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Kommentare zu:
LGBTI-Aktivisten: Rückständige Gesundheitsversorgung treibt trans* Personen in den Selbstmord


#95 CanadianSarahAnonym
  • 11.11.2019, 20:52h
  • Und einem Monat spaeter wurde mir HRT in einer Klinik in Nordhessen verweigert. Trotz indikation und "weiblichen Erscheinungsbild". Muss inzwischen alles vom Psychiater, dem das Phaenomen transsexualismus bekannt ist, abgesegnet werden. Wo sind diese Aerzte in Hessen??? Dieses Gesundheitssystem erzeugt mir Stress, den ich nicht brauchen kann.

    Transverbaende und "Selbsthilfegruppen" schweigen darueber. "Aber die MDK-Regeln..." Ich werde in sozialen Medien angepammt, downgevotet und bekomme keine Medizin mehr. Trotz zwei Jahre HRT. Mittlerweile ist die Landbevoelkerung hier weiter als so mancher "Transexperte".

    Waere da nicht mein Job, wuerde ich wirklich verzweifelt sein....
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#94 trans naysayerAnonym
  • 16.10.2019, 14:13h
  • Antwort auf #92 von TheDad
  • P.S.

    "Und wer die Fehler identifziert hat, der ist auch dazu verdammt sie den Menschen zu erklären, und ihnen zu zeigen wie es richtig geht.."

    Und erneut werden Eigen-Interessen an "Vormünder" delegiert.

    Das Wissen liegt auf der Strasse. Man muss es nur aufsammeln. Und dann machen.

    #69 @Anonyma:
    We're kind of cursed...
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#93 trans naysayerAnonym
  • 16.10.2019, 13:57h
  • Antwort auf #92 von TheDad
  • "Das WÄRE so, WÄRE ich irgendwie Betroffener.."

    Ich kämpfe auch für die Rechte gebärfähiger Frauen obwohl ich nicht gebären kann und daher nicht "betroffen" bin...

    www.plannedparenthood.org/

    ...für die Rechte von Latinas, obwohl ich keine bin und folglich "nicht betroffen" bin, gegen den prison industrial complex, obwohl ich nicht im Gefängnis sitze und folglich "nicht betroffen" bin und für die Rechte unserer Gays of Color - obwohl ich offensichtlich kein schwuler Mann bin und deshalb "nicht betroffen" bin.

    DEINE Solidarität ist in DEINEM Land gefordert - weit über Deine schwule community hinaus - weit über die LGBTIQ-community hinaus.

    Das ewige "Es betrifft mich nicht" ist dann auch nur eine weitere Selbst-Offenbarung, die das Dilemma der Deutschen ausmacht und unmittelbar mit der "selbstgewählten Unmündigkeit" korreliert. Nicht nur in der LGBTIQ-community.

    Aber wie sagst Du immer selbst: "Es gibt "die community" nicht".

    Es gibt nicht mal "die schwule community". Dafür gibt es GUTE GRÜNDE. Du kannst es verzweifelt drehen, wie Du willst, der Kreis schliesst sich immer wieder am gleichen Punkt: Selbstgewählte Unmündigkeit. Circles.

    Und jetzt überlasse ich Dir wie immer das letzte Wort...
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#92 TheDadProfil
  • 16.10.2019, 12:00hHannover
  • Antwort auf #91 von trans naysayer
  • ""Du externalisierst. Du delegierst ein kulturelles deutsches Dilemma an eine Person auf der anderen Seite der Erde.""..

    Du baust Barrieren auf..
    "auf der anderen seite der erde"..

    Was Dich nicht daran hindert dich seit mehreren Jahren hier einzumischen ohne Dich wirklich in die Community einzumischen..

    Die ständige Kritik an der mangelhaften Solidarität verschiedener Communitys für die "deutsche" Trans*-Community wirkt dann auch nicht wie Kritik..

    Und wer die Fehler identifziert hat, der ist auch dazu verdammt sie den Menschen zu erklären, und ihnen zu zeigen wie es richtig geht..

    Sich dann auf die Position "andere seite der erde" zurückzuziehen ist Feigheit..

    Mindestens die gleiche Feigheit die in uns allen steckt, wenn wir wieder einmal die "falsche Politik der Politiker*" kritisieren, ohne den Ansporn zu haben es einfach mal besser zu machen indem wir von der Couch runter kommen, und es selber machen..

    ""Das ist nicht nur absurd. Das ist nicht nur lächerlich. Das ist die Fortsetzung selbstgewählter Unmündigkeit.""..

    Das WÄRE so, WÄRE ich irgendwie Betroffener..
    Das schöne daran ist aber ja, als Nicht-Betroffener kann ich Dir hier ebenfalls von außen "die Leviten" lesen, ohne die erlernte Hilflosigkeit fortzusetzen..

    Denn ich sehe keinen einzigen vernünftigen Grund dazu mich als Nicht-Trans*-Mensch innerhalb dieser Community an die Spitze einer Bewegung zu setzen, um dann quasi wie diese schon angesprochenen "Cis-Psychiater innerhalb der Strukturen" zu agieren..
    DAS wäre dann nämlich diese von Dir angeführte "Fortsetzung"..

    Aber es ist "euer Job"..
    Den müßt ihr tun, ihr müßt die Wege gehen, ihr müßt die Netzwerke bilden, die an Ländergrenzen oder gar Kontinenten gar nicht scheitern KÖNNEN, und dann dort tätig werden, wo Taten den Worten folgen müssen..

    BTW..
    Du hast hier weiter oben "ATME" als Teil der "schlechten Struktur" beschrieben..
    Andere sehen das anders..
    Es wäre schön, wenn dort mal die Gründe dafür erklärt werden..
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#91 trans naysayerAnonym
  • 16.10.2019, 01:36h
  • Antwort auf #90 von trans naysayer
  • #81 @TheDad:
    "Zeig doch einfach mal wie das geht !"

    Es wurde bereits gesagt, dass das jede*r herausfinden kann, der*die ein Mobiltelefon, Tablet oder Laptop hat.

    #82 @TheDad:
    """Was hindert Menschen daran, sich über sich selbst und ihre eigene Situation, die ihr Leben unmittelbar betrifft, zu informieren-?""..

    Gute Frage.."

    Finde ich auch. Deshalb stelle ich sie.

    Es geht darum, seine "selbstgewählte Unmündigkeit" zu reflektieren und zu überwinden.

    Du externalisierst. Du delegierst ein kulturelles deutsches Dilemma an eine Person auf der anderen Seite der Erde. Nicht nur das. Du erwartest von ihr auch noch Abhilfe bei der Lösung dieses Dilemmas.

    Das ist nicht nur absurd. Das ist nicht nur lächerlich. Das ist die Fortsetzung selbstgewählter Unmündigkeit.

    Ich bin weder "Therapeutin" noch "Vormund".

    Ich bin Aktivistin. Auf ALLEN Gebieten, die das Leben von People Of Color betreffen. Schon immer. Von Anfang an.

    NIEMAND kann EUER kulturelles Dilemma lösen. Das könnt nur IHR SELBST.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#90 trans naysayerAnonym
  • 15.10.2019, 22:07h
  • Antwort auf #89 von TheDad
  • "Denn diese Solidarität der Anderen einzufordern und sich selbst dabei gleichzeitig explizit auszunehmen macht nicht wirklich "seriös", denn es macht keinen Sinn.."

    Ich habe niemals Solidarität aus D für uns "eingefordert". In D versteht man weder unsere communities noch interessiert man sich für uns.

    @Anonyma hat in #83 und #86 erklärt, welche "Strukturen" es in Deutschland zu überwinden gilt: kulturell bedingte selbstverschuldete Unmündigkeit.

    Das gilt nicht nur für die T-community. Das gilt auch nicht nur für die LGBTIQ-community. Das gilt in D generell.

    Das kann niemand anders für Menschen tun. Das können sie nur selber tun.

    Die Frage, die es zu beantworten gilt, hat @Anonyma vorgegeben:

    "Und das darf dann jetzt gerne als Aufforderung...verstanden werden, sich endlich mal zu entscheiden, was man will: ein selbstbestimmtes Leben als freie Bürger*Innen mit Rechten oder ein bevormundetes Leben als psychosozialer Pflegefall..."

    Diese Frage muss mit allen daraus resultierenden Konsequenzen beantwortet werden.

    Diese Fragestellung ist NICHT an eine Woman Of Color aus den USA/Brasilien gerichtet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #89 springen »
#89 TheDadProfil
  • 15.10.2019, 11:01hHannover
  • Antwort auf #87 von trans naysayer
  • ""Die deutsche T-community braucht KEINE(!) Unterstützung. Sie hat Zugang zu allem Wissen, Zugang zu allen Ressourcen, sie ist NICHT von Gefängnis oder Tod bedroht. Sie ist völlig frei in ihren Handlungen und Entscheidungen. Es hat für sie keinerlei negative Konsequenzen.

    Die deutsche community ist NICHT die community in Uganda, Kenia, Russland, etc. Sie wird auch nicht in der massiven Form angegriffen, wie wir in den USA oder Brasilien tagtäglich.""..

    Auf welche Weise genau die Menschen unterdrückt sind, spielt keine Rolle..
    Hier eine "Hitparade" der Unterdrückung aufzustellen halte ich für fatal..

    ""Ich gehöre zunächst meiner community.""..

    ""Du kannst Dir also vorstellen, welche Priorität die deutsche T-community auf meiner Liste einnimmt. Ich habe auch keinen Grund für ein Engagement, so lange die Mehrheit der deutschen T keinen Grund für ein Engagement sehen. ""..

    Bei solchen Aussagen, die eigenes Engagement einfach ausschließen, und vor dem Hintergrund das in verschiedenen anderen Kommentaren in diversen anderen Threads immer auch die Solidarität Anderer eingefordert wurde, tun sich hier einfach Abgründe auf..

    Denn diese Solidarität der Anderen einzufordern und sich selbst dabei gleichzeitig explizit auszunehmen macht nicht wirklich "seriös", denn es macht keinen Sinn..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#88 trans naysayerAnonym
#87 trans naysayerAnonym
  • 14.10.2019, 18:36h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • "Und was sagt uns das jetzt ?"

    - bondage or freedom
    - frozen passivity or active resistance
    - darkness or bright skies
    - suffering or pure joy
    - constant circles or breakthrough
    - cages or wide horizons
    - chained hearts or running free
    - crying or laughing
    - blue pill or red pill

    Das sagt euch das.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#86 Anonyma
  • 14.10.2019, 15:29h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • "Und was sagt uns das jetzt ?"

    Das sagt uns, dass wir hier in Deutschland in einem Zustand gefangen sind, den einer unserer großen Philosophen schon vor 235 Jahren als selbstverschuldete Unmündigkeit identifizierte. Und als Ausweg aus dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit schlug er damals die Benutzung des eigenen Verstandes vor. Dafür sind hier alle Ressourcen vorhanden und das Risiko ist gering. Man muss nur wollen. Und dann machen. Und das darf dann jetzt gerne als Aufforderung an alle (still) mitlesenden trans Menschen und deren Verbündete verstanden werden, sich endlich mal zu entscheiden, was man will: ein selbstbestimmtes Leben als freie Bürger*Innen mit Rechten oder ein bevormundetes Leben als psychosozialer Pflegefall, der auf Gedeih und Verderb von den Phantasien und der Sprunghaftigkeit einer sogenannten "Sexualmedizin" abhängig ist, die gerade mal wieder unverhohlen darüber nachdenkt, ob man nicht vielleicht doch mal wieder versuchen sollte, uns mit Wundertherapien wie der "Akzeptanz- und Commitmenttherapie" von unserer "Geschlechtsdysphorie" zu heilen.
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#85 TheDadProfil
  • 14.10.2019, 09:58hHannover
  • Antwort auf #83 von Anonyma
  • ""Warum also sind wir "gefangen in Strukturen"? Dazu nochmal Kant:""..

    Und was sagt uns das jetzt ?
    Man bleibt lieber in der einen Unmündigkeit gefangen, weil man inzwischen realisiert hat, das man sich durch den Wechsel der Struktur nur wieder in eine andere Unmündigkeit begibt ?

    Wenn man sich hier damit hervortut die bestehenden Strukturen mit der Aussage
    "wir haben aber bessere strukturen"
    zu kritisieren, und das ja nicht zu Unrecht, dann ist es folgerichtig, sich mit den Menschen hier zu vernetzen, um denen den Aufbau von vernünftigen Strukturen zu zeigen..

    Das hat weder etwas mit einem "Engagement außerhalb der eigenen Peer-Group" oder Community zu tun, noch mit einem sich von außen Einmischen..

    Wie hieß es in Kommentar Nr.#75 ?

    ""Es ist Aufgabe von "Peer-Strukturen", Menschen im Widerstand und Kampf gegen solche "Systeme" zu unterstützen und mit den notwendigen tools und skills auszustatten und zu unterstützen.""..

    Wenn man das schon so sieht, dann muß man das auch tun..
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#84 trans naysayerAnonym
  • 14.10.2019, 03:08h
  • Antwort auf #81 von TheDad
  • "Zeig doch einfach mal wie das geht !"

    Wie ich bereits sagte, gehöre ich in erster Linie meiner community. Da geht es nicht nur um "trans".

    Die school to prison pipeline, die Epidemie der Gewalt gegen indigene Frauen und Mädchen und ihr massenhaftes Verschwinden vor dem Hintergrund von sex trafficking, weil sie sich aufgrund ihrer Physiognomie sowohl als "Asiatinnen", "Hispanics" und Indigenas bestens verkaufen lassen, die Epidemie der tödlichen Gewalt gegen TWOC und die miserable Versorgung von Latinas im Gesundheitswesen liegen näher als die deutsche T-community.

    Die deutsche T-community verfügt über alles, was sie braucht. Ihr steht das gesamte Wissen und alle Ressourcen zur Verfügung. Wie das geht, haben andere ihr vorgemacht. Es ist alles im www verfügbar. Sie müssen nur aktiv werden.
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#83 Anonyma
  • 14.10.2019, 00:58h
  • Antwort auf #81 von TheDad
  • "Zeig doch einfach mal wie das geht ! Denn in Strukturen gefangen sein IST Teil dieser Lähmung, die dann unfähig macht Neues aufzubauen.."

