Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34663

Polizeibericht

Berlin: Frau von Taxifahrer homofeindlich beleidigt und angegriffen

Die 32-Jährige stand rauchend von einer Diskothek, als sie aus dem Taxi heraus beleidigt wurde. Als die Frau den Fahrer zur Rede stellte, bespuckte er sie und zog sie nach Gegenwehr in das Fahrzeug.


Die Berliner Polizei meldet fast jede Woche homo- oder transfeindliche Übergriffe (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

In der Nacht zum Samstag ist eine Frau in Berlin-Friedrichshain von einem Taxifahrer homophob angefeindet worden, meldet die Polizei am Samstag. Ersten Erkenntnissen zufolge soll die 32-Jährige gegen 0.30 Uhr vor einer Diskothek am Warschauer Platz gestanden und eine Zigarette geraucht haben, als ein Mann sie aus einem Taxi heraus homophob beleidigt haben soll.

Als die 32-Jährige daraufhin zu dem Taxifahrer ging und fragte, was die Beleidigung soll, habe der Mann die Geschädigte angespuckt. Die Frau habe daraufhin zurück gespuckt. Nun habe der Taxifahrer die 32-Jährige an der Schulter gegriffen, in sein Taxi gezogen und sie dabei geschlagen. Die Frau konnte sich jedoch losreißen, wurde jedoch leicht am Hals verletzt. Der Angreifer entfernte sich mit seinem Taxi vom Ort.

Staatsschutz ermittelt

Wie bei mutmaßlichen Hassvergehen üblich hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich machte die Erstmeldung keine weiteren Angaben zu den Beteiligten.

Die Berliner Polizei macht mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt in Polizeimeldungen publik und meldet diese daher regelmäßig und vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Berlin haben eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Vor wenigen Wochen hatte die Bundesregierung in der Antwort auf einen Kleine Anfrage der Linksfraktion bekanntgegeben, dass die Zahl der deutschlandweit gemeldeten queerfeindlichen Straftaten binnen eines Jahres um 46 Prozent angestiegen ist (queer.de berichtete). Die Zahlen sind nur bedingt aussagekräftig, da die Bundesländer die Erfassung unterschiedlich handhaben und zugleich von einem hohen Dunkelfeld nicht gemeldeter Taten ausgegangen wird.

In den letzten Monaten hatten die demokratischen Oppositionsparteien und LGBTI-Aktivisten Forderungen erneuert, gezielt mit einem Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie vorzugehen. Die Grünen hatten bereits im Mai beantragt, für einen derartigen Plan 35 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen (queer.de berichtete). (pm/cw)

Wöchentliche Umfrage

» Hast du persönlich Angst vor LGBTI-feindlicher Gewalt?
    Ergebnis der Umfrage vom 14.10.2019 bis 21.10.2019


#1 FinnAnonym
  • 12.10.2019, 14:01h
  • Dieser Typ ist offenbar für diesen Job nicht geeignet und eine Gefahr nicht nur für seine Fahrgäste.

    Der sollte unverzüglich die Personenbeförderungs-Lizenz verlieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 TomDarkProfil
  • 12.10.2019, 20:40hHamburg
  • Vielleicht hasst dieser homophobe Taxifahrer seinen Job so sehr, dass er sich damit erhofft, Lizenz und Job zu verlieren, um nicht mit einer Eigenkündigung Nachteile beim Job-Center zu riskieren.

    Vielleicht aber auch nur ein armseliger, kaputter Typ, den man eigentlich nur bemitleiden könnte, wenn er nur nicht so dumm wäre ...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LotiAnonym
  • 13.10.2019, 06:13h
  • Bitte mich nicht falsch verstehen, doch hat die Frau sich meines Erachtens nicht richtig verhalten. An ihrer Stelle hätte ich mich dem Fahrzeug zuerst mal nicht genähert, kein Kontakt mit dem Fahrer gesucht, sondern mir gleich die jeweilige Taxinummer, sowie Autonummer gemerkt und aufgeschrieben. Dann die Polizei verständigt und eine Anzeige wegen homophober Beleidigung gestellt. Doch oftmals reagiert der Mensch in solch eine Situation anders als gewünscht.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 berliner_bärchenAnonym
  • 13.10.2019, 10:04h
  • Antwort auf #3 von Loti
  • Ich hätte mich in dieser Situation nicht so verhalten. Aber nicht weil ich glaube, dass sich die Frau falsch verhalten hat, sondern weil ich zu feige wäre, mich gegen aggressiv vorgetragene Homophobie zu wehren. Die Frau hat sich gewehrt und völlig zu recht, sie hat zurück gespuckt, völlig zu recht; sie hat diesen Wurm von einem Taxifahrer gezeigt, wer hier der Abschaum ist. Wenn sich alle - so wie ich leider (noch) - verhalten, geben uns Homophobe noch mehr auf's Maul. Das mag derb ausgedrückt sein, aber es wird Zeit sich zu wehren. Danke an die Frau für ihren Mut.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 LotiAnonym
  • 13.10.2019, 10:49h
  • Antwort auf #4 von berliner_bärchen
  • Sicher kann man es auch so sehen wie Du es beschrieben hast und natürlich finde auch ich diese Reaktion vollkommen angebracht. Hut ab vor dieser Frau. Nur gehen beim Lesen dieses Vorfalls die Gedanken bei mir noch einen Schritt weiter. Aber belassen wirs dabei. Was wäre wenn.............nützt hier niemanden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SchleicheRAnonym
  • 13.10.2019, 12:25h
  • Antwort auf #5 von Loti
  • kalkuliertes Risiko...

    Muss man eben selbst entscheiden. Ich wäre auch zum Taxi gegangen...
    Wenn man sich alles gefallen lässt, dann macht man sich zu einem leichten Opfer. Aber diese "Leute" müssen eben begreifen, dass sie ein beträchtliches Risiko eingehen, wenn sie, z.B. mich, angehen.
    Zugegeben, hängt das auch immer von meiner Form und der Situation ab, wie gesagt, kalkuliertes Risiko. ´bin jetz´auch net so blöd und spring wie´n Irrer in eine 3er Gruppe... - oder in ein Messer.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LotiAnonym
  • 13.10.2019, 14:17h
  • Antwort auf #6 von SchleicheR
  • Nur zu Deiner Erinnerung. In Berlin nimmt man derartige Beleidigungen mittlerweile sehr ernst. Deshalb schrieb ich von Anzeige stellen um es diesen Idioten voll zu zeigen. Ob es was gebracht hätte, steht auf einem anderen Blatt. Aber gut, jeder Mensch reagiert eben anders.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FinnAnonym
  • 14.10.2019, 08:16h
  • Ich hätte diesen Trottel auch zur Rede gestellt. Ich habe aber auch genug Ausbildung, um im Notwehrfall dafür zu sorgen, dass er diesen Tag nie mehr vergisst.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TikiAnonym