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Polizeibericht

Berlin: Mann homophob beleidigt

Erneut meldet die Hauptstadt-Polizei einen homophoben Übergriff, dieses Mal aus Tiergarten.


Erneut meldet die Polizei in der Bundeshauptstadt einen offenbar homophob motivierten Übergriff (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Nach Angaben der Berliner Polizei ist es am Donnerstagnachmittag in Tiergarten zu einer Beleidigung mit homophobem Hintergrund gekommen. Gegen 17 Uhr war demnach ein 54-Jähriger auf seinem Fahrrad im Großen Tiergarten unterwegs, als er von zwei Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes der Grünanlage angesprochen und homophob beleidigt worden sein soll.

Da die beiden Männer ihre Namen nicht nennen wollten, riss der Radfahrer am Namensschild eines Mitarbeiters, woraufhin er vom Rad gestoßen wurde und stürzte. Die Männer flüchteten noch vor Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten. Der 54-Jährige wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

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Der Berliner Staatsschutz ermittelt

Wie in solchen Fällen üblich, hat der für Hasskriminalität zuständige Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Diese Woche hat die Bundesregierung in der Antwort auf einen Kleine Anfrage der Linksfraktion bekanntgegeben, dass die Zahl der deutschlandweit gemeldeten queerfeindlichen Straftaten binnen eines Jahres um 46 Prozent angestiegen ist (queer.de berichtete). Die demokratischen Oppositionsparteien und LGBTI-Aktivisten forderten daraufhin die Bundesregierung auf, gezielt mit einem Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie vorzugehen. Die Grünen hatten bereits im Mai beantragt, für einen derartigen Plan 35 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen (queer.de berichtete). (pm/cw)



#1 N8EngelProfil
  • 27.09.2019, 13:14hWenden
  • Schön, das man sowas in Berlin öffentlich macht. Eine homophobe Beleidigung reicht in NRW nicht mal für eine Anzeige, kommt noch eine Tätlichkeit hinzu, wird man darauf hingewiesen, das man sich halt in gewissen Gegenden (Bahnhöfen, öffentlichen Parkanlagen) als LGBTIQ* nicht aufhalten solle. Erst bei sichtbaren Spuren wird ermittelt.
    Sollte man behandlungsbedürftige Verletzungen erleiden, könnte es eine Pressemitteilung geben, allerdings für Hasskriminalität muss man zu einer religiösen oder ethnischen Minderheit gehören.
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#2 FilipProfil
  • 27.09.2019, 14:01hHamburg
  • " ....als er von zwei Mitarbeitern des privaten Sicherheitsdienstes der Grünanlage ..."

    Da sollten die Täter schon zu ermitteln sein.

    Am Namensschild gerissen hätte ich nun aber nicht. War der Name nicht zu lesen? Konnte er sich den nicht merken?

    Gut ist, dass er angezeigt hat. "Steter Tropfen hölt den Stein." Es muss ins Bewusstein und in Statistiken kommen, damit man die Lage einschätzen und präventiv tätig werden kann.
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#3 GronkelAnonym
#4 FilipProfil
  • 27.09.2019, 17:21hHamburg
  • Antwort auf #3 von Gronkel
  • Danke für den sehr bedenkenswerten Artikel!
    Ich meine, über Hamburg gab es mal einen ähnlichen Artikel mit derselben Problematik. Finde ihn leider gerade nicht.

    Aber für eine separat geführte Statistik flächendeckend bin ich trotzdem.
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#5 TheDadProfil
  • 28.09.2019, 14:33hHannover
  • Antwort auf #3 von Gronkel
  • ""Ja jetzt werden die Fälle erfasst. Und was wird passieren? Nichts. Placebo für Gutmütige.""..

    Aha..
    Und als Untermauerung Deiner "These" kommt dann ein Artikel der "Morgenpost"..
    Ein Boulevardblatt..
    "oh, wir haben zu wenig personal"..

    Das offenbart schon einiges..
    Doch bei Licht betrachtet schafft sich Personal NICHT aus irgendwelchen Geldern heraus, die da zufällig in irgendwelchen Schubladen herumliegen, und von dem man nicht weiß, was man sonst damit anstellen könnte..

    Personal für die Justiz entsteht aus einem BEDARF..
    Und der ermittelt sich immer noch über die Anzahl der Fälle, und damit dann auch originär über die Anzeigen, die gestellt werden müssen !