    Den Ausweg aus diesem Dilemma hat schon der olle Kant 1784 recht treffend zusammengefasst:

    "Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

    Nochmal die wichtigsten "Randbedingungen":

    - Das Wissen liegt förmlich auf der Straße. Jeder, der ein Mobiltelefon, ein Tablet oder einen Computer hat, kann es abrufen.
    - Wir werden hier in Deutschland weder mit Gefängnis noch mit dem Tod bedroht.

    Warum also sind wir "gefangen in Strukturen"? Dazu nochmal Kant:

    "Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

    und:

    "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben."

    Das ganze Dilemma mitsamt seiner Lösung ist also in einer speziell auf unsere historisch-kulturellen Bedingungen zugeschnittenen Form bereits seit fast auf den Tag genau 235 Jahren bekannt. Noch nicht mal die "Vormünder" haben sich seit damals großartig geändert, sie nennen sich heute bloß anders: Psychiater. Alles, was offensichtlich noch (immer?) fehlt, ist der Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Sapere aude!

    gutenberg.spiegel.de/buch/beantwortung-der-frage-was-ist-auf
    klarung-3505/1
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#82 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 22:41hHannover
  • Antwort auf #75 von trans naysayer
  • ""Ein "Alltagstest" war lediglich in den selbst erfundenen "Behandlungs-Richtlinien" der Sexualmedizin vorgeschrieben. Die sind kein "Gesetz".
    Und die haben auch keinen "Gesetzesrang".""..

    Aber die "Macht" einen Menschen daran zu hindern einen selbstbestimmten Weg zu gehen..

    ""Was hindert Menschen daran, sich über sich selbst und ihre eigene Situation, die ihr Leben unmittelbar betrifft, zu informieren-?""..

    Gute Frage..
    Habe ich vor 2 Jahren auch schon mal gefragt, und nicht beantwortet bekommen..
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#81 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 22:37hHannover
  • Antwort auf #74 von trans naysayer
  • ""Ich werde mich niemals in diese sich "selbst verwaltenden" Strukturen begeben, deren innere Struktur, Selbst -Lähming und deren Drama Anonyma hier so treffend beschrieben hat:""..

    Genau DAS hat hier NIEMAND von Dir erwartet !

    Aber um genau diese Strukturen dann hinter sich zu lassen kannst DU dann den anderen erklären wie man solche anderen Strukturen aufbaut..

    Und das ist NICHT zu viel verlangt..

    ""Doch. Genau das erwarte ich. Ist ja auch nicht schwer. Ist ganz einfach. Können andere Menschen auf der Welt ja auch. Ich sehe keinen Grund, warum man das in D nicht auch kann.""..

    Zeig doch einfach mal wie das geht !

    Denn in Strukturen gefangen sein IST Teil dieser Lähmung, die dann unfähig macht Neues aufzubauen..
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#80 trans naysayerAnonym
  • 13.10.2019, 21:50h
  • Antwort auf #79 von trans naysayer
  • P.S.

    Und noch ein letzter Nachtrag, um alles abschliessend zu präzisieren:

    ""Und wenn wir schon mal dabei sind, beim Thema "Macht, Einfluss und Geld" sind wir dann auch schon bei Caritas und Co, die, nebenbei bemerkt, auch einen Vertretungsanspruch bei "Schwul & Lesbisch" anmelden.
    Und da sie dann mit "schweren Schicksalen""

    Dazu drängt sich mir dann die Frage auf, ob denn die Transpersonen, die in diesen...ehm..."Gremien" sitzen, auch diesen Narrativ verkörpern-?

    Sollten sie diesen Narrativ nicht verkörpern, ist es für mich absolut unnachvollziehbar, warum sie diesem Narrativ in diesen "Ausschüssen" nicht entschieden ein Ende bereiten und klar machen, dass das niemals das Thema sein wird, um das es gehen wird.

    Aber wenn bereits Vorstandsmitglieder des BVT* SELBER - also quasi FÜR SICH "Behandlungsleitfäden" für Wohlfahrtsverbände schreiben, liegt das Dilemma wohl kaum nur "in der Macht der Wohlfahrtsverbände" begründet. Man scheint sich da eher wunderbar zu ergänzen.

    Wer dann auch unentwegt die vermeintlichen "Existenzzweifel", den "Leidensdruck", die "schweren Schicksale" und die "zerstörten Persönlichkeiten" seiner Klientel beschwört, darf sich dann am Ende nicht wundern, dass Menschen zu dem Schluss kommen, dass man "die" niemals sich selber überlassen darf.

    Dann bekommt man selbstverständlich, wonach man unentwegt ruft:
    Ein "Geschlechtsidentitätsberatungsgesetz" (...und "bereichert" die deutsche Sprache darüber hinaus um ein weiteres irres Kettenwort) anstatt einen Gender Recognition Act.

    Und selbstverständlich EMPFIEHLT man sich damit geradezu zur Medikalisierung. Selbstverständlich am besten in "Fach-Kliniken" (GKZ).

    Versteht eigentlich jedes Kind.

    Und um das hier auch noch zu präzisieren. Das hat nichts mit Dir als Person zu tun und richtet sich auch nicht an Dich persönlich:

    "Ich habe Dein Angebot sehr wohl wahrgenommen. Wie und ob ich darauf reagiere, weiss ich noch nicht. Darüber denke ich nach. "

    Ich bin POC. Mit welchen Problemen wir hier zu kämpfen haben, dürfte bekannt sein. Und das bin ich 24/7 (sic). Ich gehöre zunächst meiner community.

    Ganz entscheidend:
    Die deutsche T-community braucht KEINE(!) Unterstützung. Sie hat Zugang zu allem Wissen, Zugang zu allen Ressourcen, sie ist NICHT von Gefängnis oder Tod bedroht. Sie ist völlig frei in ihren Handlungen und Entscheidungen. Es hat für sie keinerlei negative Konsequenzen.

    Die deutsche community ist NICHT die community in Uganda, Kenia, Russland, etc. Sie wird auch nicht in der massiven Form angegriffen, wie wir in den USA oder Brasilien tagtäglich.

    Sie benötigt keine Unterstützung oder Hilfe.

    Die deutsche community muss nur wollen. Was Du tust, können alle anderen auch.

    Angelica Ross hat es letztens auf den Punkt gebracht:
    "Es reicht NICHT, einfach nur trans zu SEIN, um seine Rechte zu bekommen.

    Woher weiss sie das wohl---?
    Weil wir schon seit Generationen wissen, dass es nicht reicht, einfach nur POC zu SEIN, um seine Rechte zu bekommen. Nicht ohne Grund standen und stehen wir ja immer bei Kämpfen in vorderster Reihe.

    Ich habe hier bereits mehrmals gesagt, es handelt sich hier um ein Problem Weisser communities.

    Wer auf dem Sofa wartet, für den sind Dinge offensichtlich nicht dringend.

    Wenn @Anonyma den Zustand der deutschen Transverbände auf eine Gleichung mit drei Wörtern herabbrechen kann - "Bock + Gärtner = selber schuld" - dann kann ich den Zustand der deutschen Transmenschen auf einen Satz herunterbrechen und habe das in #24 auch bereits getan:

    "Change doesn't come to those who wait. Change comes to those who do."

    Die deutsche trans-community braucht KEINE Unterstützung. Die überwiegende Mehrheit hat ein Problem mit ihrem Selbstbild. Das fällt in ihre Eigen-Verantwortung!

    Du kannst Dir also vorstellen, welche Priorität die deutsche T-community auf meiner Liste einnimmt. Ich habe auch keinen Grund für ein Engagement, so lange die Mehrheit der deutschen T keinen Grund für ein Engagement sehen.

    Das Zitat von A.R. und meines, sagen hier genug.
    Es sollten folglich keine grossen Erwartungen an mich gestellt werden.

    Have a nice week!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#79 trans naysayerAnonym
  • 13.10.2019, 18:31h
  • Antwort auf #78 von Hyenadyke
  • "Außerdem geht es noch um Einfluss und, ganz klar, Geld. Darum bekommt dann die schwule Lobby-Gruppe die Unterstützung für Trans*-Beratung und noch nicht mal die SHG selber. (Oh wait, wie war das mit dem Ast und Säge? Ja, Genau!)"

    Man verdient an seinen Geschwistern UND ihrer Arbeit und entzieht ihnen auch noch die Ressourcen-? Wtf-?! Verachtenswert!

    "Und wenn wir schon mal dabei sind, beim Thema "Macht, Einfluss und Geld" sind wir dann auch schon bei Caritas und Co, die, nebenbei bemerkt, auch einen Vertretungsanspruch bei "Schwul & Lesbisch" anmelden.
    Und da sie dann mit "schweren Schicksalen", "Existez-Ängsten" und "Selbst-Zweifeln" kommen, wegen derer die ganzen Trans* dann Beratung (und Psychotherapie, selbstredend) brauchen, wenn sie den "schwierigen" (=schwer gemachten!) "Trans-Weg" gehen wollen, dann ist das natürlich viel wichtiger und eindrucksvoller als ein Haufen wütend herumschreiender Polit-Aktivist*innen, die eh nicht "etabliert" sind."

    Du hast die "Zerstörte Persönlichkeit" in der Aufzählung vergessen. ;-)

    Damit haben wir dann wieder mal ein gutes Beispiel für ganz konkrete und unmittelbare Auswirkungen von toxischen Trans-Narrativen gefunden. Ich warne in Deutschland seit 2013 davor. In diesem Forum seit 2016.

    Und auch ein weiteres Beispiel dafür, wie die Krake der Medikalisierung in D funktioniert.

    Irgendwie scheint "trans" in D offensichtlich immer nur eine Melkkuh für andere zu sein - oder-?

    "Selbst-paralysierende Strukturen passt da schon sehr gut; Aber nur, weil Kämpfe angenommen werden, die von vorn herein nicht gewonnen werden können und die auch genau darauf ausgelegt sind.
    Für das eigentliche Thema, Selbstbestimmung, ist dann keine Kraft mehr da.

    Oh, bzgl. Selbstbestimmung kann ich unmittelbar und sofort abhelfen:

    togetherwearebremen.org/from-may-on-sleepling-places-needed/

    Da ich allgemein als international top-informiert gelte und auch immer gerne darüber rede, kann ich hier dann auch gleich darüber informieren, dass aktuell - ganz akut - queerer support und ein Zuhause für eine Frau* gesucht wird.

    Ehe sie also "Caritas und Co." in die Hände fällt - wer kann ein Zimmer entbehren? Anruf genügt.

    So einfach ist dann auch der erste Schritt aus der Selbst-Verwaltung in die Selbst-Bestimmung.

    "Aber da Du fragst, schau ich mal, wie ich antworten kann, ohne dass gleich notorische Mansplainer ihren Senf dazugeben wollen und uns erklären, was wir alles falsch und wie genau wir Sachen richtig machen können, von denen sie noch nicht mal eine leise Ahnung haben.
    (-1, -2, -3: "Dann erklärt es mir1!11"
    Nein! Das ist nicht unsere Aufgabe und außerdem haben wir besseres zu tun!

    Period!

    "Aber DA jetzt näher drauf einzugehen wäre wirklich unangebracht. Das sind dann wirklich Sachen, die nicht in die Öffentlichkeit gehören."

    Ich habe Dein Angebot sehr wohl wahrgenommen. Wie und ob ich darauf reagiere, weiss ich nocht nicht. Darüber denke ich nach.

    Alles andere gehört nicht hierher und damit komme ich hier auch zum Ende.
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#78 HyenadykeProfil
  • 13.10.2019, 17:45hKöln
  • Antwort auf #74 von trans naysayer
  • Ich hatte eigentlich keine Lust mehr, hier weiter darauf einzugehen; Aber da Du fragst, schau ich mal, wie ich antworten kann, ohne dass gleich notorische Mansplainer ihren Senf dazugeben wollen und uns erklären, was wir alles falsch und wie genau wir Sachen richtig machen können, von denen sie noch nicht mal eine leise Ahnung haben.
    (-1, -2, -3: "Dann erklärt es mir1!11"
    Nein! Das ist nicht unsere Aufgabe und außerdem haben wir besseres zu tun! Diese Gier nach -internen- und -privaten- Informationen grenzt schon an Voyeurismus!)

    Die Schwulen und Lesbenverbände sind gut vernetzt. Sie kennen die Politik und werden bei "solchen" Themen als erste angesprochen. Die kennen aber auch nicht unbedingt mehr, als was sie aus Medien und "etablierten" Strukturen kennen. Klar kann mensch dort Aufklärung beitreiben und es funktioniert auch. Meistens trifft mensch da sogar auf viel Wohlwollen und Interesse. Aber es ist sehr, sehr schwer, gegen bestehende Narrative anzureden. Und nach der nächsten RTLSat7-Doku oder dem nächsten, offiziellen Auftritt der Self-Hate-Groups sind die Fragezeichen im Gesicht wieder da. Die selben SHGs, die dummerweise auch gefragt werden und, da "etablierter", ernst genommen werden.

    Außerdem geht es noch um Einfluss und, ganz klar, Geld. Darum bekommt dann die schwule Lobby-Gruppe die Unterstützung für Trans*-Beratung und noch nicht mal die SHG selber. (Oh wait, wie war das mit dem Ast und Säge? Ja, Genau!)

    Und wenn wir schon mal dabei sind, beim Thema "Macht, Einfluss und Geld" sind wir dann auch schon bei Caritas und Co, die, nebenbei bemerkt, auch einen Vertretungsanspruch bei "Schwul & Lesbisch" anmelden.
    Und da sie dann mit "schweren Schicksalen", "Existez-Ängsten" und "Selbst-Zweifeln" kommen, wegen derer die ganzen Trans* dann Beratung (und Psychotherapie, selbstredend) brauchen, wenn sie den "schwierigen" (=schwer gemachten!) "Trans-Weg" gehen wollen, dann ist das natürlich viel wichtiger und eindrucksvoller als ein Haufen wütend herumschreiender Polit-Aktivist*innen, die eh nicht "etabliert" sind.
    Womit sich der Wurm in den Schwanz beißt, Ouroboros und so ...

    Selbst-paralysierende Strukturen passt da schon sehr gut; Aber nur, weil Kämpfe angenommen werden, die von vorn herein nicht gewonnen werden können und die auch genau darauf ausgelegt sind.
    Für das eigentliche Thema, Selbstbestimmung, ist dann keine Kraft mehr da.

