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Auszeichnung des Völklinger Kreises

Christine Lüders erhält Goldene Ehrennadel

Die frühere Chefin der Antidiskriminierungsstelle wird dafür geehrt, dass sie sich jahrelang lautstark für gleiche Rechte von Homosexuellen eingesetzt hat.


Christine Lüders setzte sich während ihrer acht Jahre an der Spitze der Antidiskriminierungsstelle stets für die Rechte sexueller und geschlechtlicher Minderheiten ein (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr)

Diesjährige Preisträgerin der Goldenen Ehrennadel des Völklinger Kreises ist Christine Lüders, die von 2010 bis 2018 Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) war. Das gab der Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger am Mittwoch bekannt. Der Preis soll am Samstagnachmittag im Rahmen der Mitgliederversammlung des Völklinger Kreises im Alten Rathaus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen werden.

Erstmals ehrt der Berufsverband damit eine Nichtmitglied. Im letzten Jahr war Bernd Schachtsiek mit der Ehrennadel ausgezeichnet worden. Der Berater aus Berlin war zuvor sechs Jahre lang Chef des Völklinger Kreises gewesen. Im Jahr zuvor hatte Gerd Kirchhoff die Auszeichnung erhalten, der Vater der Veranstaltungsreihe "Diverse City".

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"Lüders hat die Schlechterstellung Homosexueller hörbar kritisiert"

"Frau Lüders hat in ihrer Zeit als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes die berufliche und gesellschaftliche Schlechterstellung homosexueller Menschen häufig und hörbar, auch gegenüber Regierung und Gesetzgeber, kritisiert", so begründete der Berufsverband die Auszeichnung. Er verwies darauf, dass die Diskriminierung gleichgeschlechtlich liebender Menschen 2017 zum Schwerpunktthema der ADS wurde.

Lüders hob sich mit ihrer Arbeit von ihrer Vorgängerin Martina Köppen, einer ehemaligen Funktionärin der katholischen Bischofskonferenz, ab. Köppen hatte die Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen noch verteidigt (queer.de berichtete)

Seit Lüders' Ausscheiden aus der Antidiskriminierungsstelle vor 17 Monaten ist die Behörde ohne neue Leiterin oder neuen Leiter. Im Frühjahr warfen die Grünen dem SPD-geführten Familienministerium Kungelei vor, weil es bislang daran scheiterte, den Posten zu besetzen (queer.de berichtete). Kommissarischer Leiter ist derzeit Bernhard Franke. Auch er engagiert sich für LGBTI-Rechte – so forderte er die dritte Geschlechtsoption für alle (queer.de berichtete). (dk)



#1 PetterAnonym
  • 09.10.2019, 17:55h
  • Absolut verdient.

    Deutschland könnte mehr starke Persönlichkeiten wie sie vertragen.

    Gerade in der Regierung würde ich mir auch solche Personen wünschen, aber unsere schwarz-rote Bundesregierung ist ja ein Totalausfall.
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#2 Btw001Anonym
#3 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 09.10.2019, 22:13h
  • Christine Lüders hat sich für die gesamte LSBTTIQ eingesetzt, nicht nur für Homosexuelle.

    Danke dafür, Frau Lüders :-)

    Jetzt gibt sie Arbeitgebern Anleitung für Diversit in ihren Unternehmen. Wenn das mal keine wichtige Aufgabe und keine super Idee ist.
    Sehr lobenswert und vorbildlich.

    Merci beaucoup.
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#4 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil