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Den Kinderwunsch im Ausland erfüllen

Die Agentur "Surrogate Baby" aus Russland bietet "All-inclusive Leihmutterschaftspakete" gezielt für schwule Paare sowie Singles an. Anfang Oktober kann man sich in Köln bei den "Kinderwunsch Tagen 2019" näher informieren.


"Surrogate Baby" richtet sich auch gezielt an LGBTI-Menschen (Bild: gwk)

Seit zwei Jahren gilt in Deutschland die Ehe für alle, doch beim Thema Kinderwunsch sind Homosexuelle noch immer benachteiligt. Vor allem schwule Paare haben es schwer, sich den Traum vom eigenen Kind zu erfüllen, da Leihmutterschaft vom Gesetzgeber noch immer nicht erlaubt ist – nicht einmal auf freiwilliger und unentgeltlicher Basis. Anders sieht die Situation im Ausland aus, "Surrogate Baby" hat den Slogan "Kommen Sie zur Surrogate Baby-Familie, und Ihre Träume werden wahr".

Seit 2013 vermittelt die Agentur "Surrogate Baby" aus Russland in den Städten Kaliningrad, Sankt Petersburg oder Moskau Eizell-Spenderinnen und Leihmütter an deutsche Kunden und dabei auch gezielt an schwule Männer und Singles. Die Kandidatinnen für die personifizierte Eizellenspende kann man dabei über eine Online-Datenbank mit Fotos auswählen. Paare, die sich ihren Kinderwunsch auf diese Weise erfüllen, haben bei der Rückkehr nach Deutschland nichts zu befürchten. es wird strikt nach der jeweiligen Gesetzgebung gearbeitet.

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Pakete nach individuellen Geschmack werden angeboten

Ein Flyer von Surrogate Baby (PDF) informiert über verschiedene "All-inclusive Leihmutterschaftspakete", zwischen denen interessierte Wunscheltern wählen können. So ist im "Basic-Paket" eine Befruchtung, drei Embryotransfers sowie eine zweijährige Aufbewahrungszeit der in Kryostase versetzten Embryos enthalten. Das Programm "Two Surrogates" mit zwei Leihmüttern richtet sich an Wunscheltern, die sich schnell eine große Familie mit mindestens zwei Kindern wünschen. Die eingefrorenen Embryos werden in diesem Fall sogar bis zu drei Jahre aufbewahrt. Das "Biparental-Paket" mit einer Leihmutter richtet sich wiederum speziell an zwei Wunschväter und inkludiert die Zusatzkosten bei einer möglichen Zwillingsgeburt.

Ganz oben auf der Angebotsliste steht das "Premium-Programm", bei dem es keine Begrenzung der Befruchtungsversuche, Embryotransfers sowie der Aufbewahrungszeit der Embryos gibt. Bei einer Kaiserschnitt- und/oder Zwillingsgeburt entstehen keine Zusatzkosten. Die Wunscheltern und ihre Verwandten oder Freunde kommen zur Geburt des Babys sogar in den Genuss kostenloser Flughafentransfers in Moskau, St. Petersburg oder Kaliningrad. Auf das nächste Programm gibt es beim "Premium-Paket" einen Rabatt von fünf statt der sonst üblichen drei Prozent.

Adoptionsfreigabe nach deutschem Recht

"Surrogate Baby" reagiert auf deutsche Gerichtsurteile sowie auf die russische Gesetzgebung und bietet für seine Kunden auch zusätzliche Dienstleistungen an, z.B. die Adoptionsfreigabe der Leihmutter nach deutscher bzw. internationaler Rechtsvorschrift. So kümmert sich die Agentur etwa um das deutsche Visum für die Leihmutter. Die Ankunft der Leihmutter in Deutschland ist frühestens acht Wochen nach der Geburt des Kindes/der Kinder. Die Agentur ist sehr bemüht die Leihmütter bestens zu betreuen, dabei begleitet ein/e MitarbeiterIn von "Surrogate Baby" sogar die Leihmutter bei Ihrem Besuch in Deutschland. Die Leihmutter unterschreibt beim Notar völlig freiwillig alle notwendigen Dokumente für eine rechtsgültige Adoptionsfreigabe.