    Aber DA jetzt näher drauf einzugehen wäre wirklich unangebracht. Das sind dann wirklich Sachen, die nicht in die Öffentlichkeit gehören.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#77 TransMumAnonym
  • 13.10.2019, 16:01h
  • Antwort auf #76 von trans naysayer
  • Wie wahr, wir sollten uns unserer Macht die wir haben könnten endlich bewusst werden und sie nutzen.
    Auch für weiße trans ist jeder Schritt aus der Haustür heraus ein politischer Akt und für QTIBIPOC noch mehr. Nur kapieren es die weißen trans nicht und sie würden durch solche Dinge wie offenbarungsverbot geblendet. Ich bin stolz darauf trans zu sein und das sollten auch alle anderen sein. Aber sie verkriechen sich nach allem in die Privatheit und verstecken sich wieder.

    Ich hatte nun wirklich Glück mit meiner HRT und konnte drei Monaten "alltagstest" damit anfangen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#76 trans naysayerAnonym
  • 13.10.2019, 15:30h
  • Antwort auf #75 von trans naysayer
  • P.S.

    Wohlgemerkt:
    Ich sagte "kümmern". Ich habe nicht gesagt, Strukturen zu schaffen, in denen man sie "verwaltet".

    Wie ich an anderer Stelle bereits sagte, sind wir Aktivisten 24/7.

    Wer dazu nicht bereit ist, kann gleich auf seinem Sofa sitzen bleiben und muss erst gar nicht beginnen.

    Darunter tue ich es nicht. Meine Schwestern und Brüder auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#75 trans naysayerAnonym
  • 13.10.2019, 15:13h
  • Antwort auf #73 von TheDad
  • "Aber nichtsdestotrotz ist die Weitergabe solcher Informationen die damit dann auch verbunden sind, auch sehr wichtig, um anderen den "gang durch die instanzen" zu erleichtern, denn man muß Fehler sich nicht wiederholen lassen, bloß weil man das zu "persönlichem" erklärt..

    "CanadianSarah" hat das in ihrem Post vom gestrigen Abend erneut mal getan, und einfach mal erzählt, wie es ablief.."

    @CanadianSarah muss jetzt ganz stark sein.

    #71 CanadianSarah:
    "Er rechtfertigte sein Vorgehen mit "Das ist das Gesetz.""

    Es gab zu KEINER ZEIT in Deutschland ein "Gesetz", das einen 3-jährigen "Alltagstest vorschrieb. Oder ÜBERHAUPT einen "Alltagstest. Man möge mir bitte dieses Gesetz zeigen.

    Ein "Alltagstest" war lediglich in den selbst erfundenen "Behandlungs-Richtlinien" der Sexualmedizin vorgeschrieben. Die sind kein "Gesetz".
    Und die haben auch keinen "Gesetzesrang".

    Abgesehen davon war der "Alltagstest" bereits 2017 als menschenrechtswidrig geächtet und selbst in den deutschen MDK-Richtlinien nicht mehr als "dreijährig" vorgesehen. Dort sind für das gesamte "Verfahren" 18 Monate vorgesehen.

    Was hindert Menschen daran, sich über sich selbst und ihre eigene Situation, die ihr Leben unmittelbar betrifft, zu informieren-?

    Das hier:

    #71 CanadianSarah:
    "Es verging ein Jahr, ich stürzte in eine Krise ab..."

    hätte man sich also ersparen können.

    Es ist NICHT Aufgabe von "Peer-Beratung" Menschen durch ein "System" zu führen. Ihre Aufgabe ist das genaue Gegenteil.
    Es ist Aufgabe von "Peer-Strukturen", Menschen im Widerstand und Kampf gegen solche "Systeme" zu unterstützen und mit den notwendigen tools und skills auszustatten und zu unterstützen.
    Ich sehe keinen Grund, warum man diese einfachen Dinge in D nicht auch verstehen und umsetzen kann.

    Also. Befreit euch endlich aus diesen selbst-paralysierenden Strukturen und kümmert euch bitte endlich um eure kids.
    DAS nennt man "community".
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#74 trans naysayerAnonym
  • 13.10.2019, 14:49h
  • Antwort auf #72 von TheDad
  • "Und auch wenn Du hier bisweilen auftrittst und den Trans*-Verbänden in der BRD immer mal wieder vorwirfst nicht richtig organisiert zu sein, und sich an die falschen Institutionen zu binden, dann ist das vielleicht wichtig als Information, es ist aber nicht wirklich nützlich damit zu enden
    "ich kann hier nicht helfen"..

    Ich werde mich niemals in diese sich "selbst verwaltenden" Strukturen begeben, deren innere Struktur, Selbst -Lähming und deren Drama Anonyma hier so treffend beschrieben hat:

    #69 @Anonyma:
    "Und "revolutionäre" politische Strategien entwickelt man auch nicht unbedingt unter Tagesordnungspunkt 1b in der Zeit von 9:15 - 10:45 Uhr mit 5 Minuten Pinkelpause pünktlich um 10:00 Uhr."

    Aber Hauptsache es ist alles sauber und schön ordentlich. (sic)

    Solange deutsche LGBTIQ in solchen Strukturen "denken" und "gefangen sind, wird sich nichts ändern. Menschen, die so arbeiten, sind Teil des Problems.

    "Denn Strukturen hin zu einer funktionierenden Struktur zu ändern passiert nicht aus dem Nichts heraus, und diejenigen die in den hiesigen bestehenden Strukturen auch "gefangen" sind, können sich nicht allein aus der Aussage heraus
    "das ist falsch"
    daraus befreien.."

    Natürlich nicht. Wie lange schreibe ich hier jetzt bereits darüber, dass man sich aus den abhängigen "Fördergeld-Strukturen" befreien muss-? Und den Gründen, warum-? Dass man von der aufgezwungenen und fremdbestimmten "Selbst-Verwaltung" zur Selbst-Bestimmung finden muss-?

    Wie oft wurden diese Aussagen einfach nur ignoriert-? JEDES EINZELNE MAL.

    #51 @Hyenadyke:
    "Und von den Schwulen und Lesbenverbänden, die auch bei dem Thema "irgendwie" dran sind, von der Gesundheits- und Wohlfahrts-Vereinen und noch weiteren Gruppen, die auch mitmischen wollen, hab ich noch gar nicht angefangen."

    Was bitte schön ist das denn-? Was ist das-? In was für fremdbestimmten Strukturen steckt man denn da bitte-?
    Wie schafft man es denn da bitte wieder einmal, über mehr Füsse zu stolpern, als man hat-?
    Wenn es um unsere Interessen geht, hat niemand "mitzumischen".

    Wie kann man sich nur in solche selbst-paralysierenden Strukturen begeben-?

    "Zu denken das passierte irgendwann von allein, weil die hier ja irgendwann mal erkennen müssen wo der Hase im Pfeffer liegt, ist dazu keine Lösung.."

    Doch. Genau das erwarte ich. Ist ja auch nicht schwer. Ist ganz einfach. Können andere Menschen auf der Welt ja auch. Ich sehe keinen Grund, warum man das in D nicht auch kann.

    "Informationen richten sich niemals nur an mich..
    Richtig also :
    "wenn ihr wissen wollt".."

    Jetzt wisst ihr es.
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#73 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 13:24hHannover
  • Antwort auf #70 von trans naysayer
  • Und noch ein Nachtrag..

    Es hat hier niemand nirgendwo eingefordert "persönliche Informationen oder persönliche Geschichten" einzustellen, die mit all den Informationen über Netzwerken vielleicht am Rande zu tun haben können..
    Aber nichtsdestotrotz ist die Weitergabe solcher Informationen die damit dann auch verbunden sind, auch sehr wichtig, um anderen den "gang durch die instanzen" zu erleichtern, denn man muß Fehler sich nicht wiederholen lassen, bloß weil man das zu "persönlichem" erklärt..

    "CanadianSarah" hat das in ihrem Post vom gestrigen Abend erneut mal getan, und einfach mal erzählt, wie es ablief..

    Das nützt dann sicher auch sehr vielen die "nur aus der Distanz" hier mitlesen, und sich fragen wie sie Kontakte kriegen, und an und auch in Netzwerke kommen..
    Vielen Dank dafür..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#72 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 13:17hHannover
  • Antwort auf #70 von trans naysayer
  • ""Du glaubst, dass Du/Ihr das einfach assimilieren, übernehmen oder kopieren könnt???""..

    Das ist nicht die Frage..

    Und passiert auch nicht..
    Denn immer dann wenn z.B. Du hier Informationen weiter gibst, dann sind sie "aufbereitet", und damit als verfügbarer Wert anzusehen..

    Was dann der Nutzer dieser Informationen daraus macht, ist eine andere Frage..

    Bisweilen denkst auch Du hier aber einfach zu spezifisch, und denkst, das versteht doch keiner..

    Ich finde, wenn man dem Gegenüber von vorne herein unterstellt er sei zu doof Dimensionen von Informationen zu erfassen, nur weil er selbst davon nicht betroffen sei, dann spricht man ihm damit schon mal die Kompetenz ab sich in Sachverhalte einzudenken..
    Das ist kein vernünftige Basis..

    Und auch wenn Du hier bisweilen auftrittst und den Trans*-Verbänden in der BRD immer mal wieder vorwirfst nicht richtig organisiert zu sein, und sich an die falschen Institutionen zu binden, dann ist das vielleicht wichtig als Information, es ist aber nicht wirklich nützlich damit zu enden
    "ich kann hier nicht helfen"..

    Denn Strukturen hin zu einer funktionierenden Struktur zu ändern passiert nicht aus dem Nichts heraus, und diejenigen die in den hiesigen bestehenden Strukturen auch "gefangen" sind, können sich nicht allein aus der Aussage heraus
    "das ist falsch"
    daraus befreien..
    Da müssen Wege aufgezeigt werden wie Vernetzung, wie Netzwerk aufgebaut wird, und dann auch zu anderen Ergebnissen führt..
    Zu denken das passierte irgendwann von allein, weil die hier ja irgendwann mal erkennen müssen wo der Hase im Pfeffer liegt, ist dazu keine Lösung..

    ""Mir wird immer wieder in solchen Momenten klar, wie wenig Du dich mit QTBIPOC (queer, trans*, black, indigenous, people of color) beschäftigt hast.

    Wir "funktionieren" nicht einfach nur anders. Unsere communities haben ganz andere kulturelle Wurzeln, sie sind durch ganz andere Erfahrungen geprägt und wir haben ganz andere Identitäten.""..

    Dennoch führst Du hier unentwegt an, der "Deutsche Weg der Trans*" sei falsch, und nur der Weg den ihr gegangen seid, sei richtig..
    Ohne auch nur im Ansatz erklären zu wollen, wie man den dann auf die deutsche Community übertragen könnte..

    ""Wenn Du wissen willst""..

    Informationen richten sich niemals nur an mich..
    Richtig also :
    "wenn ihr wissen wollt"..
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#71 CanadianSarahAnonym
  • 12.10.2019, 21:14h
  • Ich habe 2017 mit meiner Transition nach unheimlich langen irrwegen durch meine 20er angefangen. Ich traf mit 27 auf einen Therapeuten in Rotenburg /F, der mich durch einen 3jährigen Alltagstest schicken wollte. "Ja, ich begleite Sie." Als ob ich keine Erwachsene sei, die sich selbst entscheiden mehr dürfte. Er rechtfertigte sein Vorgehen mit "Das ist das Gesetz." Es verging ein Jahr, ich stürzte in eine Krise ab, nahm einen geringqualifizierten Job an, für den ich nicht studiert habe und sparte mir alles zusammen, um nach Toronto in die Behandlung von Dr Chan zu kommen. Self hate groups sagten mir so oft, dass ich alles falsch machen würde. Ich bin sowas von erstaunt darüber, wie passiv einige Transleute und nichts mehr von Souveränität nach dem Transweg wissen wollen. Man ist einfach nur Bittsteller, wenn man Leistungen aus dem Krankenversicherungskatalog des MDKs oder sogar VÄPÄ haben will. Man muss "Trans enough" sein, um wirklich HRT und einige Buchstaben im Pass zu bekommen. Entscheider sind Beamte, die oft Leute mehrfach auflaufen lassen wollen, um Haarentfernungen zu bekommen. Inzwischen ist es 2019. Ich kam gerade aus Kanada zurück und bin bereits über ein Jahr auf HRT. Ich wurde an der Uniklinik Frankfurt unfassbar ROH behandelt. In Kanada nie. Alle nett und freundlich. Entwickelte in Kanada eine Anxiety wegen dem furchtbaren System hier, welche Leute, die JAHRELANG leiden müssen, einfache Behandlungen und Medikamente verweigert. Muss es eigentlich sein, dass man oftmals die Kliniken wechseln muss, um endlich mal als MENSCH behandelt zu werden?
    Ich bekam eine neue Therapeutin und wechsele nun nach Kassel. Einen neuen, besseren Job mit Zukunft fand ich auch. Trotzdem... Ich stellte mir sehr oft die Frage, muss das so kompliziert sein?

    Meine neue Therapeutin schwärmte von eine Hautarztpraxis, die kein Verfahren erfordern würde, um die paar barthaare zu entfernen. Oh boy. Big mistake. Ich mailte die Praxis zweimal an und wurde beim zweiten Mal unheimlich unfreundlich abgefertigt, dass ich das MDK-Verfahren für die Haarentfernung bräuche. Schön.

    Ich fürchte mich vor der VÄPÄ und schiebe leise Panik davor. GaOP? Wie soll ich das hinbekommen, wenn hier viele Ärzte entsetzlich GROB zu ihren Patienten sind und dann noch einige Transleute diese Docs als gut feiern????

    Muss das sein? warum? Man arbeitet hier als Trans auf dem Land nicht mehr gegen "nicht-akzeptanz" der vermeintlichen Gesellschaft, sondern gegen komische Ärzte mit 70er Jahre Vorstellungen von Frauenbildern, Self hate groups, die nichts verändern wollen und den wahnsinnig langen Wartezeiten und GATEKEEPING. Deshalb ist es einfach übel hier trans zu sein. Ich warne davor, Deutschland ein Transparadies zu benennen. Es funktioniert so vieles nicht, was funktionieren sollte. Warum hat Deutschland keine Shelters für Trans? Warum ist man von H4 bedroht, wenn man einer schlechten Familiensituation ausweichen will? Warum ist man nicht vor schlechten Therapeuten/mediziner nicht geschützt und muss oft alles 2-3 mal überprüfen, ob man Gehör bekommt?
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#70 trans naysayerAnonym
  • 12.10.2019, 17:23h
  • Antwort auf #67 von TheDad
  • "Dagegen wurdest Du schon vor Jahren aufgefordert den Menschen hier die Strukturen, wie sie bei euch funktionieren ausführlich zu erläutern, und damit als eine Art "Multiplikatorin" zu fungieren..

