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Kommentare zu:
Urteil: Britischer Transmann nicht als Vater seines Kindes anerkannt


#41 Homonklin44Profil
  • 01.10.2019, 19:20hTauroa Point
  • Antwort auf #35 von TheDad
  • Danke Dir für die Ausführungen!

    Über den einen Mediziner habe ich auch gelesen. Dann gibt es noch wirklich Fälle, wo das im gröbsten Suff oder Blackout und unter Anästhesie oder was passiert, und die Mutter wirklich nicht weiß, wer der Erzeuger war. Aber das nur am Rande.
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#42 ursus
  • 01.10.2019, 20:48h
  • Antwort auf #40 von Homonklin44
  • "Das rationale Argument ist an dem Fall, dass er bereits die Mutter des Kindes ist."

    Du hältst es für ratonial, einen männlichen Elternteil als "Mutter" einzutragen? Aha.

    Da werden wir uns nicht einig. In meinen Augen verwechselst du hier heteronormative Konvention mit Vernunft. Es ist aber keine. Einen Mann "Mutter" zu nennen ist nicht rational, sondern das Gegenteil.

    Angeblich ist es dir wichtig, dass jemand nicht Mutter und Vater gleichzeitig sein kann. Hier passiert aber genau das: McConnell wird zur juristischen Mutter, ist aber der soziale Vater. Und das ist rational und logisch notwendig, weil...?

    Noch einmal die Frage: Welcher konkrete, sachliche, juristisch begründete und stichhaltige Grund spricht dagegen, McConnell als Vater einzutragen? Wem würde das schaden?

    Übrigens ist nicht nur der juristische Vater nicht immer der Samen-Geber, es ist auch nicht jede juristische Mutter die Frau, die das Kind geboren hat (Adoption, lesbische Co-Mutterschaft). Bei Millionen von (cissexuellen) Elternschaften fallen Geburtsvorgang und Samenproduktion nicht mit der juristischen Vater- bzw. Mutterschaft zusammen. Niemandem schadet das. Nur bei diesem trans Mann soll es angeblich plötzlich unbedingt notwendig sein, einen Mann als Mutter zu bezeichnen, nur weil er das Kind geboren hat.

    Sorry, das ist alles weit von Rationalität entfernt.

    Wir sind übrigens wieder ganz am Anfang der Diskussion angekommen. Noch eine Runde muss nicht sein.
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#43 Homonklin44Profil
  • 02.10.2019, 13:33hTauroa Point
  • Antwort auf #42 von ursus
  • ""Noch einmal die Frage: Welcher konkrete, sachliche, juristisch begründete und stichhaltige Grund spricht dagegen, McConnell als Vater einzutragen? Wem würde das schaden?""

    Wem das "schaden" würde, wüsste ich auch nicht, vielleicht schafft das für die Jurafritzen zu viele rückwirkende Probleme oder sowas.

    DFer Grund ist, dass McConnell das Kind geboren hat, bzw. die Eizelle in ihm heranreifte. Das passiert bei Männern nicht, und die unterschiedlichen Formen von Intersexualität, wo das bei funktional balancierter Ausprägung vorkommen kann, werden von den Gerichten anscheinend nicht als dritte Elternform anerkannt.
    Soweit ich das richtig gelesen hätte, ist McConnell auch kein Intersexueller, sondern ein Trans-Mann, und da liegt wohl die ganze Schwierigkeit drin begraben. Als er das Kind austrug und gebar, galt er wohl auch rechtlich gesehen als Frau, so verächtlich sich das lesen mag. Weil er die Mutter ist, kann er sich nicht als Vater eintragen lassen. Ob es da Väter gibt, die nicht die zeugenden Väter sind und Mütter, die nicht die gebärenden Mütter waren, ist zu dem Zusammenhang irrelevant.

    Ob Dir oder uns dabei die Biologie als Grundlage schnurzpiepe ist, oder sein würde, stimmt wohl die Gerichtsmenschen auch nicht um, die folgen festgelegten Definitionen ihrer Lehre.
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#44 Klares ZeichenAnonym
  • 02.10.2019, 14:47h
  • Antwort auf #43 von Homonklin44
  • "Das passiert bei Männern nicht[...]"