Unbürokratisches Visum für Kaliningrad und Sankt Petersburg

Die Russische Föderation bietet deutschen Staatsbürgern neuerdings völlig unbürokratisch ein e-Visum an. So kann dieses Visum jederzeit online beantragt werden, dauert nur 4 Kalendertage und ist zusätzlich völlig kostenlos.

Näher informieren über die Pakete und weitere Details und Preise des Angebots können sich Interessierte am 5. und 6. Oktober bei den "Kinderwunsch Tagen 2019" in den Kölner Sartory-Sälen. "Surrogate Baby" ist auf Deutschlands erster Publikumsmesse für alternative Familiengründung mit einem eigenen Stand (Nummer S127) vertreten. (cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 26.09.2019, 18:53hTauroa Point
  • ""Seit 2013 vermittelt die Agentur "Surrogate Baby" aus Russland in den Städten Kaliningrad, Sankt Petersburg oder Moskau Eizell-Spenderinnen und Leihmütter an deutsche Kunden und dabei auch gezielt an schwule Männer und Singles.""

    Sehr interessant, dass solche Angebote aus Russland heraus und speziell an gleichgeschlechtliche Kinderwunsch-Paare gerichtet überhaupt möglich sind, bei dem, was da sonst alles als Homo-Propaganda, positives Reden über Homosexualität und Kinder gefährdend eingestuft wird.

    Aber bei genug Bezahlung fragt man wohl nicht nach der Herkunft vom Geld.
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#2 Papa33Anonym
  • 26.09.2019, 19:22h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Du, das ist reichlich unrecherchiert, dein Kommentar als Autor!

    Wir haben ein Leihmutterschaftskind aus Russland als schwules Paar.

    Ja es stimmt, es kostet etwas, aber es ermöglicht uns schwulen die phantastische unglaubliche Möglichkeit Eltern zu werden. Das beste was je passieren hätte können.

    Wir hab nichts homophobes schlechtes erlebt in Russland!!
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#3 LotiAnonym
#4 stimmtAnonym
  • 26.09.2019, 20:59h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • So ähnlich dachte ich auch, als ich den Artikel las.
    Es kommt schon seltsam trüb-ironisch rüber, wenn solche Angebote aus Russland kommen, obwohl dort das Ausleben der Homosexualität als Propaganda abgestempelt wird und zusätzlich die Taten in Tschetschenien geduldet wurden. Russland geht mit ihrer LSBTTIQ nicht zimperlich um. Gewalttaten gibt und gab es auch dort.
    Schon komisch, dass das nicht geäußert werden soll und jedes Mal Kritik kommt, wenn das angesprochen wird. Wir leben ja in einer Demokratie, also darf Russland für seine diktatorischen Autorität und für die Umgangsformen gegenüber der LSBTTIQ durchaus kritisiert werden.

    Vor der Fußball WM in Russland wurde eine Warnung ausgesprochen und einige äußerten, sie würden bestimmt nicht nach Russland reisen.
    Und jetzt, wo es um die Erfüllung des Kinderwunsches geht, da werden Fakten plötzlich ignoriert und es wird behauptet, es sei alles völlig unproblematisch und: "Nein, wir wurden ganz freundlich behandelt."
    ------> als ob es keinen Unterschied macht, ob man als homosexueller Russe in Russland scheiße behandelt wird, oder ob man quasi als Tourist nach Russland kommt um eine Dienstleistung zu bekommen und dafür zu bezahlen(!!)

    Selbst wenn ich schwul wäre und einen Kinderwunsch hätte, würde ich das Angebot aus Russland niemals annehmen. Wie muss man sich als schwuler Russe fühlen, wenn man im eigenen Land scheiße behandelt wird und gleichzeitig ausländische Schwule "mit der Feder gestreichelt" werden?

    Nö, meine Solidarität meine ich ernsthaft. Wenn schon solche Angebote gemacht werden, dann bitte für alle, auch für schwule Russen. Alles andere ist nur eine derbe Doppelmoral.

