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Kommentare zu:
LGBTI-Aktivisten: Rückständige Gesundheitsversorgung treibt trans* Personen in den Selbstmord


#41 trans naysayerAnonym
  • 11.10.2019, 04:41h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • "Um eine solche Forderung erfüllt zu bekommen, muß man ja erst einmal selbst "anerkannt" sein.."

    Nein, bitte nicht schon wieder dieser Irrweg! Schluss mit den "Fördergeld"- Ausverkäufen von knowledge, spirit, independence, power of people und anderen community-eigenen Ressourcen. Man verkauft sich nicht und veräussert nicht seine skills.

    Das geht z.B. auch mit Druck von der Strasse, siehe Trans Pride Cologne. Und so was entfaltet ganz andere befreiende und bekräftigende Dynamiken für eine community.

    "Das in "Grabenkriegen" abseits de Politik zu erreichen sehe ich nicht.."

    Ich auch nicht. Aber das ist nun mal das Drama der deutschen trans. Die, die sich da bekriegen, werden damit auch nie aufhören, BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen.

    Um die geht es auch nicht, die muss man einfach vergessen. Der Trans Pride Cologne hat aber eben auch gezeigt, dass es emanzipierte Trans gibt. Das ist die Richtung, in die es gehen muss. Das sind kleine Anfänge und es ist ein u.U. langer Weg, aber man muss das ausbauen und hartnäckig bleiben.

    ...und wenn dann noch der enthusiastische support der LGB-community vor allem sichtbar vor Ort dazu kommen würde...
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#42 Anonyma
  • 11.10.2019, 08:26h
  • Antwort auf #35 von TheDad
  • Es ist kein Geheimnis, dass Frau Güldenring trans ist. Das kann jeder, der möchte, ganz einfach ergooglen.

    Und genau so einfach kann man die Ansichten von Frau Güldenring zum Thema Trans in ihren Veröffentlichungen nachlesen und wird dort nichts finden, was für irgendeine "Revision ihrer vorherigen Auffassungen" spricht. Sie agiert und argumentiert auch keineswegs gegen "das System", sondern kritisiert bestenfalls ein paar ihrer Kollegen, die schon sehr, sehr lange für ihre durchwachsenen Ansichten zum Thema Trans bekannt sind (auffindbar ist dieser Verein über das Kürzel "DGSMTW"). Dieses Spielchen "guter Psychiater vs. böser Psychiater" ist auch keineswegs neu. Ich kenne das, seit ich mich intensiver mit der Thematik befasse. Es ist ein Teil des Problems, das zum desolaten Zustand der deutschen Trans-Community geführt hat.

    Was mich aber wirklich mal interessieren würde: Warum lässt Du den für die Frage nach einem Interessenkonflikt eigentlich wichtigen Aspekt - die Tatsache, dass Frau Güldenring leitende Oberärztin in einer Transgenderambulanz ist, also ihre Brötchen mit der Psychiatrisierung von trans Menschen verdient, während sie gleichzeitig als Sprecherin der "Arbeitsgemeinschaft Gesundheit des Bundesverbands Trans*" agiert - einfach mal so schuppdiwupp unter den Tisch fallen? Der hier mögliche Loyalitätskonflikt zum Arbeitgeber auf der einen und der "Selbsthilfe"-Organisation auf der anderen Seite kann Dir doch eigentlich nicht verborgen geblieben sein. Oder doch?
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#43 Anonyma
  • 11.10.2019, 08:37h
  • Antwort auf #40 von trans naysayer
  • "Die trans community ist eine zutiefst traumatisierte community. Traumatisiert über Jahrzehnte und Generationen der Stigmatisierung durch Medikalisierung. Das ist der Grund für ihre Paralyse."

    Genau so sehe ich das auch. Und die besondere Perfidie an der Angelegenheit ist, dass es sich um eine iatrogene Traumatisierung handelt, deren Folgen von der Ärzteschaft dann wiederum als Rechtfertigung für die weitere Pathologisierung und Medikalisierung herangezogen werden. Flapsig formuliert könnte man sagen, diese Leute basteln sich ihre Patienten in einem nicht enden wollenden Kreislauf selbst... Ein pfiffiger Psychologe nannte diesen Effekt mal die "professionalisierte Chronifizierung psychosozialer Probleme". Und je engmaschiger die "psychiatrische Versorgung" ist, desto effektiver arbeitet dieser Mechanismus.

