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Kommentare zu:
Papst empfängt LGBTI-freundlichen Jesuitenpater


#1 SarkastikerAnonym
  • 01.10.2019, 18:19h
  • "für die Liebe und Sorge von Papst Franziskus"

    Wenn er so besorgt ist, frage ich mich ernsthaft und ausnahmsweise ohne jeden Sarkasmus, warum er sich dann nicht mal gewisse Würdenträger seiner Organisation aus Polen zur Brust nimmt?
    Bei deren Kommentaren und Parolen sollte einem wirklich besorgten Hirten bezüglich seiner queeren Schäfchen unter solcher Fuchtel Angst und Bange werden.
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#2 Homonklin44Profil
  • 01.10.2019, 18:45hTauroa Point
  • ""Er hoffe, dass schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Katholiken dieses Treffen als Zeichen "für die Liebe und Sorge von Papst Franziskus" sehen. ""

    Seriously? Kommt eher so rüber, wie eine Art PR-Trick, wenn die das nach all den Tiraden von sonstwelchen Kirchenknilchen in aller Welt auch noch schlucken sollen.
    Da fragt man sich, wovon die eigentlich nachts so träumen.

    Wer will denn von dem Chef der Kostümbarden auch geliebt und umsorgt sein, wenn es bedeutet, an Märchen zu glauben und sich in bald jeder Befassung aus seinem Konzern irgendwie herabgewürdigt und angegriffen vorzufinden?

    www.kirchenaustritt.de

    Das ist eine reelle Chance!
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#3 LarsAnonym
  • 02.10.2019, 08:37h
  • Antwort auf #2 von Homonklin44
  • Fr. Martin ist als Jesuit viel zu reflektiert, um an Märchen zu glauben. Sein theologisches Konzept ist abstrakter, deshalb kann er relativ offen sein, wobei für ihn natürlich der christliche Ideen- und Bilderkosmos der Bezugspunkt bleibt, seine Identität.

    Seine Videoansprache an LGBT zeigt das deutlich. Es geht ihm da vor allem um die Stärkung des Selbst von queeren Menschen, wobei er den Wechsel zu anderen (spirituellen) Gemeinschaften nicht ausschließt.

    Egal, ob man in der Kirche bleibt oder nicht, ist es für an Religion oder Spiritualität interessierte Menschen sicher nützlich, seine Haltung zu religiösen Fragen zu studieren.
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#4 niccinicciAnonym
#5 Homonklin44Profil
  • 02.10.2019, 13:49hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Lars
  • ""Es geht ihm da vor allem um die Stärkung des Selbst von queeren Menschen, wobei er den Wechsel zu anderen (spirituellen) Gemeinschaften nicht ausschließt. ""

    So eine Stärkung erreicht man durch die Befreiung von dem ganzen Mumpitz rund um die verlogene Sekte. Man befreit sich vor allem selbst. Von einer den Verstand vernebelnden "Gemeinschaft" zur nächsten zu wechseln, löst das Urproblem nicht auf, einer Verblendung hinterher zu laufen.

    Mir schon klar, dass das "Spirituelle" nicht erreichen kann, da einwärts gelenkte Introjektsteuerung vorliegt.

    Die Bande weiter zu unterstützen, indem man alles ignoriert, was die an Verachtung und Demütigungen sonst so loswerden, selbst ihre brachial widerwärtigen Verbrechen nachzusehen, und sich weiter in "spirituelle" Geiselhaft zu betten, Stockholm-Syndrom artig und vermeintlich brav - woher soll da eine Stärkung kommen? Da stärkt man die Urheber seiner Schwächung mit.
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#6 FilipProfil
  • 02.10.2019, 15:19hHamburg
  • Antwort auf #5 von Homonklin44
  • "...Stärkung erreicht man durch die Befreiung von dem ganzen Mumpitz rund um die verlogene Sekte. Man befreit sich vor allem selbst. Von einer den Verstand vernebelnden "Gemeinschaft" zur nächsten zu wechseln, löst das Urproblem nicht auf, einer Verblendung hinterher zu laufen."

