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"Let's Dance"-Juror

Jorge González: Mit dem Vater zur schwulen Lederparty in Berlin

Mit seinem 98-jährigen Vater schaut sich Model und TV-Personality Jorge González gerne mal "RuPaul's Drag Race" an und geht auch mal auf eine Gay-Party.


Jorge González besuchte mit seinem Vater Griechenland (Bild: Instagram / Jorge González )

  • 1. Oktober 2019, 11:38h, noch kein Kommentar

Der 52-jährige "Let's Dance"-Juror Jorge González spricht in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe der Illustrierten "Gala" über das innige Verhältnis zu seinem Vater Gudelio.

Der 98-Jährige komme ihn jedes Jahr für mehrere Monate in Deutschland besuchen. Dann nehme der Kubaner voll an seinem Leben in der Bundesrepublik teil: "Ich habe meinen Vater mal mit auf eine Gay-Party in Berlin genommen. Ich wusste vorher nicht, dass die Party ein Motto hatte: Leder! Da standen wir dann, und ich dachte nur, was sage ich ihm jetzt?"

Gudelio habe sich aber mit der Antwort, es sei Fasching, zufriedengegeben und getanzt. "Ich schaue mit ihm auch die Dragqueen-Serie 'RuPaul's Drag Race' auf Netflix. Die findet er cool."

Auf seinem Instagram-Konto hatte González erst am Montag seinem Vater auf Englisch zum Geburtstag gratuliert. Er veröffentlichte auch mehrere Bilder, die ihn und seinen Vater bei Reisen durch Europa zeigten.

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Vater akzeptierte Homosexualität erst spät

Bereits in der Vergangenheit hatte González erzählt, dass er seine Homosexualität in seinem Geburtsland Kuba verheimlichen musste. "Mir war klar, dass ich nach außen hin nicht sagen durfte, dass ich schwul war. Denn in Kuba war Schwulsein damals gesetzlich verboten! Hätte ich es offen zugegeben, wäre ich überall verachtet worden und hätte keine Chance gehabt, auf eine gute Schule zu gehen", erklärte González 2011 gegenüber der "Bravo" (queer.de berichtete). Damals sagte er auch, dass sein Vater zunächst seine Homosexualität aus Sorge um die "Familien-Ehre" nicht akzeptiert habe. "Erst Jahre später war es für ihn okay", so González damals.

Jorge González hatte bis zu seinem 17. Lebensjahr auf Kuba gelebt. Wegen der Homophobie in der kommunistischen Diktatur floh er schließlich nach Europa, um Radioökologie an einer slowakischen Universität zu studieren. Er arbeitete nebenbei als Model – und machte dies schließlich zu seinem Hauptberuf.

2009 wurde er in Deutschland zum TV-Gesicht, als er die Nachfolge von Bruce Darnell als Choreograf und Trainer der Model-Casting-Show "Germany's Next Topmodel" unter der Leitung von Heidi Klum annahm. Klum dreht derzeit den "Drag Race"-Abklatsch "Queen of Drags" in Los Angeles (queer.de berichtete). Seit 2013 ist González Jurymitglied der Tanzsendung "Let's Dance" und moderiert die Sendung "E! Factor by Jorge González" im Spartensender E! Entertainment Television. (cw)