    "Die Frage lautet: Wie kriegt man sie da raus?"

    Wenn ich auf diese Frage bloß 'ne Antwort hätte... Du weißt, wie lange ich früher schon vergeblich versucht habe, den dringend notwendigen Zorn gegen die Psychiatrie zu schüren. Am Ende war die Weißkittelgläubigkeit der anvisierten Klientel dann doch immer zu groß. Den "men in white coats" glaubt man eben doch mehr als einer "radikalen" trans Frau mit offensichtlich antipsychiatrischer Einstellung. Die trügerische Assoziation "Psychiater = Arzt = Hilfe" ist erfahrungsgemäß unglaublich schwer zu durchbrechen...
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#44 feli491Anonym
  • 11.10.2019, 08:48h
  • Antwort auf #42 von Anonyma
  • "Es ist kein Geheimnis, dass Frau Güldenring trans ist. Das kann jeder, der möchte, ganz einfach ergooglen."

    Ja, das war mein Fehler. Ich wusste es nicht und war unterwegs, als ich meinen Kommentar geschrieben hatte und hatte nicht dran gedacht, es selbst zu ergooglen.

    Da ich auch schon erlebt hatte, dass cis Psychiater*innen als" Fachleute "für trans zu CSDs geladen wurden, auch mit voller Unterstützung der trans Menschen vor Ort, hätte es mich nicht gewundert, wenn das hier auch der Fall gewesen wäre... Im Gegenteil, ich war schon davon ausgegangen, dass es so sei.
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#45 Anonyma
  • 11.10.2019, 09:03h
  • Antwort auf #44 von feli491
  • "Ja, das war mein Fehler. Ich wusste es nicht und war unterwegs, als ich meinen Kommentar geschrieben hatte und hatte nicht dran gedacht, es selbst zu ergooglen."

    Shit happens... :-) Und da es wirklich genau so ist, wie Du sagst, dass auch "cis" Psychiater*Innen zu CDSs, Tagungen etc. pp. eingeladen und dort teilweise sogar auf eine sehr skurrile Art gefeiert werden, lag die Vermutung auch nicht wirklich allzu fern. Darüber hinaus hätte TheDad seinen kleinen Verwirrtheitszustand ja durchaus auch in Eigeninitiative beheben und Frau Güldenring einfach mal googlen können...
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#46 TranaMumAnonym
  • 11.10.2019, 09:39h
  • Antwort auf #40 von trans naysayer
  • "Womit sich wieder einmal ein Kreis schliesst und wir bei der Ursache für das Selbstbild und die desolate Verfassung der trans-community angekommen sind.

    Die trans community ist eine zutiefst traumatisierte community. Traumatisiert über Jahrzehnte und Generationen der Stigmatisierung durch Medikalisierung. Das ist der Grund für ihre Paralyse."

    Völlig richtig. Und das geht soweit dass sie sich selbst unsichtbar machen aber denken sie seien sichtbar m(

    Wer sich das nicht mehr gefallen lassen will ist herzlich eingeladen.
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#47 TransMumAnonym
  • 11.10.2019, 09:48h
  • Antwort auf #39 von Anonyma
  • Danke für den Hinweis. Du hast da völlig recht das ein übergeordnete Konstrukt mir eine hilfsbedürftige Rolle zuweisen will.
    Aber die Erkenntnis dass das so ist, versetzt mich in die Lage dort nicht gefangen zu werden.
    Das ist wie im Film Matrix (Teil eins). Kontrolle, nichts anderes.
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#48 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 11:15hHannover
  • Antwort auf #41 von trans naysayer
  • ""Nein, bitte nicht schon wieder dieser Irrweg! Schluss mit den "Fördergeld"- Ausverkäufen von knowledge, spirit, independence, power of people und anderen community-eigenen Ressourcen. Man verkauft sich nicht und veräussert nicht seine skills.""..