    Daraus geworden ist dann immer noch nichts.."

    Ehm...sage mal???

    Du glaubst, dass Du/Ihr das einfach assimilieren, übernehmen oder kopieren könnt???

    Mir wird immer wieder in solchen Momenten klar, wie wenig Du dich mit QTBIPOC (queer, trans*, black, indigenous, people of color) beschäftigt hast.

    Wir "funktionieren" nicht einfach nur anders. Unsere communities haben ganz andere kulturelle Wurzeln, sie sind durch ganz andere Erfahrungen geprägt und wir haben ganz andere Identitäten.

    Wir haben ein ganz anderes Selbstverständnis und Selbstbild.

    Unsere Kulturen und somit auch unsere communities sind durch unsere Geschichte geprägt.

    Die Geschichte der Schwarzen communities ist durch die Sklaverei geprägt, die indigenen communities durch den Genozid und die latinx communities durch ihre eigene stigmatisierte Situation in den U.S.

    Das prägt auch die communities von QTBIPOC und unsere Arbeit.

    Wenn Du wissen willst, wie unsere "Strukturen funktionieren", wie wir arbeiten, wozu wir arbeiten, wer wir sind, dann kannst Du das ganz einfach herausfinden, indem Du dich informierst.

    z.B. hier:

    blacklivesmatter.com/

    www.transtechsocial.org/

    www.nativeyouthsexualhealth.com/

    www.translatinacoalition.org/home

    ...und von da aus weiter.
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#69 Anonyma
  • 12.10.2019, 13:03h
  • Antwort auf #62 von trans naysayer
  • "Solche Dinge sind natürlich zusätzlich nicht gerade förderlich, wenn es um "community" geht. Wahrscheinlich hat es also auch kulturelle Hintergründe, warum es "die community" in Deutschland dann auch gar nicht gibt."

    Absolut, ja. Und vieles, was stattfindet, ist hier auch so schrecklich stocksteif durchorganisiert und -strukturiert, mit vorgegebenen Themen und Programm, fester Tagesordnung und Regeln... Da kommt dann auch kein Gefühl von Familie und Zusammenhalt auf, das für eine wirkliche Community so wichtig wäre. Und "revolutionäre" politische Strategien entwickelt man auch nicht unbedingt unter Tagesordnungspunkt 1b in der Zeit von 9:15 - 10:45 Uhr mit 5 Minuten Pinkelpause pünktlich um 10:00 Uhr.

    We're kind of cursed...
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#68 TheDadProfil
  • 12.10.2019, 11:32hHannover
  • Antwort auf #57 von trans naysayer
  • ""die aber irgendwie nicht hier hin passen.""..

    ""um bestimmte Dinge zu sagen oder zu besprechen""..

    Wer Informationen zu einer "exklusiven Sache" erklärt, der hat
    "breites streuen aller Informationen"
    immer noch nicht verstanden..

    Im Grunde genommen agiert ihr hiermit exakt so wie Eltern, die ihren Nachwuchs mit der Floskel
    "dazu bist du noch zu jung"
    oder auch
    "das ist zu schwer für dich zu verstehen"
    nicht aufklären wollen..

    ""Letztendlich ist es auch viel zu öffentlich für diese Art von Gesprächen.
    Nicht umsonst laufe ich hier auch immer nur mit halber Kraft. Die wirklich wichtigen Dinge gehen hier nicht.""..

    Und so lange ihr diese Haltung vertretet wird die Gesellschaft uninformiert, und damit auch unaufgeklärt bleiben..

    Facepalm..
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#67 TheDadProfil
  • 12.10.2019, 11:26hHannover
  • Antwort auf #56 von trans naysayer
  • ""Ich bin dann auch nicht bereit, mich in deutsche "Kleinstaaterei" oder "Vereinsmeierei" einzudenken, um hier noch was beitragen zu können. Das sind eure Strukturen.""..

    Das hat auch Niemand erwartet..

    Dagegen wurdest Du schon vor Jahren aufgefordert den Menschen hier die Strukturen, wie sie bei euch funktionieren ausführlich zu erläutern, und damit als eine Art "Multiplikatorin" zu fungieren..

    Daraus geworden ist dann immer noch nichts..
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#66 HyenadykeProfil
#65 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 19:34h
  • Antwort auf #61 von Chenri111
  • Du hast völlig recht. Aussöhnen mit dem Körper, mit dem fremd zugewiesenen Geschlecht geht nicht.

    Ich würde lediglich sagen dass jeder tote Mensch ein toter Mensch zuviel ist. Das hat mit trans nichts zu tun. Und manche denken sobald das Wort trans auftaucht leider völlig anders.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#64 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 19:28h
  • Antwort auf #63 von trans naysayer
  • "Und dann komme ich daher und sage "Hi, folks. My pleasure. Let's start with..."

    ...und blicke in eine Runde von Gesichtern, in die Entsetzen und Überforderung geschrieben steht, als hätte ich was Obszönes gesagt."

    Haha, genau so sind die deutschen. Anstatt zu sagen" OK let's do it".

    Ich werde hier natürlich niemals private Daten einstellen.

    Das ist völlig klar Und würde ich auch nicht tun. Ich werde bald irgendwie mal anfangen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#63 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 17:22h
  • Antwort auf #60 von TransMum
  • "@transnaysayer @hyenadyke @anonyma:
    Das ist hier in der Tat zu öffentlich und passt auch nicht mehr ganz zum Thema. Wenn ihr die Diskussion woanders wie auch immer fortsetzen wollt, immer gerne. Wenn nicht, auch gut ;)"

    Ich werde hier natürlich niemals private Daten einstellen.

    Ich bin immer mal wieder in D - wenn auch mit Riesen-Abständen dazwischen. @Anonyma und ich kennen uns bereits persönlich, was sicher der ein oder anderen aufgefallen ist.

    Wenn ihr daran interessiert seid, unter euch Kontakte herzustellen, wird es daher sicher mal möglich sein, sich zu begegnen. In dem Fall: my pleasure.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #60 springen »
#62 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 17:12h
  • Antwort auf #59 von Anonyma
  • "Wir blicken hier auf im Laufe von 50 Jahren gewachsene Strukturen, deren Ziel von Anfang an genau die "Selbstverwaltung" und "Selbstparalyse" war, die Du beobachtest..."

    Ob Du es glaubst, oder nicht - das ist kein Kunststück, das herausragende Fähigkeiten verlangt. Das sehen Brasilianer*innen, Spanier*innen und die meisten anderen auch sofort.

    An anderen Stellen hier habe ich mehrmals von der tiefen "Kollektiven Bewusstlosigkeit" (nicht nur) der deutschen community gesprochen und wurde dann entsprechend angefeindet.

    Dazu kommt dann ein noch weiteres Problem. Die Deutschen kommen ja selbst unter einander nur selten in Kontakt und leben i.d.R. in ihrem "Privatleben" (...was immer das sein mag...), dass dann eben "Familie" und bestenfalls noch "Clique" umfasst, die wiederum gegen alle anderen abgeschottet sind, wenn ich das richtig verstanden haben sollte.

    Die meisten Deutschen müssen erstmal ewig lange für sich abklären, ob sie sich auf eine andere Person - die nicht zu ihrem inneren Zirkel gehört - überhaupt einlassen können/wollen. Von einer/m Deutschen die Telefonnummer zu bekommen, kann Monate in Anspruch nehmen, und welche Rituale erfüllt sein müssen, bis man das erste mal in ihr Haus eingeladen wird, habe ich bis heute nicht verstanden.

    Solche Dinge sind natürlich zusätzlich nicht gerade förderlich, wenn es um "community" geht. Wahrscheinlich hat es also auch kulturelle Hintergründe, warum es "die community" in Deutschland dann auch gar nicht gibt. Letztendlich ist dann wohl auch LGBTIQ-sein dann auch "Privatsache" und "Privatleben". Es gibt gute Gründe dafür, warum in Deutschland alles immer länger braucht - das ist sicher einer.

    Wie hast Du es letztens beschrieben:
    "Kommunikation unter Deutschen folgt einem strikten Ritual. Wenn Du dich an dieses Ritual hältst, passiert irgendwas. Wenn nicht, passiert nichts."

    Und gleichzeitig jammern sie alle immer, dass sie alleine sind.

    Und dann komme ich daher und sage "Hi, folks. My pleasure. Let's start with..."

    ...und blicke in eine Runde von Gesichtern, in die Entsetzen und Überforderung geschrieben steht, als hätte ich was Obszönes gesagt.

    Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu lähmen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #59 springen »
#61 Chenri111Anonym
  • 11.10.2019, 16:26h
  • Hallo,
    den Ärzten, Psychdocs und wer noch da rumbehandelt sollte umgehend die Approbation entzogen werden. Diese Fachleute handeln gegen das, von ihnen abgelegte, Gelöbnis alles für die Gesundheit der PatientInnen zu tun. Dieses, mit dem Körper aussöhnen ist der größte Humbug. Ich bin eine transsexuelle Frau und habe vor 4 Wochen mit der GaOP meine Transition beendet. Ich konnte noch nie seit ich mit etwa 9 Jahren feststellte, dass ich ein Teil zu viel hatte mit meinem Körper aussöhnen.
    Jeder transsexuelle Mensch, der so behandelt wird ist potentiell suizidgefährdet.
    Und jeder tote transsexuelle Mensch ist ein toter transsexueller Mensch zu viel.
    Wann wird das endlich einmal von diesen selbsternannten Fachleuten begriffen.
  • Antworten » | Direktlink »
#60 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 16:12h
  • Antwort auf #55 von TheDad
  • Und dafür gebührt Dir aller Respekt..
    Ich wollte Dich damit auch in keiner Weise irgendwie persönlich angreifen..
    Wenn das so rüberkam, dann bitte ich hiermit ausdrücklich um Entschuldigung..

    Das kam in keinster Weise so rüber. Ich wollte nur klar machen, gegen was Mensch da ankämpfen muss. Also ist keine Entschuldigung von deiner Seite aus nötig ;)

    Ich kenne leider zu wenige Trans* persönlich und es geht immer um die kritische Masse die gebraucht wird um etwas zu bewegen. Aber die Herangehensweise von QPOC zu übernehmen finde ich gut. Denn darum geht es. Sich gegenseitig zu unterstützen und den anderen klar zu machen dass sie auf eine geschlossene comminity treffen die zusammen hält.

    @transnaysayer @hyenadyke @anonyma:
    Das ist hier in der Tat zu öffentlich und passt auch nicht mehr ganz zum Thema. Wenn ihr die Diskussion woanders wie auch immer fortsetzen wollt, immer gerne. Wenn nicht, auch gut ;)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#59 Anonyma
  • 11.10.2019, 13:47h
  • Antwort auf #54 von trans naysayer
  • "Aber all diesen Psycho-Mist gibt es ja nicht nur extern. Die gesamte deutsche community verwaltet sich ja intern auch über solche Strukturen. Jedes x-beliebige "queere Zentrum" verwaltet die community mit "psychosozialen" Angeboten oder von "Fachkräften" geleiteten work shops. Und wenn nicht das, dann werden irgendwelche Einrichtungen von Sozialpädagog*innen geleitet."

    Richtig. Und das hat einen ebenso banalen wie fatalen Grund: Diese ganzen Einrichtungen basieren auf einem Konzept, das im Rahmen der bundesdeutschen Psychiatriereform in den 1970er Jahren mit dem Ziel einer "dezentralen Versorgung" entstand und dafür unter anderem den Aufbau eines flächendeckenden, mit der Psychiatrie kooperierenden "Selbsthilfenetzwerks" und einen gesteigerten Einsatz von Sozialarbeiter*Innen, Pädagog*Innen etc. vorsah. Dieses Konzept wurde für den Bereich Trans frei nach dem Motto "one size fits all" einfach übernommen. Wir blicken hier auf im Laufe von 50 Jahren gewachsene Strukturen, deren Ziel von Anfang an genau die "Selbstverwaltung" und "Selbstparalyse" war, die Du beobachtest - und das eben nicht nur für den Bereich Trans, sondern flächendeckend für alle(!), denen jemals das Etikett "psychisch krank" an die Stirn gepappt wurde.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#58 trans naysayerAnonym
#57 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 13:07h
  • Antwort auf #50 von Hyenadyke
  • "Ich würde aber ungern diese Diskussion in den Kommentaren von queer.de weiterführen. Es gibt noch so viele Dinge, die ich noch sagen und anmerken möchte, die aber irgendwie nicht hier hin passen."

    Das sehe ich genauso. Ich habe mehrmals in der letzten Zeit gesagt, dass das hier nicht das Podium ist, um bestimmte Dinge zu sagen oder zu besprechen. Ich kann darin keinen Sinn erkennen.

    Letztendlich ist es auch viel zu öffentlich für diese Art von Gesprächen.

    Nicht umsonst laufe ich hier auch immer nur mit halber Kraft. Die wirklich wichtigen Dinge gehen hier nicht.

    Danke für die anderen Informationen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#56 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 12:51h
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • "Da hilft nur
    "raus aus den startlöchern, und rein in die Gremien""

    Könnt ihr ja besprechen, wenn ihr das für einen gehbaren Weg haltet.

    Ich kann dem nur schwerlich folgen, da unsere Strukturen gänzlich anders arbeiten. Wenn ich hier von "politischen Strategien" oder "Aktion" rede, weiss ich ja mittlerweile auch, dass ich nicht verstanden werde.

    Ich bin dann auch nicht bereit, mich in deutsche "Kleinstaaterei" oder "Vereinsmeierei" einzudenken, um hier noch was beitragen zu können. Das sind eure Strukturen.

    Da kann ich dann auch nichts mehr beitragen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #48 springen »
#55 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 12:35hHannover
  • Antwort auf #52 von TransMum
  • ""Das wird nicht leicht aber wenigstens habe ich es versucht.""..

