Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?34670

Sachsen

Homohasser sitzt für CDU im Chemnitzer Stadtrat

Der CDU-Politiker Kai Hähner bezeichnete Schwule und Lesben als "abnormal" und behauptete, der CSD verleite Kinder zur Homosexualität – nun gelang ihm der Einzug ins Stadtparlament.


Kai Hähner auf einem CDU-Wahlplakat

Der CDU-Politiker Kai Hähner aus Chemnitz wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Nachdem ihm bei der Kommunalwahl am 26. Mai im fünften Anlauf der Einzug in den Stadtrat gelang, erinnerten nun mehrere User in sozialen Netzwerken an eine extrem homophobe Tirade des 46-Jährigen aus dem Jahr 2010.

So hatte Hähner vor neun Jahren in einer E-Mail an den CSD Leipzig Schwule und Lesben als "abnormal" bezeichnet und behauptet, der CSD verleite Kinder zur Homosexualität. "Leben Sie, wie Sie wollen, im Privaten und lassen Sie andere mit Ihrer Abnormalität in Ruhe", schrieb der sächsische Christdemokrat wörtlich (queer.de berichtete). Weiter hieß es in der Reaktion auf ein Radiointerview mit einem Mitglied des CSD-Vereins: "Durch Ihre öffentlichen Auftritte und das Zuschaustellen Ihrer Lebensweise gilt Homosexualität inzwischen als 'trendy'. Und somit verleiten Sie Jugendliche, die sich in einer sexuellen Findungsphase befinden." Schließlich drohte Hähner: Sollten bereits Kinder mit dem Thema Homosexualität in Berührung kommen, wolle er "der erste sein, der die Verantwortlichen dafür vor Gericht bringt".

Twitter / TwitAnders

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Eine Entschuldigung steht bis heute aus

Die Hass-Mail an den CSD-Verein hatte 2010 für bundesweite Empörung gesorgt. Selbst der heutige sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte sich als damaliger CDU-Generalsekretär von den Äußerungen seines Chemnitzer Parteifreundes distanziert. Die Aussagen seien "indiskutabel" und nicht die Meinung der CDU (queer.de berichtete).

Für seine Entgleisung aus dem Jahr 2010 hat sich der Kommunalpolitiker bis heute nicht entschuldigt. Gegenüber dpa gab sich Kai Hähner damals lediglich "überrascht, was das für Wellen geschlagen hat". Die nicht als öffentliche Äußerung gedachte interne Mitteilung habe er "bewusst provokativ geschrieben, um eine Reaktion zu bekommen".

Auch neun Jahre später zeigt er wenig Reue. "Ich habe ein anderes Familienbild", erklärte der neue Stadtrat am Samstag gegenüber dem Boulevardblatt "Morgenpost". Nur bei seiner Wortwahl ruderte er zurück: "Den Begriff 'abnormal' würde ich heute nicht mehr verwenden. Schwul sein ist nicht abnormal."

Der Chemnitzer CSD-Organisator Toni Rotter will Hähner laut der Zeitung eine zweite Chance geben: "Er soll zeigen, was für eine Arbeit er macht." (cw)



#1 LotiAnonym
#2 LotiAnonym
  • 13.10.2019, 18:06h
  • Sorry Leute, muß heißen Sachsen wie es leibt und lebt. Als gebürtiger Wessi bringe ich da oft was durcheinander.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HyenadykeProfil
  • 13.10.2019, 18:35hKöln
  • "überrascht, was das für Wellen geschlagen hat"

    Nein, sowas aber auch.

    "Die nicht als öffentliche Äußerung gedachte interne Mitteilung habe er "bewusst provokativ geschrieben, um eine Reaktion zu bekommen""

    Die bekam er dann ja auch, so what the fish?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TomDarkProfil
  • 13.10.2019, 19:26hHamburg
  • In Sachsen, dem Alabama oder Mississippi Deutschlands, hat die CDU fast dreißig Jahre durchregiert.

    Bei der Frage, warum Sachsen so rechts ist, muss man auch fragen, was die CDU dazu beigetragen hat.
    =)
  • Antworten » | Direktlink »
#5 mmmmAnonym
  • 13.10.2019, 22:10h
  • ist da jemand wirklich schockiert? jede stimme für csu ist stimme für solche leute
  • Antworten » | Direktlink »
#6 NostasiAnonym
  • 13.10.2019, 22:57h
  • ...Schwule und Lesben als "abnormal" bezeichnet und behauptet, der CSD verleite Kinder zur Homosexualität...

    Es können nur Männer sowas behaupten, welche selber insgeheim durch Männer angeturnt werden, es aus fundamentalistisch-konservativ-religiösen Gründen aber nicht wagen, autonom und selbstbewusst zu sein. Stattdessen erleben sie obrigkeitliche Fremdbestimmung als unausweichliches und normales Schicksal, welches allen Menschen zuteil zu werden hat.

    Herr Hähner gehört offenbar zu der Sorte Menschen, welche es sich, statt in den Spiegel zu schauen, zur Mission machen, ins Leben anderer Menschen hineinzupfuschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 FinnAnonym
  • 14.10.2019, 08:12h
  • Dass solche menschenverachtenden Äußerungen kein Grund für einen Parteiausschluss sind, sagt wieder mal sehr viel über die CDU.

    Wir haben ja jetzt wieder in Halle gesehen, dass aus Worten Taten werden. Daran hat jeder Politiker, der solche Aussagen tätigt, Mitschuld. Und jede Partei, die sowas in ihren Reihen duldet.

    Die CDU braucht gar nicht zu sagen, die AfD sei der politische Arm der Rechtsextremisten, denn sie selbst ist keinen Deut besser.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Ralph
  • 14.10.2019, 11:21h
  • Ah ja, die sexuelle Findungsphase. Da gehen 15-, 16-, 17-Jährige durchs Land und suchen hinter den Bäumen und unter den Brücken nach ihrer sexuellen Orientierung, die dort jemand versteckt hat. Die angebliche Freiheit der Wahl einer (natürlich heterosexuellen) Orientierung war ja 1969-94 immer die Pseudo-Rechtfertigung für die Beibehaltung des Rest-Paragraphen 175. Homosexualität als unheilbare Infektionskrankheit. Damals war das ja noch auf den Sex beschränkt, heute reicht es schon, dass ein Hetenbubi zufällig was vom CSD mitbekommt, um schwul zu werden. Bemerkenswert, für wie schwach, unersprießlich, konkurrenzunfähig, abstoßend solche Berufsheten wie dieser Herr Stadtrat Heterosexualität halten, dass schon das Wissen, es gibt den CSD, den Nachwuchs mit fliegenden Fahnen zu den Schwulen überlaufen lassen soll. Wie sehr müssen diese Leute sich vor sich selbst und vor allem vor Frauen ekeln, wenn sie das tatsächlich glauben.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 mmmmAnonym
#10 goddamn liberalAnonym