    Darum geht es nicht..
    Anerkenntnis in Bezug auf die Vertretung der eigenen Gruppe bedeutet dann auch ein Sprachrohr für die Forderungen an die Politik zu sein, und dann Forderungen vorzutragen wie sie wirklich hilfreich für die Betroffenen wirken können..

    Dazu muß dann eben auch die Community als Gruppe hinter diesem Sprachrohr als Organisation versammelt sein, und sich auch damit deutlich von solchen anderen Gruppen wie dem BTV distanzieren..

    Eine solche Distanz wird sich aber nur erreichen lassen, wenn man auch öffentlich in Erscheinung tritt um der eigenen Community UND der Bevölkerung die Ziele und die dazu notwendigen Schritte in der Gesetzgebung erklärt, und dazu auch auf öffentlichen Veranstaltungen die Unterschiede darlegt..

    ""werden damit auch nie aufhören, BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen.

    Um die geht es auch nicht, die muss man einfach vergessen.""..

    Man kann die nicht "einfach vergessen", eben weil sie nicht aufhören werden..

    Wer andere Ziele nachvollziehbar formuliert, und diese auch öffentlich vertritt, der muß dann auch den "gang durch die instanzen" gehen, um diesen "anderen" den Zugang zur Beteiligung am Gesetzgebungsverfahren verhindern, denn sonst setzen sich diejenigen durch, die das System stützen, indem sie es "verfeinern", und mit der Einführung solcher "Ambulanzen" ist der Schritt zur Verfeinerung schon sehr weit gediehen..

    Da hilft nur
    "raus aus den startlöchern, und rein in die Gremien" aller Organisationen die vernünftige Öffentlichkeitsarbeit leisten können, um die Informationen so breit wie nur möglich zu streuen..
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#49 TheDadProfil
  • 11.10.2019, 11:37hHannover
  • Antwort auf #42 von Anonyma
  • ""Oder doch?""..

    Ist nicht verborgen geblieben..
    Grundsätzlich habe ich Probleme damit, wenn so genannte Lobbyisten gleichzeitig auf beiden Seiten einer Thematik agieren, und so wie hier dann auch noch agitieren, um quasi gegen sich selbst Front zu machen..

    Die hier jetzt verbreiteten Informationen haben dann auch sicher mehr dazu beigetragen die Krux öffentlich verständlich zu machen, als viele andere Threads davor es versuchten..

    Denn wenn solche Informationen nicht öffentlich breit vorhanden sind, dann wird sich auch keine Gegenmaßnahme gegen diese Leute von
    ""BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen""
    organisieren lassen, denn so lange die die Verbreitung von Informationen "in der Hand" haben, werden sie auch weiterhin als "Bauernfänger" den "Markt" bestimmen..

    Und zu Kommentar Nr.#45 :

    ""Darüber hinaus hätte TheDad seinen kleinen Verwirrtheitszustand ja durchaus auch in Eigeninitiative beheben und Frau Güldenring einfach mal googlen können...""..

    Äh ?
    Hat er getan..
    Um dann in den Zustand der Verwirrtheit zu verfallen..

    Doch wie heißt es hier so oft ?
    "jeder ist für seine eigenen Informationsstand selbst verantwortlich ?"..

    Was dann nicht nur mich "verwirrt", sondern auch Menschen wie "feli491", die dann auch nicht über die notwendigen Infos verfügen ?

    Vielleicht ist es dann hier jetzt mal an der Zeit dieses Narrativ der "selbst-bildung" endlich zu überdenken, und die breite Streuung von Informationen zu forcieren ?

    Und wie heißt es bei "TransMum" in Nr.20 ?

    ""Wow, ich lese hier soviel Wahres und sehe, dass auch andere ähnliche Gedanken wie ich haben.""..

    Wo zum Henker ist EUER Netzwerk welches gegen die anderen von
    ""BVT*, DGTI, ATME und VTSM oder wie sie alle heissen""
    wirklich anarbeiten kann, und das dann auch tut, um nicht nur Menschen wie "TransMum" nicht weiterhin "allein vor sich hin denken" zu lassen ?