    Und dafür gebührt Dir aller Respekt..
    Ich wollte Dich damit auch in keiner Weise irgendwie persönlich angreifen..
    Wenn das so rüberkam, dann bitte ich hiermit ausdrücklich um Entschuldigung..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#54 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 12:31h
  • Antwort auf #43 von Anonyma
  • "Du weißt, wie lange ich früher schon vergeblich versucht habe, den dringend notwendigen Zorn gegen die Psychiatrie zu schüren."

    Ja, ich weiss...

    "Am Ende war die Weißkittelgläubigkeit der anvisierten Klientel dann doch immer zu groß....Die trügerische Assoziation "Psychiater = Arzt = Hilfe" ist erfahrungsgemäß unglaublich schwer zu durchbrechen..."

    Ja, sie reagieren auf jedwedes "psychosoziale" Angebot wie auf ein Schild mit der Aufschrift "Free Drugs".

    Es gibt bei euch ja nicht umsonst eine "ausgeprägte und umsatzstarke Sozialindustrie", wie Du es ausgedrückt hast. Die könnte sich ohne eine grosse Nachfrage ja auch nicht halten.

    Aber all diesen Psycho-Mist gibt es ja nicht nur extern. Die gesamte deutsche community verwaltet sich ja intern auch über solche Strukturen. Jedes x-beliebige "queere Zentrum" verwaltet die community mit "psychosozialen" Angeboten oder von "Fachkräften" geleiteten work shops. Und wenn nicht das, dann werden irgendwelche Einrichtungen von Sozialpädagog*innen geleitet. Das sind ja Qualifikationen, mit denen man sich bei euch in der community empfiehlt, sonst wird man von der anvisierten Klientel ja nicht mal wahrgenommen.

    Wenn ich mir deutsche community-Strukturen ansehe, habe ich manchmal den Eindruck, dass LGBTIQ ihr Leben nur in psycho-/sozial-/pädagogischer Eigenbetreuung fristen. Irgendwie scheint man sich selber als "betreuungswürdig" zu betrachten.

    So kann man Menschen natürlich auch "regulieren", "beaufsichtigen" und "verwalten". Notfalls dann eben auch in Selbstverwaltung. Man muss sich dann aber auch darüber im KLaren sein, dass man selber einen grossen Teil zur Paralyse der eigenen community beiträgt, weil jedwede Eigen-Verantwortung damit blockiert wird.

    Für eine QPOC völlig unvorstellbar. Wir denken und agieren in Strukturen, die dann eher als sisterhood, brotherhood oder family bezeichnet werden - mit all den authentischen Beziehungen zueinander, die diese Bezeichnungen auch verdienen.

    Wie ich hier schon oft geschrieben habe, geht es um people power.

    Aber in communities, in denen die Tatsache, dass man LGBTIQ ist, in letzter Konsequenz dann doch immer wieder als "eigenes Problem" oder "privates Thema" betrachtet wird, ist das undenkbar.

    Man sollte sich vielleicht auch wirklich mal Gedanken darüber machen, welches Drama eigentlich in dem Terminus "Selbstverwaltung" steckt und wieviel man selber zur Eigen-Paralyse beiträgt. DAmit sind wir dann wieder bei den "Fördergeld-Strukturen". Dazu habe ich alles gesagt, was ich zu sagen habe.
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#53 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 12:28hHannover
  • Antwort auf #51 von Hyenadyke
  • ""Deine Frage nach "unseren Netzwerk" ist nicht hilfreich.""..

    Ich finde ja Fragen nach Netzwerken immer dann hilfreich, wenn man offensichtlich einigermaßen machtlos anderen Netzwerken gegenüber steht..

    ""Nimm einfach hin, dass BVT* und DGTI eben nicht für alle "Trans*" sprechen. Noch nicht mal für eine Mehrheit.""..

    Das trifft dann aber auch auf euch zu..
    Und das habe ich nirgendwo in Abrede gestellt..
    Im Gegenteil..
    Und da ist dann die Frage nach dem Netzwerk welches das ändern soll, diejenige, die sich einfach aufdrängt..
    Und die dann auch mal beantwortet werden muß..

    Nicht für Andere..
    Sondern für euch selbst, um dann entschlossen denen gegenübertreten zu können, die ihr als Scharlatane identifiziert habt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#52 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 12:26h
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • "Wo zum Henker ist EUER Netzwerk welches gegen die anderen von
    ""BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen""
    wirklich anarbeiten kann, und das dann auch tut, um nicht nur Menschen wie "TransMum" nicht weiterhin "allein vor sich hin denken" zu lassen ?"

    Das Problem ist immer so ein Netzwerk aufzubauen. Lustigerweise klappt es bei anderen Themen sehr gut (Umwelt). Und dann ist da immer das menschliche Ego mit im Spiel.
    Siehe Trans*March in Berlin. Das war bestimmt nicht leicht den zu organisieren. Und ich will das nicht kleinreden. Aber mal ehrlich, hat irgendjemand davon etwas mitbekommen? Gab es hier einen Artikel mit Fotos? Die Strecke war die unsichtbarste Strecke die gewählt werden konnte. Fast so, als ob es Absicht war nur für sich selbst zu laufen. Die Idee ist gut, die Umsetzung war unterirdisch.
    Im Moment versuche ich herauszufinden was meine Möglichkeiten sind und dann fange ich einfach an zu handeln. Das wird nicht leicht aber wenigstens habe ich es versucht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 HyenadykeProfil
  • 11.10.2019, 12:03hKöln
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • Deine Frage nach "unseren Netzwerk" ist nicht hilfreich.

    Es ist so viel im Argen und so viel Politik und - tatsächlich - Macht dahinter, dass diese Thema einfach nicht mal eben zu entwirren, geschweige denn zu erklären ist.

    Nimm einfach hin, dass BVT* und DGTI eben nicht für alle "Trans*" sprechen. Noch nicht mal für eine Mehrheit.
    Organisationen wie ATME (durchaus auf der "richtigen" Seite, haben sich dann aber in Sophisterei, Wortklaubereien und Abgrenzungen verirrt) und VTSM (Sekte der "echten, ganz ganz echten Transsexuellen") sind absolut bedeutungslos.

    Und von den Schwulen und Lesbenverbänden, die auch bei dem Thema "irgendwie" dran sind, von der Gesundheits- und Wohlfahrts-Vereinen und noch weiteren Gruppen, die auch mitmischen wollen, hab ich noch gar nicht angefangen.
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#50 HyenadykeProfil
  • 11.10.2019, 11:50hKöln
  • Antwort auf #41 von trans naysayer
  • Danke für den Lob, bei dem ich nicht sicher bin, warum ich überhaupt gelobt werde.
    Ich kann nämlich auch durchaus "ruhig" und -ähm- "weniger wütend" sein. Ich steh' aber immer offensiv zu meiner Meinung.

    Es ist dann aber innerhalb von trans* und inter* in Deutschland nicht alles so klar getrennt und einfach.
    Zu den Verbänden muss ich leider gestehen, dass ich herausgefunden habe über drei Ecken selbst Mitglied beim BVT* zu sein.

    Ja, tatsächlich.
    Über eine Kölner Gruppe (nicht die Trans Pride, die ist da nicht mit drin, aber bei den Vernetzungstreffen dabei) beim NGVT* NRW (Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW), welches wiederum Mitgliedsorganisation beim BVT* ist.
    Aktiv tu ich aber weder auf Landes- und erst recht auf Bundesebene - nichts. Dazu fehlen mir Zeit und Nerven. (Und, da steh ich zu, der Wille, auf einige Positionen und Einstellungen Rücksicht zu nehmen.)

    Es ist aber so, dass wenn -inzwischen- 75% der Gruppen im NGVT klar gegen jede Psychopathologisierung stehen und auch hinter der in Satzung und Präambel niedergeschriebenen Auffassung von Geschlechtlichkeit, nicht-Binarität und Intersektionalität stehen, der Rest eben noch sehr im "alten" System verhaftet ist.
    Der Verband kann dann nicht einfach über diesen Rest hinweg handeln, da dies komplett gegen das eigene Selbstverständnis als Dachverband gehen würde, dem die Eigenständigkeit der Gruppen wichtig ist. Ohne dieses Selbstverständnis würde kein Verband funktionieren.

    Es hat sich aber auch gezeigt, dass diese Gruppen (zumindest in Teilen) auch lernfähig und -bereit sind. Es ist erstaunlich, wie sehr bestimmte - scheinbar festzementierte - Einstellungen und Ansichten sich ändern können, wenn mal miteinander geredet wird. Und wenn der Kontakt beständig ist mensch sich über gemeinsame Arbeit kennen lernt.

    Das "sie" durchaus die Forderungen mitbekommen und - ansatzweise - verstanden habe, zeigt sich beispielsweise an den Forderungen des BVT*. Da ist keine Einzige auf der Homepage wo ich nicht zumindest "ja, kann so gefordert werden" sag.

    Nur, wie glaubhaft ist die Forderung nach einem selbstbestimmten Geschlechtseintrag, wenn gleichzeitig einige ein "Recht auf [Psycho-]Therapie" fordern. Die selber Teil des Systems sind.
    Wenn zu allem Ja-und-Amen gesagt wird, was die Pschopathologisierer und Wegsperren-Forderer sagen, weil "man ja Kompromisse eingehen muss" wenn mensch das Zuckerchen "Peer-Beratung" haben möchte.
    Und sich damit selber den Ast absägt, auf den wer selbst sitzt.

    Vielleicht ändert sich das aber in Zukunft. Die "Generation TSG" der toxic-trans "Self-Hate-Groups" (Danke für dieses Wort) befindet sich auf dem Rückzug. Es fällt ihnen immer schwerer, Nachwuchs zu rekrutieren und irgendwann werden sie, davon bin ich überzeugt, bedeutungslos sein.
    Einfach schon nur deshalb, weil auch andere Sichtbar und Laut sind. Wir.

    Hoffe ich zumindest.
    Ich würde aber ungern diese Diskussion in den Kommentaren von queer.de weiterführen. Es gibt noch so viele Dinge, die ich noch sagen und anmerken möchte, die aber irgendwie nicht hier hin passen.
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#49 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 11:37hHannover
  • Antwort auf #42 von Anonyma
  • ""Oder doch?""..

    Ist nicht verborgen geblieben..
    Grundsätzlich habe ich Probleme damit, wenn so genannte Lobbyisten gleichzeitig auf beiden Seiten einer Thematik agieren, und so wie hier dann auch noch agitieren, um quasi gegen sich selbst Front zu machen..

    Die hier jetzt verbreiteten Informationen haben dann auch sicher mehr dazu beigetragen die Krux öffentlich verständlich zu machen, als viele andere Threads davor es versuchten..

    Denn wenn solche Informationen nicht öffentlich breit vorhanden sind, dann wird sich auch keine Gegenmaßnahme gegen diese Leute von
    ""BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen""
    organisieren lassen, denn so lange die die Verbreitung von Informationen "in der Hand" haben, werden sie auch weiterhin als "Bauernfänger" den "Markt" bestimmen..

    Und zu Kommentar Nr.#45 :

    ""Darüber hinaus hätte TheDad seinen kleinen Verwirrtheitszustand ja durchaus auch in Eigeninitiative beheben und Frau Güldenring einfach mal googlen können...""..

    Äh ?
    Hat er getan..
    Um dann in den Zustand der Verwirrtheit zu verfallen..

    Doch wie heißt es hier so oft ?
    "jeder ist für seine eigenen Informationsstand selbst verantwortlich ?"..

    Was dann nicht nur mich "verwirrt", sondern auch Menschen wie "feli491", die dann auch nicht über die notwendigen Infos verfügen ?

    Vielleicht ist es dann hier jetzt mal an der Zeit dieses Narrativ der "selbst-bildung" endlich zu überdenken, und die breite Streuung von Informationen zu forcieren ?

    Und wie heißt es bei "TransMum" in Nr.20 ?

    ""Wow, ich lese hier soviel Wahres und sehe, dass auch andere ähnliche Gedanken wie ich haben.""..

    Wo zum Henker ist EUER Netzwerk welches gegen die anderen von
    ""BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen""
    wirklich anarbeiten kann, und das dann auch tut, um nicht nur Menschen wie "TransMum" nicht weiterhin "allein vor sich hin denken" zu lassen ?

    Denn die Kommentare Nr.# 25 und 26 sind einfach bezeichnend dafür, wie es mit dem Netzwerk, und damit auch mit der Information bestellt ist..
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#48 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 11:15hHannover
  • Antwort auf #41 von trans naysayer
  • ""Nein, bitte nicht schon wieder dieser Irrweg! Schluss mit den "Fördergeld"- Ausverkäufen von knowledge, spirit, independence, power of people und anderen community-eigenen Ressourcen. Man verkauft sich nicht und veräussert nicht seine skills.""..

    Darum geht es nicht..
    Anerkenntnis in Bezug auf die Vertretung der eigenen Gruppe bedeutet dann auch ein Sprachrohr für die Forderungen an die Politik zu sein, und dann Forderungen vorzutragen wie sie wirklich hilfreich für die Betroffenen wirken können..

    Dazu muß dann eben auch die Community als Gruppe hinter diesem Sprachrohr als Organisation versammelt sein, und sich auch damit deutlich von solchen anderen Gruppen wie dem BTV distanzieren..

    Eine solche Distanz wird sich aber nur erreichen lassen, wenn man auch öffentlich in Erscheinung tritt um der eigenen Community UND der Bevölkerung die Ziele und die dazu notwendigen Schritte in der Gesetzgebung erklärt, und dazu auch auf öffentlichen Veranstaltungen die Unterschiede darlegt..

    ""werden damit auch nie aufhören, BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen.

    Um die geht es auch nicht, die muss man einfach vergessen.""..

    Man kann die nicht "einfach vergessen", eben weil sie nicht aufhören werden..

    Wer andere Ziele nachvollziehbar formuliert, und diese auch öffentlich vertritt, der muß dann auch den "gang durch die instanzen" gehen, um diesen "anderen" den Zugang zur Beteiligung am Gesetzgebungsverfahren verhindern, denn sonst setzen sich diejenigen durch, die das System stützen, indem sie es "verfeinern", und mit der Einführung solcher "Ambulanzen" ist der Schritt zur Verfeinerung schon sehr weit gediehen..

