Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=34554
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Urteil: Britischer Transmann nicht als Vater seines Kindes anerkannt


#11 StussAnonym
  • 26.09.2019, 15:29h
  • Antwort auf #2 von Anonym
  • Dass Sie anonym bleiben wollen, kann ich gut verstehen bei dem, was Sie schreiben. Aber mutig wäre es, sich zu dem zu bekennen, was Sie geschrieben haben.

    Außer Mutter und Vater gibt es eben noch weitere Konstellationen. Das ist nichts Neues.
    Jegliche Kritik können Sie höchstens an die Natur richten und sie darum bitten, möglichst schablonenartige Menschen entstehen zu lassen, so dass Sie sich in Ihrer phantasierten Welt wohl fühlen können.
    Dass das aber nicht der Realität entspricht, das wissen Sie.

    Insofern bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig als mit den Menschen klar zu kommen, die es auf unserer Erde nun mal gibt und diese sind vielfältig. Vielfältig auch in Bezug auf Gebärfähigkeit, die sich manche Trans* erhalten haben, was völlig legitim und berechtigt ist.

    Over and out.

    BuntesUndSchönes
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#12 Homonklin44Profil
#13 Homonklin44Profil
  • 26.09.2019, 17:57hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Frage
  • Simpel:

    samenzelle = Vater
    Eizelle = Mutter

    Das ist für die Gesetzgeber das Einfachste.

    Interessant wird es, wenn man die Gene mehrerer Menschen da drin unterbringt, oder so etwas wie eine Hybridkeimzelle nimmt, die Beides bereits vereint hat. Also bei bisher erst im Laborversuch untersuchten Methoden, aus Stammzellen Keimzellen wachsen zu lassen. Da könnte man dann auch die Genetik von 2 Männern nehmen, und nur die Mitochondrien einer Frau, oder Material von 2 Frauen - damit wäre das etwas einfacher. Oder von mehr als 2 Menschen, es müssen nicht zwingend ewig 2 genetische Elternteile bleiben.

    Erziehungsberechtigte bzw. Eltternteile eintragen geht in vielen Formalien problemlos. Warum da der britische Richter stur blieb, keine Ahnung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#14 JadugharProfil
  • 26.09.2019, 19:45hHamburg
  • Antwort auf #6 von Dominik
  • Ich hatte vor mehr als zehn Jahren dieses in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung gelesen. Welche es war, weiß ich nicht mehr und genaue Details habe ich auch vergessen!
    Woran ich mich erinnere, daß Männer biologisch die Funktion einer Schwangerschaft erfüllen können, wenn man entsprechende weibliche Hormogaben verabreicht! Obendrein waren Versuche an Affen unternommen worden, die diese These untermauern! In den neunziger Jahren waren diese Techniken noch mit tödlichen Risiken verbunden und ich kann auch nichts darüber sagen, wie heute der Stand des Wissens ist.
    Weitere, jedoch nicht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen findet man hier:
    16.12.1992

    www.zeit.de
    DIE ZEIT Archiv Jahrgang 1994 Ausgabe: 51,

    www.welt.de/print-welt/article566829/Maenner-koennen-schwang
    er-werden.html


    (22.2.1999)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#15 ursus
#16 TheDadProfil
  • 26.09.2019, 22:28hHannover
  • Antwort auf #15 von ursus
  • """Samenzelle = Vater, Eizelle = Mutter. Das ist für die Gesetzgeber das Einfachste."

    Ich sehe nicht, was an
    "männliches Elternteil = Vater
    webliches Elternteil = Mutter"
    komplizierter sein sollte.""..

    Ich geh mal davon aus, Du hast vielleicht etwas anderes gemeint, als geschrieben ?
    Denn eine Wiederholung der Fakten nutzt hier ja nicht wirklich etwas..

    Bei al den Gedankengängen darf man aber auch nicht außer Acht lassen, das aktuelle Abstammungsrecht stammt aus der Zeit der "deutschen Kleinstaaterei" und der Kaiserzeit, und ist nur in marginalen Punkten angepaßt worden..
    Die Geburtsurkunde dient immer noch der Kontrolle des Erbrechtes unter Ausschluß der Frau und eventuell "unehelichen Kindern" und allem was damit zusammenhängt Jemanden dort schlechter zu stellen..
    Da kann die Änderung des Erbrechtes und die Anerkenntnis von Unehelichen gegenüber den Ehelichen Kindern in den Siebzigern auch nicht viel ändern..