    Mhm. Objektiv falsch. Das ist in diesem Fall bei einem Mann geschehen... außer du möchtest hier gerade ausdrücken, dass er ja eigentlich doch eine Frau ist. In diesem Fall erübrigt sich dann auch jegloche Diskussion zum Thema mit dir.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#45 trans naysayerAnonym
#46 ursus
  • 02.10.2019, 16:12h
  • Antwort auf #43 von Homonklin44
  • "Wem das "schaden" würde, wüsste ich auch nicht, vielleicht schafft das für die Jurafritzen zu viele rückwirkende Probleme oder sowas."

    Ach so. Es könnte vielleicht irgendwelche Probleme geben, aber welche, weißt du auch nicht. Na, wenn das kein gutes Argument ist...

    "DFer Grund ist, dass McConnell das Kind geboren hat, bzw. die Eizelle in ihm heranreifte. Das passiert bei Männern nicht,"

    Da gibt es jetzt 4 Möglichkeiten:

    1. Es gibt McConnell überhaupt nicht.
    2. Er hat gar kein Kind zur Welt gebracht.
    3. Er ist kein Mann, sondern behauptet das nur aus Jux.
    4. Er ist ein Mann und hat ein Kind geboren, aber du weigerst dich einfach, ihn als Mann anzuerkennen. Dafür gibt es ein Wort: Transfeindlichkeit.

    "Soweit ich das richtig gelesen hätte, ist McConnell auch kein Intersexueller, sondern ein Trans-Mann, und da liegt wohl die ganze Schwierigkeit drin begraben."

    Oder sie liegt darin begraben, dass es Menschen gibt, die trans Menschen nicht in ihrem Geschlecht anerkennen.

    "Als er das Kind austrug und gebar, galt er wohl auch rechtlich gesehen als Frau"

    Das ist falsch. Lies doch bitte den Artikel noch einmal aufmerksam durch.

    "Weil er die Mutter ist, kann er sich nicht als Vater eintragen lassen."

    Damit sind wir wieder beim Anfang. Er hat ein Kind zur Welt gebracht. Ob einen Mann das zur "Mutter" macht, ist nicht einfach so, sondern eine Frage der Definition. Wir können uns für die heteronormative und transphobe Definition entscheiden oder für die freiheitliche, wonach ein Mensch über sein Geschlecht selbst bestimmt und nicht "die Biologie" oder jemand anders.

    "Ob es da Väter gibt, die nicht die zeugenden Väter sind und Mütter, die nicht die gebärenden Mütter waren, ist zu dem Zusammenhang irrelevant."

    Ich habe das erwähnt, um aufzuzeigen, dass deine Behauptung, wonach "Mutterschaft" und Gebären unbedingt zusammengehören müssen, schon im cissexuellen Bereich einfach nur eine Fiktion ist.

    "Ob Dir oder uns dabei die Biologie als Grundlage schnurzpiepe ist, oder sein würde,"

    Niemand ignoriert hier die Biologie. Es geht darum, dass Begrifflichkeiten wie "Mann" oder "Frau" eben nicht allein durch "biologische Fakten" bestimmt werden, sondern soziale Definitionen sind. Das zu leugenen war schon immer eine der Grundlagen von Transfeindlichkeit. Von der Behauptung, Männer könnten keine Eizellen produzieren und keine Kinder bekommen, ist es nur ein winziger Schritt zu der Behauptung, mit einer Vagina könne man kein Mann sein.

    Das Kernproblem der ganzen Diskussion hier ist nicht, dass ein Mann ein Kind bekommen hat. Das Kernproblem ist, dass es Menschen wie dich gibt, die die geschlechtiche Identität dieses Mannes leugnen und fremdbestimmen wollen.

    "stimmt wohl die Gerichtsmenschen auch nicht um, die folgen festgelegten Definitionen ihrer Lehre."

    Wenn ein Argument ignorante Menschen nicht überzeugen kann, spricht das nicht gegen das Argument.
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#47 Homonklin44Profil
  • 02.10.2019, 16:26hTauroa Point
  • Antwort auf #45 von trans naysayer
  • ""Nimmt dieser abgrundtief trans-feindliche Mist hier irgendwann mal ein Ende?!

