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30 Jahre queeres Filmfestival in Hamburg

Lesbisch Schwule Filmtage nehmen Kampf gegen rechte Hetze auf

Ab sofort können Kinofans Tickets für das schwul-lesbische Filmfestival vom 15. bis 20. Oktober in Hamburg erwerben. Drei Programmpunkte entstanden in Zusammenarbeit mit Queer People of Color Hamburg.


Zu den Highlights des Festivals gehört der Film "XY Chelsea" über die transsexuelle Whistleblowerin Chelsea Manning (Bild: Pulse Films)

  • 29. September 2019, 08:45h, noch kein Kommentar

Mit rund 70 Veranstaltungen locken die Lesbisch Schwulen Filmtage zum 30. Mal die Hamburger in die Kinosäle. Das älteste und größte queere Filmfestival Deutschlands findet vom 15. bis 20. Oktober bereits zum 30. Mal statt. Dabei werden auch dieses Jahr viele Filme erstmals in Deutschland gezeigt. Neben Filmen gibt es auch eine ganze Reihe Partys am Rande des Festivals (Mehr Infos hier).

Eröffnet wird das Festival mit einer Gala auf Kampnagel, bei der der Tanzfilm "And Then We Danced" gezeigt wird. Zu den Highlights des Festivals gehören die brasilianische Dokumentation "Mr. Leather", die von einer oft missverstandenen Subkultur erzählt, oder der guatemalische Film "José", in dem ein junger Schwuler seinen Platz in einer homophoben Umgebung sucht. Der US-amerikanische Film "Good Kisser" zeigt, wie ein lesbisches Paar mit einem Date zu Dritt wieder etwas Schwung in ihre Beziehung bringen will.

Direktlink | Trailer zu "Mr. Leather"

Brandaktuell ist auch die 92-minütige Dokumentation "XY Chelsea", die sich mit dem Leben der transsexuellen Whistleblowerin Chelsea Manning beschäftigt; die 31-Jährige war von Präsident Donald Trump als "undankbare Landesverräterin" bezeichnet worden. In der Woche nach dem Filmfestival gibt es außerdem mehrere Schulaufführungen, darunter etwa der hoch gelobte schweizerische Film "Mario". Lehrer*innen aus Hamburg können sich ab sofort mit ihren Klassen anmelden. Eine Info dazu gibt es hier. Alle Filme sind auf dieser Übersicht zu finden.

Zudem engagieren sich die Filmtage gegen Rassismus und rechte Hetze. Aus diesem Grund haben die Veranstalter gemeinsam mit 115 anderen Kultureinrichtungen die "Hamburger Erklärung der Vielen" unterzeichnet.

"Wir haben in der Auswahl unserer Filme und des Begleitprogramms schon immer auf eine diverse Repräsentation gesetzt und dadurch oft spannende Diskussionen angestoßen", erklärte Aileen Pinkert vom Organisationsteam der Filmtage. "Davon werden wir uns auch in Zukunft nicht abhalten lassen." Man werde sich deshalb auch "innerhalb unserer eigenen Struktur" mit Rassismus und Ausschlussmechanismen beschäftigen und überlegen, was man dagegen tun könne. In Zusammenarbeit mit Queer People of Color Hamburg sind in diesem Jahr drei Programmpunkte entstanden.

Tickets sind ab sofort online und in den Kartenvorverkaufsstellen erhältlich. (cw)