    Nach dem derzeit geltendem Erbrecht genügte es also die Namen der Eltern und des Kindes einzutragen, alle anderen "Funktionen" und Rollen wie "Mutter", "Vater", "Tochter" und "Sohn" sind einfach verzichtbar..

    Gleichzeitig muß sich heute geändertes Recht auch damit befassen Morgen Rechtlich, und was in vielleicht 10 Jahren Genetisch möglich sein wird, und so die Eintragung von mehreren Eltern ermöglichen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 Taemin
  • 28.09.2019, 11:50h
  • Zwei Dinge:

    1. Wie schon gesagt wurde, stammt das Spermium vom Vater, das Ei von der Mutter, und der Mensch, aus dem das Kind herauskommt -so blöd das jetzt vielleicht klingt- ist die Mutter.

    2.
    Manche hier scheinen unausgesetzt offiziellen Stellen nachweisen zu müssen, wer ihre Eltern sind. Für mich war das in den letzten 30 Jahren ein einziges Mal notwendig: bei der Verpartnerung. Da musste ich mit einem Auszug aus dem Geburtenregister nachweisen, wer meine Eltern sind, und mit einem Auszug aus dem Eheregister, dass sie miteinander verheiratet sind (wozu letzteres, weiß der Himmel). Das Geschlecht meiner Eltern wurde nicht erfragt. Nie. In 57 Jahren meines bisherigen Lebens kein einziges Mal. Jetzt mag man natürlich sagen, heutzutage geht es, dass ein (Trans-)Mann Mutter wird und da könnte es Verwirrung geben, wenn ein Mann als Mutter eingetragen ist. Ja und! Diése Verwirrung ist nicht größer als die, wenn manche Leute merken, dass zwei Männer miteinander und nicht mit je einer Frau verheiratet sind. Stutzen, nachfragen, bestätigen, fertig. Jede Behörde und jede private Einrichtung hat den amtlichen Eintrag der Personenstandsbehörde zu akzeptieren und nicht zu diskutieren.

    Im Übrigen hab ich wenig Verständnis, dass jemand in seinem Anderssein anerkannt werden will (was meiner Meinung nach ein Menschenrecht ist), aber gleichzeitig versucht, dieses Anderssein zu verschleiern. Ja was denn nun?
  • Antworten » | Direktlink »
#18 ursus
  • 28.09.2019, 12:37h
  • Antwort auf #17 von Taemin
  • "und der Mensch, aus dem das Kind herauskommt -so blöd das jetzt vielleicht klingt- ist die Mutter."

    Ich halte wenig von Argumenten, die ausschließlich darauf beruhen, dass "es nun mal so ist, wie es nun mal ist". Man kann mit mindestens gleichem Recht sagen: Ein gebärender Mann ist Vater des Kindes, weil es nicht darum geht, dass irgendwas irgendwo rauskommt, sondern darum, welchem sozialen (und in diesem Fall auch juristischen) Geschlecht das Elternteil angehört.

    Frage nicht nur an dich: Was spricht konkret dagegen, diesen Mann als Vater des Kindes einzutragen? Welche negativen Folgen könnten das haben?

    Du schreibst selbst, dass das Geschlecht der Eltern für das Leben des Kindes nie irgendwo eine Rolle spielt. Warum sollte der Gesetzgeber darauf beharren, ein falsches Geschlecht zu suggerieren?

    "stammt das Spermium vom Vater"

    Das ist einfach falsch, und das wurde schon mehrfach angemerkt. Die juristische Vaterschaft ist keineswegs daran gekoppelt, von wem das Sperma stammt. Es geht hier eben nicht um Biologie, sondern um Sozialrecht.

    "Im Übrigen hab ich wenig Verständnis, dass jemand in seinem Anderssein anerkannt werden will (was meiner Meinung nach ein Menschenrecht ist), aber gleichzeitig versucht, dieses Anderssein zu verschleiern"

    Die Anerkennung von trans Menschen besteht darin, sie in ihrem eigentlichen Geschlecht anzusprechen, und zwar auf allen Ebenen. Ich käme nicht im Traum auf die Idee, einem trans Menschen vorzuschlagen, eine falsche Geschlechtszuordnung zu akzeptieren, weil das "selbstbewusstes Anderssein" demonstrieren könne. Ich halte diese Idee für ausgesprochen zynisch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#19 TheDadProfil
  • 28.09.2019, 13:39hHannover
  • Antwort auf #18 von ursus
  • ""Ich halte wenig von Argumenten, die ausschließlich darauf beruhen, dass "es nun mal so ist, wie es nun mal ist".""..