    Er IST ein Mann. Folglich PASSIERT das bei Männern.

    Was ist eigentlich euer Problem-?!""

    Ich habe damit gar kein Problem, wohl aber die Betrachtungsweise des Gerichts, mit deren Grenzen wir uns hier auseinandersetzen. Allgemein auch die wissenschaftliche Hermeneutik, nach welcher Eizellen von einem weiblichen Organismus produziert werden, und Kinder von weiblichen Personen ausgetragen und geboren werden.

    Darum dürfte es das Gericht auch so sehen = Bei Männern passiert das nicht, also ist das eine Frau = Mutter. Die Mutter kann sich nicht als Vater eintragen lassen, auch wenn in dem Fall DER Mutter eher passen würde.

    Bitte nicht alles so lesen, als käme es aus der Einstellung, die man für sich selbst vertritt - das kann abweichen, wenn man über die Haltung schreibt, wie sie andere vertreten. Wenn man das jedes Mal erst ausführen, sich von einer Haltung anderer Leute distanzieren soll ... gut, kann man machen, aber dann werden die Beiträge ellenlang.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#48 Homonklin44Profil
  • 02.10.2019, 17:05hTauroa Point
  • Antwort auf #46 von ursus
  • "" Ach so. Es könnte vielleicht irgendwelche Probleme geben, aber welche, weißt du auch nicht. Na, wenn das kein gutes Argument ist... ""

    Leider kenne ich mich in Jura nicht so gut aus, wie Du anscheinend. Deswegen kannst Du Dich als Sachkundiger da vermutlich eher reinfuchsen, wo das so sein könnte.

    ""Da gibt es jetzt 4 Möglichkeiten:

    1. Es gibt McConnell überhaupt nicht.
    2. Er hat gar kein Kind zur Welt gebracht.
    3. Er ist kein Mann, sondern behauptet das nur aus Jux.
    4. Er ist ein Mann und hat ein Kind geboren, aber du weigerst dich einfach, ihn als Mann anzuerkennen. Dafür gibt es ein Wort: Transfeindlichkeit.""

    Die ersten 3 kannst Du streichen, die sind Nonsense. Bei 4. weigere nicht ich mich, denn aus meiner Sicht ist er ein Trans-Mann. Da ist etwas anders, als es ein Cis-Mann ist,. Und daher auch nicht transfeindlich. Mit dem Anhängen solcher Dinge tust Du Dich hier als Kommentator gern hervor, btw. Möglichkeit 4. beinhaltet dann auch die Betrachtung des Gerichts im Bezug zum eigentlich Klaren. Oder zum wissenschaftsübergreifenden Bezug. Wiederum Bio, erste Lehrstunde, Wiederholung, Nachsitzen: Eizelle = weibliche Anlage, Spermazelle = männliche Anlage.

    ""Wir können uns für die heteronormative und transphobe Definition entscheiden oder für die freiheitliche, wonach ein Mensch über sein Geschlecht selbst bestimmt und nicht "die Biologie" oder jemand anders. ""

    Wir als Einzelne können uns für ganz viel Wundervolles und Sinnstiftendes entscheiden, wenn der Tag lang ist. Das interessiert aber die Jurafritzen und die Gerichte wenig. Die gehen nach ihrer Lehre und den darin verankerten Rechtsdefinitionen. Ergo, ein Mann mit weiblichen Anlagen, der ein Kind austrägt und gebärt, ist die Mutter des Kindes.

    ""Von der Behauptung, Männer könnten keine Eizellen produzieren und keine Kinder bekommen, ist es nur ein winziger Schritt zu der Behauptung, mit einer Vagina könne man kein Mann sein. ""

    Du erkennst aber schon an, dass eigentlich bald jeder Psychiater Dir mit der gegensätzlichen Behauptung eine Art Realitätsverweigerung attestieren würde?

