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Kommentare zu:
Europride 2022 in Belgrad


#1 PetterAnonym
  • 23.09.2019, 15:52h
  • Also da würde ich aber den Europride lieber in Dublin oder Barcelona sehen.

    1. So was bring viel Geld. Das sollen dann lieber Staaten verdienen, wo wir gleichgestellt sind.

    2. Ich würde mich auch in einem Staat wohler fühlen, wo ich willkommen bin und nicht von einem Polizeiaufgebot vor dem homophoben Mob geschützt werden muss, der in Serbien immer noch sehr stark ist.
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#2 FilipProfil
  • 23.09.2019, 16:40hHamburg
  • Antwort auf #1 von Petter
  • So siehst Du das?

    CSD und damit auch der Europride sind aber immer noch auch eine Demonstration für grundlegende Menschenrechte. Und alle ausländischen Teilnehmer können dann ihre Solidarität und Geschlossenheit auch zeigen. Es geht nicht zwingend um Party.

    Zudem sich ja Belgrad auch darum bemüht hat.

    Und vielleicht sehen viele Menschen und Unternehmen vor Ort auch den Gewinn, den solch eine Veranstaltung bringt? Und das schafft auch Toleranz, wenn nicht sogar Akzeptanz.

    In Spanien und Irland war die Akzeptanz früher auch nicht groß.

    In Belgrad kann man in kürzerer Zeit vielleicht einiges erreichen.

    (Und vielleicht zeigen die Fotos der kommenden Prides dort mehr als eine Queer?)
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#3 michael008
  • 23.09.2019, 16:48h
  • Antwort auf #2 von Filip
  • "In Belgrad kann man in kürzerer Zeit vielleicht einiges erreichen"

    Eben, so seh ich das auch.
    Ich glaube gerne ,dass ein Europride in Spanien wesentlich mehr Sicherheitsgefühl vermitteln würde, aber wie Du schon sagst.
    Es ist immer eine Demonstration für UNSERE Rechte in aller Welt.
    Und demonstrieren sollte man da besonders wo es eben nötig ist.
    Es ist eine echte Chance für unser serbischen Brüder und Schwestern --Non Binary selbstverständlich eingeschlossen.
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#4 Sabelmann
  • 23.09.2019, 16:49h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Ich finde es wichtiger dass er in Staaten statt findet, wo unsere Brüder und Schwestern Unterstützung brauchen! Hätten unsere Vorkämpfer immer gedacht, dass sie sich bei irgendwas unwohl fühlen würden wir heute den Pride WIRKLICH brauchen!
    In Dublin,Barcelona usw. kann man jedes Jahr unbeschwert Hullygully machen!Das ist auch gut so,aber der Protestgedanke(Grund) tritt hier immer mehr in den Hintergrund!
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#5 FilipProfil
#6 PetterAnonym
  • 23.09.2019, 18:49h
  • Antwort auf #2 von Filip
  • Wo habe ich denn geschrieben, dass es mir um Party geht?

    Es geht mir darum, dass (1.) nicht irgendwelche Homohasser auch noch an uns verdienen und (2.) um die Sicherheit der Teilnehmer.

    Dennoch habt Ihr mich überzeugt, dass die Solidarität zu den LGBTI in Serbien und das Setzen eines Zeichens dort wichtiger ist. Ich frage mich zwar, ob man das nicht auch hätte erreichen können, wenn man einfach dort zu den regulären CSDs geht und sie stärker macht. Aber vielleicht ist der Europride auch ein gutes und wichtiges Zeichen.
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#7 FilipProfil
  • 23.09.2019, 19:50hHamburg
  • Antwort auf #6 von Petter
  • Das mit der Party bezog sich eigentlich nicht auf deinen Text, sondern war als Ergänzung zu verstehen.

    Andererseits finde ich natürlich schon, dass man beim Pride auch seine sexuelle Identität "feiern" kann und darf, also auch Party. Die Demonstration sollte sich von anderen unterscheiden.
    Aber es geht halt auch um politische Forderungen.

    Aber du hast dich ja (finde ich gut) überzeugen lassen.

    Belgrad liegt in Europa, nicht in Ägypten oder Russland. Deine Sicherheitsbedenken finde ich jetzt übertrieben. Das Land besteht mit Sicherheit nicht nur aus Homohassern. Und in Bezug, in welche Länder die Kohle trotz LGBT-feindlichen Gesetzen fließt, sollte sich die queere Community mehr mit ihren eigenen Urlaubswünschen und Einstellungen hierzu befassen. Europäische Länder (außer Russland) meine ich damit nicht.
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#8 PatroklosEhemaliges Profil
  • 23.09.2019, 22:10h
  • Dublin und Barcelona wären als Austragungsort die beste Wahl gewesen, aber Belgrad? Befremdlich ist das!
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#9 PräferenzenAnonym
  • 24.09.2019, 09:46h
  • Ich selbst wäre lieber nach Dublin oder nach Barcelona gefahren. Dort fühle ich mich willkommen, sicher und voll akzeptiert.

    Aber vielleicht ist gerade deshalb Belgrad die bessere Wahl. Denn Prides sind auch immer Protest.

    Ich hoffe auf zahlreiche Teilnehmer auf vielen Staaten, so dass die Serben sehen, dass wir gar nicht so anders sind und wie vielfältig wir sind. Und dass sie auch sehen, dass sich Akzeptanz alleine schon aus wirtschaftlichen Gründen lohnt.
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#10 TheDadProfil
#11 Harmloser BoyAnonym
  • 24.09.2019, 19:58h
  • Serbien ist ein Land, das heutzutage leider oft unterschätzt wird, auch auf der EU-Ebene! Verwunderlich ist, dass die Aufnahme Serbiens in die EU nicht stärker forciert wird! Serbien ist seit Jahren auch gut geeignet als EU-Land!

    Vielleicht "spukt" bei manchen immer noch Milosevic in der Wahrnehmung Serbiens herum. Die Milosevic-Diktatur ist aber mehr als 15 Jahre vorbei!

    Statt dessen hat Serbien in der Gegenwart Qualitatives als Demokratie und als freiheitliches Land!
    Seit 2006 hat Serbien Schutzalter 14.
    Seit 2009 gibt es in Serbien ein Antidiskriminierungsgesetz.
    Seit 2017 ist die Ministerpräsidentschaft von Serbien bekennend gleichgeschlechtlich.
    Und seit Jahren gibt es in Belgrad grosse CSDs - wenn auch leider zum Teil von
    Störern angegriffen. Aber man sollte sich nicht die Wahrnehmung eines ganzen Landes von ein paar rechtsextremen Idioten verdunkeln lassen!

    Klar ist Serbien nicht perfekt. Z.B. fehlt leider die Ehe in Serbien. Da müsste Serbien ganz klar noch aufholen!

    Aber eine EU-taugliche Demokratie ist Serbien heutzutage! Serbien ist in Wahrheit auch bei den schwulen Bürgerrechten qualitativer als so manches EU-Land!

    Und Milosevic ist lange tot.

    Ein EU-Beitritt Serbiens sollte echt konkreter betrieben werden!
    Es gibt seit Langem keinen Grund mehr, die EU-Aufnahme Serbiens hinauszuzögern! Serbien ist seit Jahren EU-geeignet!

    ... Und ich bin schwul, und ich bin sehr stolz auf meine schwule Identität!
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