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Einzelkommentar zu:
LGBTI-Aktivisten: Rückständige Gesundheitsversorgung treibt trans* Personen in den Selbstmord


#2 Anonyma
  • 09.10.2019, 23:20h
  • "Der Bundesverband Trans* e.V. (BVT*) und der HAKI e.V. Kiel warnen in einer gemeinsamen Erklärung vor einem "Wiederaufleben von wissenschaftlich längst verworfenen und unzureichenden Ansätzen bei der psychotherapeutischen Versorgung von trans* Menschen"."

    Normalerweise müsste der Rat an dieser Stelle lauten, als trans Mensch "psychotherapeutische Versorgung" einfach zu meiden. Aber halt, da war doch was... Ach ja, genau: wir haben hier in Deutschland ja noch immer diesen Zwang zu psychiatrischer/psychotherapeutischer "Begleitung" bzw. "Behandlung". Echt dumm gelaufen.

    "Sie propagieren als Therapieziel die Aussöhnung mit dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht oder verhindern für trans* Kinder und Jugendliche eine angemessene medikamentöse Versorgung."

    Potztausend! Wer hätte das für möglich gehalten? Da konnte ja nun wirklich niemand mit rechnen... Derartiges steht zwar seit JAHRZEHNTEN nachlesbar in der einschlägigen Fachliteratur, aber dass da mal jemand das Näschen reinsteckt und sich zwei oder gar drei Gedanken darüber macht, ist wohl zu viel erwartet. Genau so, wie es wohl zu viel erwartet ist, dass nicht ausgerechnet eine (Sexual-)Psychiaterin zur Sprecherin der "Arbeitsgemeinschaft Gesundheit des Bundesverbands Trans*" gemacht wird. Wie war das noch gleich mit dem Bock und dem Gärtner? Es ist einfach nur noch grotesk, wer in diesem Land damit betraut wird, die Interessen von trans Menschen zu vertreten. Man möchte fast sagen: Selbst schuld!

    "Daher müsse darauf hingearbeitet werden, "dass alle Betroffenen in allen Behandlungen ob nun in Trans*-Spezialzentren oder im niedergelassenen Bereich eine evidenzbasierte und bedürfnisorientierte Versorgung erhalten", so Güldenring."

    Wie wär's, wenn man stattdessen mal darauf hinarbeiten würde, diesen unsäglichen Zwang zu psychiatrischer/psychotherapeutischer "Begleitung" oder "Behandlung" endgültig abzuschaffen? Dann hätten Psychiater und Psychotherapeuten gar keine Chance, trans Menschen ihre obskuren "Therapieziele" aufzunötigen. Aber das würde natürlich bedeuten, dass sich Frau Güldenring selbst arbeitslos machen müsste, was sie selbstverständlich niemals tun wird. Bock + Gärtner = selbst schuld.
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