    ""Das Kernproblem ist, dass es Menschen wie dich gibt, die die geschlechtiche Identität dieses Mannes leugnen und fremdbestimmen wollen. ""

    Ich glaube, das Kerproblem liegt darin, dass Du mir das, oder in vergangenen solchen Versuchen auch Homophobie oder noch was echt gerne anhängen möchtest. Und das, obwohl klar zu lesen ist, dass ich McConnell als Trans-Mann lese, und das auch mehfach schon gesagt habe. Wir reden ja über die Betrachtungsweise, wie das Gericht sie wohl verwendet hat, und daher müsste eigentlich verständlich sein, dass man da nicht seine eigene Position vertritt.

    Mit der Position der (Reproduktions)Biologie in puncto weiblich/männlich + Mammalia(Säugetiere, Homini) gehe ich wohl mit, was nicht zwingend überall damit verbunden ist, wie ich Trans* als Menschen betrachte.

    ""Wenn ein Argument ignorante Menschen nicht überzeugen kann, spricht das nicht gegen das Argument. ""

    Wahrscheinlich musst Du das dann in Englisch formulieren, und zu dem exakten Richter sagen. Am besten, Du schickst eine Kopie Deiner beiden Staatsexamen in Jura mit, bevor Du Dich mit dem triffst, dann ist die Chance höher, Gehör zu erhalten.
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#49 Homonklin44Profil
  • 02.10.2019, 17:12hTauroa Point
  • Antwort auf #44 von Klares Zeichen
  • Er ist ein Trans-Mann.

    Ob sich die Diskussion mit mir dadurch erübrigt, dass Eizellen in weiblichen Anlagen, den Ovarien, heranreifen, und gewöhnlich nicht in Hoden, musst Du selbst wissen. Für Fragen der Bildung bin ich allgemein nicht zuständig.

    Die Gerichte in Britannien scheinen es zumindest so zu sehen, dass Menschen, die Kinder gebären, die Mutter des Kindes darstellen.
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#50 trans naysayerAnonym
  • 02.10.2019, 17:45h
  • Antwort auf #47 von Homonklin44
  • "Ich habe damit gar kein Problem"

    Das glaube ich Dir aufs Wort - aber ich.

    "Bitte nicht alles so lesen..."

    Ich kann lesen. Und mein Deutsch ist fliessend. Und ich lese in diesem thread bereits still mit, seit er existiert.

    Dieser thread ist - wie immer - eine einzige Katastrophe für Transmenschen. Irrational und gerade zu grotesk.

    Ich habe jeden Deiner Kommentare gelesen. Deine Kommentare sind geradezu durchtränkt von der tief internalisierten heteronormierten Annahme von 2 "Biologischen Geschlechtern" und Deiner Transphobie.

    Ich weiss, das Du dabei warst, als ich immer wieder über die toxischen Trans-Narrative, dass Transfrauen ja "eigentlich" und "in Wahrheit" Männer sind, aufgeklärt habe.
    Ich habe darüber aufgeklärt, dass dieser Narrativ für unsere communities im wahrsten Sinne des Wortes tödlich ist.

    Deine gesamte Argumentation bezüglich Transmännern in diesem thread folgt diesem Narrativ. Um ihn krampfhaft aufrecht zu erhalten, bedienst Du dich jeder nur denkbaren Gehirnverrenkung. Über diese mental gymnastics von Cismenschen klärt Dich mein erster link auf. Danach musst Du nur noch den Schalter in Deinem Kopf umlegen.
    Ich relativiere kein einziges Wort aus meinem vorangegangenen post.

    Mein Schreibtisch ist gerade zu überladen von toten Schwestern. Jede einzelne ist eine zu viel. Und alle waren viel zu jung. Sie werden nicht getötet. Sie werden abgeschlachtet. Eine nach der anderen. In einer nicht endenden Taktfolge. Als würde eine To-Do-Liste abgearbeitet. Es ist eine Epidemie. Und niemanden interessiert es.

    Genug ist genug!

    Ich erwarte hier nur eines:

    Dass endlich damit aufgehört wird, die Existenz von Transmenschen zu leugnen. Dass endlich damit aufgehört wird, unseren Aussagen über uns selbst mit Ignoranz zu begegnen. Und dass endlich damit aufgehört wird, uns stattdessen unter Aufbringung aller möglichen irrationalen Gehirnverrenkungen zu etwas anderem zu erklären, als wir sind.

    THIS MUST STOP! RIGHT AWAY!
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