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Medienberichte

Hitzlsperger wird Vorstandschef des VfB Stuttgart

Der offen schwule Ex-Nationalspieler soll den Zweitligisten zurück in die erste Fußball-Bundesliga führen.


Thomas Hitzlsperger war als Sportler Vizeeuropameister und legt nun eine schnelle Funktionärskarriere hin

Zu Update springen: VfB bestätigt Personalie (14.45 Uhr)

Die Profiabteilung des Fußballvereins VfB Stuttgart soll künftig von Thomas Hitzlsperger geführt werden. Wie der Südwestrundfunk und die "Stuttgarter Nachrichten" am Montagnachmittag berichteten, wird der baden-württembergische Club in den kommenden Tagen verkünden, dass der 37-Jährige in den nächsten Tagen zum Vorstandsvorsitzenden der ausgelagerten Fußball AG des Zweitligisten ernannt wird. Hitzlsperger soll einen Vertrag über drei Jahre unterschreiben. Bislang hat sich der Verein noch nicht zu der Personalie geäußert.

Hitzlsperger setzte sich den Berichten zufolge gegen den schweizerischen Unternehmensberater Bernhard Heusler und Robert Schäfer durch, der im Frühjahr beim Bundesligisten Fortuna Düsseldorf nach Streitereien als Vorstandschef seinen Platz räumen musste.

Der VfB war in der letzten Saison noch erstklassig und belegte am Ende der Saison Rang 16. Im Relegationsspiel unterlagen die Schwaben dem Hauptstadtverein Union Berlin. Derzeit befindet sich der VfB, trotz einer Heimniederlage gegen Wehen-Wiesbaden am vergangenen Wochenende, mit Rang zwei wieder auf Kurs in Richtung der ersten Bundesliga.

Twitter / VfB

Coming-out vor fünfeinhalb Jahren

Hitzlsperger hatte nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn für Schlagzeilen gesorgt, als er sich Anfang 2014 als schwul outete (queer.de berichtete). Damals erntete der 52-fache deutsche Nationalspieler viel Lob für sein Coming-out – außer freilich von der AfD. In den letzten Jahren legte er beim VfB eine Funktionärskarriere hin: Bereits seit 2016 ist er im VfB-Management vertreten (queer.de berichtete). Im Februar diesen Jahres wurde der gebürtige Oberbayer zum Sportvorstand befördert (queer.de berichtete).

Außerdem setzt er sich für Toleranz im Profisport ein: Seit zwei Jahren fungiert der Ex-Spieler, der 2007 mit dem VfB Deutscher Meister wurde, als "Botschafter für Vielfalt" beim Deutschen Fußballbund (queer.de berichtete). (dk)

 Update  14.45 Uhr: VfB bestätigt Personalie

Der VfB Stuttgart hat am Dientagmittag bestätigt, dass Thomas Hitzlsperger ab 15. Oktober neuer Vorstandsvorsitzender wird. "Thomas Hitzlsperger hat sich im Laufe eines umfangreichen Auswahlprozesses als die eindeutig beste Wahl für den Vorstandsvorsitz herauskristallisiert", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Gaiser in einer Pressemitteilung. "Er verkörpert all jene Werte, die der VfB für den nachhaltigen und langfristigen Erfolg benötigt: Ihn zeichnen seine hohe Sportkompetenz, Entscheidungsstärke, sein klares Bekenntnis zum VfB und zu unserem Weg der 'Jungen Wilden', seine hohe Glaubwürdigkeit und eine moderne Auffassung von Leadership und Unternehmenskultur aus."

Twitter / VfB



#1 gsdgsdgdgAnonym
  • 08.10.2019, 08:11h
  • Wie soll ein Schwuler in einem so heterosexuellen Sport wie Fußball einen Klub in die erste Liga zurückführen?
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#2 Carsten ACAnonym
  • 08.10.2019, 08:26h
  • Was wieder mal zeigt, dass man auch im Sport nach einem Outing Karriere machen kann.
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#3 FliegenAnonym
#4 LotiAnonym
  • 08.10.2019, 10:26h
  • Antwort auf #1 von gsdgsdgdg
  • Corny Littmann war Vereinspräsident von FC St. Pauli. Hat dem Verein gut getan bis heute und verhält sich gegenüber Homosexuelle sehr tolerant. Ich finde den Hitzlsberger äußerst sympathisch. Alles gute bei seiner neuen Aufgabe.
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#5 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
#6 TheDadProfil
  • 08.10.2019, 12:02hHannover
  • Antwort auf #1 von gsdgsdgdg
  • ""in einem so heterosexuellen Sport""..

    Zum Beispiel indem er Menschen wie Dir erklärt, das Sport keine "sexuelle identität" hat !

    So etwas wie einen "heterosexuellen sport" oder als logische Analogie dazu, einen "schwulen sport", gibt es nicht !
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#7 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 08.10.2019, 12:13h
  • Allerdings lässt er sich zu viel gefallen.
    Bei der WM war er bei einem Sender als Gastmoderator eingeladen und die anderen Moderatoren hatten sichtlich Befindlichkeiten. Sie ließen ihn erstmal stehen und schlossen ihn aus der Kommunikation aus. Auch im weiteren Verlauf verhielten sich die anderen Moderatoren sichtlich befindlich.
    Irgendwann konnte ich das nicht mehr sehen und schrieb an diesen Sender. Dann wurde es etwas besser.

    Also auch er wird mit Befindlichkeiten konfrontiert und ich würde mir wünschen, dass er da mehr Stellung bezieht.

    Ansonsten hoffe ich, dass er den VfB aus dem chronischen Tief herauskatapultieren kann, auch wenn ich kein Fan von dieser Mannschaft bin.
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#8 Harmloser BoyAnonym
  • 09.10.2019, 09:27h
  • Antwort auf #1 von gsdgsdgdg
  • Was ist an Fussball denn "heterosexuell"?!?

    Fussball ist auch ein sehr schwuler Sport - und hat viele schwule Fans!
    Und es gibt natürlich auch viele schwule Fussballer! - und wenn deren Sorge vor negativen Reaktionen im Stadion nicht so gross wäre, würden sich ganz bestimmt auch viel mehr Fussballer zum Schwulsein bekennen!

    Man sollte den Fussball nicht dem vermeintlich "Heterosexuellen" überlassen!!

    ... Und ich bin schwul, und ich bin sehr stolz auf meine schwule Identität!
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#9 Ironiker
  • 09.10.2019, 10:18h
  • Antwort auf #5 von HerzPeaceVolt
  • "Und weil er sich bezüglich seiner Homosexualität sehr zurückhält?"

    Entschuldigung bitte - aber solange jemand DAS für GUT hält, und das noch dazu in einem queeren Forum, läuft einiges aber noch sowas von falsch...
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#10 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 09.10.2019, 13:03h
  • Antwort auf #9 von Ironiker
  • Da hast du vollkommen Recht und deshalb war dieser Satz von mir als Kritik gemeint. Ich halte selbst nicht viel davon, so zu tun als sei ein Schwuler oder eine Lesbe hetero.
    Allerdings gibt es immer noch genügend Arbeitgeber, die Homosexuelle dazu zwingen, wenn auch oft nur indirekt und manchmal non-verbal.
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