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Lesbische Batwoman

Ruby Rose: Not-OP nach Stunt-Unfall

Die australische Schauspielerin stellt die erste lesbische Superheldin in einer TV-Serie dar – doch fast wäre sie beim Dreh nach einem Unfall am Set gelähmt worden.


Ruby Rose wird ab kommendem Wochenende als Fledermausfrau durch Gotham City schweben und das Böse bekämpfen (Bild: The CW)

Ruby Rose hat in einem Eintrag auf Instagram gezeigt, dass sie als neue "Batwoman" wirklich hart im Nehmen ist: Während der Dreharbeiten zur ersten Staffel der Fernsehserie habe sie sich bei einem Stunt-Unfall so sehr verletzt, dass sie notoperiert werden musste und beinahe bleibende Schäden erlitten hätte.

Dieser Unfall sei Schuld an ihrer neuen "Pez-Spender-Narbe" am Hals, so die 33-Jährige aus Melbourne. "Mir wurde gesagt, dass ich eine Notoperation brauche oder sonst riskiere, gelähmt zu werden", schrieb Rose. Sie veröffentlichte auch ein dreiminütiges Video, das Teile der Operation zeigt (Achtung: Das Video zeigt die OP im Detail und ist nichts für Zartbesaitete).

Rose schrieb, dass nach zwei Bandscheibenvorfällen bei ihren Stunts die Ärzte kurz davor gewesen seien, ihr das Rückenmark zu durchtrennen. Sie habe zu diesem Zeitpunkt durchgehend mit chronischen Schmerzen zu kämpfen und Taubheitserscheinungen an ihren Armen gehabt.

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"Batwoman" geht am 6. Oktober los

"Batwoman" soll im US-Fernsehsender The CW am Sonntagabend in der Hauptsendezeit starten. Dabei handelt es sich um die erste TV-Superheldenserie, bei der die Hauptfigur offen homosexuell ist. Noch ist unklar, wann die Reihe in Deutschland zu sehen sein wird. DC-Serien laufen in der Regel immer zuerst auf ProSieben oder Sixx, aber erst Monate nach dem Start in den USA.

Schauspielerin Ruby Rose war bereits im Dezember 2018 in der Crossover-Serie "Elseworlds" als Fledermausfrau zu sehen. In drei TV-Episoden kreuzten sich die Wege der DC-Serienfiguren "Arrow", "Flash", "Supergirl" und "Batwoman". Mit der neuen Serie hofft The CW, eine Lücke im TV-Serienuniversum von DC Comics zu füllen, da "Arrow" nach einer verkürzten achten Staffel Anfang 2020 zu Ende gehen wird – und der derzeitige Superhelden-Hype in Kino und TV weltweit noch immer nicht abnimmt.

DC Comics ist der schärfste Konkurrent des Marktführers Marvel Comics, der derzeit insbesondere mit der "Avengers"-Filmreihe für Schlagzeilen sorgt. Marvel zeigt sich ebenfalls an Vielfalt interessiert: Das Produktionsstudio will Ende 2020 erstmals einen schwulen Superhelden in der Verfilmung von "The Eternals" präsentieren (queer.de berichtete).

Die neue "Batwoman"-Serie basiert auf einer 2006 eingeführten Comicvorlage, in der offen die Homosexualität der Superheldin behandelt wird. Ihren ersten Auftritt hatte "Batwoman" in Comics bereits 1956 – damals war sie aber noch an Männern interessiert.

Ruby Rose ist hauptsächlich für ihre Rolle als Stella Carlin in der Netflix-Serie "Orange Is the New Black" bekannt, arbeitete aber auch als Model, Videojockey und TV-Moderatorin. Die Veganerin hatte sich bereits im Alter von zwölf Jahren als lesbisch geoutet und erklärte 2014 in einem Interview, sie sei genderfluid, bewege sich also in ihrer Geschlechtsidentität zwischen den Geschlechtern. (dk)