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Polizeibericht

Vier Schwule in Berlin-Mitte angegriffen

"Seid ihr schwul?" Weil die Angesprochenen diese Frage bejahten, wurden sie in der Nacht zu Samstag von einem jungen Mann aus einer Gruppe heraus geschlagen.


Erneut meldet die Polizei in der Hauptstadt einen homophob motivierten Übergriff (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 5. Oktober 2019, 09:27h 24 2 Min.

In Berlin-Mitte kam es in der Nacht zu Samstag zu einer gefährlichen Körperverletzung mit homophobem Hintergrund. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Samstagmittag.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge waren vier Männer – zwei 19-Jährige, ein 20-Jähriger und ein 37-Jähriger – am Zionskirchplatz unterwegs, als sie von vier der Beschreibung nach jungen Männern zunächst nach Zigaretten gefragt wurden. Die Angesprochenen verneinten und gingen weiter. Kurz darauf wurden die Vier von den jungen Männern erneut angesprochen und gefragt, ob sie homosexuell seien. Dies bestätigen die Gefragten.

Plötzlich griff ein junger Mann die beiden 19-Jährigen und den 37-Jährigen an und schlug ihnen ins Gesicht. Die Angegriffenen riefen daraufhin laut um Hilfe. Ein 19-Jähriger und der 20-Jährige flüchteten in die Anklamer Straße und baten Passanten um Hilfe. Daraufhin ergriff die junge Vierergruppe die Flucht und lief in Richtung Brunnenstraße weg. Die Geschlagenen erlitten leichte Kopfverletzungen, verzichteten jedoch auf ärztliche Behandlungen.

Der Staatsschutz ermittelt

Wie in solchen Fällen üblich, hat der für Hasskriminalität zuständige Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.

In der vergangenen Woche hat die Bundesregierung in der Antwort auf einen Kleine Anfrage der Linksfraktion bekanntgegeben, dass die Zahl der deutschlandweit gemeldeten queerfeindlichen Straftaten binnen eines Jahres um 46 Prozent angestiegen ist (queer.de berichtete). Die demokratischen Oppositionsparteien und LGBTI-Aktivisten forderten daraufhin die Bundesregierung auf, gezielt mit einem Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie vorzugehen. Die Grünen hatten bereits im Mai beantragt, für einen derartigen Plan 35 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen (queer.de berichtete). (pm/cw)

-w-

#1 FinnAnonym
  • 05.10.2019, 13:29h
  • Was muss noch alles passieren, ehe die Politik endlich aufwacht?
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#2 SixtinusAnonym
  • 05.10.2019, 14:00h
  • Nächstes zentrales Thema und Motto des Berliner CSD: Homophobe Gewalt.

    ... schön wär's. Würde mal zeigen, dass wir als Community das Thema ernst nehmen.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 05.10.2019, 14:23h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Unsere schwarz-rote Bundesregierung will doch nur noch irgendwie ihre Restlaufzeit absitzen.

    Wenn nicht mal eine Bedrohung wie der Klimawandel von denen ernst genommen wird und sie endlich aufwachen lässt, wie sollen das dann so ein paar verprügelte Schwule?

    Union und SPD sind komplett eingeschlafen und wollen Deutschland jetzt auch ins Koma regieren...
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