    Denn die Kommentare Nr.# 25 und 26 sind einfach bezeichnend dafür, wie es mit dem Netzwerk, und damit auch mit der Information bestellt ist..
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#50 HyenadykeProfil
  • 11.10.2019, 11:50hKöln
  • Antwort auf #41 von trans naysayer
  • Danke für den Lob, bei dem ich nicht sicher bin, warum ich überhaupt gelobt werde.
    Ich kann nämlich auch durchaus "ruhig" und -ähm- "weniger wütend" sein. Ich steh' aber immer offensiv zu meiner Meinung.

    Es ist dann aber innerhalb von trans* und inter* in Deutschland nicht alles so klar getrennt und einfach.
    Zu den Verbänden muss ich leider gestehen, dass ich herausgefunden habe über drei Ecken selbst Mitglied beim BVT* zu sein.

    Ja, tatsächlich.
    Über eine Kölner Gruppe (nicht die Trans Pride, die ist da nicht mit drin, aber bei den Vernetzungstreffen dabei) beim NGVT* NRW (Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW), welches wiederum Mitgliedsorganisation beim BVT* ist.
    Aktiv tu ich aber weder auf Landes- und erst recht auf Bundesebene - nichts. Dazu fehlen mir Zeit und Nerven. (Und, da steh ich zu, der Wille, auf einige Positionen und Einstellungen Rücksicht zu nehmen.)

    Es ist aber so, dass wenn -inzwischen- 75% der Gruppen im NGVT klar gegen jede Psychopathologisierung stehen und auch hinter der in Satzung und Präambel niedergeschriebenen Auffassung von Geschlechtlichkeit, nicht-Binarität und Intersektionalität stehen, der Rest eben noch sehr im "alten" System verhaftet ist.
    Der Verband kann dann nicht einfach über diesen Rest hinweg handeln, da dies komplett gegen das eigene Selbstverständnis als Dachverband gehen würde, dem die Eigenständigkeit der Gruppen wichtig ist. Ohne dieses Selbstverständnis würde kein Verband funktionieren.

    Es hat sich aber auch gezeigt, dass diese Gruppen (zumindest in Teilen) auch lernfähig und -bereit sind. Es ist erstaunlich, wie sehr bestimmte - scheinbar festzementierte - Einstellungen und Ansichten sich ändern können, wenn mal miteinander geredet wird. Und wenn der Kontakt beständig ist mensch sich über gemeinsame Arbeit kennen lernt.

    Das "sie" durchaus die Forderungen mitbekommen und - ansatzweise - verstanden habe, zeigt sich beispielsweise an den Forderungen des BVT*. Da ist keine Einzige auf der Homepage wo ich nicht zumindest "ja, kann so gefordert werden" sag.

    Nur, wie glaubhaft ist die Forderung nach einem selbstbestimmten Geschlechtseintrag, wenn gleichzeitig einige ein "Recht auf [Psycho-]Therapie" fordern. Die selber Teil des Systems sind.
    Wenn zu allem Ja-und-Amen gesagt wird, was die Pschopathologisierer und Wegsperren-Forderer sagen, weil "man ja Kompromisse eingehen muss" wenn mensch das Zuckerchen "Peer-Beratung" haben möchte.
    Und sich damit selber den Ast absägt, auf den wer selbst sitzt.

    Vielleicht ändert sich das aber in Zukunft. Die "Generation TSG" der toxic-trans "Self-Hate-Groups" (Danke für dieses Wort) befindet sich auf dem Rückzug. Es fällt ihnen immer schwerer, Nachwuchs zu rekrutieren und irgendwann werden sie, davon bin ich überzeugt, bedeutungslos sein.
    Einfach schon nur deshalb, weil auch andere Sichtbar und Laut sind. Wir.

    Hoffe ich zumindest.
    Ich würde aber ungern diese Diskussion in den Kommentaren von queer.de weiterführen. Es gibt noch so viele Dinge, die ich noch sagen und anmerken möchte, die aber irgendwie nicht hier hin passen.
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