DAH-Sprecher Holger Wicht gegenüber der Deutschen Presseagentur. "Das ist eine wirklich gute Nachricht."

Die Selbsttests sind seit letztem Herbst in Apotheken, Drogeriemärkten und im Onlinehandel erhältlich. Damit soll es Menschen erleichtert werden, sich auf HIV zu testen, die sich nicht trauen oder für die es nicht praktikabel ist, beim Hausarzt, der Aidshilfe oder im Gesundheitsamt nach einem Test zu fragen.

Wicht erklärte, die Test böten eine Erleichterung für alle Menschen, die sich unsicher sind, ob sie HIV-positiv sind. Sie könnten beweisen, ob die Sorgen unberechtigt waren, oder dabei helfen, möglichst früh etwas gegen die Infektion zu unternehmen und somit den Ausbruch von Aids zu verhindern. "Wer aus Angst zu lange abwartet, macht die Dinge so schwierig wie befürchtet", so Wicht. Positive könnten mit der Immunschwächekrankheit inzwischen sehr gut leben, wenn die Infektion früh behandelt werde: "Zwölf Wochen nach der letzten möglichen Übertragung kann der Test eine HIV-Infektion zuverlässig ausschließen."

Kostenpunkt: 20 bis 30 Euro

Der Test kostet in der Regel zwischen 20 und 30 Euro. In dem Kit ist eine Nadel enthalten, mit der man sich in den Finger stechen muss. Diesen Blutstropfen gibt man dann in ein Röhrchen oder ein Schälchen und füllt eine Flüssigkeit hinzu. Nach einer viertel bis zu einer halben Stunde kann man dann das Ergebnis ablesen.

Der Eigentest war noch vor ein paar Jahren auch unter Aids-Aktivisten umstritten. Die Aidshilfe warnte etwa davor, dass es besser sei, bei einer positiven Diagnose einen Ansprechpartner zu haben als damit im stillen Kämmerchen klarzukommen (queer.de berichtete). Inzwischen haben sich aber nach positiven Erfahrungen aus dem Ausland diese Bedenken zerstreut und es wird als durchweg erstrebenswert angesehen, wenn sich möglichst viele Menschen bei Unsicherheit über ihren Status testen oder testen lassen. (dk)

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