    Meine Zustimmung! Das sehe ich genauso.
    (Wobei ich in der glücklichen Situation war, mich hier nie befreien zu müssen.)
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#7 LarsAnonym
  • 04.10.2019, 08:47h
  • Antwort auf #5 von Homonklin44
  • Auch wenn man Spiritualität nichts abgewinnen kann, würde ich das ganze nicht als Mumpitz bezeichnen. Spritualität kann über Bilder, Riten und Geschichten Menschen Werkzeuge liefern, die sie seelisch beruhigen, sie kann natürlich Menschen auch vereinnahmen und psychisch manipulieren.

    Auf jeden Fall reagiert sie auf menschliche Bedürfnisse nach Halt, Trost, Gemeinschaft, Sinngebung, inneren Frieden. Menschen können sich vielleicht von Spiritualität oder Kirchen befreien, aber nicht von diesen Bedürfnissen. Wenn man Menschen "befreien" will, sollte man positiv formulieren können, woher man selber seine Kraft und Sicherheit oder Gelassenheit im Leben hernimmt.

    Wie gesagt, kann man da viel von den Jeusuiten lernen.
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#8 TheDadProfil
  • 04.10.2019, 12:07hHannover
  • Antwort auf #7 von Lars
  • ""Menschen können sich vielleicht von Spiritualität oder Kirchen befreien, aber nicht von diesen Bedürfnissen.""..

    Äh ?
    Anders als die Bedürfnisse nach Essen, Schlaf und Sex befinden sich die von Dir aufgezählten, und als "Bedürfnisse" bezeichneten, erlernten, und indoktrinierten "Handlungs-Funktionen" nicht im genetischem Programm des Menschen, und sind damit dann auch vollständig frei von der "Erfüllung"..

    Anders als Du hier denkst, und auch vorgibst, es sei so, kann man derlei "Bedürfnisse" ziemlich leicht ablegen, und sich von ihnen befreien..

    Dazu muß man nämlich nur anfangen zu denken, und sich über diesen ganzen Mumpitz informieren..

    Was man dem Klerus dann vorwerfen muß, und anders als den einfachen "Gläubigen"..
    Der einfache "Gläubige" weiß in der Regel recht wenig über die Inhalte seines "Glaubens", und vor allem nicht über das System mit dem er bei der Stange gehalten wird..
    Der Klerus ist darüber ausführlich informiert, und stellt mit einer schier unglaublichen schauspielerischen "Leistung" derlei "Spiritualität" öffentlich dar OBWOHL er um den Unfug von Riten, Heiligenverehrung und Prozessionen weiß..

    Und Leut wie Du fallen bereitwillig darauf herein..
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#9 LarsAnonym
  • 09.10.2019, 14:10h
  • Antwort auf #8 von TheDad
  • "Anders als die Bedürfnisse nach Essen, Schlaf und Sex befinden sich die von Dir aufgezählten, und als "Bedürfnisse" bezeichneten, erlernten, und indoktrinierten "Handlungs-Funktionen" nicht im genetischem Programm des Menschen, und sind damit dann auch vollständig frei von der "Erfüllung".."

    Problematisches Argument. Im genetischen Programm des Menschen gibt es auch kein Bedürfnis nach Menschenrechten, sozialem Verhalten, politischer Freiheit, Demokratie.
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#10 Religioten-WatchAnonym
  • 10.10.2019, 20:31h
  • Antwort auf #7 von Lars
  • "die sie seelisch beruhigen"

    --->Das tun Valium und Opium auch.

    "sollte man positiv formulieren können, woher man selber seine Kraft und Sicherheit oder Gelassenheit im Leben hernimmt."

    --->Tu doch nicht so, als ob das niemand täte bzw. als ob niemand dabei helfen würde, das zu lernen. Im Gegenteil: Hilfe ist allgegenwärtig. Psychologen und Psychotherapeuten helfen dabei allen, die von Esoterik loskommen wollen - und das sogar von den Krankenkassen kofinanziert. Es gibt keine Ausrede.

    "Wie gesagt, [sic!] kann man da viel von den Jeusuiten lernen."

