Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34587

Audienz

Papst empfängt LGBTI-freundlichen Jesuitenpater

Das Oberhaupt der katholischen Kirche und der liberale US-Theologe James Martin sprachen über das Verhältnis der Kirche zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten.


Pater James Martin gehört zu den Hoffnungsträgern von LGBTI-Gläubigen (Bild: Facebook / James Martin, SJ)

  • 1. Oktober 2019, 10:53h 16 2 Min.

Papst Franziskus hat den amerikanischen Jesuitenpater James Martin am Montag zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen. Martin, der in den USA vor allem für seine Forderung nach einer offeneren Haltung gegenüber Homosexuellen bekannt ist, erklärte im Anschluss gegenüber dem "Religion News Service", dass er mit dem Pontifex insbesondere das Verhältnis der Kirche gegenüber LGBTI angesprochen habe.

"Das Gespräch war toll und sehr aufmunternd", sagte Martin. "Es ging hauptsächlich um den Umgang mit LGBT-Katholiken. Franziskus hat sich gefreut, darüber zu reden", so Martin. "Ich habe 30 Minuten mit einem warmen und barmherzigen Pastor gesprochen." Er hoffe, dass schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Katholiken dieses Treffen als Zeichen "für die Liebe und Sorge von Papst Franziskus" sehen. Sein Ziel sei es gewesen, LGBT-Katholiken beim Papst eine Stimme zu geben. Über konkrete Gesprächsinhalte machte Martin jedoch keine Angaben.

One of the highlights of my life. I felt encouraged, consoled and inspired by the Holy Father today. And his time with…

Gepostet von Fr. James Martin, SJ am Montag, 30. September 2019
Facebook / Fr. James Martin, SJ
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Papst fragte Audienz an

Martin erklärte weiter, dass die Audienz auf Anfrage von Franziskus zustande gekommen sei. Laut Martin habe ihn der Papst bei einer Veranstaltung getroffen und erklärt: "Ich will eine Audienz mit Ihnen."

In den USA ist Martin, der Chefredakteur des Jesuitenmagazins "America" und gern gesehener Gast in Nachrichtensendern wie CNN und MSNBC, umstritten – Grund ist Veröffentlichung seines Buches "Eine Brücke bauen: Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden" im Jahr 2017. In dem Buch hatte sich Martin für einen engen Dialog zwischen Kirche und LGBTI-Community eingesetzt. Konservative Katholiken hatten ihn deshalb als "Ketzer" bezeichnet, allerdings hatten auch vereinzelt Bischöfe die Veröffentlichung des Buches begrüßt. (dk)

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-

#1 SarkastikerAnonym
  • 01.10.2019, 18:19h
  • "für die Liebe und Sorge von Papst Franziskus"

    Wenn er so besorgt ist, frage ich mich ernsthaft und ausnahmsweise ohne jeden Sarkasmus, warum er sich dann nicht mal gewisse Würdenträger seiner Organisation aus Polen zur Brust nimmt?
    Bei deren Kommentaren und Parolen sollte einem wirklich besorgten Hirten bezüglich seiner queeren Schäfchen unter solcher Fuchtel Angst und Bange werden.
  • Direktlink »
#2 Homonklin44
  • 01.10.2019, 18:45hTauroa Point
  • ""Er hoffe, dass schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Katholiken dieses Treffen als Zeichen "für die Liebe und Sorge von Papst Franziskus" sehen. ""

    Seriously? Kommt eher so rüber, wie eine Art PR-Trick, wenn die das nach all den Tiraden von sonstwelchen Kirchenknilchen in aller Welt auch noch schlucken sollen.
    Da fragt man sich, wovon die eigentlich nachts so träumen.

    Wer will denn von dem Chef der Kostümbarden auch geliebt und umsorgt sein, wenn es bedeutet, an Märchen zu glauben und sich in bald jeder Befassung aus seinem Konzern irgendwie herabgewürdigt und angegriffen vorzufinden?

    www.kirchenaustritt.de

    Das ist eine reelle Chance!
  • Direktlink »
#3 LarsAnonym
  • 02.10.2019, 08:37h
  • Antwort auf #2 von Homonklin44
  • Fr. Martin ist als Jesuit viel zu reflektiert, um an Märchen zu glauben. Sein theologisches Konzept ist abstrakter, deshalb kann er relativ offen sein, wobei für ihn natürlich der christliche Ideen- und Bilderkosmos der Bezugspunkt bleibt, seine Identität.

    Seine Videoansprache an LGBT zeigt das deutlich. Es geht ihm da vor allem um die Stärkung des Selbst von queeren Menschen, wobei er den Wechsel zu anderen (spirituellen) Gemeinschaften nicht ausschließt.

    Egal, ob man in der Kirche bleibt oder nicht, ist es für an Religion oder Spiritualität interessierte Menschen sicher nützlich, seine Haltung zu religiösen Fragen zu studieren.
  • Direktlink »