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München

LGBTI-Aktivistin Rita Braaz: Linkspartei statt Rosa Liste

Bislang war Rita Braaz das weibliche Gesicht der LGBTI-Wählerinitiative Rosa Liste. Jetzt hat sie eine neue politische Heimat gefunden.


Rita Braaz (li.) neben der Linken-Bundestagsabgeordneten Nicole Gohlke (Bild: Facebook / Rita Braaz)

Die LGBTI-Aktivistin und Kommunalpolitikerin Rita Braaz wird bei der Kommunalwahl in München am 15. März 2020 auf der Liste der Linken antreten – und nicht wie bislang für die Rosa Liste. Seit Jahren war Braaz neben Thomas Niederbühl das bekannteste Gesicht für die LGBTI-Wählervereinigung, die bei der letzten Kommunalwahl in der bayerischen Landeshauptstadt 1,9 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Das Ergebnis reichte für ein Mandat für Niederbühl, während Braaz als Listenzweite leer ausgegangen war.

Braaz wurde bei der Versammlung des Münchner Kreisverbands der Linken mit 93 von 105 abgegebenen Stimmen auf Platz fünf der Linken-Liste für den Stadtrat gewählt. Damit sie einziehen kann, müsste die Linke ihr letztes Ergebnis von 2014 mehr als verdoppeln – damals hatten 2,4 Prozent der Wählerstimmen nur für zwei Mandate gereicht. Die Linken schauen daher lieber auf das Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2017, als es die Partei in München auf 8,1 Prozent schaffte.

Jetzt ist es amtlich. Einige von Euch haben es vielleicht geahnt. Bei der Aufstellungsversammlung für die Kommunalwahl…

Gepostet von Rita Braaz am Samstag, 21. September 2019
Facebook / Rita Braaz

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Die parteilose Kommunalpolitikerin, die früher auch Sprecherin des CSD München und Leiterin der Lesbenberatungsstelle LeTRa war, hatte bereits seit längerem Thomas Lechner unterstützt, der als Parteiloser im Juni zum Oberbürgermeisterkandidat der Linken erkoren worden war. Der offen schwule Quereinsteiger aus Österreich hatte in München unter anderem queere Partys organisiert. Er wurde am Samstag ebenfalls auf die Stadtratsliste gewählt – auf Platz vier.

Facebook / DIE LINKE. München | Der parteilose Thomas Lechner tritt für Die Linke als OB-Kandidat an

Rosa-Liste-Chef Thomas Niederbühl äußerte gegenüber der "Abendzeitung" die Vermutung, dass es ihm Braaz möglicherweise übel genommen hatte, dass er sich bei der Wahl 2014 gegen eine Listenverbindung mit den Grünen entschieden habe. Hätte es diese Wahlverbindung gegeben, wäre Braaz dank der Reststimmen der Grünen möglicherweise ebenfalls in den Stadtrat eingezogen. Braaz hingegen erklärte schlicht, dass ihr "Herz eigentlich schon immer links" geschlagen habe. (dk)



#1 Ralph
  • 23.09.2019, 19:35h
  • Ich zweifle am Verstand von Leuten, die sich von einer Partei auf wenig aussichtsreiche Plätze setzen lassen, um schwule und lesbische Stimmen von der Rosa Liste abzuziehen auf die Sicherheit hin, dass sie selbst nicht in den Stadtrat kommen, und auf die Gefahr hin, die Rosa Liste aus dem Stadtrat zu werfen.
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#2 BockbeinAnonym
  • 23.09.2019, 19:48h
  • Die "Rosa Liste" ist schon seit Jahrzehnten ein Thomas-Niederbühl-Wählerverein. Niemand sonst hat dort wirklich eine Chance, in den Münchner Stadtrat gewählt zu werden. Man bekommt einen Sitz und auf dem sitzt halt immer derselbe.
    Wer da nicht immer nur zuschauen will, muss sich halt was anderes einfallen lassen. Durchaus verständlich!
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