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Kommentare zu:
LGBTI-Aktivisten: Rückständige Gesundheitsversorgung treibt trans* Personen in den Selbstmord


#81 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 22:37hHannover
  • Antwort auf #74 von trans naysayer
  • ""Ich werde mich niemals in diese sich "selbst verwaltenden" Strukturen begeben, deren innere Struktur, Selbst -Lähming und deren Drama Anonyma hier so treffend beschrieben hat:""..

    Genau DAS hat hier NIEMAND von Dir erwartet !

    Aber um genau diese Strukturen dann hinter sich zu lassen kannst DU dann den anderen erklären wie man solche anderen Strukturen aufbaut..

    Und das ist NICHT zu viel verlangt..

    ""Doch. Genau das erwarte ich. Ist ja auch nicht schwer. Ist ganz einfach. Können andere Menschen auf der Welt ja auch. Ich sehe keinen Grund, warum man das in D nicht auch kann.""..

    Zeig doch einfach mal wie das geht !

    Denn in Strukturen gefangen sein IST Teil dieser Lähmung, die dann unfähig macht Neues aufzubauen..
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#82 TheDadProfil
  • 13.10.2019, 22:41hHannover
  • Antwort auf #75 von trans naysayer
  • ""Ein "Alltagstest" war lediglich in den selbst erfundenen "Behandlungs-Richtlinien" der Sexualmedizin vorgeschrieben. Die sind kein "Gesetz".
    Und die haben auch keinen "Gesetzesrang".""..

    Aber die "Macht" einen Menschen daran zu hindern einen selbstbestimmten Weg zu gehen..

    ""Was hindert Menschen daran, sich über sich selbst und ihre eigene Situation, die ihr Leben unmittelbar betrifft, zu informieren-?""..

    Gute Frage..
    Habe ich vor 2 Jahren auch schon mal gefragt, und nicht beantwortet bekommen..
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#83 Anonyma
  • 14.10.2019, 00:58h
  • Antwort auf #81 von TheDad
  • "Zeig doch einfach mal wie das geht ! Denn in Strukturen gefangen sein IST Teil dieser Lähmung, die dann unfähig macht Neues aufzubauen.."

    Den Ausweg aus diesem Dilemma hat schon der olle Kant 1784 recht treffend zusammengefasst:

    "Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

    Nochmal die wichtigsten "Randbedingungen":

    - Das Wissen liegt förmlich auf der Straße. Jeder, der ein Mobiltelefon, ein Tablet oder einen Computer hat, kann es abrufen.
    - Wir werden hier in Deutschland weder mit Gefängnis noch mit dem Tod bedroht.

    Warum also sind wir "gefangen in Strukturen"? Dazu nochmal Kant:

    "Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."

    und:

    "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt, u.s.w., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte: dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben."

    Das ganze Dilemma mitsamt seiner Lösung ist also in einer speziell auf unsere historisch-kulturellen Bedingungen zugeschnittenen Form bereits seit fast auf den Tag genau 235 Jahren bekannt. Noch nicht mal die "Vormünder" haben sich seit damals großartig geändert, sie nennen sich heute bloß anders: Psychiater. Alles, was offensichtlich noch (immer?) fehlt, ist der Mut, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Sapere aude!

    gutenberg.spiegel.de/buch/beantwortung-der-frage-was-ist-auf
    klarung-3505/1
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#84 trans naysayerAnonym
  • 14.10.2019, 03:08h
  • Antwort auf #81 von TheDad
  • "Zeig doch einfach mal wie das geht !"

    Wie ich bereits sagte, gehöre ich in erster Linie meiner community. Da geht es nicht nur um "trans".

    Die school to prison pipeline, die Epidemie der Gewalt gegen indigene Frauen und Mädchen und ihr massenhaftes Verschwinden vor dem Hintergrund von sex trafficking, weil sie sich aufgrund ihrer Physiognomie sowohl als "Asiatinnen", "Hispanics" und Indigenas bestens verkaufen lassen, die Epidemie der tödlichen Gewalt gegen TWOC und die miserable Versorgung von Latinas im Gesundheitswesen liegen näher als die deutsche T-community.

    Die deutsche T-community verfügt über alles, was sie braucht. Ihr steht das gesamte Wissen und alle Ressourcen zur Verfügung. Wie das geht, haben andere ihr vorgemacht. Es ist alles im www verfügbar. Sie müssen nur aktiv werden.
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#85 TheDadProfil
  • 14.10.2019, 09:58hHannover
  • Antwort auf #83 von Anonyma
  • ""Warum also sind wir "gefangen in Strukturen"? Dazu nochmal Kant:""..

    Und was sagt uns das jetzt ?
    Man bleibt lieber in der einen Unmündigkeit gefangen, weil man inzwischen realisiert hat, das man sich durch den Wechsel der Struktur nur wieder in eine andere Unmündigkeit begibt ?

    Wenn man sich hier damit hervortut die bestehenden Strukturen mit der Aussage
    "wir haben aber bessere strukturen"
    zu kritisieren, und das ja nicht zu Unrecht, dann ist es folgerichtig, sich mit den Menschen hier zu vernetzen, um denen den Aufbau von vernünftigen Strukturen zu zeigen..