    Ob dann die "sozial aufgedrängte Rolle Vater" zu besetzen der richtige Weg ist, ist aber mMn auch noch nicht endgültig diskutiert..

    ""Ein gebärender Mann ist Vater des Kindes, weil es nicht darum geht, dass irgendwas irgendwo rauskommt, sondern darum, welchem sozialen (und in diesem Fall auch juristischen) Geschlecht das Elternteil angehört.""..

    Das folgt doch dann ebenso dieser Ägide, nach der uns aufgezwungen ist zu sein, was die Verwaltung einfach vorgibt..

    Ob der gebärende Mann nun Mutter oder Vater ist, geht doch den Staat nichts an..

    Hier "drängt" man sich in bestehende Rollen ein, ohne sie zu hinterfragen, und damit zementiert man auch die bestehende Heteronormativität, anstatt sie zu hinterfragen..

    ""Frage nicht nur an dich: Was spricht konkret dagegen, diesen Mann als Vater des Kindes einzutragen? Welche negativen Folgen könnten das haben?""..

    Wie bereits angemerkt, ALLES was auch dagegen spricht ALLE Eltern nach ihren Geschlechterrollen in die Geburtsurkunde einzutragen..
    Denn ob das Kind dann 2 Männer, oder 2 Frauen, 4 Trans*-Menschen oder 3 nicht-binäre Menschen als Eltern hat, ist einfach irrelevant..

    ""Die Anerkennung von trans Menschen besteht darin, sie in ihrem eigentlichen Geschlecht anzusprechen, und zwar auf allen Ebenen.""..

    Muß man dazu alle anderen "juristisch manifestieren" um einen Fixpunkt zu setzen, an dem man das dann festmachen kann ?

    Gelingt also die Anerkenntnis der Trans*-Menschen nur über die Krücke der Heteronormativität ?

    Und was hätte dann die Geburtsurkunde mit dem realen Leben zu tun, wo diese Anerkenntnis die große Rolle spielt..

    Denn im realem Leben kann der oben im Artikel beschriebene Mann ÜBERALL auftreten und behaupten der Vater des Kindes zu sein, OHNE daß das irgendwie widerlegt werden könnte..

    Ist also "Mutter" ein Geschlecht ?
    Oder sind wir nicht inzwischen selbst viel zu verwirrt um zu erkennen das es sich um eine Rollenzuschreibung handelt, und wir in jedem unserer Gedankengänge immer noch heteronormativ einpreisen "Mutter = Frau" ?

    Denn gedanklich lassen wir unseren verinnerlichten Klischees ständig freien Lauf..
    Wir denken immer noch :
    Frau mit Kind im Kinderwagen,
    oder schlimmer noch
    Frau mit Sohn/Tochter im Kinderwagen,
    wo wir "Mensch mit Nachwuchs" wahrnehmen sollen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#20 ursus
  • 28.09.2019, 14:32h
  • Antwort auf #19 von TheDad
  • "Ob der gebärende Mann nun Mutter oder Vater ist, geht doch den Staat nichts an.."

    Das sehe ich auch so. Aber solange der Staat die Begriffe "Vater" und "Mutter" statt "Elter" vorsieht, erkenne ich keinen Grund, trans Menschen in Kategorien einzuordnen, die ihrem Geschlecht widersprechen, oder trans Eltern einen geschlechtsspezifischen Eintrag vorzuenthalten, der cis Eltern ohne Weiteres offensteht.

    "Hier "drängt" man sich in bestehende Rollen ein, ohne sie zu hinterfragen, und damit zementiert man auch die bestehende Heteronormativität, anstatt sie zu hinterfragen.."

    Das tut prinzipiell jeder Mensch, der darauf beharrt, sich als "Mann" oder "Frau" bezeichnen zu lassen. Ich käme nicht auf die Idee, trans Menschen eine andere Verantwortung für die Überwindung der Heteronormativität anzutragen als jedem anderen Menschen auch.

    Wo sind denn die Vorwürfe an cis Eltern, die sich als "Vater" und "Mutter" eintragen lassen und sich so in "heteronormative Rollen hineindrängen"? Wer schreibt dazu kritische Leserkommentare?

    Übrigens: "Auch der Ersatzbegriff "parent", die im Englischen vorhandene geschlechtsneutrale Einzahl von Eltern, wurde abgelehnt."

    Die Kämpfe, die ein Mensch ausficht, der permanent einem falschen Geschlecht zugeordnet wird, kann ich nur erahnen. Das macht mich extrem zurückhaltend, was Handlungsanweisungen an Andere angeht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »

» zurück zum Artikel