    Da hilft nur
    "raus aus den startlöchern, und rein in die Gremien" aller Organisationen die vernünftige Öffentlichkeitsarbeit leisten können, um die Informationen so breit wie nur möglich zu streuen..
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#47 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 09:48h
  • Antwort auf #39 von Anonyma
  • Danke für den Hinweis. Du hast da völlig recht das ein übergeordnete Konstrukt mir eine hilfsbedürftige Rolle zuweisen will.
    Aber die Erkenntnis dass das so ist, versetzt mich in die Lage dort nicht gefangen zu werden.
    Das ist wie im Film Matrix (Teil eins). Kontrolle, nichts anderes.
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#46 TranaMumAnonym
  • 11.10.2019, 09:39h
  • Antwort auf #40 von trans naysayer
  • "Womit sich wieder einmal ein Kreis schliesst und wir bei der Ursache für das Selbstbild und die desolate Verfassung der trans-community angekommen sind.

    Die trans community ist eine zutiefst traumatisierte community. Traumatisiert über Jahrzehnte und Generationen der Stigmatisierung durch Medikalisierung. Das ist der Grund für ihre Paralyse."

    Völlig richtig. Und das geht soweit dass sie sich selbst unsichtbar machen aber denken sie seien sichtbar m(

    Wer sich das nicht mehr gefallen lassen will ist herzlich eingeladen.
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#45 Anonyma
  • 11.10.2019, 09:03h
  • Antwort auf #44 von feli491
  • "Ja, das war mein Fehler. Ich wusste es nicht und war unterwegs, als ich meinen Kommentar geschrieben hatte und hatte nicht dran gedacht, es selbst zu ergooglen."

    Shit happens... :-) Und da es wirklich genau so ist, wie Du sagst, dass auch "cis" Psychiater*Innen zu CDSs, Tagungen etc. pp. eingeladen und dort teilweise sogar auf eine sehr skurrile Art gefeiert werden, lag die Vermutung auch nicht wirklich allzu fern. Darüber hinaus hätte TheDad seinen kleinen Verwirrtheitszustand ja durchaus auch in Eigeninitiative beheben und Frau Güldenring einfach mal googlen können...
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#44 feli491Anonym
  • 11.10.2019, 08:48h
  • Antwort auf #42 von Anonyma
  • "Es ist kein Geheimnis, dass Frau Güldenring trans ist. Das kann jeder, der möchte, ganz einfach ergooglen."

    Ja, das war mein Fehler. Ich wusste es nicht und war unterwegs, als ich meinen Kommentar geschrieben hatte und hatte nicht dran gedacht, es selbst zu ergooglen.

    Da ich auch schon erlebt hatte, dass cis Psychiater*innen als" Fachleute "für trans zu CSDs geladen wurden, auch mit voller Unterstützung der trans Menschen vor Ort, hätte es mich nicht gewundert, wenn das hier auch der Fall gewesen wäre... Im Gegenteil, ich war schon davon ausgegangen, dass es so sei.
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#43 Anonyma
  • 11.10.2019, 08:37h
  • Antwort auf #40 von trans naysayer
  • "Die trans community ist eine zutiefst traumatisierte community. Traumatisiert über Jahrzehnte und Generationen der Stigmatisierung durch Medikalisierung. Das ist der Grund für ihre Paralyse."

    Genau so sehe ich das auch. Und die besondere Perfidie an der Angelegenheit ist, dass es sich um eine iatrogene Traumatisierung handelt, deren Folgen von der Ärzteschaft dann wiederum als Rechtfertigung für die weitere Pathologisierung und Medikalisierung herangezogen werden. Flapsig formuliert könnte man sagen, diese Leute basteln sich ihre Patienten in einem nicht enden wollenden Kreislauf selbst... Ein pfiffiger Psychologe nannte diesen Effekt mal die "professionalisierte Chronifizierung psychosozialer Probleme". Und je engmaschiger die "psychiatrische Versorgung" ist, desto effektiver arbeitet dieser Mechanismus.

    "Die Frage lautet: Wie kriegt man sie da raus?"

    Wenn ich auf diese Frage bloß 'ne Antwort hätte... Du weißt, wie lange ich früher schon vergeblich versucht habe, den dringend notwendigen Zorn gegen die Psychiatrie zu schüren. Am Ende war die Weißkittelgläubigkeit der anvisierten Klientel dann doch immer zu groß. Den "men in white coats" glaubt man eben doch mehr als einer "radikalen" trans Frau mit offensichtlich antipsychiatrischer Einstellung. Die trügerische Assoziation "Psychiater = Arzt = Hilfe" ist erfahrungsgemäß unglaublich schwer zu durchbrechen...
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#42 Anonyma
  • 11.10.2019, 08:26h
  • Antwort auf #35 von TheDad
  • Es ist kein Geheimnis, dass Frau Güldenring trans ist. Das kann jeder, der möchte, ganz einfach ergooglen.

    Und genau so einfach kann man die Ansichten von Frau Güldenring zum Thema Trans in ihren Veröffentlichungen nachlesen und wird dort nichts finden, was für irgendeine "Revision ihrer vorherigen Auffassungen" spricht. Sie agiert und argumentiert auch keineswegs gegen "das System", sondern kritisiert bestenfalls ein paar ihrer Kollegen, die schon sehr, sehr lange für ihre durchwachsenen Ansichten zum Thema Trans bekannt sind (auffindbar ist dieser Verein über das Kürzel "DGSMTW"). Dieses Spielchen "guter Psychiater vs. böser Psychiater" ist auch keineswegs neu. Ich kenne das, seit ich mich intensiver mit der Thematik befasse. Es ist ein Teil des Problems, das zum desolaten Zustand der deutschen Trans-Community geführt hat.

    Was mich aber wirklich mal interessieren würde: Warum lässt Du den für die Frage nach einem Interessenkonflikt eigentlich wichtigen Aspekt - die Tatsache, dass Frau Güldenring leitende Oberärztin in einer Transgenderambulanz ist, also ihre Brötchen mit der Psychiatrisierung von trans Menschen verdient, während sie gleichzeitig als Sprecherin der "Arbeitsgemeinschaft Gesundheit des Bundesverbands Trans*" agiert - einfach mal so schuppdiwupp unter den Tisch fallen? Der hier mögliche Loyalitätskonflikt zum Arbeitgeber auf der einen und der "Selbsthilfe"-Organisation auf der anderen Seite kann Dir doch eigentlich nicht verborgen geblieben sein. Oder doch?
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#41 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 04:41h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • "Um eine solche Forderung erfüllt zu bekommen, muß man ja erst einmal selbst "anerkannt" sein.."

    Nein, bitte nicht schon wieder dieser Irrweg! Schluss mit den "Fördergeld"- Ausverkäufen von knowledge, spirit, independence, power of people und anderen community-eigenen Ressourcen. Man verkauft sich nicht und veräussert nicht seine skills.

    Das geht z.B. auch mit Druck von der Strasse, siehe Trans Pride Cologne. Und so was entfaltet ganz andere befreiende und bekräftigende Dynamiken für eine community.

    "Das in "Grabenkriegen" abseits de Politik zu erreichen sehe ich nicht.."

    Ich auch nicht. Aber das ist nun mal das Drama der deutschen trans. Die, die sich da bekriegen, werden damit auch nie aufhören, BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen.

    Um die geht es auch nicht, die muss man einfach vergessen. Der Trans Pride Cologne hat aber eben auch gezeigt, dass es emanzipierte Trans gibt. Das ist die Richtung, in die es gehen muss. Das sind kleine Anfänge und es ist ein u.U. langer Weg, aber man muss das ausbauen und hartnäckig bleiben.

    ...und wenn dann noch der enthusiastische support der LGB-community vor allem sichtbar vor Ort dazu kommen würde...
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#40 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 01:08h
  • Antwort auf #39 von Anonyma
  • "Es ist ein (mehr oder weniger subtiler) Akt der Unterwerfung, eine Machtdemonstration, eine Maßregelung für Dein "deviantes" Verhalten, eine "Etikettierung" Deiner Person als "hilfsbedürftig" und vor allem als "psychisch krank". Dir wird da gerade die neue Rolle zugewiesen, die Du zukünftig in dieser Gesellschaft zu spielen hast. Nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger."

    Womit sich wieder einmal ein Kreis schliesst und wir bei der Ursache für das Selbstbild und die desolate Verfassung der trans-community angekommen sind.

    Die trans community ist eine zutiefst traumatisierte community. Traumatisiert über Jahrzehnte und Generationen der Stigmatisierung durch Medikalisierung. Das ist der Grund für ihre Paralyse.

    Die Frage lautet: Wie kriegt man sie da raus?

    Wenn alle so zornig wären, wie @Hyenadyke, wäre schon viel gewonnen. Und offensichtlich ist sie ja nicht die Einzige.
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#39 Anonyma
  • 11.10.2019, 00:15h
  • Antwort auf #32 von TransMum
  • "Das Amüsante ist, ich komme in diese Therapiestunden und weiss nicht warum ich dort bin."

    Genau so ging's mir damals auch... Und offen gestanden habe ich bis heute - fast 20 Jahre später - trotz intensivster Lektüre der einschlägigen Fachliteratur von Richard von Krafft-Ebing über Sigmund Freud bis hin zu den die heutige Situation prägenden Psycho-Pappenheimern (Sigusch, Pfäfflin, Becker und wie sie nicht alle heißen) noch immer nichts an dieser Veranstaltung finden können, das irgendeinen auch nur ansatzweise positiven Effekt für die zwangsweise an ihr teilnehmenden Proband*Innen hätte. Es ist wirklich einfach "nur" das hier:

    "Aber ich muss dieses Spiel mitspielen um in den Genuss diverser Dinge zu kommen."

    Es ist ein (mehr oder weniger subtiler) Akt der Unterwerfung, eine Machtdemonstration, eine Maßregelung für Dein "deviantes" Verhalten, eine "Etikettierung" Deiner Person als "hilfsbedürftig" und vor allem als "psychisch krank". Dir wird da gerade die neue Rolle zugewiesen, die Du zukünftig in dieser Gesellschaft zu spielen hast. Nicht mehr, aber vor allem auch nicht weniger.
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#38 trans naysayerAnonym
#37 TheDadProfil
#36 TheDadProfil
  • 10.10.2019, 23:44hHannover
  • Antwort auf #14 von trans naysayer
  • ""Bitte all ihre "wissenschaftlichen" Publikationen aufrufen und unbedingt lesen. Alle.""..

    Du scherzt..
    Mal abgesehen davon, das mehr als die Hälfte aller unter diesem Link versammelten "Publikationen" in ihrer Vita als "Vorträge" gekennzeichnet sind..

    ""Im Vorstand des LSVD sitzt doch auch kein*e Arzt/Ärztin, die Schwule und Lesben medikalisiert und für ihre "Behandlung" zuständig ist - oder doch-?
    Das Problem erschliesst sich eigentlich jeder*m sofort.""..

    Nun ja..
    Das haben keine "Ärzte" gemacht..
    Aber Richter..
    Einer der führenden LSVD-Vorstände war der ehemalige Staatsanwalt Manfred Bruns, der von 1963 bis zu seiner Pensionierung im Sommer 1994 Bundesanwalt am Bundesgerichtshof in Karlsruhe war, und in seiner Karriere dadurch auch mit Fällen in Berührung kam, die sich mit Verurteilungen von "Homosexuellen" befassten..

    de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Bruns

    Ob es sich mit Dr. Annette Güldenring um eine Person handelt die sich als ähnlich "geläutert" herausstellt, ist aber sicher eine andere Frage..

    Und zu Kommentar Nr.#15 :

    ""Es muss unbedingt klar gemacht werden, dass der BVT* keine legitime Vertretung der deutschen Trans ist und in dieser Form als "Interessenvertretung" nicht anerkannt wird.""..

    Um eine solche Forderung erfüllt zu bekommen, muß man ja erst einmal selbst "anerkannt" sein..

    Das in "Grabenkriegen" abseits de Politik zu erreichen sehe ich nicht..
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#35 TheDadProfil
  • 10.10.2019, 23:26hHannover
  • Antwort auf #9 von Anonyma
  • ""Frau Güldenring betreibt (nebenbei bemerkt: als trans Frau)""..

    Bei "feli491" steht dann :
    ""Da ist es auch ok, cis Menschen als Vorstand zu halten, weil sie ja "mit der Thematik vertraut sind".""..

    Könnt ihr sicher ausräumen..

    Nehmen wir dann Deine Aussage dazu..
    Wenn das so ist, wäre es doch interessant zu erfahren, ob denn diese Ärztin dort schon tätig war, bevor sie selbst ihre eigene Transition begann ?

    Und sie dann mal zu fragen wie sie das System selbst als Betroffene empfunden hat, wenn sie doch jetzt gegen das System agiert und auch argumentiert..

    Ich sehe da kaum einen solchen "Interessenkonflikt, wohl aber einen wahrscheinlichen Anstoß für die Revision ihrer vorherigen Auffassungen..
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#34 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 23:25h
  • Antwort auf #32 von TransMum
  • "Und ich merke immer mehr und mehr dass mein Umfeld Therapie wesentlich nötiger hat als ich selbst."

    Allen voran die so called "Therapeuten", "Gutachter*innen" und "Gender Spezialisten", die nichts anderes tun, als sich Pathologisierungs-Konstrukte für gesunde Menschen auszudenken um sie zu stigmatisieren - weil sie die Lüge der Geschlechter-Binarität durch ihre pure Existenz widerlegen und deshalb eine "Gefahr" sind.

    Das sollte Dich jetzt aber anspornen.
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#33 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 10.10.2019, 23:15h
  • ????

    Sorry, falls ich störe.
    Wird man hier ins Gespräch integriert oder ausgegrenzt, wenn man zufälligerweise nicht Trans* ist?
    Ich frag halt mal.

    Übrigens verliere ich gerade den Überblick darüber, wer hier Trans* ist und wer mit mehreren Nicks schreibt.
    Vielleicht kann man das mal aufdröseln.

    Und ganz allgemein fände ich es gut, wenn man hier beim Thema bleibt. Auch in den USA gibt es Baustellen bezüglich Trans*

    Ich debattiere gerne mit und unterstütze gerne, aber garantiert nicht, wenn ich ignoriert werde. Erstaunlicherweise geschieht das immer dann, nachdem ich Unterstützung gegeben hatte.

