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Konferenz in Sachsen-Anhalt

Experten fordern bundesweit mehr sexuelle Bildung für Flüchtlinge

Sexualkunde an Schulen mit Live-Sex? Vorurteile wie diese, die auch gerne von der AfD verbreitet werden, wollen Integrationsarbeiter und Sexualpädagogen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten entkräften. Bisher geschieht ihrer Meinung nach zu wenig.


Die Konferenz findet Donnerstag und Freitag in Sachsen-Anhalt statt (Bild: Hochschule Merseburg)

Die sexuelle Bildung von Flüchtlingen muss nach Ansicht von Sexualpädagogen und Integrationsbeauftragten deutschlandweit verbessert werden. Viele Geflüchtete hätten Vorurteile über das freiheitliche Leben in Deutschland, hieß es am Donnerstag bei einer Konferenz zum Thema "Sexuelle Bildung und Flucht" in Naumburg (Burgenlandkreis). "Sexuelle Bildung muss bundesweit Teil der Integrationsarbeit werden", forderte Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß.

Demnach gibt es viele Vorurteile. Dies hatte auch eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des Sachverständigenrat Migration herausgefunden (queer.de berichtete).

Bereits auf der Flucht nach Deutschland hätten Gerüchte kursiert, dass sich Lehrer im Sexualkundeunterricht ausziehen und den Schülern Sex am lebenden Objekt beigebracht werde, sagte die Integrationspädagogin Anne Limpert. Aber auch Jungs hätten Vorurteile, wie Sexualpädagogin Karoline Heyne berichtete. So habe sie einen Fall erlebt, in dem Geflüchtete davon ausgegangen seien, schwul sein, bedeute, dass ihnen von älteren deutschen Männern Geld angeboten werde.


Ausgerechnet die AfD, die Einwanderer nach Deutschland bekanntlich verachtet, verbreitet die selben albernen Klischees über Unterricht an deutschen Schulen, an die auch Geflüchtete glauben

Auch die Erfahrungen in den Heimatländern der Menschen sei ein Thema. Sexualwissenschaftler Voß berichtete, dass es in Teilen Afghanistans verbreitet sei, dass ältere Männer mit Kindern Sex hätten.

Pädagogische Fachkräfte bräuchten ein Grundverständnis für andere Kulturen und deren Umgang mit Sexualität, sagte Sachsen-Anhalts Integrationsbeauftragte Susi Möbbeck (SPD). "Das bedeutet auch, sich mit Grenzen auseinanderzusetzen, den Grenzen für das eigene Handeln und den Grenzen, die das Werte- und Rechtssystem setzen."

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"Sexuelle Bildung ist nicht irgendein Randthema"

Auch mit Blick auf Schulen in Deutschland sei sexuelle Bildung unzureichend repräsentiert. "Sexuelle Bildung ist nicht irgendein Randthema, was man neben korrekter Mülltrennung behandelt, sondern es ist wirklich ein Schlüsselthema", sagte Damaris Berger, Leiterin des Bildungsbüros im Landratsamt des Burgenlandkreises.

Rund 180 Fachkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hätten an den Fortbildungen und Workshops teilgenommen, hieß es. Es ist nach Angaben der Veranstalter die erste bundesweite Konferenz zu diesem Thema. Die Integrationsbeauftragte Möbbeck sprach sich dafür aus, dass die in Sachsen-Anhalt entwickelten Konzepte bundesweit Schule machen. (dpa/cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 26.09.2019, 18:15hTauroa Point
  • ""Sexualwissenschaftler Voß berichtete, dass es in Teilen Afghanistans verbreitet sei, dass ältere Männer mit Kindern Sex hätten.""

    Trifft wohl auch für weitere Teile der islamischen Welt zu, weil Mädchen bereits als Kinder verheiratet werden, oft genug mit viel älteren Männern.. Irgend so ein Religionsführer hat dazu mal ein Machtwort losgelassen, dass man eine 9-Jährige wenigstens nicht "penetrieren" sollte, alle anderen Formen von Sexualität wohl kein Problem seien.
    Wenn das Unheil schon von der Religion abgenickt wird...
    Überall, wo diese Kinder zwangsverheiratet und an die Kerle verkauft werden, entstehen solche Zustände.

    Wenn dann aber Vorurteile rund um Pädophile wieder mal mit der Zuneigung konsensueller Erwachsener zusammen gebracht werden, sollten Flüchtlinge da tatsächlich differenziert aufgeklärt werden.

    Fraglich allerdings auch, warum man trotzdem in Länder flüchten will, mit deren Freiheiten man unzufrieden ist. Warum dann nicht lieber nach Tschezschenien oder vielleicht angrenzenden Nachbarländern?
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#2 nicht_nurAnonym
  • 26.09.2019, 19:21h
  • Das sollte aber nicht nur Flüchtlingen angeboten werden, sondern grundsätzlich allen Schüler*innen. Es gibt mamlich auch eine Anzahl von Leuten hier in unserem Land, die bestimmte Grenzen nicht einhalten können/wollen, obwohl sie unseren Rechtsstaat kennen.
    Ansonsten finde ich diese Initiative sehr gut, um kulturelle Verschiedenheiten einerseits besser verstehen zu können und andererseits unsere Kultur verständlich zu machen, ohne Zwang auszuüben. Wenn Homosexualität mit Prostitution verbunden wird, dann ist es gut, zu erklären, dass das in Deutschland weder eine Notwendigkeit ist noch eine Voraussetzung.
    Sexuelle Bildung ist definitiv wichtig.

