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Homophober Geistlicher

Kardinal Levada ist tot

Mit seinen reaktionären politischen Ansichten hatte der frühere Erzbischof von San Francisco und spätere Chef der Glaubenskongregation versucht, die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu verhindern.


Kardinal Levada machte es sich zu einer seiner Lebensaufgaben, dass Homo­sexuelle nicht gleiche Rechte wie Heterosexuelle erhalten sollten

  • 30. September 2019, 11:17h 10 2 Min.

William Joseph Kardinal Levada ist vergangenen Donnerstag im Alter von 86 Jahren in Rom gestorben. Der gebürtige Kalifornier hatte über Jahrzehnte die katholische Kirche mitbestimmt und galt als einer der erbittertsten Gegner der politischen Gleichstellung von sexuellen Minderheiten.

Von 1995 bis 2005 war Levada Erzbischof der linksliberalen Hochburg San Francisco. Dort machte er etwa Stimmung gegen eine symbolische Anerkennung von Homo-Paaren durch die Stadtverwaltung im Jahr 1997. Sieben Jahre später zeigte er sich empört darüber, dass der damalige Bürgermeister Gavin Newsom (der heutige Gouverneur von Kalifornien) kurzfristig die Ehe für Schwule und Lesben öffnete (queer.de berichtete). Levada führte sogar einen Demonstrationszug von Homo-Hassern an, die forderten, Schwulen und Lesben das Ehe-Recht wieder abzuerkennen.

Sieben Jahre lang Chef der Glaubenskongregation

2005 machte der neugewählte Papst Benedikt XVI. Levada zum Chef der mächtigen Glaubenskongregation, der früheren Inquisitionsbehörde der Kirche, die heutzutage die religiösen und teilweise politischen Glaubensgrundsätze der Katholiken bestimmt. Diesen Posten hatte er bis 2012 inne, als er aus Altersgründen zurücktrat. Kritiker bemängelten wiederholt, dass Levada einen Kreuzzug gegen Homosexuelle durchführte, während er großes Verständnis und Nachsicht mit katholischen Priestern zeigte, die Kinder sexuell missbraucht hatten.

Der Kardinal hatte auch stets erklärt, dass ein Ausschlusskriterium für den Priesterberuf nicht nur im Geschlecht, sondern auch in der sexuelle Orientierung zu finden sei: "Ein Priester, der sich öffentlich zur Homosexualität bekennt, macht es den Gläubigen schwer, in ihm den Stellvertreter Christi zu sehen", sagte er etwa im Jahr 2006 (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 ursusEhemaliges Profil
  • 30.09.2019, 16:42h
  • Leider wachsen freiheitsfeindliche Hetzer permanent nach.

    Und vergessen wir nicht, dass konsequente Queerfeindlichkeit immer noch zur Kernideologie der gesamten katholischen Kirche gehört, daran ändert auch gelegentliches Kreidefressen nichts.
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#2 PetterAnonym
  • 30.09.2019, 17:13h
  • "Kritiker bemängelten wiederholt, dass Levada einen Kreuzzug gegen Homosexuelle durchführte, während er großes Verständnis und Nachsicht mit katholischen Priestern zeigte, die Kinder sexuell missbraucht hatten."

    Das kennt man ja von den Katholen:
    Scheinheilig bis zum Abwinken und sich dann auch noch als moralische Instanz ansehen...
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#3 heinrich1953
  • 30.09.2019, 17:24hViernheim
  • hm,jetzt wird er ja bei seinem chef/oder chefin sein und da wird er schon seine
    rechnung aufgemacht bekommen
    von toleranz haben die katholiken ja wenig ahnung,vielleicht war jesus auch schwul,wahrscheinlich,wenn man mit 12 männern durch die gegend zieht .......
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