    "I've sucked your blood because I was thirsty. Now I'm fine and you leave me alone."
    Reden so Vampire? Ich bin jedenfalls menschlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#32 TransMumAnonym
  • 10.10.2019, 22:42h
  • Antwort auf #29 von trans naysayer
  • Ps:
    Für mich war schon vor jeglicher Zwangstherapie klar wie mein Weg aussehen wird. Das Amüsante ist, ich komme in diese Therapiestunden und weiss nicht warum ich dort bin.
    Und ich merke immer mehr und mehr dass mein Umfeld Therapie wesentlich nötiger hat als ich selbst. Aber ich muss dieses Spiel mitspielen um in den Genuss diverser Dinge zu kommen.
    ¯\_()_/¯
    Diese Zeit könnte ich sinnvoller nutzen, z. B. für trans* human rights
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#31 trans naysayerAnonym
#30 TransMumAnonym
#29 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 21:21h
  • Antwort auf #25 von TransMum
  • #23 @trans naysayer:
    "Ein vermeintliches herbeiphantasiertes "Recht auf Therapie" ist das exakte Gegenteil von Transgender Human Rights. Die sehen ein einfaches Consent-Verfahren vor."

    Ein einfaches Consent-Verfahren beim ZUgang zu gewünschten medizinischen Leistungen würde also die Transmenschen von der Medikalisierung - und damit der Pathologisierung - befreien.
    Deshalb wird das auch in allen internationalen Resolutionen so für Transmenschen gefordert.

    Consent-Verfahren heisst:
    Selbstbestimmte Entscheidungen ohne die Einflussnahme Dritter (z.B. der Sexualmedizin oder des Staates) -> Einfache Aufklärung über medizinische Eingriffe und ihre Folgen, wie bei jedem anderen medizinischen Eingriff auch -> Einwilligung des Patienten durch Unterschrift. Fertig.

    So, jetzt bin ich aber fertig. :-)))
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#28 trans naysayerAnonym
#27 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 20:58h
  • Antwort auf #25 von TransMum
  • P.S.

    @Anonyma hat in diesem Forum mal geschrieben:
    "In demokratischen Gesellschaften gibt es nur eine Möglichkeit, Menschen, die nicht straffällig geworden sind, zu stigmatisieren. Indem man sie pathologisiert und psychiatrisiert."

    Da Du trans bist, wirst Du deshalb der Medizin/Psychiatrie, ihrer Definitions-Gewalt, "Behandlung" und ihren "Therapie-Zielen" übergeben. Du wirst der Medikalisierung zugeführt.

    Im Fall von trans erzwingt man diese Medikalisierung mit der Zwangs-Therapie. Gesellschaftliche Kontrolle durch Übergabe an und Aufsicht durch die Medizin/Psychiatrie.
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#26 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 20:37h
  • Antwort auf #25 von TransMum
  • "Mich würde einmal genau interessieren was Du mit" medikalisierung" meinst."

    Vereinfacht ausgedrückt:
    Medikalisierung ist die Tendenz von Gesellschaften, selbst alltägliche Prozesse des Lebens unter die Definitions-Hoheit der Medizin zu stellen durch Verantwortungs-Übertragung an Ärzte und Gesundheits-Systeme. Damit werden Lebensumstände oder Dinge, die komplexen Lebensumständen unterliegen, pathologisiert und der "Behandlung" durch die Medizin/Psychiatrie zugeführt.

    Z.B. gesunde Menschen, die einfach nur sind, was sie sind. Aber nicht so sind wie sie "sein sollen". Z.B. Du, weil Du trans bist.

    de.wikipedia.org/wiki/Medikalisierung
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#25 TransMumAnonym
  • 10.10.2019, 19:58h
  • Antwort auf #23 von trans naysayer
  • "Die Protagonisten der deutschen Transvertretungen können Trans-Rechte nur innerhalb des nicht hinterfragten Rahmens der Medikalisierung denken. Sie kommen nicht einmal auf die Idee, Trans OHNE MEDIKALISIERUNG zu denken. Das können sie nicht."

    Mich würde einmal genau interessieren was Du mit" medikalisierung" meinst.
    Für mich ist sehr klar das Trans* sehr viele Wege einschließt. Non-binary (mit/ohne OP), trans* mit/ohne hrt und mit/ohne GaOP und alles was ich vergessen habe. Und alle Wege sind Trans* genug.
    Oder meinst Du Psychopharmaka und Antidepressiva?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#24 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 19:30h
  • Antwort auf #22 von Anonyma
  • "Oder erwarte ich da schon wieder zu viel?"

    Ich wünschte, Du könntest jetzt mein Gesicht sehen. Das würde jedes weitere Wort erübrigen. Ich habe gerade dieses unverbindliche Lächeln im Gesicht.

    Es gibt nur einen Weg: Emanzipation. Dazu gehört auch Emanzipation von diesen Strukturen.

    Offensichtlich ist das von den Protagonisten der Verbände nicht zu erwarten. Right?

    Das muss von "unten" kommen.

    Change doesnt come to those who wait. Change comes to those who do.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#23 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 18:41h
  • Antwort auf #21 von Loren
  • "Ist wahrscheinlich beruflich bedingt:"

    Ja, ich weiss von ihrer Beratungstätigkeit. Das ist ein Grund. Aber das ist nicht der einzige Grund.

    @Anonyma:
    "Das ist auch wirklich faszinierend. Ich kann mir in diesem Zusammenhang ja immer kaum verkneifen, an das Experiment mit den Hunden zur "erlernten Hilflosigkeit" zu denken..."

    Die Protagonisten der deutschen Transverbände können sich und ihr Transsein nur in Psychiatrischem Kontext denken. Sie haben die Narrative der Psychiatrie über sich tief internalisiert. Es ist so chronifiziert, dass sie das nicht einmal mehr realisieren. Die Psychiatrie bietet ihnen alles, was sie brauchen:
    Die "Erklärung" für ihr So-Sein, Das Selbstbild, das Verfahren und den (vermeintlichen) "Ausweg". Die "Lösung".

    Internalized Oppression.
    Was passiert, wenn unterdrückte Menschengruppen das stigmatisierende, pathologisierende und abwertende Bild einer "Mehrheit" über sich tief internalisieren? Wenn dieser Narrativ "unter die Haut geht"? Wenn man so sehr in diesem Gedankenkäfig lebt, dass man alles, was ausserhalb dieses Käfigs ist, nicht mehr denken kann - oder will? Menschen, die sich von innen verzweifelt an die Käfigstäbe klammern, selbst dann, wenn man ihnen die Käfigtür öffnet und sagt "Komm doch einfach raus. Guck mal, was es hier draussen alles gibt".

    In diesem Moment der Internalisierung übernehmen die Unterdrückten die Arbeit der Unterdrückenden und setzen die Stigmatisierung, Abwertung, vermeintliche Hilfsbedürftigkeit und Abhängigkeit stellvertretend für die Unterdrückenden selbstständig für sich um und tradieren sie.

    Das geht dann soweit, dass daraus ein "Recht" abgeleitet wird.

    Die Protagonisten der deutschen Transvertretungen können Trans-Rechte nur innerhalb des nicht hinterfragten Rahmens der Medikalisierung denken. Sie kommen nicht einmal auf die Idee, Trans OHNE MEDIKALISIERUNG zu denken. Das können sie nicht.

    Ich weiss das. Ich habe vor Jahren mit all diesen Menschen gesprochen. Sie haben nicht einmal verstanden, wovon ich rede. Sie konnten das nicht einmal denken. Mich starrten leere, ausdrucklose Augen an. Am Ende wurde ich als Bedrohung für ihre "Realitäten" wahrgenommen. Error.

    Das Problem in Deutschland ist diese lückenlose, umfassende und bedingungslose Verstrickung mit der pathologisierenden Psychiatrie. Die Tentakel der Psychiatrie-Krake reichen in Deutschland bis in jede einzelne SHG. Von den Leiter*innen der SHGs wird dieser Psychiatrie-Narrativ tradiert und alle werden wie mit einem Trichter der Psychiatrie zugeführt.

    Die "Gender Kompetenz Zentren (Gender-KZs) schliessen die Tür hinter den deutschen Transmenschen endgültig. Wer wissen will, in welcher Katastrophe das endet, muss z.B. nur nach Dänemark schauen, wo das bereits umgesetzt ist.

    Diese Tatsachen zu benennen, gilt in diesen Strukturen als Sakrileg. Es ist tabu. Die deutschen Transverbände funktionieren nach innen wie Sekten. Es gibt ein "geschlossenes" Weltbild und Selbstbild. Alles, was dieses Bild bedroht, muss ferngehalten werden.

    Ein vermeintliches herbeiphantasiertes "Recht auf Therapie" ist das exakte Gegenteil von Transgender Human Rights. Die sehen ein einfaches Consent-Verfahren vor.

    Die deutschen Transverbände sehen die "Sexualmedizin" tatsächlich als ihre Verbündeten. Im wahrsten Sinne als "natürliche" Verbündete.

    Die deutschen Transverbände verstehen "Transgender Human Rights" nicht. Und sie verstehen auch nicht, dass man sich die Abschaffung des TSG auch gleich sparen könnte, wenn man solche Strukturen etabliert. Denn das ist ein Rückschritt in tiefste dunkelste Zeiten. Eine historische Katastrophe.

    Seit ich hier schreibe, schreibe ich gegen die toxischen Narrative der Psychiatrie an und versuche, allen zu verdeutlichen, dass nicht das TSG sondern die Psychiatrie das Problem ist. Was nutzt es, wenn man seinen Namen und Personenstand im Idealfall irgendwann einfach per Formblatt ändern kann, aber dann in so ein System gerät-?

    Von daher war meine Frage "Wie hat die Sexualmedizin Mari Günter dazu bekommen, so etwas zu sagen" eher rhetorisch gemeint.
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#22 Anonyma
  • 10.10.2019, 18:34h
  • Antwort auf #19 von trans naysayer
  • "Headline:
    "BVT* sieht Therapie von Transmenschen und Zwangseinweisungen in Gender-Kompetenz-Zentren (Gender-KZs) durch das Konversions-Therapie-Verbot bedroht. Er fordert dringende Nachbesserungen.""

    Wenn der BVT* denn wenigstens wirklich mal so ehrlich wäre... Aber auch eine solche Headline wird es nie geben, denn eine Bedrohung der "Trans-Therapie" - ähm - "Trans-Begleitung" durch ein Konversions-Therapie-Verbot wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch die von Dir weiter oben erwähnte Klüngelei hinter verschlossenen Türen bereits im Vorfeld ausgeschlossen werden. Korrekterweise hätte meine kleine Schlagzeilen-Phantasie also lauten müssen: "Trans Menschen schockiert: Trotz Konversions-Therapie-Verbot werden sie noch immer therapiert!". Mein Fehler...

    "Circles. Der Kreis schliesst sich immer wieder an der gleichen Stelle: Selbstbild!"

    Absolute Zustimmung... Allerdings gibt es da noch diesen winzig kleinen Strohhalm Hoffnung, an den ich mich klammere: In einem Land wie Deutschland, das über eine so ausgeprägte und umsatzstarke Sozialindustrie verfügt, sollte man immer auch die Frage stellen "Who profits?". Und wenn da dann die entsprechenden (finanziell motivierten) Verstrickungen - Annette Güldenring als Leiterin einer Transgenderambulanz, Mari Günther als "Systemische Transgender-Beraterin", die Krise der deutschen Sexualmedizin etc. pp. - ans Tageslicht kommen, dann besteht vielleicht doch noch eine klitzekleine Hoffnung, dass der Ärger der "Betroffenen" darüber, im Grunde nur Melkkuh der Sozialindustrie zu sein, das Selbstbild überflügelt und sie wenigstens einen kleinen Aufstand anzetteln... Oder erwarte ich da schon wieder zu viel?
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#21 LorenProfil
#20 TransMumAnonym
  • 10.10.2019, 15:52h
  • Wow, ich lese hier soviel Wahres und sehe, dass auch andere ähnliche Gedanken wie ich haben.
    Das macht mir persönlich Mut da ich sehe, dass noch nicht alles verloren ist.
    Wir dürfen uns nur nicht einlullen lassen. Denn nichts anderes verfolgt die Politik
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#19 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 15:41h
  • Antwort auf #18 von Anonyma
  • "Schlagzeile auf queer.de, 6 Monate nach Inkrafttreten des Konversions-Therapie-Verbots: "Bundesverband Trans* stellt erstaunt fest: Trans Menschen trotz Konversions-Therapie-Verbot noch immer in Therapie!" *kicher*"

    No, not. Da hast Du jetzt was falsch verstanden, das wird NIE passieren. *charmant lächel*

    Stattdessen:

    Headline:
    "BVT* sieht Therapie von Transmenschen und Zwangseinweisungen in Gender-Kompetenz-Zentren (Gender-KZs) durch das Konversions-Therapie-Verbot bedroht. Er fordert dringende Nachbesserungen."

    Letztens bin ich über einen Artikel gestolpert, der davon handelt, dass Mari Günter (Vorstand BVT*) für "Pro Familia" einen Leitfaden zur "Behandlung von Transmenschen" erarbeitet hat. Im Vorwort zu diesem Leitfaden schreibt sie über das "Recht von Transmenschen auf Therapie".

    Das "Recht von Transmenschen auf Therapie".

    Wie hat sie die "verbündete" Sexualmedizin nur dazu gebracht, so was zu sagen-?

    Circles. Der Kreis schliesst sich immer wieder an der gleichen Stelle: Selbstbild!

    Quote Haina: "You cannot help them, honey."
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#18 Anonyma
  • 10.10.2019, 14:54h
  • Antwort auf #16 von trans naysayer
  • "Okay, jetzt hast Du eine Metapher in meinen Kopf eingebrannt, die ich nie mehr los werden werde...Herzlichen Dank!"

    Gern geschehen! *augenklimper* :-)

    "Mach Dir keine Sorgen, bald kommt das Konversions-Therapie-Verbot für trans, dann löst sich dieses "System Trans" in Deutschland vollkommen in Luft auf...*looooolll*"

    Schlagzeile auf queer.de, 6 Monate nach Inkrafttreten des Konversions-Therapie-Verbots: "Bundesverband Trans* stellt erstaunt fest: Trans Menschen trotz Konversions-Therapie-Verbot noch immer in Therapie!" *kicher*
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#17 Still_IthEhemaliges Profil
  • 10.10.2019, 14:38h
  • Der BVT* ist nicht "wir". Die Erklärung mag in Teilen nach nem seltenen Lichtblick aussehen. Unterm Strich arbeiten die aber in solchem Maße gegen die Interessen von Leuten wie mir, dass ich es mir verbitte, mit denen in einen Topf geworfen zu werden.

