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Online-Dating

Oberhausen: Vier Männer raubten Schwulen aus

Ein 19-Jähriger plauderte in einem Datingportal mit einem Schwulen, um ihn später zusammen mit drei Kumpels zu verprügeln und auszurauben.


Das Landgericht muss über das Schicksal von vier Angeklagten entscheiden, die einen schwulen Mann beraubt haben sollen (Bild: Emmanuel Huybrechts / flickr)

Das Landgericht Duisburg verhandelt einen Fall gegen vier Männer, die nach Kontaktaufnahme auf einem schwulen Datingportal einen Mann überfallen und ausgeraubt haben sollen. Wie "Der Westen" berichtet, wird den Angeklagten, die wie der Überfallene alle aus Oberhausen stammen, räuberische Erpressung und gemeinschaftliche Körperverletzung vorgeworfen. Ein Urteil wird für Mitte November erwartet.

Der Fall im Detail: Das schwule Opfer soll den 19-jährigen Hauptangeklagten auf der Datingseite angeschrieben haben. Nach einer Unterhaltung habe der Teenager, der sich als potenzieller Lover inszenierte, seinen Gesprächspartner um 300 Euro gebeten, die ihm dieser auch lieh. Als die Rückgabe geplant gewesen sei, habe der 19-Jährige erklärt, er habe lediglich einen 500-Euro-Schein. Die beiden seien dann gemeinsam zu einem Geldautomaten gefahren, damit das spätere Opfer Wechselgeld holen kann. Daraufhin habe ein 41-jähriger Mitangeklagter das Opfer mit einem Messer bedroht. Der Mann konnte jedoch fliehen.

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Zweiter Raubversuch erfolgreich

Zunächst stellte das Opfer keine Verbindung zwischen dem versuchten Raubüberfall und der Geldübergabe fest. Daher ließ er sich auf ein erneutes Treffen ein. Dieses Mal sei der 19-jährige Hauptangeklagte in Begleitung zweier Männer im Alter von 19 und 21 Jahren gekommen. Das Opfer bemerkte zu spät, dass es sich um einen Überfall handelte und konnte nicht fliehen. Die drei Täter schlugen auf den Mann ein und zertrümmerten sein Nasenbein. Sie erbeuteten 260 Euro.

In den vergangenen Jahren haben sich ähnliche Fälle in Deutschland ereignet, weswegen bei der Nutzung von Datingseiten zu besonderer Vorsicht geraten wird. Ende 2018 wurden etwa in Bochum acht Männer zwischen 18 und 21 Jahren zu Jugendstrafen bis zu 18 Monaten verurteilt, weil sie auf Datingseiten ihre Opfer zu abgelegenen Orten dirigierten und dann ausraubten (queer.de berichtete).

Ein ähnlicher Fall hatte sich zwei Jahre zuvor offenbar in Gütersloh ereignet (queer.de berichtete). Die Polizei stellte damals allerdings die Ermittlungen wegen fehlender Beweise ein (queer.de berichtete). (cw)

 Update  19.40h: Mit-Angeklagter vor Gericht verprügelt

Wie die WAZ berichtet, wurde am Mittwoch einer der Angeklagten während einer Verhandlungspause vor dem Duisburger Landgericht verprügelt – offenbar von Angehörigen eines anderen Angeklagten. Der 21-Jährige hatte zuvor die Mitangeklagten belastet. Die Verhandlung vor einer Jugendkammer soll am nächsten Montag fortgesetzt werden.



#1 FredinbkkProfil
  • 10.10.2019, 06:18hBangkok
  • Das Ausrauben von Personen welche
    auf Sex aus sind ist doch ein alter Hut..
    Hier in TH. funktioniert dies auch ohne
    Internet....

    zumeist aeltere Herren lassen sich auf
    Damen oder Herren ein ,laden sie dann ins Hotel ein und waehrend sie "duschen" wird das Bierchen oder andere Getraenke dann mit KO-Tropfen versetzt.....

    zum Sex kommt es nicht aber ..alle Wertsachen sind weg ..wenn Papi wieder aufwacht...manchmal wacht er auch niemehr auf...

    und viele Hotels haben leider keine Cameras in den Gaengen...

    ......somit auf zum naechsten Date...
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#2 FinnAnonym
  • 10.10.2019, 08:13h
  • " Die drei Täter schlugen auf den Mann ein und zertrümmerten sein Nasenbein. "

    Für solche Taten muss es viel schärfere Strafen geben. Gutes Zureden bringt bei gewaltbereiten Menschen nichts.

    Hier geht es um vorsätzliche Körperverletzung mit gravierenden Folgen. Da muss es auch endlich mal harte Strafen geben.
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#3 LotiAnonym
  • 10.10.2019, 13:31h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • Wenn ich den Artikel lese und es schon gleich zu Beginn der Kontaktaufnahme auf dieser Datingsite um Geld ging, hätte ich sofort den Kontakt abgebrochen. Wie leichtgläubig doch manche sind. Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Trotzdem hoffe auch ich über ein hartes Urteil.
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#4 FilipProfil
  • 10.10.2019, 14:08hHamburg
  • Antwort auf #3 von Loti
  • Das habe ich auch gedacht.
    Aber nun gut, vielleicht steht hier nicht inhaltlich alles, wie es sich zugetragen hatte? Der Täter war vielleicht doch sehr geschickt und hatte glaubhafte Argumente?
    Letztlich ist trotzdem und ausschließlich der/die Täter dafür veranwortlich.
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#5 MitDemKopfDenkenAnonym
  • 10.10.2019, 14:16h
  • Antwort auf #3 von Loti
  • Das Verhalten des Geschädigten liest sich wirklich bedrückend, so wie von Hoffnung und Wunschenken getrieben. Das ist kein Vorwurf meinerseits, aber es muss wohl eine Ermahnung an uns alle sein, den großen Kopf am Ruder zu halten und damit zu denken, nicht den kleinen Kopf ...
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#6 SteffileinAnonym
  • 10.10.2019, 20:39h
  • Soso, die Verwandten eines Angeklagten.... Ganz ehrlich, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. War wohl schon immer so Wird auch immer so bleiben. Davon mal abgesehen hoffe ich auf Haftstrafen.
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