    BuntesUndSchönes
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#5 FilipProfil
  • 26.09.2019, 21:07hHamburg
  • Antwort auf #4 von stimmt
  • "Wenn schon solche Angebote gemacht werden, dann bitte für alle, auch für schwule Russen. Alles andere ist nur eine derbe Doppelmoral."

    Meine Zustimmung! Leider macht die Doppelmoral auch vor uns Gays nicht halt .
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#6 Homonklin44Profil
  • 27.09.2019, 01:09hTauroa Point
  • Antwort auf #2 von Papa33
  • Na, ob das nicht wieder so ein abgesandter U-Bootfahrer ist?

    Klar ist das kein Autorenkommentar, denn ich arbeite nicht hier als Autor, sondern schreibe meine Meinung als Kommentator, und da finde ich es im Vergleich zu Allem, was hier über Russland und seinen Umgang mit LGBTIQ*-Menschen bekannt wird, nun etwas eigentümlich, dass Einkünfte von Schwulen so problemfrei akzeptiert werden.
    Das sollte wenigstens dazu führen, dass auch den Schwulen, Lesben und anderen queeren Menschen, die in Russland leben, nichts Schlimmes mehr passieren kann.

    Ich freue mich ehrlich für Euer Kindesglück, falls ihr kein U-Boot-Fahrer seid.

    Sicher könnt ihr auch nachweisen, dass alle Berichte über die Misshandlung, Tötung, Verhaftung, Bedrohung, Verfolgung und Mundtotmachung von queeren Menschen in Russland "erfunden" sind, und der werte Herr Putin ein Heiliger im Gewand des einfachen Mannes ist.

    Wo schon selbst erfahren und viel besser recherchiert, meine ich.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Homonklin44Profil
  • 27.09.2019, 01:20hTauroa Point
  • Antwort auf #4 von stimmt
  • Danke Dir und anderen.

    ""Selbst wenn ich schwul wäre und einen Kinderwunsch hätte, würde ich das Angebot aus Russland niemals annehmen. Wie muss man sich als schwuler Russe fühlen, wenn man im eigenen Land scheiße behandelt wird und gleichzeitig ausländische Schwule "mit der Feder gestreichelt" werden? ""

    Eben, und wie mus das sein, wenn einer als schwuler Russe noch nicht mal seinen Freund heiraten kann, oder in einer Partnerschaft selbst Kinder adoptieren kann. Diese dann aber praktisch an Ausländer veräußert werden, weil man da Wertunterschiede macht.

    Das ist schon ein arger Spagat, wenn ein Land die eigenen LGBTIQ*s verdammt, verteufelt und einsperrt und dann denen von hier den Samtteppich vor die Füße legt. Nun ja. Bis das Geld eingeht und die Ware raus geht, jedenfalls.

    Wenn sich rumspricht, wie gut Babies weg gehen, verkaufen sie bald auch Großmütter...
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#8 heteraquerEhemaliges Profil
  • 27.09.2019, 08:25h
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • "....wenn sich rumspricht , wie gut Babys weggehen, verkaufen sie vielleicht bald auch Großmütter..."

    Genau !
    Wie das alles schon klingt : " Wer gleich mehrere Kinder möchte" , " all inclusiv Leihmutterschaftspaket".....
    Die haben wohl vergessen , dass es hier um Menschen geht...
    Russland , das Land der völligen Freiwilligkeit ???
    Und dann werden die Frauen in Deutschland ja auch noch " betreut" , vielleicht damit sie sich am Ende nicht noch umentscheiden ?
    Es wäre interessant in 10 Jahren mal Leihmütter zu befragen , ob das im nachhinein wirklich alles kein Problem
    für sie ist , oder ob sie ständig an "ihr" Kind denken......
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#9 TechnikerAnonym
  • 27.09.2019, 08:25h
  • Medienkompetenz für Anfänger...

    Leute! Kommt runter! Da steht "Anzeige" drüber... Gell, "Papa33"?
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