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Neu im Rowohlt Verlag

Knollennasen in der Midlife Crisis

Mit "Stell dich nicht an, Mann!" hat der schwule Comicpapst Ralf König ein sehr unterhaltsames "Seufz- und Jammerbuch für die besten Jahre" gezeichnet.


Mit seinen Comics ist Ralf König seit Jahrzehnten im Geschäft (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

Schon der griechische Philosoph Perplex wusste: Altern bedeutet für Männer 1. Dick werden 2. Träge werden 3. Jammern. Ralf König, Spezialist für die Midlife Crisis, hat diese zeitlose philosophische Lehre in seinem neuen Band "Stell dich nicht an, Mann!" mit neuem Leben gefüllt.


"Stell dich nicht an, Mann!" ist bei rororo erschienen

Auf 128 Seiten jammert König über das Altwerden – auf hohem Niveau und höchst unterhaltsam. Das "Seufz- und Jammerbuch für die besten Jahre", so der Untertitel, enthält Dramolette zu Themen wie Libidoschwäche und ernste Vater-Sohn-Gespräche, fein gereimte Vergänglichkeitsverse sowie eine große Comicgeschichte aus dem alten Griechenland, in der attraktive Fischer und berückend-gefährliche Sirenen die Hauptrollen spielen. Soviel kann schon verraten werden: Die Jugend kehrt nicht zurück.

Ralf König gilt als Deutschlands schwuler Comicpapst. Bereits Anfang der Achtzigerjahre zeichnete seine ersten "Schwulcomix". Seinen Durchbruch erreichte er 1987 mit dem Comic "Der bewegte Mann", der von Regisseur Sönke Wortmann sieben Jahre später verfilmt wurde. Bis heute hat er über 50 Bücher mit seinen markanten Knollennasen-Figuren veröffentlicht. Die Abenteuer seines Kultpaares Konrad und Paul haben mehrere schwule Generationen in Deutschland – wie auch in vielen weiteren Ländern – begleitet. Zuletzt erschien im Mai, ebenfalls bei Rowohlt, der Band "Stehaufmännchen". (cw/pm)

Infos zum Buch

Ralf König: Stell dich nicht an, Mann! Ein Seufz- und Jammerbuch für die besten Jahre. Comic. 128 Seiten. Rowohlt Verlag. Hamburg 2019. Gebundene Ausgabe: 15 € (ISBN 978-3-499-00016-4)


#1 Altwerden-ist-nicht-lustigAnonym
  • 03.10.2019, 15:42h
  • Leider habe ich selten etwas so Langweiliges von Ralf König in den Händen gehabt. Ich fand es einfallslos, ohne Überzeugung, Leidenschaft und Witz. Es wirkte auf mich, als hätte er eigentlich keine Lust gehabt.

    Immerhin fand ich seine letzten beiden Werke "Herbst in der Hose" und "Stehaufmännchen" sehr gelungen, und
    trotzdem bleibt er immer noch einer meiner Lieblingskünstler.
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#2 LotiAnonym
#3 saltgay_nlProfil
  • 04.10.2019, 09:19hZutphen
  • Das hat sich einfach überlebt. Was vor 30 Jahren noch den Zorn der Spießer erregte, ist jetzt Unterhaltungsprogramm für den bunten Nachmittag im Seniorenheim. Der Staatsanwalt aus Meiningen ist bestimmt auch schon in Pension und macht Wahlkampf für die AfD.

    Ralf König ist in die Jahre gekommen und nach seinem Kotau vor den Missbrauchsinquisitor-stern-lgpi²-Innen wegen weniger witziger Zeichnungen, die jedermann als Satire verstand, nicht mehr als künstlerischer Botschafter der Schwulenbewegung glaubwürdig.
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