    Dass Männer übers Wasser gehen oder sog. "Ungläubige" töten zu müssen? Dass feurige Zungen vom Himmel fallen und dass Tote als Zombies wiederkommen? "Glauben" über das klare Denken zu stellen aus Angst vor einem eingebildeten Wesen, das einen sonst aufs Übelste straft und tötet? Auf eingebildete Stimmen im Kopf zu hören und ihre Weisungen zu befolgen?

    So etwas Irres gilt es nicht zu "lernen", sondern zu überwinden und zu heilen!
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#11 LarsAnonym
  • 10.10.2019, 22:16h
  • Antwort auf #10 von Religioten-Watch
  • "So etwas Irres gilt es nicht zu "lernen", sondern zu überwinden und zu heilen!"

    Ja klar, gilt es, religiösen und esoterischen Wahn zu heilen. Aber das geht nur mit Aufklärung und mit einer differenzierten Analyse.

    Interessant ist da die Arbeit der vergleichenden Religions- und Kulturwissenschaftler, die Märchen, Mythen und religiöse Überlieferungen nach rationalen Gesichtspunkten untersuchen und ihre soziale und psychologische Funktion analysieren.

    Die Jesuiten sind in diesem Zusammenhang auch interessant, weil sie zum einen ein Teil des kirchlichen Apparates waren und sind, aber auch zur Frühaufklärung beigetragen haben - lange, bevor es Psychologie im modernen Sinne gab.

    Nichts gegen fundamentale Kirchenkritik, aber ich habe den Eindruck, dass eine Kritik das Ziel verfehlt, wenn sie ungenau und pauschalisierend ist. Kein aufgeklärter Christ glaubt daran, das Menschen über das Wasser laufen können. Es handelt sich für sie um ein Symbol, ein Bild, das interpretierbar ist.
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#12 Religioten-WatchAnonym
  • 11.10.2019, 11:09h
  • Antwort auf #11 von Lars
  • Nicht lügen, Freundchen, die Jesuiten sind immer noch einer der Motoren des römisch-katholischen Unterdrückungs- und Mordapparates.

    Und das mit dem Symbol kommt bei euch Christen ulkigerweise immer nur dann, wenn ihr argumentativ in der Ecke steht und nicht mehr anders rauskommt.
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#13 LarsAnonym
  • 11.10.2019, 16:57h
  • Antwort auf #12 von Religioten-Watch
  • Ich sprach davon, dass die Jesuiten Teil der Frühaufklärung waren, das sind sie nicht mehr.

    im übrigen halte ich kein Plädoyer für oder gegen die Kirche, sondern ich kommentiere die Vorgänge und die Pressearbeit im Vatikan neutral und distanziert.

    Zu sagen, wie religiöse Texte und Symbole funktionieren, sagt noch nichts darüber aus, zu welchem Zweck sie eingesetzt werden und ob dieser Zweck gut ist. Das wäre erst der nächste Schritt. Diese Geduld haben aber nicht alle Kommentatoren.

    Stichwort Symbole: Der Flug des Ikarus, der Flug des Propheten Mohammed oder das Wandeln auf dem Wasser sind für mich Symbole, die ähnlich funktionieren, obwohl sich die religiösen Systeme ansonsten unterscheiden. Sie sind, da ist sich die Wissenschaft eigentlich einig, nur aus ihrem historischen und sozialen Kontext zu verstehen oder zu bewerten, soweit sich dieser überhaupt noch nachweisen lässt.

    Es kann gut sein, dass Fr. Martin in erster Linie an den Erhalt seines Systems, seiner Organisation denkt. Trotzdem sind seine Argumente, mit denen er eine fundamentalistische Lesart der Bibel kritisiert, unbestritten und werden auch gerne von LGBTQ-Anhängern oder Atheisten zitiert, wie z.B. die Frage nach der Gültigkeit von Leviticus.

    Wissenschaftlich zu argumentieren, heißt auch, immer mal wieder einen Gang runter schalten zu können und langsam und gründlich zu argumentieren und zu kritisieren und pauschale Aussagen zu vermeiden, sonst kreiert man nur neue Mythen.
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#14 TheDadProfil
  • 12.10.2019, 12:28hHannover
  • Antwort auf #13 von Lars
  • ""Ich sprach davon, dass die Jesuiten Teil der Frühaufklärung waren, das sind sie nicht mehr.""..