    Das Gegenteil dazu ist dann nämlich die "gefühlte Realität", in der sich ja offensichtlich auch so manche hier wohlfühlen wollen, und die dann Sprüche auslösen wie
    "es passiert ja doch nichts",
    und in der Folge zu absurden Kommentaren führen in denen auf der Justiz der Eimer des Schmutzwassers ausgegossen wird, wenn sie ganz nach dem Gesetz handelnd, einen Straftäter zu Bewährungen oder Geldstrafen verurteilt..
    Denn die Informationen zu diesen Fällen weiß man ja nicht, fühlt sich aber immer dazu in der Lage "schärfere Strafen" einzufordern, die mit der Individualität JEDES Gerichtsverfahrens dann nichts zu tun haben können..

    Die Lösung des Problems liegt aber sicher nicht in der Attitüde den Betroffenen ihr Recht auf Sanktion madig zu machen, und solche Meldungen dann als "unnütz" zu beschreiben..
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#6 GronkelAnonym
  • 28.09.2019, 15:35h
  • Antwort auf #5 von TheDad
  • "Und als Untermauerung Deiner "These" kommt dann ein Artikel der "Morgenpost"..
    Ein Boulevardblatt..
    "oh, wir haben zu wenig personal"..
    +
    Doch bei Licht betrachtet schafft sich Personal NICHT aus irgendwelchen Geldern heraus, die da zufällig in irgendwelchen Schubladen herumliegen,...
    +
    Personal für die Justiz entsteht aus einem BEDARF..
    Und der ermittelt sich immer noch über die Anzahl der Fälle"

    Dann gib doch mal deine Sicht. Gibt es zu wenig Justizpersonal um die anfallenden Fälle adäquat zu bearbeiten oder schreibt das Boulevardblatt nur Blödsinn? Vielleicht kannst du dabei auch auf Verfahrensdauer eingehen. Würde mich brennend interessieren.
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#7 TheDadProfil
  • 29.09.2019, 17:59hHannover
  • Antwort auf #6 von Gronkel
  • ""Dann gib doch mal deine Sicht.""..

    Es geht hier weder um "meine Sicht", noch um die Deine..
    Die dann allerdings mit dem Gedanken operiert, Angreifer anzuzeigen wäre aufgrund einer "politischen Situation" welche Dir persönlich vielleicht nicht in den Kram paßt, sowieso vergebliche Liebesmüh..

    Wer in welchem Bundesland gerade die Regierung stellt ist dabei einfach irrelevant..
    Wie das Beispiel auf dem Oktoberfest dann aufzeigt..

    Ob eine unabhängige Justiz in der Lage ist ihren Aufgaben gerecht zu werden ist nämlich nicht ALLEIN von der derzeitigen Regierungen in den Bundesländern abhängig, sondern von vielen anderen Parametern, die Du bei deinen Gedankengängen einfach außer Acht läßt..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 GronkelAnonym
  • 29.09.2019, 18:41h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • "Es geht hier weder um "meine Sicht", noch um die Deine..
    Die dann allerdings mit dem Gedanken operiert, Angreifer anzuzeigen wäre aufgrund einer "politischen Situation" welche Dir persönlich vielleicht nicht in den Kram paßt, sowieso vergebliche Liebesmüh.."

    Zieh doch keine voreiligen Schlüsse, die sowieso am Thema vorbeigehen.
    Ich berufe mich nur auf die Fakten, die eine Überlast der Justiz, mit all seinen Folgen, aufzeigen. Wenn du die Überlastung nicht benennen magst und eine persönliche Einschätzung dazu verweigerst, dann ist das dein Problem.
    Ändert aber auch nichts daran, dass die Justiz überall im Land überlastet ist. Mal weniger mal mehr, aber grundsätzlich überall.

    www.welt.de/politik/deutschland/article186418986/Personalman
    gel-Deutsche-Justiz-an-der-Belastungsgrenze.html


    Und klar ist der Schluss daraus, dass es Staatsversagen ist. Staatsversagen verursacht durch Parteien.
    Wenn darauf wie in Berlin die Reaktion ist, dass ein funktionierender Staat nur noch simuliert wird - es werden die Missstände nicht behoben sondern nur noch statistisch erfasst und das feiern die Menschen als tollen Fortschritt - dann kann man nur noch lachen oder sich mit Grausen abwenden.
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#9 TheDadProfil
  • 29.09.2019, 19:08hHannover
  • Antwort auf #8 von Gronkel
  • ""Ich berufe mich nur auf die Fakten, die eine Überlast der Justiz, mit all seinen Folgen, aufzeigen.""..

