Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=34568
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Die schwulen Hüter der Homophobie


#1 David JacobAnonym
#2 S ZachariasAnonym
  • 28.09.2019, 14:35h
  • Sowohl bei den Rechtsradikalen wie beim kath. Klerus: Die militantesten Homohasser sind immer klemmschwul. Das hat sich inzwischen so oft bestätigt, dass man es gar nicht weiter untersuchen muss. Wenn sich jemand wiederholt und eskalierend homophob äussert, dann wissen wir genug.
    Bück Dich und entspann Dich!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
#4 JohannbAnonym
#5 Ralph
  • 05.10.2019, 10:40h
  • Antwort auf #4 von Johannb
  • Dass Franziskus homofeindliche Positionen lockern wolle, ist eine leider weit verbreitete Legende, die in der Wirklichkeit keine Stütze findet. Sie geht zurück auf eines seiner so beliebten formlosen Plauderinterviews, in dem er davon sprach, wer er denn sei, Homosexuelle zu verurteilen. Sein ganzes Handeln zum Thema zeigt aber deutlich seine Beantwortung dieser rhetorischen Frage: Er ist der Papst - und als solcher verteufelt er unsereinen bei jeder Gelegenheit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#6 ReligiotAnonym
#7 feli491Anonym
#8 FinnAnonym
  • 05.10.2019, 13:28h
  • Auf diesen scheinheiligen Verein trifft das alte Sprichwort zu:

    Wer am lautesten quietscht, will geölt werden.

    Die haben nur Angst, nicht mehr ohne Arbeit und sorgenfrei leben zu können und nicht mehr ständig Frischfleisch zugeführt zu bekommen...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 qwertzuiopüAnonym
  • 05.10.2019, 22:18h
  • Es gab ein interessantes Interview mit dem Autor über sein Buch im Deutschlandfunk.

    Die These ist im Prinzip, dass die klerikale Laufbahn mit ihren Bedingungen wie kein Sex mit Frauen für homosexuelle Männer in einer homophoben Gesellschaft eine attraktive Möglichkeit darstellt, sich aus der Affäre zu ziehen ( - im wahrsten Sinne) und dabei noch gesellschaftliche Anerkennung zu ernten.

    Falls die These zutrifft, wird sich das Problem wohl leider nicht so schnell von selbst erledigen. Denn obwohl unsere Gesellschaft toleranter wird, werden dann wohl auch in Zukunft jede Menge junge schwule Männer die Priesterlaufbahn wählen.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 S ZachariasAnonym
  • 06.10.2019, 04:30h
  • Antwort auf #9 von qwertzuiopü
  • Nein. Die gesellschaftliche Emanzipation von Homosexualität sorgt für deutlich weniger Priesterweihen. In Deutschland gab es in den 80er / 90er Jahren sehr viele Priesterweihen. In den 70er Jahren hatten die meisten heterosexuellen Priester geheiratet und den Dienst verlassen, der Klerus war seitdem ein warmes Nest mit einer magischen Anziehung auf Jungschwule. Das war aber vorbei, als es eine eingetragene Lebenspartnerschaft und einen schwulen Aussenminister gab. Man musste nicht mehr Priester mehr um trotz mangelndem Interesse an einer Ehe einen hohen sozialen Status zu erlangen. Die Zahl der Priesterweihen liegt seitdem bei etwa 10 % von dem Höhepunkte Anfang der 90er Jahre. Das haben wir mit unserem Selbstbewusstsein erkämpft!, quasi als unbeabsichtigte Nebenwirkung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#11 saltgay_nlProfil
  • 06.10.2019, 09:33hZutphen
  • Ein einfaches Rechenbeispiel: statistisch sind 5 % der Bevölkerung schwul bzw. lesbisch. Der Anteil der Mitglieder der evangelischen Kirche beträgt 21,4 Mio, dem stehen 20673 Pfarrer bzw. Diakone im Predigtdienst gegenüber. Das macht einen Anteil von 0,097%. Übertragen wir nun den Anteil schwuler Mitglieder, indem wir die 21,4 Mio durch 2 teilen, was ganz gut hinkommt und davon 5% berechnen, so landen wir bei 535 000 schwulen Kirchenmitgliedern in der evangelischen Kirche.

    Die Zahlen wurden von den Protestanten verwendet, weil die katholische Kirche keine einfach verwertbaren Zahlen liefert, zum Beispiel durch den eklatanten Priestermangel. Aber alles in Allem dürfte das Verhältnis der evangelischen Kirche dem der katholischen Kirche entsprechen, setzen wir eine Fehlertoleranz von +/- 10% an.
    Also stehen rund 20000 Priesterstellen einem Andrang von 500000 schwulen Möchtegernpriestern gegenüber.

    Die These des Autors ist schlichtweg unhaltbar. Es dürfte dann keinen hetero- oder asexuellen Priester mehr geben. Aber die privilegierte Stellung des geistigen Adels hat für bestimmte Charaktere eine sehr hohe Anziehungskraft. An dem niederrheinischen Bauernjungen und geschassten Bischof von Limburg sieht man dass schlichte Gier auch eine Triebfeder zum Priesterberuf sein kann.

    Was dieser französische Autor schreibt kommt ideologisch aber sehr den Nazis entgegen. Denn damals lief eine große Propagandakampagne von Goebbels, Streicher u.a. gegen die katholische Kirche mit genau diesen Argumenten. Auch die AfDler werden gern in diese Mottenkiste greifen.

    Freuen wir uns nicht zu früh, denn ein Christian Füller hat auch die Vorfälle der Odenwaldschule dazu instrumentalisiert seinen persönlichen Kreuzzug gegen die Reformpädagogik zu führen. Heute sind es die katholischen Priester, morgen die Lehrer. Erste Anzeichen seit Jahren sind die fehlenden Grundschullehrer, die keine Lust haben unter diesen Generalverdacht gestellt zu werden.

    In jedem Fall ist analytisches Denken und Differenzierung notwendig und weder ein Aluhut mit Verschwörungstheorien noch pathologischer Feminismus oder gekränkter Narzissmus getränkt mit Schadenfreude angebracht.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 qwertzuiopüAnonym
  • 06.10.2019, 20:23h
  • Antwort auf #10 von S Zacharias
  • Du hast recht mit dem, was du schreibst. Aber mein Gedanke wird dadurch nicht widerlegt:
    Es gibt jetzt wesentlich weniger Schwule, die Priester werden. Aber die 10%, die es werden, sind ja trotzdem der Klerus und die Kardinäle von morgen.
    Wir können nur weiter darauf hinarbeiten, dass de Katholische Kirche auch weiterhin immer weniger gesellscahftlichen Einfluss nimmt.
    Eine Hoffnung ist ja ansonsten noch diese synodale Bewegung gerade, aber die große Revolution traue ich denen auch nicht zu,
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#13 qwertzuiopüAnonym
  • 08.10.2019, 15:29h
  • Antwort auf #11 von saltgay_nl
  • Er sagt doch gar nicht, dass jeder Schwule, der Kirchenmitglied ist, Priester wird. Es gibt ja auch katholische Schwule, die nicht vor sich selbst flüchten und Selbsthass entwickeln. Deine Argumentation ergibt für mich keinen Sinn.

    Und Grundschullehrer fehlen sicher nicht wegen diesem einen Buch, das dieser Journalist geschrieben hat, sondern weil erstens zu wenige eingestellt wurden und zweitens diese lange Zeit von allen Lehrern am wenigsten Geld bekommen haben für ihren Job.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »

» zurück zum Artikel