    Umgekehrt seh ich aber gerade da den Grund für den (un) verhältnismäßigen Einfluss. Mal wieder ein Verband, der dazu da ist, den cis-heteronormativen Mainstream gegenüber den Betroffenen zu vertreten, daher vom normativen Mainstream gefördert und akzeptiert, als Belohnung "normal genug, braves Unterworfenes *tätschel".
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#16 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 13:31h
  • Antwort auf #10 von Anonyma
  • "Ich kann mir in diesem Zusammenhang ja immer kaum verkneifen, an das Experiment mit den Hunden zur "erlernten Hilflosigkeit" zu denken..."

    Okay, jetzt hast Du eine Metapher in meinen Kopf eingebrannt, die ich nie mehr los werden werde...Herzlichen Dank!

    Mach Dir keine Sorgen, bald kommt das Konversions-Therapie-Verbot für trans, dann löst sich dieses "System Trans" in Deutschland vollkommen in Luft auf...*looooolll*
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#15 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 13:15h
  • Antwort auf #13 von Hyenadyke
  • And that's it.

    Diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. DARUM geht es. DAS ist das Ziel.

    Und der BVT* ist bei diesem Ziel aktiv beteiligter Täter.

    Daher auch keinerlei Kommunikation mit und der Ausschluss von jedweden Kritiker*innen. Daher auch die für deutsche Transmenschen intransparenten und konspirativ getroffenen Entscheidungsfindungen.

    Es muss unbedingt klar gemacht werden, dass der BVT* keine legitime Vertretung der deutschen Trans ist und in dieser Form als "Interessenvertretung" nicht anerkannt wird.
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#14 trans naysayerAnonym
  • 10.10.2019, 13:01h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Frau Güldenring war und ist bis auf den heutigen Tag durch ihre "Fach-Publikationen" massgeblich an der Psychiatrisierung und Pathologisierung von trans aktiv beteiligt. Als Transfrau!

    Auch als Gutachterin!
    Eine Transfrau, die Transmenschen seit Jahren nach pathologisierenden Kriterien "begutachtet".

    Sie ist als Mitglied der DGfS wesentlich verantwortlich für die falsche Darstellung von Trans durch psychiatrisierende Narrative und psychiatrische "Therapieansätze" in all ihren Publikationen.

    Bitte all ihre "wissenschaftlichen" Publikationen aufrufen und unbedingt lesen. Alle.

    www.westkuestenklinikum.de/fileadmin/user_upload/Taetigkeit_
    Gueldenring.pdf


    Frau Güldenring ist ein Trojaner der DGfS im Vorstand des BVT*.

    Damit ist weder eine Ent-Pathologisierung von trans möglich noch eine Emanzipation von der Psychiatrie und der Medikalisierung von Trans.

    Wenn eine Trans-Organisation, deren Aufgabe die Rechte von trans und deren Ent-Pathologisierung ist, ausgerechnet ein Mitglied der DGfS in ihren eigenen Reihen mit der "Gesundheitsversorgung" und der "Behandlung" (sic) von Transmenschen beauftragt, dürfte die aussichtlose Verstrickung des BVT* mit der trans medikalisierenden DGfS eigentlich für jeden erkennbar sein.

    So etwas gibt es nur in Deutschland. Ein weltweites Novum. Im Rest der Welt führt das zu fassungslosem Kopfschütteln.

    Im Vorstand des LSVD sitzt doch auch kein*e Arzt/Ärztin, die Schwule und Lesben medikalisiert und für ihre "Behandlung" zuständig ist - oder doch-?
    Das Problem erschliesst sich eigentlich jeder*m sofort.

    Wer einen Pakt mit dem Teufel eingeht...
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#13 HyenadykeProfil
  • 10.10.2019, 12:51hKöln
  • Der gärtnernde Bock ist ein sehr passender Vergleich für das scheinheilige Gejammer des BVT*.

    Die Idee "Trans*Kompetenz-Zentren" zu schaffen und als alleinige Anlaufstelle für alles, was mit dem Thema zu tun hat, einzurichten wurde von den Ministerien, den Krankenkassen und den "Interessenverbänden" BVT* und DGTI gemeinsam entwickelt.

    Wären solche "Zentren" erst einmal etabliert, würde es faktisch keine andere Möglichkeit mehr geben, beispielsweise eine Hormontherapie an anderer Stelle zu bekommen.
    Damit kann dann die Zwangs-Psychopatologisierung durchgesetzt werden. Mit anschließend vorsätzlich schädigender Medikamentierung (Cyproteronacetat), schlechter "Fließband-wozu-wollen-sie-denn-innere-Schamlippen" Genitalien-OPs, und sichergestellter Abrichtung der deutschen Trans*-"Community", selbst wenn das TSG dann mal fallen wird.

    Am liebsten wäre ihnen dann wahrscheinlich das anschließende Wegsperren in geschossene Einrichtungen. Das ist keine Übertreibung, sondern wörtliche und pauschale Aussagen von tatsächlichen, "hoch-erfahrenen" Trans* Spezialisten in Deutschland.

    Und wie konnten denn überhaupt dann solche "Zentren" den "Interessenverbänden" schmackhaft gemacht werden?
    Ganz einfach: es wurde ihnen versprochen, dass sie (angebunden an diesen "Zentren") "Peer-Beratungs" Stellen einnehmen dürften. Natürlich bezahlt und mit ein paar Streicheleinheiten für die Freaks, damit diese sich Wichtig vorkommen können.
    Die "Qualifikation" dieser "Peer-Berater*innen" soll dann auch sicherstellen, dass diese "Beratung" ja in die Richtige Richtung erfolgt ...

    Aber schön, dass der BVT* mal gemerkt hat, mit wem sie sich da ins Bett gelegt haben.
    Was sie aber noch nicht begriffen haben ist, dass das kein Ausrutscher ist, der durch geeignetes Personal schon wieder in Ordnung gebracht werden könnte.
    Nein, die Strukturen, die da auch mit Hilfe der sogenannten "Interessenverbände" etabliert werden sollen ermöglichen erst eine solche totale Kontrolle über trans* Menschen.

    Get this in your fu**ing head!
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#12 TheDadProfil
#11 Anonyma
  • 10.10.2019, 12:32h
  • Antwort auf #6 von feli491
  • "Die Grenzen zwischen trans Community und Masochismus, sie verläuft hier nicht wirklich trennscharf..."

    Aber warum ist das so? Ich verstehe das beim besten Willen einfach nicht... Woher kommt dieses furchtbar gruselige Selbstbild, dass man sich selbst völlig ohne Not sowas antut?
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#10 Anonyma
  • 10.10.2019, 12:27h
  • Antwort auf #3 von trans naysayer
  • "Was mich so fasziniert, ist ihre immer wiederkehrende Verwunderung darüber, dass die Geister die sie rufen auch tatsächlich kommen."

    Das ist auch wirklich faszinierend. Ich kann mir in diesem Zusammenhang ja immer kaum verkneifen, an das Experiment mit den Hunden zur "erlernten Hilflosigkeit" zu denken...
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#9 Anonyma
#8 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 10.10.2019, 12:00h
  • Antwort auf #6 von feli491
  • Danke für diesen Kommentar.
    Auch die sogenannten Beratungsstellen und Antidiskriminierungsstellen in manchen Gebieten sind ausschließlich mit cis-Heteros besetzt. Sie haben weder genug Erfahrung mit Trans* Themen, noch haben sie die nötige eigene Einstellung gegenüber Homosexuellen.

    Und Diskriminierung wird mit Ungleichbehandlung relativiert.

    "Wir wollen euch helfen."
    ???

    Danke, ihr uns auch....
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#7 TheDadProfil
  • 10.10.2019, 11:46hHannover
  • Antwort auf #2 von Anonyma
  • ""Die Ärztin Annette Güldenring, die auch Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit des Bundesverbands Trans* ist, erklärte, diese Entwicklung sei schon bedenklich, wenn sie allein in einem akademischen Rahmen stattfände. "Die Autor_innen dieser Veröffentlichungen arbeiten aber in leitenden Funktionen in staatlichen Transgender-Ambulanzen", so Glüdenring.""..

    ""Aber das würde natürlich bedeuten, dass sich Frau Güldenring selbst arbeitslos machen müsste, was sie selbstverständlich niemals tun wird.""..

    Wird hier dann der Gärtner zum Bock erklärt ?

    Weil der BTV dann nicht zu denjenigen gehört, die auf diese Schieflage hinweisen ?

    Oder weil man sich auf die Vita einer Ärztin konzentriert ?

    Denn wenn eine solche Ärztin mit einer solchen Vita im Verlauf ihrer Arbeit ihre VIELLEICHT ehemaligen Auffassungen revidiert, und dann zur Sprecherin einer Selbsthilfe-Organisation ernannt wird, dann ist dies nicht damit gleichbedeutend, sie würde immer noch die "alten auffassungen" vertreten..

    Oder irre ich mich dort, und hier wird dann gegen den BTV argumentiert ?

    Wer ist hier dann eigentlich Gärtner, und wer der Bock, wenn die Uneinigkeit der "diversen Trans*-Verbände" aus allen dazu erscheinenden Kommentaren herausstrahlt ?
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#6 feli491Anonym
  • 10.10.2019, 10:31h
  • Antwort auf #2 von Anonyma
  • Tja, die Relikte der Vergangenheit, man wird sie hier einfach nicht los... Da ist es auch ok, cis Menschen als Vorstand zu halten, weil sie ja "mit der Thematik vertraut sind". Solche Menschen lädt man dann auch zu CSDs als Verbündete ein, auch wenn es trans Menschen gibt, die von diesen "Verbündeten" schon in tiefe Depressionen gestürzt wurden... Die Grenzen zwischen trans Community und Masochismus, sie verläuft hier nicht wirklich trennscharf...
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#5 FinnAnonym
  • 10.10.2019, 08:10h
  • Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden. Hier geht es schließlich um Menschenleben.

    Aber Union und SPD scheinen nur noch ihre Restlaufzeit aussitzen zu wollen...
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#4 TransMumAnonym
  • 10.10.2019, 00:10h
  • O. M. G.
    Ich bin also eine Modeerscheinung .
    YMMD
    Ich habe sehr lange im falschen Geschlecht gelebt obwohl ich es in meinem Inneren wusste. Ich habe meine Gefühle nur nicht verstanden.
    Was hier passiert ist, dass durch die Präsenz von trans* in allen möglichen Medien und auf der Straße die Menschen sich ihrer eigenen Identität erst bewußt werden. Sie entdecken dass sie valide sind und dass es ein wundervolles Leben nach der, wie auch immer sie aussehen mag, Transition für alle gibt.
    We won't be erased. Get over it.
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#3 trans naysayerAnonym
  • 09.10.2019, 23:52h
  • Antwort auf #2 von Anonyma
  • "Bock + Gärtner = selbst schuld."

    *high five*

    Ich bin aufrichtig beeindruckt. Ich hätte es nie geschafft, die tragische Geschichte der Deutschen Transverbände auf drei Wörter herabzubrechen.

    Was mich so fasziniert, ist ihre immer wiederkehrende Verwunderung darüber, dass die Geister die sie rufen auch tatsächlich kommen.

    Verblüffend.
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#2 Anonyma
  • 09.10.2019, 23:20h
  • "Der Bundesverband Trans* e.V. (BVT*) und der HAKI e.V. Kiel warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einem "Wiederaufleben von wissenschaftlich längst verworfenen und unzureichenden Ansätzen bei der psychotherapeutischen Versorgung von trans* Menschen"."

    Normalerweise müsste der Rat an dieser Stelle lauten, als trans Mensch "psychotherapeutische Versorgung" einfach zu meiden. Aber halt, da war doch was... Ach ja, genau: wir haben hier in Deutschland ja noch immer diesen Zwang zu psychiatrischer/psychotherapeutischer "Begleitung" bzw. "Behandlung". Echt dumm gelaufen.

    "Sie propagieren als Therapieziel die Aussöhnung mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht oder verhindern für trans* Kinder und Jugendliche eine angemessene medikamentöse Versorgung."

    Potztausend! Wer hätte das für möglich gehalten? Da konnte ja nun wirklich niemand mit rechnen... Derartiges steht zwar seit JAHRZEHNTEN nachlesbar in der einschlägigen Fachliteratur, aber dass da mal jemand das Näschen reinsteckt und sich zwei oder gar drei Gedanken darüber macht, ist wohl zu viel erwartet. Genau so, wie es wohl zu viel erwartet ist, dass nicht ausgerechnet eine (Sexual-)Psychiaterin zur Sprecherin der "Arbeitsgemeinschaft Gesundheit des Bundesverbands Trans*" gemacht wird. Wie war das noch gleich mit dem Bock und dem Gärtner? Es ist einfach nur noch grotesk, wer in diesem Land damit betraut wird, die Interessen von trans Menschen zu vertreten. Man möchte fast sagen: Selbst schuld!

    "Daher müsse darauf hingearbeitet werden, "dass alle Betroffenen in allen Behandlungen ob nun in Trans*-Spezialzentren oder im niedergelassenen Bereich eine evidenzbasierte und bedürfnisorientierte Versorgung erhalten", so Güldenring."

    Wie wär's, wenn man stattdessen mal darauf hinarbeiten würde, diesen unsäglichen Zwang zu psychiatrischer/psychotherapeutischer "Begleitung" oder "Behandlung" endgültig abzuschaffen? Dann hätten Psychiater und Psychotherapeuten gar keine Chance, trans Menschen ihre obskuren "Therapieziele" aufzunötigen. Aber das würde natürlich bedeuten, dass sich Frau Güldenring selbst arbeitslos machen müsste, was sie selbstverständlich niemals tun wird. Bock + Gärtner = selbst schuld.
  • Antworten » | Direktlink »
#1 HerzPeaceVoltEhemaliges Profil
  • 09.10.2019, 16:07h
  • Herr Spahn, das fällt in Ihren Arbeitsbereich. Was tun Sie bezüglich dieser unwürdigen Behandlung?
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