    Was ist denn "Frühaufklärung" ?

    Teil der Frühsexualisierung von Kita-Kindern ?

    Wenn denn ausgerechnet die "Jesuiten" als Teil einer solchen Funktion identifiziert werden, dann ist es folgerichtig, daß diese "Aufklärung" auch genau so früh gründlich gescheitert ist, wie sie begann..
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#15 LarsAnonym
  • 12.10.2019, 18:11h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • "Wenn denn ausgerechnet die "Jesuiten" als Teil einer solchen Funktion identifiziert werden, dann ist es folgerichtig, daß diese "Aufklärung" auch genau so früh gründlich gescheitert ist, wie sie begann.."

    Die oft noch religiös gebundene Frühaufklärung (zu der die Jesuitn beitrugen) wurde - in Europa - durch die religionsunabhängige Aufklärung abgelöst. Ich würde da von einem Wandel sprechen, nicht von einem klaren Bruch.

    Dass Aufklärer wie Voltaire, Diderot und Descartes auf Jesuitenschulen gegangen sind, kann man als Erfolg der Jesuiten oder als ihr Scheitern bewerten.

    Auf jeden Fall war die Qualität des jesuitischen Bildungswesens sehr hoch.

    Inwieweit Fr. Martin mit seiner Arbeit die Kirche zusammenhält oder inhaltlich aushöhlt, ist schwer zu sagen. Das hat die Jesuiten sowohl für die Kirche wie für die Säkularen immer etwas dubios gemacht.
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#16 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 14:17hHannover
  • Antwort auf #15 von Lars
  • ""Die oft noch religiös gebundene Frühaufklärung (zu der die Jesuitn beitrugen) wurde - in Europa - durch die religionsunabhängige Aufklärung abgelöst. Ich würde da von einem Wandel sprechen, nicht von einem klaren Bruch. ""..

    Von dem was Du hier als "Aufklärung" über die "Jesuiten" verstanden wissen willst, bis hin zu der
    "religionsunabhängigen Aufklärung"
    (die keine solche war)
    vergingen annähernd 4 Jahrhunderte mitten durch das dunkle Mittelalter..

    ""Dass Aufklärer wie Voltaire, Diderot und Descartes auf Jesuitenschulen gegangen sind, kann man als Erfolg der Jesuiten oder als ihr Scheitern bewerten.""..

    Nicht für ein Scheitern von Voltaire, Diderot und Descartes ?

    Und Du hältst die "Aufklärung" die diese Philosophen betrieben haben für eine "Folge" dieser Ausbildung, und nicht für einen Widerstand gegen sie ?

    Weil man sich immer noch "platt von oben herab" auf die Ergebnisse stürzt, um vorzufinden, was man vorzufinden hofft ?

    Wenn man denn schon ausgerechnet Voltaire, Diderot und Descartes anführen will, ohne sich auch nur einen Augenblick mit den Ausbildungen die dann "Jesuiten" bis Heute bieten, zu beschäftigen, um dann zu erkennen das solche Ausbildungen NICHT das Ziel haben Philosophen wie Voltaire, Diderot und Descartes zu schaffen, dann muß man das wohl so sehen..

    ""Auf jeden Fall war die Qualität des jesuitischen Bildungswesens sehr hoch.""..

    Wie man sehr viel später an Heiner Geißler sehen konnte..

    ""Inwieweit Fr. Martin mit seiner Arbeit die Kirche zusammenhält oder inhaltlich aushöhlt, ist schwer zu sagen.""..

    Wer da noch Fragen stellt missachtet die Hierarchie des Ordens..
    Bergoglio kann und wird nicht zulassen das Andere aus dem Orden ihm widersprechen, und eine Spaltung herbeiführen..
    Und das gilt im Falle Bergoglios auch für alle anderen Kleriker, wie die schon angeführten vermeintlich "aufbegehrenden" Deutschen Bischöfe, die nichts weiter sind als ein Teil einer laufenden Inszenierung, und den Advocatus Diaboli mimen im einem Ränkespiel der Verarschung der "Gläubigen"..
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