    Du berufst Dich auf einen Artikel einer Bolevardzeitung..
    Inwieweit dort mit Fakten operiert wird die mit der Realität Berliner Politik korrespondieren ist eine andere Frage..
    Ich werde die Details dieses Artikels hier trotzdem nicht diskutieren..

    ""Ändert aber auch nichts daran, dass die Justiz überall im Land überlastet ist.""..

    Schön..
    Damit hast Du dann ja schon mal das "Berliner Problem" selbst erledigt..

    Denn zu behaupten, in Berlin sei es "besonders schlimm, und das liegt ausschließlich an der Regierung" ist damit widerlegt..

    Kommen wir also zu den wichtigen Fragen :
    Wieso gibt es BUNDESWEIT Angriffe auf LGBTTIQ*-Menschen, und wieso werden solche Angriffe dann nur in Berlin als solche statistisch erfasst ?

    Welchem Zweck dient das Verschweigen solcher Taten in den anderen Bundesländern ?

    Und wieso zum Henker denken Leute wie Du dann TROTZ der Erkenntnis
    ""Ändert aber auch nichts daran, dass die Justiz überall im Land überlastet ist.""
    immer noch den Unfug von der "unfähigen Landesregierung" ?

    Weil die Übertragung der Erkenntnis aus einem gesellschaftlichem Gebiet auf ein anderes gesellschaftliches Gebiet nicht gelingen will ?

    Das Problem liegt hier nicht in Berlin..
    Das Problem liegt auch nicht in der Veröffentlichung von solchen Zahlen..

    Das Problem besteht im Verschweigen dieser Zahlen in anderen Bundesländern, und vor allem darin, daß damit die Politik nicht in Zugzwang gesetzt werden soll..

    Der seit langem besteht, und von der Politik bestens verdrängt wird..

    Alle anderen Fragen stellst Du dann bitte Deinen persönlichen Abgeordneten* in Stadt, Land und Bund..
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#10 GronkelAnonym
  • 29.09.2019, 20:26h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • "Denn zu behaupten, in Berlin sei es "besonders schlimm, und das liegt ausschließlich an der Regierung" ist damit widerlegt.."

    Es ist in Berlin besonders schlimm und es liegt ausschließlich an der Regierung, egal ob Land oder Bund. Ich kann keine Justizbeamten einstellen, ich kann nicht die Ausbildung eben solcher stärken, ich kann nicht das Budget freigeben, ...
    Ich wähle dafür Parteien und Personen, nur dass die es nicht für nötig halten.

    "Welchem Zweck dient das Verschweigen solcher Taten in den anderen Bundesländern ?
    Und wieso zum Henker denken Leute wie Du dann TROTZ der Erkenntnis
    ""Ändert aber auch nichts daran, dass die Justiz überall im Land überlastet ist.""
    immer noch den Unfug von der "unfähigen Landesregierung" ?"

    Weil die statistische Auswertung keine Lösung ist. Es ist gar nichts. Damit ist nicht einer einzigen Person geholfen, damit ist nicht ein einziges Verbrechen verhindert. Wir alle wissen, dass solche Delikte zunehmen. Du sprichst von unfähige Landesregierung, ich rede über eine untätige Landesregierung. Die statistische Auswertung ist nur ein Zeugnis der Untätigkeit.

    "Das Problem besteht im Verschweigen dieser Zahlen in anderen Bundesländern, und vor allem darin, daß damit die Politik nicht in Zugzwang gesetzt werden soll..
    Der seit langem besteht, und von der Politik bestens verdrängt wird.."

    Nicht in Zugzwang? Die Spatzen pfeifen den Zustand von den Dächern aber du brauchst eine Statistik um einer Regierung etwas vorzuhalten. Die Regierung verarscht dich. Die wissen wie es ist, es ist denen nur Scheiß egal. Die lachen sich kringelig über Leute wie dich, die sich mit einer Statistik abspeisen lassen. Es hätte schon vor Jahren und Jahrzehnten gehandelt werden müssen in tausenden Bereichen. Und als Ergebnis gibt es Sonntagsreden mit "man müsste" und Statistiken die das Elend beschreiben, um rein gar nichts zu unternehmen.
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