    BuntesUndSchönes
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#3 TheDadProfil
  • 26.09.2019, 22:45hHannover
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • "" ""Sexualwissenschaftler Voß berichtete, dass es in Teilen Afghanistans verbreitet sei, dass ältere Männer mit Kindern Sex hätten.""

    Trifft wohl auch für weitere Teile der islamischen Welt zu""..

    Die hier geäußerte Nachricht des Herrn Voß basiert wohl ebenso auf Gerüchten, wie die anderen "Informationen" die sich an die Flüchtenden auf dem Weg nach Europa verbreiten..

    Da stellt sich dann aber auch die Frage, in welchem Kontext sie solche "Info's" dann erhalten ?
    Sind das "Info's", die sich über die "Sozialen Netzwerke" verbreiten, oder über Verwandte, oder sind dort einfach nur "russische Trolle" am Werk ?

    ""Die sexuelle Bildung von Flüchtlingen muss nach Ansicht von Sexualpädagogen und Integrationsbeauftragten deutschlandweit verbessert werden.""..

    Die Sexuelle Bildung von ALLEN Bürger*innen muß "deutschlandweit" verbessert werden..
    Flächendeckend..
    Und sich zuerst an diejenigen wenden, die als "Biologie-Lehrende" Multiplikatoren falscher oder ungenauer Fakten sind..
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#4 Homonklin44Profil
  • 27.09.2019, 01:38hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von TheDad
  • Ich habe mit Herrn Voß natürlich nicht dazu korrespondiert, welche Art Forschungen der da so zu Rate zog.
    Was ich über die Verheiratungspraxis in islamischen Ländern mitlese, stammt schon üblicherweise aus Quellen, die sich nicht nachsagen lassen brauchen, alltzu häufig Gerüchte weiter zu tragen. Ich weiß nicht mehr ganz genau, weil das schon lange her ist, aber das über die Aussage des Religionsgelehrten über die 9-Jährige, meine ich, im Time Magazine oder gar National Geographics Magazine Mitte Neunziger gelesen zu haben. Kann mich auch täuschen, aber ein US-Boulevardblatt wars nicht.

    Mit der sexuellen Bildung für ALLE und vom Bio-Unterricht, Gemeinschaftskunde, Ethik und sozialen Unterricht an stimme ich Dir mal wieder voll zu.

    Hier ging es halt um Flüchtlinge und was die so an Aufklärung brauchen mögen, daher seklusiv.
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#5 TheDadProfil
  • 28.09.2019, 14:17hHannover
  • Antwort auf #4 von Homonklin44
  • ""Was ich über die Verheiratungspraxis in islamischen Ländern mitlese,""..

    Ich finde es nicht wirklich zielführend über eine solche "Verheiratungspraxis" die Nase zu rümpfen, während sich nicht nur der "europäische Adel" einer ähnlichen Praxis seit mehr als 1.000 Jahren bedient hat, und sich der "Pöbel" mit dem Partner paaren mußte, dem ihm der Lehnherr zugewiesen hatte..
    Denn "heiraten" durfte man nur, wenn es diesem Lehnherren gefiel..

    Noch schlimmer ist es allerdings dann auch noch von "islamischen Ländern" zu sprechen, denn die "Verheiratungspraxis" ist dort von Region zu Region, von Land zu Land durchaus sehr unterschiedlich..

    ""Hier ging es halt um Flüchtlinge und was die so an Aufklärung brauchen mögen, daher seklusiv.""..

    Ich habe immer so meine Probleme damit, wenn hier Bildung für "besondere Bevölkerungsschichten" eingefordert wird, weil man damit dann auch einen Auslöser glaubt identifiziert zu haben, dem man begegnen müsse..

    Homo-und Trans*-Phobie ist KEIN Problem welches in der Bevölkerungschicht der Zuwanderer besonders deutlich Zutage träte..

    Denn in absoluten Zahlen gesehen ist die Bedrohung von LGBTTIQ*-Menschen durch homo-und trans*phobe Menschen die NICHT dieser Schicht der Zuwanderer angehören deutlich größer..

    Die Möglichkeit auf ein "deutsches Arschloch" zu treffen ist ungleich höher..

    Hier dann NUR Bildung für diese Schicht der Zuwanderer einzufordern marginalsiert das Problem der anderen zu einer "vernachlässigbaren Größe", und führt in der Folge dann absurderweise dazu, daß Zuwanderer ihre Homo-und Transphobie verlören, während sich der tumbe Toitsche weiterhin in seinem Wohlfühl-Element des Hasses suhlt..

    Und so ganz nebenbei ignoriert man dann auch die Größe des Problems, denn betrachtet man die absoluten Zahlen als Ganzes, will man am Ende vielleicht 25 Prozent der Homo-und Trans*-phoben "besonders bilden", während dieser Bildungsansatz dann an den anderen 75 Prozent einfach vorbei geht..

    Was sich in der Realität dann sicher anders darstellt weil Bildung für Kinder und Jugendliche in Schulen nicht nach Gruppen-Zugehörigkeiten zu trennen sind..
    Aber in der Erwachsenenwelt wird es dann nicht gelingen die Homo-und Trans*phoben Zuwanderer zu erreichen..
    Von den tumben Toitschen gar nicht zu reden, denn die schauen sich doch nicht nach "Bildungsangeboten" um, die sie von ihren Vorurteilen befreien könnten..
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