    Das hat weder etwas mit einem "Engagement außerhalb der eigenen Peer-Group" oder Community zu tun, noch mit einem sich von außen Einmischen..

    Wie hieß es in Kommentar Nr.#75 ?

    ""Es ist Aufgabe von "Peer-Strukturen", Menschen im Widerstand und Kampf gegen solche "Systeme" zu unterstützen und mit den notwendigen tools und skills auszustatten und zu unterstützen.""..

    Wenn man das schon so sieht, dann muß man das auch tun..
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#86 Anonyma
  • 14.10.2019, 15:29h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • "Und was sagt uns das jetzt ?"

    Das sagt uns, dass wir hier in Deutschland in einem Zustand gefangen sind, den einer unserer großen Philosophen schon vor 235 Jahren als selbstverschuldete Unmündigkeit identifizierte. Und als Ausweg aus dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit schlug er damals die Benutzung des eigenen Verstandes vor. Dafür sind hier alle Ressourcen vorhanden und das Risiko ist gering. Man muss nur wollen. Und dann machen. Und das darf dann jetzt gerne als Aufforderung an alle (still) mitlesenden trans Menschen und deren Verbündete verstanden werden, sich endlich mal zu entscheiden, was man will: ein selbstbestimmtes Leben als freie Bürger*Innen mit Rechten oder ein bevormundetes Leben als psychosozialer Pflegefall, der auf Gedeih und Verderb von den Phantasien und der Sprunghaftigkeit einer sogenannten "Sexualmedizin" abhängig ist, die gerade mal wieder unverhohlen darüber nachdenkt, ob man nicht vielleicht doch mal wieder versuchen sollte, uns mit Wundertherapien wie der "Akzeptanz- und Commitmenttherapie" von unserer "Geschlechtsdysphorie" zu heilen.
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#87 trans naysayerAnonym
  • 14.10.2019, 18:36h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • "Und was sagt uns das jetzt ?"

    - bondage or freedom
    - frozen passivity or active resistance
    - darkness or bright skies
    - suffering or pure joy
    - constant circles or breakthrough
    - cages or wide horizons
    - chained hearts or running free
    - crying or laughing
    - blue pill or red pill

    Das sagt euch das.
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#88 trans naysayerAnonym
#89 TheDadProfil
  • 15.10.2019, 11:01hHannover
  • Antwort auf #87 von trans naysayer
  • ""Die deutsche T-community braucht KEINE(!) Unterstützung. Sie hat Zugang zu allem Wissen, Zugang zu allen Ressourcen, sie ist NICHT von Gefängnis oder Tod bedroht. Sie ist völlig frei in ihren Handlungen und Entscheidungen. Es hat für sie keinerlei negative Konsequenzen.

    Die deutsche community ist NICHT die community in Uganda, Kenia, Russland, etc. Sie wird auch nicht in der massiven Form angegriffen, wie wir in den USA oder Brasilien tagtäglich.""..

    Auf welche Weise genau die Menschen unterdrückt sind, spielt keine Rolle..
    Hier eine "Hitparade" der Unterdrückung aufzustellen halte ich für fatal..

    ""Ich gehöre zunächst meiner community.""..

    ""Du kannst Dir also vorstellen, welche Priorität die deutsche T-community auf meiner Liste einnimmt. Ich habe auch keinen Grund für ein Engagement, so lange die Mehrheit der deutschen T keinen Grund für ein Engagement sehen. ""..

    Bei solchen Aussagen, die eigenes Engagement einfach ausschließen, und vor dem Hintergrund das in verschiedenen anderen Kommentaren in diversen anderen Threads immer auch die Solidarität Anderer eingefordert wurde, tun sich hier einfach Abgründe auf..

    Denn diese Solidarität der Anderen einzufordern und sich selbst dabei gleichzeitig explizit auszunehmen macht nicht wirklich "seriös", denn es macht keinen Sinn..
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#90 trans naysayerAnonym
  • 15.10.2019, 22:07h
  • Antwort auf #89 von TheDad
  • "Denn diese Solidarität der Anderen einzufordern und sich selbst dabei gleichzeitig explizit auszunehmen macht nicht wirklich "seriös", denn es macht keinen Sinn.."

    Ich habe niemals Solidarität aus D für uns "eingefordert". In D versteht man weder unsere communities noch interessiert man sich für uns.

    @Anonyma hat in #83 und #86 erklärt, welche "Strukturen" es in Deutschland zu überwinden gilt: kulturell bedingte selbstverschuldete Unmündigkeit.

    Das gilt nicht nur für die T-community. Das gilt auch nicht nur für die LGBTIQ-community. Das gilt in D generell.

    Das kann niemand anders für Menschen tun. Das können sie nur selber tun.

    Die Frage, die es zu beantworten gilt, hat @Anonyma vorgegeben:

    "Und das darf dann jetzt gerne als Aufforderung...verstanden werden, sich endlich mal zu entscheiden, was man will: ein selbstbestimmtes Leben als freie Bürger*Innen mit Rechten oder ein bevormundetes Leben als psychosozialer Pflegefall..."

    Diese Frage muss mit allen daraus resultierenden Konsequenzen beantwortet werden.

    Diese Fragestellung ist NICHT an eine Woman Of Color aus den USA/Brasilien gerichtet.
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